<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss' xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'><id>tag:blogger.com,1999:blog-19105699</id><updated>2012-01-28T22:45:06.625+01:00</updated><title type='text'>wiesbaden-kultur : mainz-kultur : rhein-main-kultur</title><subtitle type='html'>auswahl meiner kulturtexte aus wiesbaden, mainz, frankfurt und manchmal auch woanders her. lokale beiträge stehen unter www.wortfall.de</subtitle><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/feeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default?max-results=100'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/'/><link rel='hub' href='http://pubsubhubbub.appspot.com/'/><link rel='next' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default?start-index=101&amp;max-results=100'/><author><name>Daniel Honsack</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15248419407914423138</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_brq7NEMwNF8/Skd3DSAj4yI/AAAAAAAAAHs/XyynhTWB0m4/S220/Daniel_Kopf+090624.jpg'/></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>302</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>100</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-19105699.post-6728321589195718077</id><published>2009-11-04T13:21:00.001+01:00</published><updated>2009-11-04T13:25:32.135+01:00</updated><title type='text'>Offenbachs Operette "Blaubart" kommt nach Mainz</title><content type='html'>„Die gesellschaftlichen Verquickungen“ findet Regiseeur Soren Schumacher bei Jacques Offenbach grundsätzlich interessant. Zudem kommt nach seiner Auffassung bei der Operette „Blaubart“ der Aspekt einer „menschlich humorvollen Satire mit politischem Stachel“ hinzu. Er freut sich über die Arbeit an einem Stück voller Spaß, Verwicklungen und auch Tiefsinn, wie er meint. Am Großen Haus des Staatstheaters ist er in dieser Spielzeit zum ersten Mal als Gastregisseur tätig und bringt am kommenden Samstag die dreiaktige „Opéra bouffe“ zur Premiere. Dirigent ist Thomas Dorsch, der noch kürzlich als Kapellmeister hier wirkte und seit dieser Spielzeit am Oldenburgischen Staatstheater als Musikalischer Oberleiter tätig ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schumacher hat das Werk in die 1920er Jahre in ein Gangster-Milieu verlegt- irgendwo zwischen Al Capone und dem Paten. „Wir hatten schon bei den Proben viel zu Lachen“, gewährt er einen Einblick in die herrschende Atmosphäre. Und obwohl „Blaubart“ alles andere als eine Tanzoper ist, werden die Tänze der 20er wie etwa der Charleston eine Rolle spielen. Und es gibt ein  Maschinenpistolen-Ballett, zu dem aber noch nichts Näheres verraten wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Mainzer Ensemble hat Schumacher eine „wahnsinnige Spiellust“ ausgemacht, was gerade bei diesem Stück ein absoluter Vorteil ist. Schon im Konzeptionsgespräch hätten sich die Darsteller sofort in das Konzept hinein finden können. Auf der Bühne schließlich sei es allen gelungen, sich in die zum Teil ungewohnten Rollen hinein zu arbeiten. Auch auf Leitungsebene stimmt die Chemie. Regisseur und Dirigent verbindet bei dieser Arbeit eine „gegenseitige große Offenheit und Kreativität“, wie es Schumacher ausdrückt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Man darf also gespannt sein auf das, was die Mainzer Produktion aus dem 1866 uraufgeführten Werk gemacht hat. Schon die Vorlage ist bizarr genug, geht es doch um jenen Ritter Blaubart, der gerade seine fünfte Gattin auf unsauberem Weg loswerden möchte und gleichzeitig nach der Nächsten Ausschau hält. Doch als er diese in Boulotte zu finden glaubt, befreit sie die tot geglaubten Ex-Frauen und konfrontiert den Ritter mit ihnen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;Für die Premiere am 7. November um 19.30 Uhr gibt es noch Restkarten&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Weitere Vorstellungen finden am 1., 18. und 31. November sowie am 17. Dezember statt. Weitere folgen in 2010.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Karten sind unter 06131/2851-222 erhältlich.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Weitere Informationen und Online-Buchung: &lt;a href="http://www.staatstheater-mainz.de"&gt;www.staatstheater-mainz.de&lt;/a&gt; &lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Veröffentlicht in der Mainzer Allgemeinen Zeitung&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/19105699-6728321589195718077?l=wiesbaden-kultur.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='related' href='http://www.staatstheater-mainz.com/typo3/index.php?id=647' title='Offenbachs Operette &quot;Blaubart&quot; kommt nach Mainz'/><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/feeds/6728321589195718077/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=19105699&amp;postID=6728321589195718077&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/6728321589195718077'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/6728321589195718077'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/2009/11/offenbachs-operette-blaubart-kommt-nach.html' title='Offenbachs Operette &quot;Blaubart&quot; kommt nach Mainz'/><author><name>Daniel Honsack</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15248419407914423138</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_brq7NEMwNF8/Skd3DSAj4yI/AAAAAAAAAHs/XyynhTWB0m4/S220/Daniel_Kopf+090624.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-19105699.post-3464230650470583804</id><published>2009-10-21T13:26:00.003+02:00</published><updated>2009-10-21T13:33:11.081+02:00</updated><title type='text'>Schlüssiger Liederabend mit Michael Nagy und Gerold Huber an der Oper Frankfurt</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://www.cksinfo.com/clipart/people/famouspeople/composers/Robert-Schumann.png"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer; width: 173px; height: 216px;" src="http://www.cksinfo.com/clipart/people/famouspeople/composers/Robert-Schumann.png" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Seit seinem Einstieg in das Ensemble der Oper Frankfurt hat sich der charismatische Bariton Michael Nagy rasch zu einem Publikumsliebling entwickelt. Das bewies auch das für einen Liederabend außergewöhnlich gut besuchte Opernhaus. Die Begeisterung für den Sänger zieht sich quer durch alle Altersgruppen, was vielleicht auch einen positiven Einfluss auf die Rezeption der Gattung Kunstlied haben kann. Natürlich wäre dieser Effekt dahin, würde Nagy den Auftritt bloß als Pflichtübung neben den großen Rollen ansehen. Davon ist er weit entfernt. Allein die schlüssige Programmzusammenstellung macht deutlich, mit welcher Ernsthaftigkeit und Sorgfalt der Sänger an diesen Abend heran gegangen ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die zwölf Lieder nach Gedichten von Justinus Kerner op. 35 sind, ähnlich wie der deutlich bekanntere Schumann-Zyklus „Dichterliebe“, eng miteinander verwoben und werden auf der Bühne doch kaum geschlossen aufgeführt. Im zweiten Teil sind  Eichendorff-Texte in Vertonungen von Othma Schoeck, Robert Schumann und Erich Wolfgang Korngold zu hören. Nagy, der bei renommierten Liedwettbewerben erfolgreich war, hat sich trotz intensiver Opernpräsenz einen ausgesprochen feinen Sinn für das musikalische Kleinod und dessen Dramatik auf engstem Raum bewahrt. Mit klaren Artikulationen und scharf ausgebildetem Sinn für klangliche Feinheiten kann er sowohl Schumanns Romantik als auch Korngolds Unmittelbarkeit dem Zuhörer authentisch nahe bringen. Am Klavier steht ihm niemand Geringeres als Gerold Huber, einer der gefragtesten Liedbegleiter mit untrüglichem Gespür und unbedingter Dialogbreitschaft zur Seite.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;Der nächste Liederabend in der Oper Frankfurt findet am 17. November 2009 statt. Die Mezzosopranistin Michaela Schuster und der Pianist Markus Schlemmer interpretieren Lieder von Mozart, Brahms, Wolf, Duparc, Mendelssohn, Strauss und Obradors.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Karten unter 069-1340400 oder &lt;a href="http://www.oper-frankfurt.de/de/page49.cfm"&gt;online&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;a href="http://www.oper-frankfurt.de/de/page337.cfm?stueck=236"&gt;Informationen hier&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Veröffentlicht in der Frankfurter Neuen Presse&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/19105699-3464230650470583804?l=wiesbaden-kultur.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='related' href='http://www.oper-frankfurt.de/de/page337.cfm?stueck=235' title='Schlüssiger Liederabend mit Michael Nagy und Gerold Huber an der Oper Frankfurt'/><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/feeds/3464230650470583804/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=19105699&amp;postID=3464230650470583804&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/3464230650470583804'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/3464230650470583804'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/2009/10/schlussiger-liederabend-mit-michael.html' title='Schlüssiger Liederabend mit Michael Nagy und Gerold Huber an der Oper Frankfurt'/><author><name>Daniel Honsack</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15248419407914423138</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_brq7NEMwNF8/Skd3DSAj4yI/AAAAAAAAAHs/XyynhTWB0m4/S220/Daniel_Kopf+090624.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-19105699.post-2892853869702806073</id><published>2009-10-21T12:29:00.001+02:00</published><updated>2009-10-21T13:31:41.110+02:00</updated><title type='text'>Elektronisches Ohrenkino im Wiesbadener Staatstheater</title><content type='html'>Um folgende Erkenntnis gibt es leider keinen Umweg: Elektronische Musik ist, soweit nicht tanzbar, kein Publikumsmagnet. Die kleine Gemeinschaft eingeschworener Kenner und Neugieriger ist im Foyer des Staatstheaters unter sich. Eingeladen hat die musik-theater-werkstatt des Hauses, die unter der Leitung von Ernst-August Klötzke steht und glücklicherweise mit der notwendigen Unterstützung der Gesellschaft der Freunde des Staatstheaters rechnen kann. Vier Veranstaltungen stehen in dieser Spielzeit im Programm, die erste winkt gar mit einem besucherfreundlichen Titel. „Ohrenkino“ klingt freundlich und entgegen kommend. Nach geschlossenen Augen und Bildern, die im Kopf entstehen können. Was also könnte also gegen einen Besuch sprechen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der elektronischen Musik haftet das Etikett „unverdaulich“ oder zumindest „schwer verträglich“ an. Nur selten kann man den Interpreten im Konzert zuschauen, was zumindest einen wichtigen Faktor für eine musikalisch gestaltete Abendplanung ausschließt. Doch gerade bei diesem Konzert wird es dem Zuhörer leicht gemacht. Die Werke, die aus den Lautsprechern neben den Stuhlreihen schallen, könnten auch die Soundtracks zu Filmen oder die Hintergrundgeräusche für Hörspiele liefern. Teilweise zumindest und in stark konzentrierter Form. Auf jeden Fall hat sich der Weg für all diejenigen gelohnt, denen es mit Fantasie und Aufgeschlossenheit gelingt, sich auf ein klug konzipiertes Angebot einzulassen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Publikum wird selbst gefordert, muss den „fehlenden“ Teil durch eigene Vorstellungskraft ersetzen oder das Gebotene einfach als reines Programm auf sich wirken lassen. Allein der nach vorne gerichtete Blick auf den Gold verzierten Theater-Auf- und Eingang bietet jedenfalls keine zusätzliche Erkenntnis. Höhepunkt des Abends ist sicherlich die Uraufführung von Bernd Leukert, der eigens dazu auch angereist war. Sein Titel „Das Pferd frisst keinen Gurkensalat“ stammt nicht von ihm, sondern von Erfinder Philipp Reis, der den Satz in sein gerade erfundenes Telefon sprach, um es erstmals zu testen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gerade diese Uraufführung beweist die spannenden Hörerlebnis-Möglichkeiten dieses Genres, die gleichzeitig unterhaltend und anregend sein können. Da mischen sich Zugdurchsagen mit Glockenläuten, da zerreißt ein Blitz krachend die Szene, Orchester-Tuttistellen alternieren mit exotischen und synthetisch erzeugten Musikfetzen. Das Werk ist eine Produktion dessen Wirksamkeit auf einem besonderen Rhythmus-Ansatz und einer Musikalität, die nicht zwingend auf Tönen basieren muss, resultiert. Spannend wie ein Krimi kommt die 1996 veröffentlichte Komposition „La grande valleé“ von Lionel Marchetti daher, und auch Alain de Filippis „Ton Dieu nes'appell-ti-il pas ego?“ aus dem Jahr 1993 und Jérome Noetingers „Gloire à...“ von 1991 legen eine vielsagende Dramaturgie offen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;Die nächste Veranstaltung der musik-theater-werkstatt findet am 9. November 2009 um 19.30 Uhr im Foyer des Staatstheaters statt. Das Ensemble Chronophonie spielt Werke von Mauricio Kagel und Vinko Globokar. &lt;/li&gt;&lt;li&gt;Karten: 0611-132325 oder &lt;a href="mailto:vorverkauf@staatstheater-wiesbaden.de"&gt;vorverkauf@staatstheater-wiesbaden.de&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;a href="http://www.staatstheater-wiesbaden.de/?page=programm&amp;amp;submenu=w5"&gt;Weitere Informationen&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;  &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Veröffentlicht im Wiesbadener Kurier&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/19105699-2892853869702806073?l=wiesbaden-kultur.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='related' href='http://www.staatstheater-wiesbaden.de/?page=programm&amp;submenu=w5' title='Elektronisches Ohrenkino im Wiesbadener Staatstheater'/><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/feeds/2892853869702806073/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=19105699&amp;postID=2892853869702806073&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/2892853869702806073'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/2892853869702806073'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/2009/10/elektronisches-ohrenkino-im-wiesbadener.html' title='Elektronisches Ohrenkino im Wiesbadener Staatstheater'/><author><name>Daniel Honsack</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15248419407914423138</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_brq7NEMwNF8/Skd3DSAj4yI/AAAAAAAAAHs/XyynhTWB0m4/S220/Daniel_Kopf+090624.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-19105699.post-5264423925921077791</id><published>2009-10-09T11:18:00.003+02:00</published><updated>2009-10-09T11:20:47.101+02:00</updated><title type='text'>Purcells "Dido and Aeneas" überzeugt in Mainz unter Leitung von Michael Schneider und unter der Regie von Arila Siegert</title><content type='html'>Wer einmal erleben möchte, wie man eine dreihundert Jahre alte Oper absolut frisch und ungezwungen auf die Bühne bringt, ohne dem Zuschauer auch nur einen Moment der Langeweile zu ermöglichen, dem sei die jüngste Musiktheater-Produktion am Mainzer Staatstheater ganz dringend ans Herz gelegt. Zugegeben, „Dido and Aeneas“ von Henry Purcell dauert ohnehin nur eine Stunde und ist auch samt der eingebauten Zugaben, die der Alte-Musik-Experte Michael Schneider und Regisseurin Arila Siegert eingebaut haben, nicht länger als ein Fernsehspiel. Doch könnte gerade die kompakte Form ja durchaus dazu verleiten, die Gestaltung auf die leichte Schulter zu nehmen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nicht so in Mainz. Arila Siegert gelingt ein ungemein lebendiges Beispiel für geschickte, spannungsvolle Personenführung und beziehungsreiche Interaktionen. Die Geschichte an sich ist schnell erzählt und bietet doch zahlreiche Möglichkeiten zur Dramatisierung, die von der Regisseurin nahezu ausnahmslos genutzt worden sind. Um Missverständnissen vorzubeugen: Die Produktion hat keinen aktionistischen Anstrich. Im Gegenteil: Jede der Szene wird genau beleuchtet, Arila Siegert gönnt sogar jedem Abschnitt sein eigenes Tempo, so dass an diesem Abend ein intensives Eintauchen ebenso stattfindet, wie ein rasantes Drüberfegen in Action-Manier. Passgenau darauf abgestellt sind die klar definierten Kostüme von Susanne Maier-Staufen. Die gleiche Schwarz-weiß-Konsequenz setzt Hans Dieter Schaal in einem Bühnenbild, das mit wenigen, aber effektvollen Elementen auskommt fort. Zehn Boote können sich bei Bedarf problemlos und effektvoll in einen Hexenwald und wieder zurück wandeln.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Purcells „Masque“ in drei Akten geht auf eine Episode aus dem vierten Buch von Vergils „Aeneis“ zurück. Das Textbuch hat der englische Dichter Nahum Tate geliefert. Dido, Königin von Karthago, hat sich in den trojanischen Kriegsherrn Aeneas verliebt. Da sie aber ihrem Gatten auf dem Sterbebett versprochen hat, sich nicht mehr zu vermählen, sondern nur noch um das Wohl der Stadt zu kümmern, entsteht für sie der innere Konflikt. Durch eine List wird Aeneas wieder auf See geschickt, Dido fühlt sich betrogen und stirbt sozusagen an gebrochenem Herzen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In Mainz wird zu Beginn Claudio Monteverdis „Lamento d'Arianna“ als warnendes Beispiel für Dido eingeblendet. Regina Pätzer vom „Jungen Ensemble“ ist eine empathische wie gehaltvolle Erzählerin, die der Szene eine sehr intime Wirkung mitgibt. In der Rolle der Dido überzeugt Tatjana Charalgina von Anbeginn mit gleichermaßen fein ausgesungenen Piano-Stellen wie mit der Steigerung hin zu enormer leidenschaftlicher Strahlkraft. In Patrick Popeschin steht ihr ein kerniger, beweglich und vielseitig auftretender Dido zur Seite. Scharf konturiert und mit brillanter Stimmgebung gibt der Altus Dmitry Egorov (Junges Ensemble) eine durch und durch dämonische Hexengestalt ab. Anne Ganzenmüller wirkt als Belinda mitunter etwas zurückhaltend. Ebenfalls Mitglied des „Jungen Ensembles“ kann sie aber sicher ihr angenehme Timbre und darstellerisches Talent künftig noch selbstbewusster ausbauen. Ihre Kollegin Aurora Perry indes zeigt eine prickelnde Bühnenpräsenz, ist stimmlich enorm präsent und bereichert die Szenen, an denen sie beteiligt ist, in ganz außerordentlicher Weise.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vor allem der Chor aus Studierenden der Musikhochschule Mainz bringt immer wieder zusätzlichen Schwung ins Geschehen. Klanglich stets sehr präzise und differenziert kommentiert das neunköpfige Ensemble das Geschehen, füllt vital die Szenen. Der Auswahl des Staatsorchesters, das für seine glasklare Interpretation großen Applaus erhält, ist ein großes Kompliment für die engagierte Erfüllung dieser außergewöhnlichen Aufgabe auszusprechen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;In unterschiedlichen Fassungen erschienen, u.a. in der Frankfurter Neuen Presse&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/19105699-5264423925921077791?l=wiesbaden-kultur.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='related' href='http://www.staatstheater-mainz.com/typo3/index.php?id=648' title='Purcells &quot;Dido and Aeneas&quot; überzeugt in Mainz unter Leitung von Michael Schneider und unter der Regie von Arila Siegert'/><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/feeds/5264423925921077791/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=19105699&amp;postID=5264423925921077791&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/5264423925921077791'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/5264423925921077791'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/2009/10/purcells-dido-and-aeneas-uberzeugt-in.html' title='Purcells &quot;Dido and Aeneas&quot; überzeugt in Mainz unter Leitung von Michael Schneider und unter der Regie von Arila Siegert'/><author><name>Daniel Honsack</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15248419407914423138</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_brq7NEMwNF8/Skd3DSAj4yI/AAAAAAAAAHs/XyynhTWB0m4/S220/Daniel_Kopf+090624.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-19105699.post-2875750210603457312</id><published>2009-09-30T14:12:00.003+02:00</published><updated>2009-09-30T14:16:23.750+02:00</updated><title type='text'>Henry Purcells "Dido &amp; Aeneas" kommt auf die Bühne des Mainzer Staatstheaters</title><content type='html'>Obwohl gerade einmal 60 Minuten lang gilt „Dido and Aeneas“ als die einzige vollgültige Oper von Henry Purcell. Im Grunde genommen reiht sich das dreiaktige Stück dennoch stark in die Tradition der englischen, von mythologischen Szenen inspirierten „Masque“ ein. Zu kurz allerdings, um heute einen abendfüllenden Abend zu garantieren. Also haben Dirigent Michael Schneider und Regisseurin Arila Siegert für ihre Mainzer Produktion weitere kürzere musikalische Werke von Purcell, dessen Lehrer Matthew Locke und des knapp 100 Jahre älteren italienischen Komponisten-Kollegen Claudio Monteverdi hinzu gefügt. Damit werden einzelne Szenen zusätzlich emotional intensiviert. Besonders bekannt ist darunter Monteverdis monodische „Lamento d'arianna“.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Vorlage zu der Oper stammt aus Vergils „Aeneis“ und wurde von dem seinerzeit bekannten Dichter Nahum Tate erstellt. Die Uraufführung fand in einem Pensionat für Edelfräulein in Chelsea statt, in dessen Auftrag das Werk vermutlich auch entstanden ist. Karthagos Königin Dido hat sich in den trojanischen Helden Aeneas verliebt, aber sie hat ihrem verstorbenen Gatten versprochen, nie mehr zu heiraten. Dennoch kommen sich die beiden näher, ihr Glück wird jedoch rasch von einer Zauberin durch List im Keim erstickt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Für Regisseurin Arila Siegert geht es hier um die schicksalhaften Auswirkungen, die eintreten, wenn man sich auf eine Liebe einlässt. „Dabei wird die Verinnerlichung von Liebe und Leid erzählt“, erläutert sie. Das Gefühl des Verlassen-seins tritt später ins Zentrum. „Liebesschmerz ist ewig“, findet sie, daher lässt sich die Handlung auch zeitlos interpretieren. „So selten, wie heute das Glück ist, so war es damals auch“, so ihre Ansicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Michael Schneider, renommierter Experte für historische Aufführungspraxis, findet es besonders spannend, die antike Tragödie, wie sie in den Anfängen der Oper vermittelt wurde, wieder zu beleben. Eine musikalische Herausforderung sei die „extrem polyphone Musik“ Purcells, deren Komplexität und Dichte. Die Inszenierung von Arila Siegert, die in Mainz zuletzt Mozarts „Le nozze di Figaro“ inszeniert hat, setzt auf das Fokussieren einzelner Szenen. „Es soll wirken, als sei die Zeit angehalten worden und man kann in den jeweiligen Zustand eintauchen“, macht sie auf die Umsetzung neugierig.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine bedeutende optische Rolle spielen zehn einhundert Kilo schwere Boote von Bühnenbildner Hans Dieter Schaal und „zurückhaltende Kostüme von Susanne Maier-Staufen, die vor allem die Dualität zwischen hell und dunkel wieder spiegeln“, so die Regisseurin.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;Die Premiere am 3. Oktober im Kleinen Haus ist bereits ausverkauft, eventuell gibt es noch Restkarten an der Abendkasse.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Weitere Aufführungen unter anderem am 12., 22 und 29 Oktober, jeweils um 19.30 Uhr.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Karten unter 06131/2851-222 &lt;/li&gt;&lt;li&gt;Weitere Informationen: &lt;a href="http://www.staatstheater-mainz.de"&gt;www.staatstheater-mainz.de&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Veröffentlicht in der Allgemeinen Zeitung Mainz&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/19105699-2875750210603457312?l=wiesbaden-kultur.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='related' href='http://www.staatstheater-mainz.com/typo3/index.php?id=648' title='Henry Purcells &quot;Dido &amp; Aeneas&quot; kommt auf die Bühne des Mainzer Staatstheaters'/><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/feeds/2875750210603457312/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=19105699&amp;postID=2875750210603457312&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/2875750210603457312'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/2875750210603457312'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/2009/09/henry-purcells-dido-aeneas-kommt-auf.html' title='Henry Purcells &quot;Dido &amp; Aeneas&quot; kommt auf die Bühne des Mainzer Staatstheaters'/><author><name>Daniel Honsack</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15248419407914423138</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_brq7NEMwNF8/Skd3DSAj4yI/AAAAAAAAAHs/XyynhTWB0m4/S220/Daniel_Kopf+090624.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-19105699.post-4942596852482420953</id><published>2009-09-20T13:22:00.002+02:00</published><updated>2009-09-20T13:23:30.518+02:00</updated><title type='text'>Mendelssohns "Elias" mit Konservatoriums-Chor in Mainz aufgeführt</title><content type='html'>Für Ronald R. Pelger wurde an diesem Abend ein erklärter Herzenswunsch wahr – und gelungener hätte diese Erfüllung nicht stattfinden können. In der voll besetzten Christuskirche hat der Chorleiter des Peter-Cornelius-Konservatoriums mit über 200 Beteiligten, insbesondere Jugendlichen und jungen Erwachsenen, das Oratorium „Elias“ von Felix Mendelssohn-Bartholdy aufgeführt. Eine Veranstaltung, die ganz offensichtlich nur Gewinner kannte. Vor allem für die jungen Choristen des Konservatoriums wird dieser Abend ein prägendes, in einzelnen Fällen vermutlich sogar Weg weisendes musikalisches Schlüssel-Erlebnis gewesen sein, von dem sie noch Jahre später zehren können. Denn es ist mehr als außergewöhnlich, bereits in jungen Jahren ein solches Werk auf einem Niveau aufführen zu können, das ohne weiteres mit dem der erfahrenen Oratorien-Chöre der Region vergleichbar ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schon in den ersten Takten wird klar, dass das wagemutige Experiment Pelgers geglückt ist. Klare Artikulation und präzise Abnahme seines Dirigats sind die Grundfesten, auf denen der Chor agiert, hinzu kommt eine ungemein saubere Intonation durch alle Stimmen hindurch. Im Umgang mit den Solisten zeigt sich der Chor als ungezwungen und dialogfähig, in den Massen-Szenen sind die jungen Sängerinnen und Sänger kraftvoll und enthusiastisch, überspringen aber nie die Grenze zum unkontrollierbaren Überschwang. Sehr beweglich, mitunter geheimnisvoll wird in den unterschiedlichen dynamischen Abstufungen gearbeitet, im Vordergrund bleibt bei alledem ein erstaunlich stringent durchgehaltenes homogenes Klangbild, das mit erfrischender Strahlkraft gewürzt ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Konservatoriums-Direktor Gerhard Scholz hatte von Eltern berichtet bekommen, dass ihre Sprößlinge zu Hause immer wieder Bruchteile aus dem „Elias“ vor sich hin trällern. 200 Jahre nach Geburt des Komponisten wohl ein nicht von der Hand zu weisender Nachweis für die Generationen übergreifende Eindringlichkeit dieser Musik, die Moden und Trends überdauert. Ein Glücksfall für die Aufführung ist die Rheinische Orchesterakademie Mainz, die Chor und Solisten aufmerksam und jederzeit zuverlässig mitgestaltend begleitet. Daniel Sans übernimmt erfahren und mit brillanter Tongebung die Tenor-Partie, Birgit Schmickler (Mezzosopran) gefällt mit markigem, klarem Timbre, während Thomas Peter mit erdigen Bass die Elias-Rolle übernimmt und Sabine Goetz ihren hellen, ungetrübt strahlenden Sopran beisteuert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Erstellt für die Mainzer Allgemeine Zeitung&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/19105699-4942596852482420953?l=wiesbaden-kultur.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='related' href='http://www-pck-mainz.de' title='Mendelssohns &quot;Elias&quot; mit Konservatoriums-Chor in Mainz aufgeführt'/><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/feeds/4942596852482420953/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=19105699&amp;postID=4942596852482420953&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/4942596852482420953'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/4942596852482420953'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/2009/09/mendelssohns-elias-mit-konservatoriums.html' title='Mendelssohns &quot;Elias&quot; mit Konservatoriums-Chor in Mainz aufgeführt'/><author><name>Daniel Honsack</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15248419407914423138</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_brq7NEMwNF8/Skd3DSAj4yI/AAAAAAAAAHs/XyynhTWB0m4/S220/Daniel_Kopf+090624.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-19105699.post-4838996603354555525</id><published>2009-09-15T09:39:00.001+02:00</published><updated>2009-09-15T09:42:31.281+02:00</updated><title type='text'>Am Wiesbadener Staatstheater startet die Spielzeit mit Giuseppe Verdis Oper „Il trovatore“ in der Regie von Cesare Lievi.</title><content type='html'>In den Straßen herrscht Krieg. Manrico, der „Troubadour“ zieht, gestützt von einer Schicht Ausgestoßener und Unterweltler. mit seiner Stadt-Guerilla umher,  An den industriell wirkenden Bühnenwänden von Csaba Antal prangen Graffiti, die Staatsmacht rüstet sich zum Kampf. Die Regie von Cesare Lievi beschränkt sich auf Andeutungen der tiefen Rivalität, die hier herrscht und die weit über politische Auseinandersetzungen hinaus geht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es geht um Rache, die sowohl die Zigeunerin Azucena als auch den Grafen di Luna bis zum Äußersten treibt. Er will seinen Bruder rächen, den die Verdammte vor Jahrzehnten ins Feuer warf. Sie wiederum sinnt auf Vergeltung für ihre Mutter, die der Vater des Grafen auf den Scheiterhaufen brachte. Das Perfide daran ist, dass sie ihre Genugtuung erst im Schmerz des jungen Grafen bekommt. Der ahnt nicht, dass der Aufständische Manrico, den Azucena wie einen Sohn aufgezogen hat, jener Bruder ist, von dem er glaubt, dass er seinerzeit in den Flammen starb. Es war ein fataler Irrtum der Zigeunerin,die ihr eigenes Kind auf diese grausame Weise getötet hatte. Erst als der Graf den Revolutionsführer hinrichten lässt, offenbart sie ihm den gerade vollzogenen Brudermord.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die wirkungsvolle Umsetzung der Oper verdankt Lievi seinen Sängern. Allen voran nimmt Jeniece Golbourne das Wiesbadener Publikum im Sturm. Als Azucena wirkt sie mit langen verfilzten Haaren, in gebückter Haltung und mit unsteter Gestik bei ihrem Europa-Debüt ungeheuer dämonisch. Stimmgewaltig und ausdrucksstark ist sie ein großer Gewinn für die Alte Welt. Wie nur wenige Sängerinnen gelingt ihr die absolut authentische Darstellung, die nie auf Kosten der sängerischen Leistung geht, sondern mit ihr passgenau einhergeht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Tatjana Plotnikova schwärmt als Leonora mit großer Leichtigkeit für ihren Geliebten und bietet später emotional dicht formulierte Spitzentöne, dazu gehaltvolle Piano-Stellen. Luis Chapa ist als solider Manrico zu erleben, Tito You legt viel Druck in die musikalische Interpretation des Grafen,  als Ferrando gibt Bernd Hofmann eine durchweg überzeugende Figur ab. Abgerundet wird die gelungene Premiere von einem aufmerksamen, mitunter furios auftrumpfenden Orchester unter der effektvollen Leitung des argentinischen Gastdirigenten Mario de Rose. Eindrucksvolle Massenszenen steuert der Chor bei.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;Weitere Aufführungen unter anderem am 17., 20., 24. und 27. September jeweils um 19.30 Uhr&lt;br /&gt;Karten: 0611-132325 oder www.staatstheater-wiesbaden.de&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Veröffentlicht unter anderem in der Frankfurter Neuen Presse&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/19105699-4838996603354555525?l=wiesbaden-kultur.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='related' href='http://www.staatstheater-wiesbaden.de/?page=programm_detail&amp;submenu=w1&amp;eventClusterId=449259' title='Am Wiesbadener Staatstheater startet die Spielzeit mit Giuseppe Verdis Oper „Il trovatore“ in der Regie von Cesare Lievi.'/><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/feeds/4838996603354555525/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=19105699&amp;postID=4838996603354555525&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/4838996603354555525'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/4838996603354555525'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/2009/09/am-wiesbadener-staatstheater-startet.html' title='Am Wiesbadener Staatstheater startet die Spielzeit mit Giuseppe Verdis Oper „Il trovatore“ in der Regie von Cesare Lievi.'/><author><name>Daniel Honsack</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15248419407914423138</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_brq7NEMwNF8/Skd3DSAj4yI/AAAAAAAAAHs/XyynhTWB0m4/S220/Daniel_Kopf+090624.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-19105699.post-4183693698842608784</id><published>2009-09-14T09:37:00.000+02:00</published><updated>2009-09-15T09:39:39.231+02:00</updated><title type='text'>Charme und Tempo bestimmen die Eröffnung der Spielzeit am Staatstheater Mainz bei Peer Boysens Inszenierung der Oper „Carmen“</title><content type='html'>Wenn die Augen im Schein der Fackeln glänzen und die Gänsehaut rauf und runter läuft, kann man sich sicher sein, dass die Inszenierung ein Publikumserfolg wird. So ergeht es nun George Bizets Dauerbrenner „Carmen“, bei der Peer Boysen am Staatstheater Mainz Regie führt. Er hat dafür kein opulentes Bühnenbild gezaubert, sondern lässt den Zuschauer ungehindert in den Schnürboden blicken, aus dem herab die umschwärmte Carmen stolziert. Durchaus eine industriell geprägte Atmosphäre, die etwas kalt und starr wirkt, ähnlich wie die Aufstellung der Chöre mitunter recht unterkühlt scheint. Seltsam unbeteiligt breiten sie sich zunächst auf der Bühne aus, bleiben bei ihrer Auseinandersetzung um Carmens kleine Schlägerei letzten Endes doch uninteressiert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch das kratzt wenig an der Faszination dieser Oper, die auch in Mainz mit großer Leidenschaft und mit einem gewissen Schuss Pathos auf der einen Seite und mit charmanter, gewiss tragisch endender Leichtigkeit auf der anderen Seite über die Bühne geht. Boysen, der bereits zum vierten Mal in Mainz arbeitet, bezeichnet die Oper gleichermaßen als  „großes spanisches Menschendrama“ und „französische Unterhaltung“. Zwischen dem Schweren und dem Leichten liege die Spannung, sagt er vor der Premiere. Opernhafte Schwere wird dem liebesleidenden Sergeanten Don José zum Verhängnis, während die flotte Carmen sich in koketten Plänkeleien übt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Genau diese Kontraste gelingen Peer Boysen mit Hilfe eines pointiert agierenden Ensembles und einem bestens eingestimmten Orchester unter der Leitung von Generalmusikdirektorin Catherine Rückwardt scheinbar mühelos. Michael Wade Lee singt den Don José mit sehr viel Kraft aber ohne Gewalt und gibt sehr gut nachvollziehbar den armen Tölpel, der zu stark schon vom Zauber seiner vermeintlichen Liebe zu der verführerischen Fabrikarbeiterin eingenommen ist, um noch Rückgrat beweisen zu können.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Besonders herausragend ist die Leistung von Tara Venditti, die eine enorm sinnliche und oft verruchte Carmen abgibt. Auch ihre Stimme stellt eine einzige Verführung dar, die sie mit gekonnter Finesse und Geschmeidigkeit einsetzt. Sie ist sich in der Rolle ihrer geradezu magischen Kräfte bewusst, mit denen sie Männer, insbesondere den einen, über die Grenze seiner Willenskraft hinaus ihre Pläne aufzwingen kann. Dietrich Greve gibt einen testosterongestopften Stierkämpfer ab, gegen den Don José geradezu jämmerlich wirken muss. Susanne Gebs Micaela gerät weich und angenehm. Originelle Show-Effekte wie die originale Flamenco-Gruppe oder die Varieté-Einlage der Schmuggler ergänzen eine griffige Inszenierung mit Charme und Tempo, sorgen d&lt;a id="publishButton" class="cssButton" href="javascript:void(0)" target="" onclick="if (this.className.indexOf(&amp;quot;ubtn-disabled&amp;quot;) == -1) {var e = document['stuffform'].publish;(e.length) ? e[0].click() : e.click(); if (window.event) window.event.cancelBubble = true; return false;}"&gt;&lt;/a&gt;afür, dass die Schwere nicht die Überhand behält.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;Tickets unter 2851222 oder www.staatstheater-mainz.de&lt;br /&gt;Weitere Aufführungen am 20. und 25 September sowie bis April 2010&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Veröffentlicht in der Frankfurter Neuen Presse&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/19105699-4183693698842608784?l=wiesbaden-kultur.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='related' href='http://www.staatstheater-mainz.com/typo3/index.php?id=649' title='Charme und Tempo bestimmen die Eröffnung der Spielzeit am Staatstheater Mainz bei Peer Boysens Inszenierung der Oper „Carmen“'/><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/feeds/4183693698842608784/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=19105699&amp;postID=4183693698842608784&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/4183693698842608784'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/4183693698842608784'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/2009/09/charme-und-tempo-bestimmen-die.html' title='Charme und Tempo bestimmen die Eröffnung der Spielzeit am Staatstheater Mainz bei Peer Boysens Inszenierung der Oper „Carmen“'/><author><name>Daniel Honsack</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15248419407914423138</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_brq7NEMwNF8/Skd3DSAj4yI/AAAAAAAAAHs/XyynhTWB0m4/S220/Daniel_Kopf+090624.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-19105699.post-2798221136019564579</id><published>2009-09-12T09:33:00.000+02:00</published><updated>2009-09-15T09:37:02.440+02:00</updated><title type='text'>Simone Kermes hat Arien aus dem Neapel des 18. Jahrhunderts aufgenommen</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://www.simone-kermes.de/Simone_Kermes/Fotos_files/Media/P1010033_1%20Kopie/P1010033_1%20Kopie.jpg?disposition=download"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer; width: 373px; height: 494px;" src="http://www.simone-kermes.de/Simone_Kermes/Fotos_files/Media/P1010033_1%20Kopie/P1010033_1%20Kopie.jpg?disposition=download" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Neapel gehörte im 18. Jahrhundert nicht nur zu den bedeutendsten Handels-Städte Europas, sondern war auch in Sachen Kunst wegweisend. Von dort aus machten sich große Komponisten auf zu den Bühnen der Welt, um zu großem Ansehen zu gelangen. Nur wenige sind uns mit ihrem Werk heute noch in größerem Umfang bekannt. Einer der bekanntesten aber ist bis in die Gegenwart der Librettist und „Poeta Cesaro“ am Wiener Hof, Pietro Metastasio. Er schrieb die Texte für große Opern von Giovanni Pergolesi, Alessandro Scarlatti und anderen bedeutenden Komponisten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Sopranistin Simone Kermes hat nun unter dem beziehungsreichen Titel „Lava“ Opernarien aus dieser Zeit zusammen gestellt, darunter einige, die erstmals überhaupt auf CD eingespielt wurden. Die klingenden Ströme aus der Stadt am Fuße des Vesuv werden zu einem ungemein unterhaltsamen wie musikalisch aufregend interpretierten Eindruck verbunden. Sie stammen aus Opern, die heute so gut wie nicht mehr auf der Bühne aufgeführt werden. Doch mit diesen Ausschnitten macht die Sängerin gemeinsam mit den pointiert und oft mitreißend aufspielenden „Le musiche nove“ unter der Leitung von Claudio Osele durchaus neugierig.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aus Leonardo Leos „Il demetrio“ (1735) vermittelt sie die Arie „Manca sollecita“ in einem überaus atmosphärischen und spannungsvollen Piano, so dass man das Schütteln nach dem Lufthauch, von dem sie hier singt, förmlich zu spüren vermag. Leicht angetupfte Vokale, sinnlich umspielte Melodien und ein kurzer aufschreckender Ausbruch bringen dem Zuhörer das Stück enorm nahe. Mitunter folgen auf brillant gesungene, ausladende und weit in die Höhe schießende Koloraturen  unvermittelt fast gesprochen wirkende raue Marksteine in den tiefen Regionen. Die stellen etwa bei der Siface-Arie „Come nave in mezzo all'onde“ aus Johann Adolf Hasses „Viriate“ (1739) lebhafte Gegensätze dar – eben wie sie auf einem Schiff zu erwarten sind, das auf stürmischer See fährt. So jedenfalls das Bild, das besungen wird. In der Arbace-Arie „Vo solcando un mar crudele“ aus Leonardo Vincis „Artaserse“ (1730) schraubt sie sich mit brillanter Virtuosität in die inniglich vorgetragene Elends-Tragödie seines Daseins.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;Die CD ist 2009 bei „Deutsche Harmonia Mundi“ erschienen. Weitere Informationen: www.lava-music.ch&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Veröffentlicht im Wiesbadener Kurier&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/19105699-2798221136019564579?l=wiesbaden-kultur.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='related' href='http://www.lava-music.ch' title='Simone Kermes hat Arien aus dem Neapel des 18. Jahrhunderts aufgenommen'/><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/feeds/2798221136019564579/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=19105699&amp;postID=2798221136019564579&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/2798221136019564579'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/2798221136019564579'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/2009/09/simone-kermes-hat-arien-aus-dem-neapel.html' title='Simone Kermes hat Arien aus dem Neapel des 18. Jahrhunderts aufgenommen'/><author><name>Daniel Honsack</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15248419407914423138</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_brq7NEMwNF8/Skd3DSAj4yI/AAAAAAAAAHs/XyynhTWB0m4/S220/Daniel_Kopf+090624.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-19105699.post-920481224049544439</id><published>2009-08-22T14:05:00.005+02:00</published><updated>2009-08-22T14:08:45.800+02:00</updated><title type='text'>Musik als Muttersprache - Trio Jean Paul beim Rheingau Musik Festival</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://www.triojeanpaul.de/photos/JeanPaul4.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer; width: 276px; height: 193px;" src="http://www.triojeanpaul.de/photos/JeanPaul4.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Schneller, höher, weiter, das sind derzeit die Maßstäbe, nach denen in Berlin die Leichtathleten um die Wette laufen, werfen oder springen. Im Musikbetrieb ist es oft ganz ähnlich. Je virtuoser, je überlegener in der Technik, desto höher ist die Aussicht auf volle Konzertsäle und lukrative Plattenverträge. Dabei gerät mitunter der musikalische Inhalt in den Hintergrund, gefordert und geliefert werden Leistung bis in die Extreme. Selten erlebt man da ein derart aufrichtig musizierendes Ensemble wie das Trio Jean Paul, das nun nicht zum ersten Mal beim Rheingau Musik Festival auf Schloss Johannisberg auftrat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Manchen Menschen merkt man es ja an, dass sie den Konzertbesuch einem Bekannten oder Vorgesetzten zuliebe absolvieren, entsprechend fallen die Kommentare zwischen den Stücken aus. Wenn sich dann aber die Härchen auf ihren Armen aufrichten, weil eine Passage ganz besonders unter die Haut geht, ist das doch ein Zeichen für die direkte Ansprache, die den drei Musikern gelungen ist. Der Geiger Ulf Schneider, der Cellist Martin Löhr und der Pianist Eckart Heiligers haben einen Weg gefunden, die Musik zu ihrer Muttersprache zu erklären. Weit entfernt vom bloßen Abspielen der Noten sind sie mit Blicken und Körperhaltung ganz nah an den Klängen, werden eins mit der Komposition.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist eine unaufgeregte Virtuosität, die zum Tragen kommt, hier erklingt Musik um ihrer selbst Willen. Das gelingt bei den noblen Ausführungen in den Klaviertrios A-Dur (Hob. XV:18) und d-Moll (Hob. XV:23) von Joseph Haydn genau so plastisch und unmittelbar wie in den atmosphärisch dichten Passagen der Klaviertrios Nr. 1 d-Moll op. 49 und Nr. 2 c-Moll op. 66 von Felix Mendelssohn-Bartholdy. Die Werke der Jubilare, der eine vor 200 geboren, der andere im gleichen Jahr gestorben, wehen an diesem Abend nicht über die Köpfe der Zuhörer hinweg sondern werden beinahe körperlich erlebbar gemacht, dringen intensiv ein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Luftigkeit des Spiels lässt die Hitze im Saal vergessen. Charmante Formulierungen, kokette Verzögerungen und ein kultivierter Tonfall ziehen beständig in Bann. Fröhliche Juchzer in einem flotten Haydn-Satz stehen in ansprechendem Gegensatz zu federleichter Bewegung bei höchster klanglicher Substanz in einem Andante. Das Trio Jean Paul liefert mühelos die ungemeine Präzision im Zusammenspiel, die Mendelssohn-Bartholdys satte Partituren fordern, mit beherzten Phrasierungen geheen die Musiker auf freudiges Drängen ein. Wenn man dies Form der gestalterischen Begeisterung erlebt, mag man kaum glauben, dass das Ensemble bereits seit 18 Jahren konzertiert und sich dabei jedes Mal aufs Neue einer so individuellen Interpretation widmet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Veröffentlicht im Wiesbadener Kurier / Wiesbadener Tagblatt&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/19105699-920481224049544439?l=wiesbaden-kultur.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='related' href='http://www.triojeanpaul.de/' title='Musik als Muttersprache - Trio Jean Paul beim Rheingau Musik Festival'/><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/feeds/920481224049544439/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=19105699&amp;postID=920481224049544439&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/920481224049544439'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/920481224049544439'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/2009/08/musik-als-muttersprache-trio-jean-paul.html' title='Musik als Muttersprache - Trio Jean Paul beim Rheingau Musik Festival'/><author><name>Daniel Honsack</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15248419407914423138</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_brq7NEMwNF8/Skd3DSAj4yI/AAAAAAAAAHs/XyynhTWB0m4/S220/Daniel_Kopf+090624.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-19105699.post-5412034495189002937</id><published>2009-07-10T14:02:00.003+02:00</published><updated>2009-07-14T23:00:39.219+02:00</updated><title type='text'>Buchvorstellung: Kästrich - ein unabhängiges Forum für Kunst</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_brq7NEMwNF8/SlcuZrbx5vI/AAAAAAAAAIM/tVrkw0DprCk/s1600-h/Kaestrich_Buch_Cover.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer; width: 122px; height: 200px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_brq7NEMwNF8/SlcuZrbx5vI/AAAAAAAAAIM/tVrkw0DprCk/s200/Kaestrich_Buch_Cover.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5356801300471342834" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Oft hinterlassen künstlerische Initiativen und Einrichtungen nur mehr Spuren in der Erinnerung derer, die  daran Anteil hatten. Gerade auf lokaler Ebene ist die Nachhaltigkeit von gelebter Kunst nur schwer zu schaffen, auch dann, wenn sie internationale Protagonisten gelockt hat. Harald Kubiczak tritt dem nun im Falle des „Kästrich“ entegegen. Über zehn Jahre hat er das 1990 ins Leben gerufene unabhängige Forum für Kunst geleitet und geprägt, mit seinen Ideen und Netzwerker-Fähigkeiten zu einem vitalen Zentrum des künstlerischen Lebens der Landeshauptstadt entwickelt. Nun hat er zudem ein Buch vorgelegt, das diese zehn Jahre mit einem Abstand von erneut einer Dekade betrachtet. In der Publikation „Kästrich – ein unabhängiges Forum für Kunst“, dessen erstes Exemplar er nun Kulturdezernent Peter Krawietz überreichte, dokumentiert er mit etwa 350 Abbildungen und Texten die dort erfolgten Ausstellungen, Installationen, Performances und Konzerte mit über 70 Künstlerinnen und Künstlern aus dem In- und Ausland.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gemeinsam mit Daniela Kieß übernahm der Künstler zunächst einen leer stehenden Tabak- und Zeitschriftenladen im Kästrich. Der Zufall hatte seine Finger dabei im Spiel, denn Kubiczak, der in Mainz aufgewachsen ist und studiert hat, parkte eines Tages dort sein Auto. Als der Verkauf ein Jahr später anstand, zog der „Kästrich“ um, ebenfalls in einen Tabakladen in der Breidenbacher Straße. Das erste Domizil brachte einige Überraschungen mit sich, unter anderem zahlreiche Bücher und andere Artikel aus dem früheren Laden, die den Grundstock für die erste Ausstellung liefern sollten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Krawietz würdigt das Kunstprojekt als „eines der wenigen Foren für zeitgenössische Kunst“ in seiner Zeit. Gerade die freie Kulturszene habe sich in Mainz immer zahlreiche Verdienste erworben. Im „Kästrich“ sei insbesondere die Kunst gezeigt worden, die lange keinen Eingang in öffentlich geförderte Einrichtungen gefunden habe. Durch die Vermittlung eines privaten Sponsors, der ungenannt bleiben möchte, hat er Kubiczak nun die Publikation im eigens dafür gegründeten Verlag „Circuit Art“ ermöglichen können.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Harald Kubiczak hat den „Kästrich“ immer als einen Ort ohne Schranken gesehen, dort, wo auch „ganz normales Publikum“ hinkommen konnte. Dort gab es ein „Nachdenken über Leben, Realität und Kunst sowie das Verhältnis dazu“. Damals ist es gelungen, im Stadtviertel neben den anderen Läden ganz selbstverständlich akzeptiert zu werden. Nachbarn kamen rein, besuchten die neuen Ausstellungen oder Installationen, auch viele Kinder seien immer wieder neugierig herein gekommen. Für Kubiczak war das „viel interessanter als ein Raum, in den sich keiner reintraut“. Viele Impulse kamen von dem niederländischen Künstler Paul Panhuysen, der in Amsterdam das „Apollohuis“ betrieben hat. Aber auch viele andere Künstler fanden sich ein. Von Oktober 1992 bis September 1993 produzierten sie einige von ihnen gemeinsam eine kleine Zeitschrift unter dem Titel „Observation“, in denen sie sich unter einander austauschten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das im Taschenbuch veröffentlichte Buch sollte bewusst keinen Katalog-Charakter annehmen, sondern nach Kubiczaks Vorstellungen immer wieder dazu anregen, es zur Hand zu nehmen. Das ist dank der Vielfalt seines Inhalts und der ansprechenden Präsentation der Arbeiten durchaus gelungen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;Das Buch ist zum Preis von 14 Euro über &lt;a href="http://www.circuit-art.org/" target="_blank"&gt;www.circuit-art.org&lt;/a&gt; zu beziehen.&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Gekürzt veröffentlicht in der Mainzer Allgemeinen Zeitung&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/19105699-5412034495189002937?l=wiesbaden-kultur.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/feeds/5412034495189002937/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=19105699&amp;postID=5412034495189002937&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/5412034495189002937'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/5412034495189002937'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/2009/07/buchvorstellung-kastrich-ein.html' title='Buchvorstellung: Kästrich - ein unabhängiges Forum für Kunst'/><author><name>Daniel Honsack</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15248419407914423138</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_brq7NEMwNF8/Skd3DSAj4yI/AAAAAAAAAHs/XyynhTWB0m4/S220/Daniel_Kopf+090624.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_brq7NEMwNF8/SlcuZrbx5vI/AAAAAAAAAIM/tVrkw0DprCk/s72-c/Kaestrich_Buch_Cover.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-19105699.post-3325856057168880245</id><published>2009-07-08T13:22:00.001+02:00</published><updated>2009-07-08T13:24:56.234+02:00</updated><title type='text'>Der Bariton Christian Gerhaher und der Pianist Gerold Huber hinterlassen beim Rheingau Musik Festival auf Schloss Johannesberg bleibende Spuren</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_nXki07i36m8/RxD0nCTLPOI/AAAAAAAAATE/miVSTHGZ8f0/s400/2007_1007_GerhaherHuber.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer; width: 400px; height: 267px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_nXki07i36m8/RxD0nCTLPOI/AAAAAAAAATE/miVSTHGZ8f0/s400/2007_1007_GerhaherHuber.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Gerhaher und Huber pflegen eine der tiefsten musikalischen Männerfreundschaften der Gegenwart. Seit sie vo 21 Jahren Schumanns „Dichterliebe“ gemeinsam erarbeitet haben, sind sie zur Einheit verschmolzen. „Das hat etwas mit Treue zu tun – ähnlich wie in einer Ehe“, hat Gerhaher einmal gesagt. Und während jährlich bis zu 200.000 Ehen geschieden werden, haben sich Gerhaher und Huber wahnsinnig viel zu sagen. Nun haben sie mit Franz Schuberts selten im Kontext aufgeführten „Schwanengesängen“  bleibenden Eindruck hinterlassen. Gerhaher deckt das gesamte emotionale Spektrum ab und wirkt  in jedem Lied so authentisch, als habe er sich nur auf diese Zeilen vorbereitet. Über die technischen Fähigkeiten der Musiker braucht kein Wort mehr verloren werden. Was sie ausmacht, ist die Aufrichtigkeit und Begeisterung für die Liedgestaltung als hohe Kunst. Mit großer Ernsthaftigkeit erspüren sie die Essenz der Musik und der Texte und setzen dafür ihr Innerstes ein. Persönlicher kann man diese Lieder kaum vermitteln. Wenn Gerhaher die ersten Zeilen in „Die Stadt“ mehr spricht als singt, oder das Herzenselend in „Der Atlas“ mit Macht aus ihm heraus bricht, wenn Huber die wunderschöne lyrische Begleitung in „Das Fischermädchen“ licht und freundlich gestaltet oder die unendliche Traurigkeit aus „Ihr Bild“ transportiert, bekommt man Schubert in seinem Todesjahr ganz nah gebracht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Veröffentlicht in der Frankfurter Neuen Presse&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;&lt;span style="font-family: arial;"&gt;Fotoquelle: http://ionarts.blogspot.com/2007_12_01_archive.html&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/19105699-3325856057168880245?l=wiesbaden-kultur.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/feeds/3325856057168880245/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=19105699&amp;postID=3325856057168880245&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/3325856057168880245'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/3325856057168880245'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/2009/07/der-bariton-christian-gerhaher-und-der.html' title='Der Bariton Christian Gerhaher und der Pianist Gerold Huber hinterlassen beim Rheingau Musik Festival auf Schloss Johannesberg bleibende Spuren'/><author><name>Daniel Honsack</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15248419407914423138</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_brq7NEMwNF8/Skd3DSAj4yI/AAAAAAAAAHs/XyynhTWB0m4/S220/Daniel_Kopf+090624.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_nXki07i36m8/RxD0nCTLPOI/AAAAAAAAATE/miVSTHGZ8f0/s72-c/2007_1007_GerhaherHuber.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-19105699.post-1846465137203593744</id><published>2009-06-28T14:08:00.001+02:00</published><updated>2009-06-28T14:10:08.910+02:00</updated><title type='text'>Rheingau Musik Festival eröffnet mit Mahlers Neunter in Kloster Eberbach</title><content type='html'>Das Zahlenwerk ist mittlerweile Gewohnheit und doch beeindruckend. Innerhalb von zwei Monaten finden im Rheingau 141 Konzerte an 38 Spielstätten statt, wofür 115.000 Eintrittskarten verkauft werden. Aus einer winzigen Folge von vier Veranstaltungen hat Michael Herrmann mit seinem Team mit dem Rheingau Musik Festival eines der führenden Klassikfeste in Europa geschaffen. Mittlerweile sind gehobene Jazz- und Unterhaltungstermine dazu gekommen. All das mit einem Minimum an öffentlicher Finanzierung, wenn man die Unterstützung durch öffentlich rechtlichen Rundfunk und staatlich kontrollierte Unternehmen einmal herausrechnet. Zur Eröffnung des 22. Festivals platzte Kloster Eberbach aus allen Nähten, als Hessens Ministerpräsident und Festival-Schirmherr Roland Koch die Mega-Reihe eröffnete. Der freute sich über die Ausstrahlung der Konzerte über Hessen hinaus und lobte die „unternehmerische Idee“ sowie die persönliche Leistung Herrmanns.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist Tradition, dass der Hessische Rundfunk das erste Konzert der Saison in seinem Kultursender live ausstrahlt, diesmal konnten auch die Bewohner Katalaniens am Lautsprecher die Klänge aus dem Rheingau miterleben. Ein monumentales Werk in nicht weniger beeindruckender Kulisse aber muss man vor Ort erleben, um es so richtig auf sich wirken lassen zu können. Gustav Mahlers Sinfonie Nr. 9 in D-Dur, die letzte von ihm vollendete, stand auf den Pulten der Musiker des HR-Sinfonieorchesters, das von seinem Chefdirigenten Paavo Järvi dirigiert wurde. Järvi gehört längst zu den ganz Großen seiner Zunft, hat gerade seinen Frankfurter Vertrag bis 2013 verlängert und übernimmt im kommenden Jahr zusätzlich das Orchestre de Paris, das natürlich auch schon beim Festival gespielt hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist genau die Sorte Musik, die ein Festival dieser Größenordnung zum Auftakt verträgt. Da werden mächtige Klänge aus der Tiefe des Orchesters heraus gezerrt, während zuvor noch ein extremes Pianissimo jeden Ton einzeln erlebbar machte. Es ist das faszinierende Zusammenspiel von Einzelnen und Gruppen, das in der Komposition so meisterhaft zelebriert und vom HR-Sinfonieorchester mit bestechender Akribie und großer musikalischer Begeisterungsfähigkeit vermittelt wird. Der morbide Charme der Neunten, der sich immer wieder mit Macht seine Bahn bricht, trägt seinen Teil zur Überwältigung bei. Dem Orchester gelingt einmal mehr die packende Interpretation krasser klanglicher Gegensätze, die musikalische Urgewalten mit scheuer Zurückhaltung bewusst nicht verbindet. Niklas Sommer&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;Weitere Konzerte unter &lt;a href="http://www.rheingau-musik-festival.de/start.php"&gt;www.rheingau-musik-festival.de&lt;/a&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/19105699-1846465137203593744?l=wiesbaden-kultur.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='related' href='http://www.rheingau-musik-festival.de/programm/suchergebnisse_nach_id.php?h=1&amp;u=6&amp;id=850' title='Rheingau Musik Festival eröffnet mit Mahlers Neunter in Kloster Eberbach'/><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/feeds/1846465137203593744/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=19105699&amp;postID=1846465137203593744&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/1846465137203593744'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/1846465137203593744'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/2009/06/rheingau-musik-festival-eroffnet-mit.html' title='Rheingau Musik Festival eröffnet mit Mahlers Neunter in Kloster Eberbach'/><author><name>Daniel Honsack</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15248419407914423138</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_brq7NEMwNF8/Skd3DSAj4yI/AAAAAAAAAHs/XyynhTWB0m4/S220/Daniel_Kopf+090624.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-19105699.post-2787945112920776256</id><published>2009-06-22T14:32:00.002+02:00</published><updated>2009-06-21T19:19:45.855+02:00</updated><title type='text'>Interaktiver "Faust" endet in der Gaskammer</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_brq7NEMwNF8/Sj4qFd90GRI/AAAAAAAAAGU/0pAgwRwK7hI/s1600-h/faust01.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer; width: 200px; height: 146px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_brq7NEMwNF8/Sj4qFd90GRI/AAAAAAAAAGU/0pAgwRwK7hI/s200/faust01.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5349759680794335506" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Dr. Heinrich Faust hat keine Lust zu feiern. Ohnehin ist der Vielgelehrte ein Misanthrop, der kein  Interesse an gesellschaftlichen Ereignissen zeigt. Das kümmert seinen „Famulus“ Fritz Otto Wagner, wenig. Er ist fest entschlossen, seinem Meister ein Fest zum 60. Geburtstag auszurichten und wenn alles klappt, ihm auch noch eine Ehefrau zu verschaffen. Wir schreiben das Jahr 1929, befinden uns in der Oberen Webergasse 43 und treffen auf eine illustre Gesellschaft aus Bürgerlichen und deren Personal. Heinrich Faust, der Name ist nicht zufällig gewählt, gefällt sich in der Rolle des entrückten Mann des Geistes, der sich scheinbar von nichts Weltlichem so recht begeistern lässt. Sein diensteifriger Gehilfe wittert im aufkeimenden Nationalsozialismus seine Chance, endlich die Anerkennung zu finden, die ihm das Leben bislang versagt hat.&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_brq7NEMwNF8/Sj4qJ-Q-5kI/AAAAAAAAAGc/X7j923oJRKE/s1600-h/faust02.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 0pt 10px 10px; float: right; cursor: pointer; width: 200px; height: 134px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_brq7NEMwNF8/Sj4qJ-Q-5kI/AAAAAAAAAGc/X7j923oJRKE/s200/faust02.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5349759758184146498" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Wieder einmal ist dem Team vom „Künstlerhaus 43“ eine besondere Form des interaktiven Theaters gelungen, in dem Goethe-Texte vom „Faust 1“ mit zeitgenössischen Anleihen verwoben werden. Da erscheint ein schottischer Offizier mit jüdischen Wurzeln, der der britischen Besatzungsmacht angehört, aber bloß „ein wenig aufpassen“ möchte. Bald wird er zum Opfer der bereits jetzt faschistisch umhauchten Festgemeinde, ebenso wie seine Schwester Margarete, die später wie aus dem Nichts erscheint und den Faust für sich gewinnt. Der ersticht mit Mephistos Hilfe den eifersüchtigen Bruder, Margarete wird wegen „Blutschande“ eingelocht. Gemeinsam mit Faust verendet sie in ihrer Kammer, umfangen von hellem Rauch. Augenblicklich wird klar, was damit angedeutet wird. Zuvor aber wird bürgerlich-heiter mit leicht dekandenten Noten gefeiert. Dafür sorgt Sophie Eisenhof, eine Schauspielerin, die sich in eine teuflische Verführerin verwandelt und Fausts Weg in den Untergang bestimmt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Publikum bleibt nicht unbeweglicher Zeuge, sondern nimmt unmittelbar als Gästeschar teil, wird verköstigt und nimmt am Tanz teil, wird von den Akteuren angesprochen und integriert. Möglich ist das nur mit einem ausgesprochen präsenten Ensemble, das weit mehr zu leisten hat, als in einer vorgegebenen Rolle zu bleiben. Gottfried Herbe, langjähriges Mitglied des Wiesbadener Staatstheaters, verleiht dem Faust eine würdevolle Note, gleichsam gelingt es ihm, dessen mehrfache Wandlung plastisch und erlebnisreich zu vermitteln. Ariane Klüpfel ist seine gefährlich sinnliche Verführerin, deren Charme wohl nicht nur er erliegt und die mit grausigem Knurren mögliche Widersacherinnen wegbeißt. Wolfgang Vielsack gibt mit hündischer Untertänigkeit den Fritz Otto Wagner, dessen Stunde gekommen ist, als er Judensterne verteilen darf. Mario Krichbaum beweist Vielseitigkeit, muss nicht nur mit schottischem Akzent sprechen, sondern sich später bellend Gehör verschaffen, weil ihn der Geist, der stets verneint, kurzfristig unschädlich gemacht hat. Thordis Howe schließlich ist eine zerbrechliche Margarete, wie sie im Buche steht.&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;br /&gt;Weitere Aufführungen: am 25., 26., 27., 28. Juni sowie 4., 10. und 11. Juni, jeweils 19 Uhr&lt;br /&gt;Karten kosten 33, ermäßigt 28 Euro&lt;br /&gt;Tickets unter &lt;a href="http://www.kuenstlerhaus43.de/"&gt;www.kuenstlerhaus43.de&lt;/a&gt; oder bei der Tourist Info Wiesbaden&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.wiesbadener-tagblatt.de/region/kultur/lokale-kultur/index.htm"&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Veröffentlicht im Wiesbadener Tagblatt&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style=";font-family:arial;font-size:85%;"  &gt;Fotos: Susanne Müller&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/19105699-2787945112920776256?l=wiesbaden-kultur.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='related' href='http://www.kuenstlerhaus43.de/css/Faust.html' title='Interaktiver &quot;Faust&quot; endet in der Gaskammer'/><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/feeds/2787945112920776256/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=19105699&amp;postID=2787945112920776256&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/2787945112920776256'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/2787945112920776256'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/2009/06/interaktiver-faust-endet-in-der.html' title='Interaktiver &quot;Faust&quot; endet in der Gaskammer'/><author><name>Daniel Honsack</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15248419407914423138</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_brq7NEMwNF8/Skd3DSAj4yI/AAAAAAAAAHs/XyynhTWB0m4/S220/Daniel_Kopf+090624.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_brq7NEMwNF8/Sj4qFd90GRI/AAAAAAAAAGU/0pAgwRwK7hI/s72-c/faust01.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-19105699.post-3469900833456795470</id><published>2009-06-08T21:10:00.004+02:00</published><updated>2009-06-08T21:15:15.788+02:00</updated><title type='text'>Faust - ein Klassiker zum erleben</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://www.kuenstlerhaus43.de/images/Projekte/Faust/Titelblatt.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer; width: 119px; height: 250px;" src="http://www.kuenstlerhaus43.de/images/Projekte/Faust/Titelblatt.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;„Dr. Heinrich Faust“  ist nach dem Erfolgsstück Romeo &amp;amp; Julia eine neue große Produktion des &lt;span style="font-style: italic;"&gt;kuenstlerhaus43&lt;/span&gt; in Wiesbaden. In der Titelrolle spielt diesmal der allseits bekannte und beliebte Schauspieler Gottfried Herbe einen in die Jahre gekommen Kurarzt, in der von Engländern besetzten ehemaligen Weltkurstadt. 1929 feiert er seinen 60. Geburtstag, und da er nicht gerne in der Öffentlichkeit steht, lädt sein bester Freund der Famulus Wagner zu einer Überraschungsfeier ein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Zuschauer des Theaters sind die Gäste dieses Festes und erleben so ganz nebenbei Goethes bekanntestes Schauspiel. Mit dabei wieder die Hofköche aus Wiesbaden, die passend zu einem kleinen Wirtschaftskrisenmahl einladen. Dank des jungen Ensembles des &lt;span style="font-style: italic;"&gt;kuenstlerhaus43&lt;/span&gt;, bestehend aus 9 Schauspielern und Musikern, erlebt ein alter bedeutsamer Klassiker in ungewohnter Kulisse eine spannende Wiedergeburt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;Premiere: Freitag, 19. Juni 19 Uhr&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Weitere Termine: 25. / 26. / 27. / 28. Juni, 4. / 10./ 11./ Juli, jeweils 19 Uhr&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eintritt: 33/Ermäßigt 28 € zuzüglich Vorverkaufsgebühr (inkl. Begrüßungsgetränk &amp;amp; kleinem Wirtschaftskrisenmahl von den Wiesbadener Hofköchen)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vorverkauf: Tourist Info Wiesbaden 0611 - 172 99 30 oder online unter &lt;a href="http://www.kuenstlerhaus43.de/"&gt;www.kuenstlerhaus43.de&lt;/a&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/19105699-3469900833456795470?l=wiesbaden-kultur.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='related' href='http://www.kuenstlerhaus43.de' title='Faust - ein Klassiker zum erleben'/><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/feeds/3469900833456795470/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=19105699&amp;postID=3469900833456795470&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/3469900833456795470'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/3469900833456795470'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/2009/06/faust-ein-klassiker-zum-erleben.html' title='Faust - ein Klassiker zum erleben'/><author><name>Daniel Honsack</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15248419407914423138</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_brq7NEMwNF8/Skd3DSAj4yI/AAAAAAAAAHs/XyynhTWB0m4/S220/Daniel_Kopf+090624.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-19105699.post-8569402887609051220</id><published>2009-06-03T13:22:00.002+02:00</published><updated>2009-06-03T13:26:34.804+02:00</updated><title type='text'>Vorfreude nicht nur auf Bach - Daniel Hope spielt für St. Johannis in Mainz</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://www.concerto.de/artist/v_hope/hope1.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer; width: 200px; height: 200px;" src="http://www.concerto.de/artist/v_hope/hope1.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Drei Geiger werden sich am 7. Juni um 20 Uhr musikalisch in der Kirche St. Johannis begegnen und mit ihrem Konzert dazu beitragen, dass die dringend notwendige Restaurierung der Kirche eine weitere finanzielle Unterstützung erhält. Die Mainzer Geigerin Caroline Adomeit, der Sohn von Pfarrerin Dr. Bettina Opitz-Chen, Ikki Opitz, der an der Deutschen Oper Berlin engagiert ist, sowie der international renommierte Daniel Hope haben dafür ein spannendes Programm zusammen gestellt. Wir sprachen mit Daniel Hope über das Konzert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Wie ist dieser Kontakt eigentlich zustande gekommen?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich bin mit Ikki schon sehr lange befreundet. Er ist einer meiner ältesten Freunde, denn ich war mit ihm gemeinsam auf der Yehudi-Menuhin-Schule. Er ist ein hervorragender Geiger und uns verbindet eine lange Freundschaft, er ist für mich eine wichtige Person. Die Familie kenne ich bereits, seitdem ich ein kleiner Junge war. Als ich mit Ikkis Mutter gesprochen habe und sie mir gesagt hat, dass die Kirche dringend Hilfe braucht, habe ich sofort zugesagt, mich zu engagieren.  Zum Glück war ich in diesem Zeitraum frei und konnte problemlos mitmachen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Was ist das besondere an dieser Freundschaft, dass sie so lange hält?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir wurden geprägt durch zwei sehr intensive an der Schule. Ich war zu der Zeit acht, er war neun und für mich persönlich war es sehr hart. Ich hatte in dem Internat viel Heimweh und Ikki hat mich damals sehr unterstützt und mir diese Zeit erträglich gemacht. Daher habe ich sehr schöne Erinnerungen daran. Wir haben uns seitdem nicht regelmäßig gesehen, aber es gab immer wieder Begegnungen und es scheint uns dann, als sei in diesen 20 Jahren gar keine Zeit vergangen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Als Künstler bekommen Sie immer wieder Benefiz-Anfragen. Wie wählen Sie da aus?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie haben Recht, ich werde sehr oft gefragt. Einige sage ich zu, ich kann aber natürlich nicht alles machen. Es muss für mich einen persönlichen Zugang geben. Etwa bei Amnesty International, weil ich diese fantastische Arbeit wichtig finde. Hier nun war der Zugang über die Opitz-Familie gegeben. Aber auch durch die Person von Frau Opitz-Chen, die sich sehr stark für die Restaurierung einsetzt. Das ist sehr ehrenhaft und finde es toll, wenn ich dazu beitragen kann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Wie haben Sie die Stücke ausgewählt?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Haben uns telefonisch und per E-Mail abgesprochen. Jeder hat seine Wunschliste eingebracht und so haben wir es unter ein Dach gebracht. Wichtig war, dass es auch ein schönes Konzert für das Publikum werden sollte. Das Doppelkonzert d-Moll von Johann Sebastian Bach habe ich mit Ikki als Kind immer mal wieder gespielt und wir wollten es später einmal in einem Konzert aufführen. Wir sind nie dazu gekommen und ich freue mich riesig, dass wir nun die Chance dazu haben. Dann fanden wir es interessant, die „Vier Jahreszeiten“ von Antonio Vivaldi unter uns aufzuteilen, auch um die unterschiedlichen Charaktere der Sätze herauszustellen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Sie werden von Mitgliedern des Philharmonischen Staatsorchesters Mainz begleitet, die sie nicht kennen. Ist das ein Risiko?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nein, ich habe volles Vertrauen in die Musiker dieses Abends. Wir sind alle da, um die Kirche zu unterstützen, das wird uns sicherlich auch gelingen und ich hoffe, dass das Publikum zahlreich kommen wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span&gt;&lt;/span&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;span&gt;Karten kosten 20 Euro und sind im Vorverkauf bei der Kunsthandlung Jäger, Schöfferstraße 6 oder an der Abendkasse erhältlich. Weitere Informationen: &lt;/span&gt;&lt;a href="http://www.johannis-mainz.de/"&gt;www.johannis-mainz.de&lt;/a&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;&lt;br /&gt;Foto: Felix Broede/ Deutsche Grammophon&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/19105699-8569402887609051220?l=wiesbaden-kultur.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='related' href='http://www.danielhope.com/' title='Vorfreude nicht nur auf Bach - Daniel Hope spielt für St. Johannis in Mainz'/><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/feeds/8569402887609051220/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=19105699&amp;postID=8569402887609051220&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/8569402887609051220'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/8569402887609051220'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/2009/06/vorfreude-nicht-nur-auf-bach-daniel.html' title='Vorfreude nicht nur auf Bach - Daniel Hope spielt für St. Johannis in Mainz'/><author><name>Daniel Honsack</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15248419407914423138</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_brq7NEMwNF8/Skd3DSAj4yI/AAAAAAAAAHs/XyynhTWB0m4/S220/Daniel_Kopf+090624.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-19105699.post-766870647349783562</id><published>2009-06-02T08:39:00.006+02:00</published><updated>2009-06-03T13:12:19.940+02:00</updated><title type='text'>8. Sinfoniekonzert des Philharmonischen Staatsorchesters Mainz</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/9/98/Stamps_of_Germany_%28DDR%29_1962%2C_MiNr_881.jpg/514px-Stamps_of_Germany_%28DDR%29_1962%2C_MiNr_881.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer; width: 197px; height: 228px;" src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/9/98/Stamps_of_Germany_%28DDR%29_1962%2C_MiNr_881.jpg/514px-Stamps_of_Germany_%28DDR%29_1962%2C_MiNr_881.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Es war kein leichter Konzertabend, den das Philharmonische Staatsorchester Mainz seinen Zuhörern im Großen Haus da angerichtet hatte. Die üppige Sinfonie Nr. 1 in D-Dur von Gustav Mahler, der „Titan“, an dem der Komponist vier Jahre laborierte und den er sieben Jahre nach seiner Uraufführung schließlich im Jahr 1906 noch einmal überarbeitete, füllte den gesamten zweiten Teil aus. Mit seiner Fülle an klanglichen Eindrücken hatte Mahler schon das zeitgenössische Publikum enorm gefordert, Theodor W. Adorno sprach davon, dass die Komposition ihr Programm „verschluckt“ habe. Auch in der Mainzer Interpretation war von inhaltlicher Programmatik kaum etwas zu erkennen, im Gegenteil: Der enorme Kraftakt geriet hier zu einem faszinierenden Beispiel  fast absolut musikalischer Gestaltungskraft der Musikerinnen und Musikern, die unter der Leitung von Peter Hirsch einen erstaunlich geschlossenen Eindruck abgaben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schon zuvor hatten sich die Instrumentalisten ihren gestalterischen Spürsinn mit zwei ungewöhnlichen Werken des 20. Jahrhunderts bewiesen. Die Anfang der 1950er Jahre entstandenen „Variazioni per Orchestra“ von Luici Dallapiccola bestehen aus elf espressiven Miniaturen, die mal sanft dahingepustet wirken, mal mit allem Zorn heraus geschleudert werden. Das Orchester formulierte die Stücke immer sehr klar verständlich und vermittelte die Musik ohne Umschweife. In seiner Vielseitigkeit wirkt das Werk gleichermaßen überaus unterhaltsam, man folgt ihm ähnlich gebannt wie einer Folge akrobatischer Zirkus-Nummern – immer in der Erwartung einer neuen überraschenden Wendung, die stets auch mit planbarer Sicherheit eintritt. Das Orchester stellte sich dabei jedenfalls bereitwillig und mit seiner gesamten klanglichen Kompetenz für diese Präsentation zur Verfügung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Luigi Nonos Hommage an den 1943 von den Nazis ermordeten kommunistischen Autoren Julius Fucik (nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Blasmusik-Komponisten) aus Tschechien hingegen gerät erwartungsgemäß zerrissen und verstörend. Ein Jahr nach der Komposition im Jahr 1951 trat Nono übrigens selbst der kommunistischen Partei in Italien bei. Die bedrückende Verhör-Situation, die Nono eingefangen hat, gerät zu einer einzigen Anklage aus einzelnen, verloren wirkenden Bläser-Phrasen zu monotonen, lange liegenden Streichertönen. Dazu kommt ein kurzer Dialog, in Mainz von Gregor Trakis und Stefan Walz leider etwas schematisch vorgetragen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Gekürzt veröffentlicht in der Allgemeinen Zeitung Mainz&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/19105699-766870647349783562?l=wiesbaden-kultur.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='related' href='http://www.orchester-mainz.de/' title='8. Sinfoniekonzert des Philharmonischen Staatsorchesters Mainz'/><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/feeds/766870647349783562/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=19105699&amp;postID=766870647349783562&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/766870647349783562'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/766870647349783562'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/2009/06/8-sinfoniekonzert-des-philharmonischen.html' title='8. Sinfoniekonzert des Philharmonischen Staatsorchesters Mainz'/><author><name>Daniel Honsack</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15248419407914423138</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_brq7NEMwNF8/Skd3DSAj4yI/AAAAAAAAAHs/XyynhTWB0m4/S220/Daniel_Kopf+090624.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-19105699.post-6443639758893752674</id><published>2009-06-02T08:36:00.005+02:00</published><updated>2009-06-03T13:10:17.125+02:00</updated><title type='text'>Jubiläumskonzert in der Wiesbadener Begkirche</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://www.wiesbaden.de/leben_wi/religion/kirchen_ev/bergkirche_1.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer; width: 150px; height: 213px;" src="http://www.wiesbaden.de/leben_wi/religion/kirchen_ev/bergkirche_1.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Als die Bergkirche vor 130 Jahren eingeweiht wurde, traf sie in unmittelbarer Nähe, etwa 100 Meter entfernt, auf eine rege Nachbargemeinde. Gerade zehn Jahre davor wurde die Synagoge am Michelsberg eröffnet, köännte heute also 140 jähriges Bestehen feiern, wäre sie nicht am Morgen des 10. November 1938 von den Nationalsozialisten und ihren willfährigen Gefolgsleuten zerstört und ein halbes Jahr später, vor siebzig Jahren also, vollständig abgerissen worden. Ganz bewusst erinnerte Bergkirchen-Kantor Christian Pfeifer beim Jubiläumskonzert auch an diesen Teil der Wiesbadener Kirchengeschichte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit der Kantorei der Bergkirche verfügt die Gemeinde über einen ausgesprochen leistungsfähigen Chor, der unter Pfeifers Leitung zu Großem aufbricht und sich dabei dauerhaft als einer der vielseitigsten vokalen Klangkörper der Stadt erweist. Schon mit der Brahms-Motette „Warum ist das Licht gegeben den Mühseligen“ stellten die gut 50 Sängerinnen und Sänger ihr klangliches Spektrum unter Beweis. Sanfte Homogenität im Gesamteindruck und hohe Sensibilität in der Umsetzung der Partitur zeichnen die Kantorei ebenso aus wie die enormen dynamischen Feinheiten, die sie als gestalterisches Element einsetzen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch in anderen Werken, etwa den Ausschnitten aus Joseph Gabriel Rheinbergers Messe Es-Dur fiel eine äußerst klare Stimmführung auf, durch die sich die einzelnen Stimmgruppen klar von einander absetzten und dennoch ein tiefes, nachvollziehbares Verständnis für den musikalischen Kontext bewiesen. Beeindruckend auch die gehaltvollen Momenten im extremen Pianissimo.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Andreas Karthäuser hatte zu Beginn die nur selten gespielte Orgelsonate Nr. 1 von Christian Fink vorgestellt, die zeitgleich mit der Einweihung der Bergkirche beim „Wiesbadener Tonkünstlerfest“ aufgeführt worden war. Das Werk ist sehr üppig angelegt und steckt&lt;br /&gt;voller farblicher Spielereien, die Karthäuser geschickt heraus gearbeitet hatte und resolut umsetzte. Gemeinsam mit dem Solo-Cellisten des Wiesbadener Staatsorchester, Stephan Breith,&lt;br /&gt;interpretierte er am Harmonium unter anderem das „Kol Nidrei Adagio“ von Max Bruch. Die beiden Musiker vermittelten die ausdrucksstarken Melodien gefühlvoll und doch ohne zu viel Pathos.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Gekürzt veröffentlicht im Wiesbadener Tagblatt / Wiesbadener Kurier&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/19105699-6443639758893752674?l=wiesbaden-kultur.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='related' href='http://www.bergkirche.de' title='Jubiläumskonzert in der Wiesbadener Begkirche'/><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/feeds/6443639758893752674/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=19105699&amp;postID=6443639758893752674&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/6443639758893752674'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/6443639758893752674'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/2009/06/jubilaumskonzert-in-der-wiesbadener.html' title='Jubiläumskonzert in der Wiesbadener Begkirche'/><author><name>Daniel Honsack</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15248419407914423138</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_brq7NEMwNF8/Skd3DSAj4yI/AAAAAAAAAHs/XyynhTWB0m4/S220/Daniel_Kopf+090624.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-19105699.post-2411166211134106451</id><published>2009-05-29T14:53:00.004+02:00</published><updated>2009-05-29T15:02:08.683+02:00</updated><title type='text'>An den Internationalen Maifestspielen beteiligt sich Wiesbaden mit der Mozart-Oper „Don Giovanni“ in Carlos Wagners Inszenierung</title><content type='html'>Es gehört zur guten Tradition, dass sich der Gastgeber des Festivals nicht nur zu Beginn mit einer Neuproduktion beteiligt, sondern auch ein laufendes Stück in besonderer Besetzung beisteuert. In diesem Jahr ist es Mozarts „Don Giovanni“ in der Inszenierung von Carlos Wagner, der damit im September vergangenen Jahres die Spielzeit eingeläutet hatte. &lt;span style="font-family: arial;font-size:85%;" &gt;&lt;a href="http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/2008/09/mozarts-don-giovanni-zur-spielzeit.html"&gt;(Rezension vom 8.9.09&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: arial;font-size:85%;" &gt;)&lt;/span&gt; Als Gäste waren der Bariton Thomas J. Mayer für die Titelrolle, Erwin Schrott als dessen Gefolgsmann Leporello und der Schweizer Tenor Nernard Richter gewonnen worden, die sich nahtlos in das Wiesbadener Ensemble einfügten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Einmal mehr konnten die Opernbesucher erleben, wie die kluge Personenführung von Carlos Wagner in jeder Szene einwandfrei funktionierte. Jeder Moment hat seine eigene Spannung, die Szenen gehen mühelos ineinander über, ohne Handlungslücken zuzulassen. Mit Hilfe von Rifail Ajdarpasic und Ariane Isabell Unfried, die sich für ein eher klassisches Bühnenbild entschieden haben und den meist dezenten Kostüme von Christof Cremer hat Wagner eine zeitlose Inszenierung geschaffen, die sich nicht aufdrängt. Dennoch umgeht sie keinen Konflikt. Weder den des Giovanni, dessen übermäßiges Ego keine Selbstzweifel zulässt, noch den des Aufpralls der gesellschaftlichen Welten des prekariösen Paars Zerlina und Masetto auf die der Oberschicht der Dons und Donnas.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Erwin Schrott kann als markiger Leporello mit einer Menge Spielwitz für sich einnehmen, Thomas J. Meyer gibt einen kraftvoll überzeugenden Don Giovanni. Bernard Richters klar fokussierter Don Ottavio zeichnet sich durch eine durchaus herbe Gestaltung aus. Empfindsam füllt Tatiana Plotnikova die Donna Anna mit Leben. Mitreißend und mit makelloser, farblich brillanter Höhe begeistert Aga Mikolaj als Donna Elvira. Unter der Leitung von Generalmusikdirektor Marc Piollet spielt das Staatsorchester schlank und durchsichtig auf, erweist sich als ungemein beweglich und sichert der Vorstellung ein unerschütterliches klangliches Fundament.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Veröffentlicht in der Frankfurter Neuen Presse&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style=";font-family:arial;font-size:85%;"  &gt;&lt;blockquote&gt;Vergleiche auch: &lt;a href="http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/2009/03/don-giovanni-verabschiedet-sich-in.html"&gt;Wiederaufnahme der Inszenierung von Peter Mussbach in Frankfurt&lt;span style="text-decoration: underline;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; (8.3.09)&lt;/blockquote&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/19105699-2411166211134106451?l=wiesbaden-kultur.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='related' href='http://www.maifestspiele.de/?page=spielplan_detail&amp;eventDateId=4261375' title='An den Internationalen Maifestspielen beteiligt sich Wiesbaden mit der Mozart-Oper „Don Giovanni“ in Carlos Wagners Inszenierung'/><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/feeds/2411166211134106451/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=19105699&amp;postID=2411166211134106451&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/2411166211134106451'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/2411166211134106451'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/2009/05/den-internationalen-maifestspielen.html' title='An den Internationalen Maifestspielen beteiligt sich Wiesbaden mit der Mozart-Oper „Don Giovanni“ in Carlos Wagners Inszenierung'/><author><name>Daniel Honsack</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15248419407914423138</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_brq7NEMwNF8/Skd3DSAj4yI/AAAAAAAAAHs/XyynhTWB0m4/S220/Daniel_Kopf+090624.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-19105699.post-2214927545293947257</id><published>2009-05-27T19:26:00.001+02:00</published><updated>2009-05-27T19:26:34.091+02:00</updated><title type='text'>Konzertanter Opernabend mit der Barockoper „Die schöne und getreue Ariadne“ von Johann Georg Conradi bei den Internationalen Maifestspielen.</title><content type='html'>Fast 300 Jahre lang schlummerte sie unentdeckt vor sich hin. Die Oper „Die schöne und getreue Ariadne“ wurde 1691 für die Hamburger Bürgeroper am Gänsmarkt verfasst und erst 1972 wieder entdeckt. 1722 hatte übrigens der ungleich berühmteren Komponist Reinhard Keiser das Werk auf ein Libretto von Christian Heinrich Postel noch einmal neu bearbeitet. Aber auch Johann Georg Conradi erfreute sich Zeit seines Lebens einer gewissen Beliebtheit, war unter anderem einige Jahre als Kapellmeister in Hamburg angestellt, nachdem er zuvor in Ansbach und Oettingen gewirkt hatte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In Wiesbaden hatte sich nun das „Ensemble Mattiacis“ unter der künstlerischen Gesamtleitung von Thomas de Vries dieser weitest gehend unbekannten Oper angenommen, freilich nur in konzertanter Fassung im prunkvollen Foyer des Staatstheaters, das eine durchaus adäquate Bühne für das barocke Werk darstellt. Dem Verlauf der Handlung jedoch wurde man dadurch nicht gerecht, was angesichts der sicherlich spannenden Vorlage noch nachzuholen wäre. Die Schwestern Ariadne und Phaedra buhlen um Theseus, den Prinzen von Athen. Scheinbar hat der sich für Ariadne entschieden, lässt sie aber auf Naxos zurück, um zu deren Schwester zurück zu kehren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das „Ensemble Mattiacis“ vermochte unter der sparsamen Leitung von Yvon Répérant, der vom Cembalo aus nur wenige Impulse zu setzen schien, die Farbigkeit des Werkes nur in Maßen zu vermitteln. Zu oft standen intonatorische Probleme im Weg, zu sehr zogen sich die Instrumentalisten in wenig inspirierter Routine zurück. Sängerisch hingegen konnten das Ensemble zum Großteil überzeugen. Emma Pearson gab mit sehr klaren Formulierungen, direkter Ansprache und einer agilen Schärfe eine ausdrucksstarke Phaedra, Sharon Kempton konnte gehaltvoll die emotionale Spanne zwischen Liebe und Zorn beleben. Thomas de Vries' Minos geriet mächtig, dabei sehr beweglich, der Theseus von Gustavo Quaresma hingegen etwas schematisch.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Veröffentlicht in der Frankfurter Neuen Presse&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/19105699-2214927545293947257?l=wiesbaden-kultur.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='related' href='http://www.maifestspiele.de' title='Konzertanter Opernabend mit der Barockoper „Die schöne und getreue Ariadne“ von Johann Georg Conradi bei den Internationalen Maifestspielen.'/><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/feeds/2214927545293947257/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=19105699&amp;postID=2214927545293947257&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/2214927545293947257'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/2214927545293947257'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/2009/05/konzertanter-opernabend-mit-der.html' title='Konzertanter Opernabend mit der Barockoper „Die schöne und getreue Ariadne“ von Johann Georg Conradi bei den Internationalen Maifestspielen.'/><author><name>Daniel Honsack</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15248419407914423138</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_brq7NEMwNF8/Skd3DSAj4yI/AAAAAAAAAHs/XyynhTWB0m4/S220/Daniel_Kopf+090624.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-19105699.post-3450765105537982827</id><published>2009-05-18T13:54:00.003+02:00</published><updated>2009-05-18T14:00:47.216+02:00</updated><title type='text'>Ein Abend ohne aber für Joni Mitchell</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://www.wiesbadener-tagblatt.de/sixcms/media.php/819/thumbnails/208216993.jpg.5690264.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer; width: 400px; height: 327px;" src="http://www.wiesbadener-tagblatt.de/sixcms/media.php/819/thumbnails/208216993.jpg.5690264.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Hinter der Bühne ist ein farbenfrohes Bild zu sehen, das zwar nicht direkt Kreise darstellt, aber durchaus mit runden Formen aufwartet, die einen zyklischen Gedanken nahe legen. Die Arbeit von Sabine Gustke ziert auch das Cover der noch rechtzeitig vor dem vergangenen Wochenende ausgelieferten CD von Annette Marquard, Kate Nelson und Tilmann Höhn. Die beiden Sängerinnen und der Gitarrist haben sich gemeinsam auf eine retrospektive Reise von Joni Mitchell begeben und dabei an ganz unterschiedlichen Stellen ihres musikalischen und privaten Lebens Station gemacht. Im intimen Rahmen des Spiegelsaals des Walhalla-Theaters wurden nun ganz verschiedene Stimmungen wieder gegeben, in die sich das zahlreich erschienene Publikum gerne mitnehmen ließ.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit ihrem warmen, kraftvollen Timbre hatte es Annette Marquard übernommen, das Titelstück zu interpretieren. Musikalisch tiefsinnig lotete sie die Feinheiten der Musik einfühlsam aus. Mit „River“ stellte Kate Nelson erstmals an diesem Abend ihre helle und unaufdringlich brillante Stimme mit der gleichen Empathie vor, die auch im späteren Verlauf in so einem spannungsvollen Kontrast zu der Stimmfarbe ihrer Kollegin stehen sollte. „Little Green“, so erfährt das Publikum, hat Joni Mitchell im Alter von 19 Jahren geschrieben, als sie ihr Tochter zur Adoption freigegeben hat. Kate Nelson brachte dieses ganz besondere Wiegenlied mit sanfter, leicht samtiger Färbung ganz nah an die Ohren des Publikums heran.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit „Night ride home“ gelang Annette Marquard schnell wieder der gebändigt rockige Ausstieg aus der voraus gegangenen Melancholie, nicht zuletzt dank Tilmann Höhns pointierter rhythmischer Gestaltung am Sechssaiter. Ohnehin erwies sich der Gitarrist an diesem Abend immer wieder als herausragender Instrumentalist, dessen Fingerfertigkeit mit einem hohen Maß an musikalischem Einfallsreichtum korrespondierte. Mit „Map of Canada“ konnte er auch solistisch überzeugen, verband technische Höchstleistungen mit eng verwobenen Klangflächen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dass sich die Stimmen der beiden Sängerinnen gegenseitig einiges zu sagen haben, fiel ganz besonders in „Chinese Coffee“ auf. Über den erdigen Ton von Annette Marquard legte sich Kate Nelsons geschmeidig hell-raue Note ohne jede unangenehme Reibung. Zudem gelang es den beiden Musikerinnen immer wieder während des Stückes die Rollen zu tauschen. Später zeigte sich, dass Annette Marquard durchaus zu einem sehr kernigen Klang kommen kann während Kate Nelson eine angenehm ins Metallische changierende Note einführte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schade, dass es nur einige der an diesem Abend aufgeführten Stücke auf die CD geschafft haben. Die Herangehensweise an die Titel aber beweist ein hohes Maß an musikalischer Eigenständigkeit der Interpreten. Die machen zwar aus ihrem hohen Respekt vor Joni Mitchell keinen Hehl, lassen sich dadurch aber nicht von ihrer persönlichen Deutung und Gestaltung abhalten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;Die CD „Circle Games“ kann derzeit zum Preis von 15 Euro über &lt;a href="http://www.annettemarquard.de"&gt;www.annettemarquard.de&lt;/a&gt; oder &lt;a href="http://www.tilmannhoehn.de"&gt;www.tilmannhoehn.de&lt;/a&gt;  bestellt werden.&lt;/blockquote&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Veröffentlicht im Wiesbadener Tagblatt&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Foto: wita/Uwe Stotz&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/19105699-3450765105537982827?l=wiesbaden-kultur.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/feeds/3450765105537982827/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=19105699&amp;postID=3450765105537982827&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/3450765105537982827'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/3450765105537982827'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/2009/05/ein-abend-ohne-aber-fur-joni-mitchell.html' title='Ein Abend ohne aber für Joni Mitchell'/><author><name>Daniel Honsack</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15248419407914423138</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_brq7NEMwNF8/Skd3DSAj4yI/AAAAAAAAAHs/XyynhTWB0m4/S220/Daniel_Kopf+090624.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-19105699.post-7968543213709798965</id><published>2009-05-18T13:38:00.002+02:00</published><updated>2009-05-18T13:42:46.019+02:00</updated><title type='text'>Das Staatstheater Mainz zeigt die Szenische Erstaufführung von Rolf Riehms „Die schrecklich-gewaltigen Kinder“ in der Inszenierung von Gisbert Jäkel.</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://www.ancientgreece.com/media/img/hesiod.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer; width: 250px; height: 309px;" src="http://www.ancientgreece.com/media/img/hesiod.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Es ist nicht so ganz klar, was das Verstörende dieser Aufführung eigentlich ausmacht. Ist es die Dichtung des antiken Griechen Hesiod, seine „Theogonie“, die von Uranos handelt, der seine Kinder in Gefangenschaft hielt und deshalb von seinem Sohn Kronos brutal entmannt wurde? Oder die plakative, mitunter aufreibende und auf jeden Fall scheinbar passgenau auf das Geschehen abgemessene Musik von Rolf Riehm, die vor sechs Jahren entstanden ist? Schließlich bleibt noch die mitunter bizarre, aber immer direkt ansprechende Inszenierung von Gisbert Jäkel am Kleinen Haus des Mainzer Staatstheaters.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Riehm selbst ist davon überzeugt, dass der Text zu seinem Werk „Die Schrecklich-gewaltigen Kinder“ trotz seines Alters „keinen Staub angesetzt hat“, die Botschaft sei: „Nur mit Gewalt sind zwischenmenschliche Beziehungen zu ändern“. Damit schlägt er den Bogen von Hesoid bis zum ehemaligen Präsidenten George Bush in seiner Vorbereitung auf den Irak-Krieg. Eigentlich war das Werk nicht zur szenischen Aufführung gedacht, Riehm sah es als „Film ohne Bilder“ an. Die Anfrage der Mainzer aber habe ihn geradezu begeistert und Jäkel ist gar davon überzeugt, dass die Musik seine Bilder und Vorgänger geradezu provoziere.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gisbert Jäkel, der für diese Arbeit zum ersten Mal ans Mainzer Staatstheater gekommen ist, zeichnet auch für das Bühnenbild verantwortlich, das von einer raumgreifenden Betonwand geprägt ist, in die zuvor ein riesiges Loch gerissen wurde. Vermutlich durch eine Explosion wird der Einblick in das Familienleben des alten Göttergeschlechts nun möglich. Musikalisch zerlegt Riehm das Geschehen permanent in seine Einzelteile, hinterfragt gekonnt und erstellt musikalische Gegenkonstrukte. Die permamente Spannung zwischen Musik und Handlung wird dadurch innerhalb der kurzen Stunde immer wieder enorm gegenwärtig.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Rollen sind klar verteilt, während die überwältigende Sopranistin Ana Durlovski mit vokaler Strahlkraft und der offenkundigen Fähigkeit zur künstlerischen Reibung durch die Handlung führt, ist der Tänzer Rogério Cruz ein flammend entzürnter Kronos, der dem plumpen, zuletzt nur noch armselig dahinvegetierenden Uranos (Wilfried Günther) die lange erhoffte Rache zuteil werden lässt. Clemens Heil und das Ensemble des Philharmonischen Staatsorchesters Mainz loten die musikalischen Besonderheiten der herausfordernden Partitur in all ihren Tiefen und Furchen aus und belassen ihr damit die Hauptrolle in einem Musikwerk mit eindringlicher szenischer Illustration. Einmal nicht anders herum, was allein den Abend schon bemerkenswert macht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Veröffentlicht u.a. in der Frankfurter Neuen Presse&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/19105699-7968543213709798965?l=wiesbaden-kultur.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='related' href='http://www.staatstheater-mainz.com/typo3/index.php?id=56' title='Das Staatstheater Mainz zeigt die Szenische Erstaufführung von Rolf Riehms „Die schrecklich-gewaltigen Kinder“ in der Inszenierung von Gisbert Jäkel.'/><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/feeds/7968543213709798965/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=19105699&amp;postID=7968543213709798965&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/7968543213709798965'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/7968543213709798965'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/2009/05/das-staatstheater-mainz-zeigt-die.html' title='Das Staatstheater Mainz zeigt die Szenische Erstaufführung von Rolf Riehms „Die schrecklich-gewaltigen Kinder“ in der Inszenierung von Gisbert Jäkel.'/><author><name>Daniel Honsack</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15248419407914423138</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_brq7NEMwNF8/Skd3DSAj4yI/AAAAAAAAAHs/XyynhTWB0m4/S220/Daniel_Kopf+090624.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-19105699.post-4657111596828946504</id><published>2009-05-15T13:54:00.002+02:00</published><updated>2009-05-15T13:57:28.144+02:00</updated><title type='text'>Götz Alsmann ist in der Frankfurter Alten Oper weder Engel noch Teufel, sondern einmal mehr ein brillanter Unterhalter auf höchstem Niveau.</title><content type='html'>Eigentlich will er doch gar nicht wissen, ob er eher Engel oder doch mehr ein Teufel ist. Aber da er an verschiedene Höllen für unterschiedliche Berufsgruppen glaubt, ist Götz Alsmann die Hölle&lt;br /&gt;wahrlich nicht zu wünschen. In der teuflischen Abteilung für Jazzmusiker nämlich dürfte er zwar mit allen Größen seiner Zunft gemeinsam spielen und bekäme von niemandem Geringerem als Count Basie die Noten gebracht. Doch zu spielen hätte er dann „Schnappi, das kleine Krokodil“. Mit „Engel oder Teufel“ ist Alsmann mit neuem Programm zurück in Frankfurt und hat seine drei Weggefährten Rhythmus, Text und Melodie im Gepäck.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Seine nach wie vor allerfeinste Stärke liegt in den vielseitigen Arrangements, die nicht bloß&lt;br /&gt;Begleitgeräusche für den Star im Mittelpunkt darstellen. Drei Schlagwerker hat er um sich geschart, ein jeder ein absoluter Individualist mit dem Hang zum Besonderen im Team. Altfried Maria Sicking wirbelt vierklöppelig zwischen Vibra- und Xylophon umher und spitzt zudem die Lippen für gedämpfte Trompetensoli, Rudi Marhold zieht sich am Schlagzeug vermutlich so manche Sehnenscheidenentzündung zu und Markus Paßlick entdeckt immer wieder neues exotisches Perkussions-Spielzeug um jedem Titel einen ganz eigenen Atmosphäre-Tupfer beizufügen. Michael Ottomar Müller steuert schließlich den roten Bassfaden bei.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Alsmann selbst ist ein Meister der Mimik und der Tastenkombinationen. Während er lässig Akkorde antippt, schweift sein Blick suchend umher, manchmal verzieht er das Gesicht zur bübischen Grimasse oder zieht die Augenbrauen einen halben Millimeter hoch. Musikalisch gibt es zwischen Gute-Laune-Tänzen bis zu melancholisch schönen Liebes-Seufzern das gesamte&lt;br /&gt;Alsmann-Schlager-Jazz-Repertoire. Gänsehautverdächtig ist sein „Geisterreiter“, gar nicht deutschtümelnd sein Liebeslied an alle germanischen Frauennamen, die man in einem Lied unterbringen kann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Veröffentlicht in der Frankfurter Neuen Presse&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/19105699-4657111596828946504?l=wiesbaden-kultur.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='related' href='http://www.goetz-alsmann.de/index.php?area=aktuell&amp;view=detail&amp;id=238' title='Götz Alsmann ist in der Frankfurter Alten Oper weder Engel noch Teufel, sondern einmal mehr ein brillanter Unterhalter auf höchstem Niveau.'/><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/feeds/4657111596828946504/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=19105699&amp;postID=4657111596828946504&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/4657111596828946504'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/4657111596828946504'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/2009/05/gotz-alsmann-ist-in-der-frankfurter.html' title='Götz Alsmann ist in der Frankfurter Alten Oper weder Engel noch Teufel, sondern einmal mehr ein brillanter Unterhalter auf höchstem Niveau.'/><author><name>Daniel Honsack</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15248419407914423138</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_brq7NEMwNF8/Skd3DSAj4yI/AAAAAAAAAHs/XyynhTWB0m4/S220/Daniel_Kopf+090624.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-19105699.post-2904267431339217547</id><published>2009-05-10T16:38:00.002+02:00</published><updated>2009-05-10T16:42:42.532+02:00</updated><title type='text'>Die australische „Co-Opera“ spielt an ungewöhnlichen Orten und gastiert mit Mozarts "Zauberflöte" bei den Internationalen Maifestspielen</title><content type='html'>Mit 18.000 Kilometern hält die „Co-Opera – Opera on the move“ wohl den ewigen Streckenrekord. So weit ist bislang kein Ensemble gereist, um an den Maifestspielen teilzunehmen. Doch das Konzept der „Outback-Oper“ besteht gerade in dieser Unstetigkeit. 15.000 Kilometer legt sie pro Spielzeit zurück, um in die hintersten Winkel Australiens vorzudringen. Mit drei Kleinbussen und einem Lastwagen zieht sie durch die unwirtlichsten Gegenden, um vor Farmern, Rinderzüchtern, Glücksrittern und Bergleuten aufzutreten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Gepäck haben diese Musik-Pioniere nichts weniger als traditionelle Oper in behutsam zeitgenössischem Gewand. Da unterbricht die Handlung mal kurz für einen Popsong, mitunter mischen sich die Akteure auch unter ihr Publikum. Doch die eigentliche Oper wird dieser volkstümlichen Vermittlungsweise niemals geopfert. Durch die guten Kontakte zwischen dem Staatstheater und der australischen Opernszene, die bereits hervorragende Künstler nach Wiesbaden gebracht hat, konnte das hiesige Publikum jetzt eine Kostprobe dieses ungewöhnlichen Ensembles erhalten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Selbstverständlich kann ein derart extravaganter Gast nicht ins Große Haus eingeladen werden, so  wurde Mozarts „Zauberflöte“ im Kultur- und Kommunikationszentrum Schlachthof positioniert. Auch hierher waren neben den üblichen Opern-Fans zahlreiche Neugierige gekommen, die erleben wollten, wie der Ort, der ansonsten für Rock-Konzerte und Partys genutzt wird, zur Opernbühne wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und das Experiment ging auf. Mit ungeheurer Spielfreude sind die Sänger auf der spartanisch mit einem Metallgerüst ausgestatteten Bühne zugange. Die Regisseurin Tessa Bremner verleget die Handlung in die Konkurrenzwelt des Gaststättengewerbes, wo man sie durchaus problemlos unterbringen kann. Es ist ganz allein den Sängern überlassen, das Konzept zu tragen, denn außer ein paar Lichteffekten gibt es keinerlei Unterstützung. Doch mehr brauchen sie auch nicht, denn ihre nie abnehmende Präsenz sorgt für ausreichend Spannung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch musikalisch kommt einiges rüber. Jeremy Tatchell ist ein flotter Papageno, der hier seinen Unterhalt nicht mit lebendigen Vögel, sondern mit Grillhühnchen bestreitet. Sara Lambert verleiht mit brillantem Timbre der Pamina einen gelungen mädchenhaften Charme, Eleanor Blythman ist eine überragende, koloratursichere Königin der Nacht, Andrea Carcassi ein wohltönender Sarastro und Vincent Fusco gibt sich als schmieriger Koch Monostatos standesgemäß fies und eklig. Nur Ernst Ens scheint mit der Rolle des Tamino streckenweise stimmlich etwas überfordert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein echter Glücksfall ist der Besuch der Australier für fünf Studierende der Wiesbadener Musikakademie. Manuel Wüst (Flöte), Leonie Dessauer (Oboe), Christian Claus (Klarinette), Jörg Hahn (Fagott) und Lincon Dias (Horn) nutzen die Chance, eine komplette Oper mitgestalten zu können, mit großem Engagement und einer erstaunlichen Raffinesse, die zu der   kammermusikalischen Besetzung unter der Leitung von Brian Chatterton perfekt passt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Veröffentlicht in der Frankfurter Neuen Presse&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/19105699-2904267431339217547?l=wiesbaden-kultur.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='related' href='http://www.maifestspiele.de/?page=programm_detail&amp;refererPage=oper&amp;eventClusterId=42384' title='Die australische „Co-Opera“ spielt an ungewöhnlichen Orten und gastiert mit Mozarts &quot;Zauberflöte&quot; bei den Internationalen Maifestspielen'/><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/feeds/2904267431339217547/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=19105699&amp;postID=2904267431339217547&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/2904267431339217547'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/2904267431339217547'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/2009/05/die-australische-co-opera-spielt.html' title='Die australische „Co-Opera“ spielt an ungewöhnlichen Orten und gastiert mit Mozarts &quot;Zauberflöte&quot; bei den Internationalen Maifestspielen'/><author><name>Daniel Honsack</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15248419407914423138</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_brq7NEMwNF8/Skd3DSAj4yI/AAAAAAAAAHs/XyynhTWB0m4/S220/Daniel_Kopf+090624.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-19105699.post-1737236984982490421</id><published>2009-05-10T16:34:00.003+02:00</published><updated>2009-05-10T16:38:19.280+02:00</updated><title type='text'>Gerd Knebel in Wiesbaden</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.1.1.3/bmi/www.wiesbadener-tagblatt.de/sixcms/media.php/819/thumbnails/207813617.jpg.5578043.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer; width: 220px; height: 319px;" src="http://1.1.1.3/bmi/www.wiesbadener-tagblatt.de/sixcms/media.php/819/thumbnails/207813617.jpg.5578043.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Eine Turnhalle ist keine Kleinkunst-Bühne. Deshalb würden sich wohl nur wenige Vertreter jener Zunft dorthin wagen. Für Gerd Knebel aber ist das kein Problem. Als solistische Hälfte von „Badesalz“ geht ihm ein Ruf voraus, der die Dotzheimer Turnhalle zur Eröffnung der Kulturtage  des Vereinsrings nahezu komplett füllt. Knebel hat sein Publikum von Anfang an im Griff. Mit dieser seltenen Mischung aus Brachialhumor und Subversivität lässt er sich immer nur momentweise in eine Schublade stecken, aus der er überraschend schnell stets wieder heraus krabbelt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In den ersten Minuten gefällt er sich als Rüpel. Da weiß er, wie das geht, muss kein Neuland betreten, so kennen und lieben ihn die Fans. Da macht es auch nichts, wenn er Peter Gauweiler für einen CDU-Politiker hält und ihn zum Erbauer von Aids-Konzentrationslagern dämonisiert. Wie ist er darauf gekommen? Klar, durch die Verhaftung der „Sängerin“ Nadja Benaissa („No Angels“), die angeblich wissentlich einen Mann mit dem HI-Virus angesteckt haben soll. Warum interessiert ihn das? Weil er gerne auch mal von der Bühne weg verhaftet werden möchte. Auf diese verschlungenen Pfade durch seine Hirnwindungen lädt Knebel unverzagt ein und erntet von seinen Verfolgern hemmungslose Begeisterung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch seine Mario-Barth-Parodie kommt an und seine Publikumsbeschimpfung ebenso: „Ihr seid freundlich, nicht zu kritisch und ungebildet“. Aber es ist nett gemeint, Schlaumeier findet er nämlich blöd. Dann freut er sich über „Medien, die einen vor der Wahrheit verschonen“ und erklärt Metaphern. Urplötzlich wird er so etwas wie politisch. Dann, wenn er über sein schlechtes Gewissen sinniert, dass ihn beschleicht, wenn er von der Startbahn West, gegen die er mit seiner Band „Flatsch!“ seinerzeit protestiert hat, in Urlaub fliegt. Seine bizarre Fantasie von einem Startbahn-West-Modell im Bord-Magazin sollte er dringend ausbauen, die hat surrealistisches&lt;br /&gt;Potenzial.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch was er über schwäbische Waffen zu sagen hat, die, von der Bader-Meinhof-Gruppe getestet, nun in Georgien eingesetzt würden, birgt echte Kabarett-Qualitäten: „Den Waffen ist's egal, wer der Herr ist, Hauptsache sie dürfen Gassi gehen.“ Wenn er Liebesbriefe an Adolf&lt;br /&gt;Hitler vorliest, dann nur, um zu veranschaulichen: „Wenn Du ein guter Mörder bist, bekommst Du alle!“, was er noch mit Gestalten wie Milosevic oder Pinochet illustriert. Auch im zweiten Teil gibt es solche Töne, wie etwa die über die „Angst-Flatrate“, den Preis der Freiheit in einer Demokratie.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In geschicktem Wechsel schiebt er dazwischen andauernd die beherzten Griffe unter die Gürtellinie und punktet mit dem passenden Vokabular in breit schlappender südhessischer Mundart. Ihm gelingen diese Rollenwechsel mühelos und authentisch, er hat weder das Belehrende und Angestrengte mancher Kabarett-Kollegen, gründelt aber gleichzeitig nie ausschließlich in den sumpfigen Themen-Niederungen der meisten Comedians. Gerd Knebel gibt weder den Intellektuellen noch den Verbal-Vandalen. Er stoppelt sich sein eigenes Patchwork zusammen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Veröffentlicht im Wiesbadener Tagblatt&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: arial;font-size:78%;" &gt;Foto: Paul Müller&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/19105699-1737236984982490421?l=wiesbaden-kultur.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/feeds/1737236984982490421/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=19105699&amp;postID=1737236984982490421&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/1737236984982490421'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/1737236984982490421'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/2009/05/gerd-knebel-in-wiesbaden.html' title='Gerd Knebel in Wiesbaden'/><author><name>Daniel Honsack</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15248419407914423138</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_brq7NEMwNF8/Skd3DSAj4yI/AAAAAAAAAHs/XyynhTWB0m4/S220/Daniel_Kopf+090624.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-19105699.post-3531697577657709464</id><published>2009-05-05T15:15:00.000+02:00</published><updated>2009-05-05T15:17:10.990+02:00</updated><title type='text'>Konstanze Lauterbach inszeniert Alban Bergs Oper „Lulu“ zur Eröffnung der Wiesbadener Maifestspiele als packendes Psychodrama.</title><content type='html'>Die Geschichte taugt zum Krimi. Lulu kommt von ganz unten, steigt durch kluge Heiratspolitik eines wohlhabenden Gönners gesellschaftlich auf, verführt ihren Förderer und richtet ihn  psychisch wie physisch zu Grunde. Als Mörderin entlarvt landet sie nach einem kurzen Ausflug in die dekadent zugespitzte Welt der Börsenspekulanten dort, wo sie hergekommen ist: in der Gosse. Alban Berg hat seine zweite und letzte Oper aus Frank Wedekinds Tragödien „Erdgeist“ und „Die Büchse der Pandora“ gezogen, allerdings nie vollendet. Der Torso wurde 1937, eineinhalb Jahre nach Bergs Tod, in Zürich uraufgeführt. 1979 kam das komplette Werk, das dann von Friedrich Cerha ergänzt worden war, in Paris zur Uraufführung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Konstanze Lauterbach hatte nun die Inszenierung zur Eröffnung der Internationalen Maifestspiele in Wiesbaden übernommen. Für das Wiesbadener Publikum ist sie freilich keine Unbekannte. Hier hat sie neben einigen Schauspielen gerade vor einem halben Jahr Jules Massenets Oper „Werther“ inszeniert. Mit „Lulu“ gelingt ihr jetzt eine enorm eindringliche Fallstudie. Ihrer körperlichen Reize voll bewusst, mauschelt sich Lulu von einer Affäre zur nächsten, hinterlässt buchstäblich Leichen, wo immer sie sich nieder gelassen hat. Zu diesem Psychothriller hat Andreas Jander ein farbenprächtiges, kraftvolles Bühnenbild modelliert, in dem die mitunter tragischen Zusammenhänge umso kontrastreicher wirken. Das blühende Leben ist nach und nach dem Verfall preisgegeben, was sich auch deutlich auf der Bühne widerspiegelt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Lulus unschuldige Aspekte finden gleichermaßen ihren Ausdruck. Ein Plüschtiger und ein Schaukelpferd stehen dem erotischen Gemälde gegenüber, das der Maler, der sich ihretwegen selbst getötet hat, einmal geschaffen hat und damit kurzzeitig zu Reichtum gekommen ist. Eine geradezu übermenschliche Leistung vollbringt an diesem Abend die überragende Emma Pearson in der Titelpartie. Mit großem Applaus wird schließlich ihr nie einbrechender Einsatz gewürdigt. Stimmlich ist sie souverän und pointiert, als Schauspielerin in einer authentischen Art wandelbar, wie sie deutlicher kaum darstellbar sein dürfte. Ute Döring ist ihr in der Rolle der Gräfin Geschwitz  bemitleidenswert hörig, Erin Caves stellt den tragisch fallenden Alwa emotional packend dar. Dr. Schön, der leidende Förderer des Gossenkindes, findet in Claudio Otelli einen bitter konsequent auftretenden Darsteller.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Insbesondere das Orchester kann unter der Leitung von Generalmusikdirektor Marc Piollet einmal mehr mit Raffinesse und zielgerichteter klanglicher Ausgestaltung überzeugen. Das für das menschliche Ohr nicht immer leicht nachvollziehbare 12-Ton-Geflecht erlebt in seiner Interpretation eine effektvolle wie klug durchschaute Deutung und Vermittlung. Das Drama wird dadurch erst begreiflich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Veröffentlicht in der Frankfurter Neuen Presse&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/19105699-3531697577657709464?l=wiesbaden-kultur.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='related' href='http://www.maifestspiele.de/?page=programm_detail&amp;refererPage=oper&amp;eventClusterId=426757' title='Konstanze Lauterbach inszeniert Alban Bergs Oper „Lulu“ zur Eröffnung der Wiesbadener Maifestspiele als packendes Psychodrama.'/><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/feeds/3531697577657709464/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=19105699&amp;postID=3531697577657709464&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/3531697577657709464'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/3531697577657709464'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/2009/05/konstanze-lauterbach-inszeniert-alban.html' title='Konstanze Lauterbach inszeniert Alban Bergs Oper „Lulu“ zur Eröffnung der Wiesbadener Maifestspiele als packendes Psychodrama.'/><author><name>Daniel Honsack</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15248419407914423138</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_brq7NEMwNF8/Skd3DSAj4yI/AAAAAAAAAHs/XyynhTWB0m4/S220/Daniel_Kopf+090624.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-19105699.post-7466575431013065161</id><published>2009-04-24T18:04:00.002+02:00</published><updated>2009-04-24T18:08:32.656+02:00</updated><title type='text'>Spielzeit 2009/10 im Hessischen Staatstheater Wiesbaden</title><content type='html'>„Ich freue mich über den Zuspruch, den das Hessische Staatstheater Wiesbaden auch in dieser Spielzeit hatte. Dem Vertrauen der Besucher unseres Hauses möchte ich mit einem hochwertigen und abwechslungsreichen Programm gerecht werden“, erklärte Intendant Dr. Manfred Beilharz anlässlich der Vorstellung der Spielplans für die Saison 2009/2010. Er bedankte sich für den großen Einsatz aller Mitarbeiter in der noch bis zum 10. Juli dauernden Saison.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die kommende Spielzeit wird offiziell am Samstag, den 5. September 2009 mit einem großen Theaterfest eröffnet, das ab 14.00 Uhr bis tief in die Nacht auf allen Bühnen des Hauses stattfindet und in einer Vorstellung im Großen Haus mündet, bei der alle Sparten des Staatstheaters einen Einblick in die neue Spielzeit geben. Die neue Spielzeit wartet neben einer Besonderheit im Schumann-Jahr im Musiktheater mit vier Uraufführungen und einer Deutschsprachigen Erstaufführung im Schauspiel auf und endet im Juni 2010 mit der Theaterbiennale NEUE STÜCKE AUS EUROPA.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zum Schumann-Jahr 2010 bietet das Staatstheater Wiesbaden eine Seltenheit: das Lyrische Drama Das Paradies und die Peri, inszeniert von David Mouchtar-Samorai. Den Auftakt der &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Opernsaison &lt;/span&gt;bildet Il Trovatore (Der Troubadour), Giuseppe Verdis Meisterwerk des romantischen Musiktheaters. Es inszeniert der international tätige italienische Regisseur und Autor Cesare Lievi, die musikalische Leitung hat Wolfgang Ott. Weiter geht es mit Cole Porters Musical Kiss Me, Kate in einer Inszenierung von Iris Gerath-Prein, die auch das Musical „My Fair Lady“ realisierte, das seit vergangenem November die Zuschauer begeistert. Mit Falstaff (Musikalische Leitung: Marc Piollet) von Giuseppe Verdi debütiert der Choreograf Christian Spuck als Opernregisseur am Staatstheater Wiesbaden. Spuck stellte sich den Wiesbadenern bei den Maifestspielen 2008 mit dem hochdramatischen Handlungsballett „Lulu“ vom Staatstheater Stuttgart vor. Nach Maillot (Faust) und Pinto/Pollak (Armide) ist Christian Spuck der dritte Choreograf, den Intendant Manfred Beilharz zu einer Opernregie in Wiesbaden einlädt. Marc Piollet und Carlos Wagner setzen ihre gemeinsame erfolgreiche Arbeit mit dem Doppelabend Gianni Schicchi von Giacomo Puccini und L’Heure espagnole (Die spanische Stunde) von Maurice Ravel fort. Die Internationalen Maifestspiele 2010 werden schließlich mit Elektra von Richard Strauss eröffnet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Ballett&lt;/span&gt;direktor Stephan Thoss wird in drei Choreografien ganz unterschiedliche Themenkreise und ästhetische Ansätze präsentieren: Ab Oktober steht der dreiteilige Ballettabend Labyrinth mit zwei Uraufführungen nach Musiken von Mozart, Verdi, Bizet und anderen auf dem Programm. Im Februar 2010 choreografiert Stephan Thoss Es war einmal... Grimms Märchen für Eilige, eine Ballettkomödie für die ganze Familie (hier wird er choreografisch unterstützt von seinen Ensemblemitgliedern Yuki Mori und Mirko Guido) zum 150. Todestag von Wilhelm Grimm. Als dritte Arbeit der kommenden Spielzeit zeigt Thoss Dornröschen als Neuinterpretation des weltbekannten Handlungsballetts mit der Musik von Peter I. Tschaikowsky als Fortsetzung seiner Beschäftigung mit dem „Schwanensee“.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Schauspiel &lt;/span&gt;zeigt in der Spielzeit 2009/10 insgesamt 13 Neuinszenierungen, davon eine im Großen Haus, sieben im Kleinen Haus und fünf in der Wartburg. Das Publikum darf sich auf vier Uraufführungen und eine Deutschsprachige Erstaufführungen freuen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Schauspielsaison eröffnet Intendant Manfred Beilharz im Kleinen Haus mit Ödon von Horváths Glaube Liebe Hoffnung. Im Großen Haus inszeniert Tilman Gersch eine der berühmtesten Liebesgeschichten überhaupt: Shakespeares Romeo und Julia. Gerschs zweite Regiearbeit wird die Deutschsprachige Erstaufführung des Schauspiels Kunstschwimmer von David Drábek sein. Die tschechische Uraufführung von „Kunstschwimmer“ war 2006 zu Gast bei der Theaterbiennale NEUE STÜCKE AUS EUROPA. Slobodan Unkovski, der in der Spielzeit 2006/07 „Heuschrecken“ von Biljana Srbljanović auf die Bühne brachte, inszeniert Marius von Mayenburgs Der Stein. Der bekannte Schauspieler, Regisseur und Medienkünstler Herbert Fritsch, der in der vergangenen Spielzeit mit seinem Stück „Spielbank“ in der Wartburg erstmals in Wiesbaden inszenierte, nimmt sich Ben Jonsons 1606 geschriebener Komödie Volpone an, und Konstanze Lauterbach zeigt in einer Wiesbadener Fassung die Novelle Michael Kohlhaas von Heinrich von Kleist. Nach „Der Gott des Gemetzels“ und „Die Räuber“ wird sich Ricarda Beilharz einem Klassiker der Weltliteratur widmen: Gotthold Ephraim Lessings Tragödie Emilia Galotti. Als Abschluss der Schauspielpremieren steht die Uraufführung der Komödie Meeresfrüchte nach dem Film von Olivier Ducastel und Jacques Martineau auf dem Spielplan. Der französische Film „Meeresfrüchte“ kam 2005 in die Kinos und wird im Kleinen Haus zu sehen sein. Es inszeniert der junge Berliner Regisseur André Rößler, der auch für die am heutigen Abend stattfindende Uraufführung „Jailhouse Blues“ verantwortlich zeichnet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In der Wartburg zeigen junge Regisseurinnen und Regisseure ihre Sicht auf die Welt: Caroline Stolz inszeniert Das große Fressen nach dem Film von Marco Ferreri sowie Shopping Queens (UA), die musikalische Antwort auf „Männerhort“. Tobias Materna zeigt Dario Fos und Franca Rames Offene Zweierbeziehung, die türkische Autorin und Regisseurin Yeşim Özsoy Gülan wird in der Auftragsarbeit Türkiye – Almanya 0:0 (UA) in türkischer und deutscher Sprache mit Schauspielern beider Nationalitäten arbeiten. In Kooperation mit der Hessischen Theaterakademie realisiert Stephan Seidel die Uraufführung des Schauspiels Das Gähnen der Leere.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Junge Staatstheater&lt;/span&gt; präsentiert – in der letzten Spielzeit unter der Leitung von      Matthias Faltz – fünf Produktionen für Kinder und Jugendliche, darunter das große Stück zur Weihnachtszeit – in diesem Jahr Ronja Räubertochter.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die acht &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Sinfonie-, Kammer- und Jungen Konzerte&lt;/span&gt; des Hessischen Staatsorchesters Wiesbaden sowie der vier Produktionen der musik-theater-werkstatt und die Musicalaufführungen des jugend-club-theaters (Crazy for you von Gershwin im Kleinen Haus und in der Wartburg Der kleine Horrorladen von Alan Menken und Howard Ashmann) runden das Programm ab.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Jugendreferat &lt;/span&gt;wird in der kommenden Spielzeit wieder eine große Fülle von Angeboten für junge und junggebliebene Teilnehmer bereit halten. Das Großprojekt Gilgamesch – Eine Stadt macht Musiktheater wird sich unter der Leitung von Priska Janssens über zwei Spielzeiten erstrecken, Künstler des Staatstheaters werden gemeinsam mit Wiesbadenern jeden Alters eine Oper kreieren und zur Aufführung bringen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vom 17. - 27. Juni 2010 präsentiert das Hessische Staatstheater Wiesbaden zum vierten Mal die Theaterbiennale NEUE STÜCKE AUS EUROPA, das weltweit größte Festival für europäische Gegenwartsdramatik.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;(Quelle: Hessisches Staatstheater Wiesbaden)&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/19105699-7466575431013065161?l=wiesbaden-kultur.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='related' href='http://www.staatstheater-wiesbaden.de' title='Spielzeit 2009/10 im Hessischen Staatstheater Wiesbaden'/><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/feeds/7466575431013065161/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=19105699&amp;postID=7466575431013065161&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/7466575431013065161'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/7466575431013065161'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/2009/04/spielzeit-200910-im-hessischen.html' title='Spielzeit 2009/10 im Hessischen Staatstheater Wiesbaden'/><author><name>Daniel Honsack</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15248419407914423138</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_brq7NEMwNF8/Skd3DSAj4yI/AAAAAAAAAHs/XyynhTWB0m4/S220/Daniel_Kopf+090624.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-19105699.post-8605229929362923698</id><published>2009-04-23T18:10:00.000+02:00</published><updated>2009-04-24T18:14:08.126+02:00</updated><title type='text'>Oper Frankfurt stellt Spielzeit 2009/2010 vor</title><content type='html'>Auf dem Spielplan 2009/10 stehen &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;13 Premieren&lt;/span&gt; mit 85 Vorstellungen. Sicherlich steht diese kommende Saison zum einen im Zeichen von Richard Wagners Ring des Nibelungen, den Vera Nemirova mit dem Rheingold am 2. Mai 2010 zu schmieden beginnt. Am Pult des Frankfurter Museums- und Opernorchesters steht Generalmusikdirektor Sebastian Weigle. Die Walküre folgt am 31. Oktober 2010, Siegfried am 30. Oktober 2011 und Götterdämmerung am 29. Januar 2012. Für Juni 2012 sind zwei vollständige Ring-Zyklen geplant.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber auch das übrige Programm der Oper Frankfurt verspricht eine Menge an spannenden Neuproduktionen: den Beginn macht Karl Amadeus Hartmanns Simplicius Simplicissimus am 6. September 2009. Der Frankfurt fest verbundene Christof Nel hat seine Inszenierung bereits in Stuttgart und München gezeigt. Bei den Frankfurter Aufführungen steht Kapellmeister Erik Nielsen am Pult. Franco Leonis L’oracolo ist eine Frankfurter Erstaufführung und wird in Kombination mit Giacomo Puccinis Le Villi von Sandra Leupold als Opern-Doppel inszeniert. Bei der Premiere am 4. Oktober 2009 führt Stefan Solyom den Taktstock.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gaetano Donizettis Anna Bolena führt am 23. Oktober 2009 die Reihe konzertant dargebotener Werke in der Alten Oper Frankfurt fort. Es dirigiert Giuliano Carella. Am 6. März 2010 folgt im Haus des Koproduzenten dieser Reihe Puccinis La Rondine unter der musikalischen Leitung von Marc Soustrot. Den Chor der Oper Frankfurt studiert Chordirektor Matthias Köhler ein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Weiter geht es im Opernhaus am 22. November 2009 mit Erich Wolfgang Korngolds Die tote Stadt in der Sicht von Anselm Weber und mit Sebastian Weigle am Pult. Zeitgenössisches Musiktheater folgt am 10. Januar 2010 mit Thomas Adès The Tempest in Deutscher Erstaufführung. Keith Warner inszeniert das nach Shakespeare entstandene Werk, Johannes Debus dirigiert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die erste Produktion der Spielzeit 2009/10 im Bockenheimer Depot am 24. Januar 2010 ist eine Frankfurter Erstaufführung: Owen Wingrave von Benjamin Britten, Regie führt Walter Sutcliffe, die musikalische Leitung hat Kapellmeister Yuval Zorn. Die zweite Depot-Produktion ist die Szenische Erstaufführung von Francisco António de Almeidas La Giuditta am 12. Juni 2010 in der Sicht von Guillaume Bernardi, am Pult steht Studienleiter Felice Venanzoni. Als letzte Produktion in Bockenheim präsentiert das Ensemble Modern einen Doppel-Abend mit Kurt Weills Mahagonny-Songspiel und Helmut Oehrings Die WUNDE Heine am 27. Juni 2010. Diese Frankfurter Erstaufführung wird dirigiert von Kapellmeister Hartmut Keil, die Inszenierung besorgen Stefanie Wördemann und Helmut Oehring.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zurück in der Zeit und zurück ins Opernhaus: Dort steht am 14. Februar 2009 Vivaldis Orlando furioso als Frankfurter Erstaufführung auf dem Programm. Schauspielregisseur David Bösch legt damit seine zweite Inszenierung für das Musiktheater vor, es dirigiert Barock-Experte Andrea Marcon. Am 28. März 2010 feiert Daphne von Richard Strauss in einer Neuproduktion von Claus Guth Premiere, der aus diesem Anlass erstmals mit GMD Sebastian Weigle zusammenarbeitet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Den Abschluss der Saison im Opernhaus bildet Hector Berlioz’ Fausts Verdammnis am 13. Juni 2010. Regie führt Altmeister Harry Kupfer, Julia Jones kehrt dafür ans Pult des Frankfurter Museums- und Opernorchesters zurück. Berlioz wird dann auch das Begleitprogramm unter dem Titel Oper Finale gewidmet sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;15 Wiederaufnahmen&lt;/span&gt; mit 93 Vorstellungen sind im Opernhaus terminiert. Zahlreiche Erfolgsproduktionen der Oper Frankfurt aus der letzten Saison werden wieder in den Spielplan aufgenommen, darunter Christof Loys Inszenierungen von Arabella (11. September 2009), La clemenza di Tito (10. Oktober 2009), Così fan tutte (19. Februar 2010) und Simon Boccanegra (9. April 2010) sowie Die Frau ohne Schatten (18. Oktober 2009) und Parsifal (7. März 2010) von Christof Nel. Zudem gibt es auch ein Wiedersehen mit Richard Jones’ Billy Budd (9. Mai 2010) und David McVicars Don Carlo (21. Mai 2010).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch in der Saison 2009/10 bieten 8 &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Liederabende&lt;/span&gt; im Opernhaus eine außergewöhnliche Mischung aus etablierten Klassikstars und vielversprechenden „Newcomern“: David Daniels, Countertenor (29. September 2009); Michael Nagy; Bariton (20. Oktober 2009); Michaela Schuster, Mezzosopran (17. November 2009); Krassimira Stoyanova, Sopran (19. Januar 2010); Pavol Breslik, Tenor (2. März 2010); Sophie Karthäuser, Sopran (23. März 2010); Bernarda Fink, Mezzosopran (25. Mai 2010); Michael Schade, Tenor (8. Juni 2010).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Erneut sind mehr als 100 Sonderveranstaltungen geplant, wobei es hier zwei neue Programmpunkte geben wird: der erste ist die fünfteilige Reihe Quast spielt Offenbach, die Michael Quast ab 1. Dezember 2009 im Opernhaus präsentiert. Der ganze Offenbach aus einer Kehle, in Koproduktion mit der „Fliegenden Volksbühne Frankfurt“. Michael Quast singt, tanzt und spielt die großen Operetten von Jacques Offenbach in neuer Übersetzung von Michael Quast und Rainer Dachselt, am Flügel begleitet von Rhodri Britton und Theodore Ganger. Als zweite Neuerung bietet die Dramaturgie der Oper Frankfurt den Vorlesungszyklus Wagner verstehen an, pünktlich zum Auftakt des Frankfurter Rings.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Selbstverständlich bereichern auch die bereits bekannten Sonderveranstaltungen weiterhin das Programm der Oper Frankfurt, darunter die Einführungen zu den Premieren der Saison (Oper extra). Unter dem Motto Oper für alle werden erneut Vorstellungen zu 15,- bzw. 10,- € auf allen Plätzen angeboten. Auch wird es wieder ein breitgefächertes Kinder-Programm geben, darunter Veranstaltungen wie Oper für Kinder (ehemals Werkstatt für Kinder), Konzerte für Kinder, Oper unterwegs sowie Opernprojekte für Schüler und deren Lehrer. Wieder angesetzt ist auch die Reihe Oper für Familien, in deren Rahmen ein voll zahlender Erwachsener drei Freikarten für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren erhält, sowie Nachmittagsvorstellungen mit kostenloser Kinderbetreuung. Zudem lädt Steffen Seibert erneut ein zu den Foyergesprächen der Reihe Oper lieben. Veranstaltungen wie Happy New Ears (Werkstattkonzerte mit dem Ensemble Modern), Kammermusik im Foyer sowie die Museumskonzerte in der Alten Oper runden das Angebot ab. Einführungsvorträge vor jeder Opernaufführung werden weiterhin jeweils eine halbe Stunde vor Beginn im Opernhaus angeboten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;(Quelle: Oper Frankfurt)&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/19105699-8605229929362923698?l=wiesbaden-kultur.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='related' href='http://www.oper-frankfurt.de' title='Oper Frankfurt stellt Spielzeit 2009/2010 vor'/><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/feeds/8605229929362923698/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=19105699&amp;postID=8605229929362923698&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/8605229929362923698'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/8605229929362923698'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/2009/04/oper-frankfurt-stellt-spielzeit.html' title='Oper Frankfurt stellt Spielzeit 2009/2010 vor'/><author><name>Daniel Honsack</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15248419407914423138</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_brq7NEMwNF8/Skd3DSAj4yI/AAAAAAAAAHs/XyynhTWB0m4/S220/Daniel_Kopf+090624.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-19105699.post-7916571364917068136</id><published>2009-04-21T15:59:00.001+02:00</published><updated>2009-04-21T15:59:37.326+02:00</updated><title type='text'>Mit einem reinen Mozart-Programm überzeugt „Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen“ unter der Leitung von Herbert Blomstedt in der Alten Oper</title><content type='html'>Vor wenigen Tagen ist der Vater von Arabella Steinbacher gestorben und wohl niemand im Saal der Alten Oper hätte es ihr verübelt, wenn sie ihren Auftritt abgesagt hätte. Doch sie wollte das Violinkonzert Nr. 3 in G-Dur von Wolfgang Amadeus Mozart ganz bewusst ihm zu Ehren aufführen. Als Achtjährige, so teilte der neue „Pro Arte“-Geschäftsführer Michael Herrmann mit, habe sie das Werk gemeinsam mit ihrem Vater einstudiert. Ihre Interpretation des populären Stückes fiel enorm sinnlich aus. Sie überzeugte mit sattem, warmem Klang, der sich oft auch ins Brillante wandelte, dabei erzeugte sie einen unmittelbar wirksamen Ton. Gleichzeitig gelingen ihr wie organisch fließende musikalische Zusammenhänge, dennoch wirkt sie ausgesprochen zupackend. Es scheint eine stille Leidenschaft zu sein, aus der sie allein den Facettenreichtum des Kopfsatzes aushorcht und zur Geltung bringt. Mit überraschend herber Burschikosität stattet sie hingegen das abschließende Andante aus. Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen bewies unter der Leitung von Herbert Blomstedt, der mehr als ein halbes Jahrhundert an Erfahrung mit offensichtlicher Begeisterung in die Waagschale wirft, eine große interpretatorische Klugheit. Ein voller Klang, der auch im verhaltenen Pianissimo trägt, umfasste das Publikum in erstaunlicher Direktheit. Das steht sowohl der kleinen Sinfonie Nr. 34 als auch ihrer großen C-Dur-Schwester, der „Jupiter-Sinfonie“ Nr. 41 aufs Beste. Intensive dynamische Entwicklungen und eine ungebremste Neugier auf die Fortschreibung der musikalischen Einfälle des Komponisten vereinen sich in diesem Ensemble wie in nur wenigen anderen Orchester.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Veröffentlicht in der Frankfurter Neuen Presse&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/19105699-7916571364917068136?l=wiesbaden-kultur.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/feeds/7916571364917068136/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=19105699&amp;postID=7916571364917068136&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/7916571364917068136'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/7916571364917068136'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/2009/04/mit-einem-reinen-mozart-programm.html' title='Mit einem reinen Mozart-Programm überzeugt „Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen“ unter der Leitung von Herbert Blomstedt in der Alten Oper'/><author><name>Daniel Honsack</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15248419407914423138</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_brq7NEMwNF8/Skd3DSAj4yI/AAAAAAAAAHs/XyynhTWB0m4/S220/Daniel_Kopf+090624.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-19105699.post-5757868521034179434</id><published>2009-04-11T14:48:00.002+02:00</published><updated>2009-04-11T14:51:54.982+02:00</updated><title type='text'>Der Mainzer Dom-Chor probt - ein Blick hinter die Kulissen</title><content type='html'>Selten bekommt man nach einer Probe Applaus gespendet. Doch die Gäste, die auf Einladung der AZ an der Generalprobe des Dom-Chores passiv teilnehmen durften, applaudieren spontan, gern und reichlich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Draußen scheint die Sonne und verbreitet in der Mainzer Altstadt ein Flair, das man aus der Toskana kennt. Doch für rund 80 Jungs und junge Männer müssen Eiscreme und Laissez-faire noch einen Moment warten. Sie sitzen hoch konzentriert im Halbrund des Chorhauses am Dom und warten auf die Einsätze von Domkapellmeister Mathias Breitschaft. Mit kurzen Hosen, wippenden Füßen und hellwachem Blick sitzen sie da und singen lateinische Texte mit einer Begeisterung, als ginge es um ein entscheidendes Fußballspiel.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Ein bisschen geheimnisvoller“, fordert Breitschaft seine Mannschaft auf. Er spart weder mit Lob noch mit Tadel. „Was ich toll fand, war die Fuge“, freut er sich. „Ihr seht: Proben lohnt sich“, fügt er mit einem bübischen Grinsen hinzu. „Aber morgen kommen die Dom-Akustik und die große Entfernung dazu“, warnt er vor allzu großer Genügsamkeit. Dann sorgt der Chor nämlich für die musikalische Umrahmung des Ostersonntags-Gottesdienstes.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Geprobt werden die „Nelson-Messe“ von Joseph Haydn und das „Terra tremuit“ von Johann Ernst Eberlin, einem Zeitgenossen seines heute deutlich berühmteren Kollegen. Das Offertium wurde eigens für die festliche Liturgie des Ostersonntags am Salzburger Dom geschrieben. Das Werk ist zwar im Vergleich zu der Messe relativ schlicht, wirkt aber durch seine klangmalerischen Momente, die ein Erdbeben darstellen, sehr plastisch. Außerdem wird der Dom-Chor das populäre „Halleluja“ aus Georg Friedrich Händels „Messias“ singen. Auf deutsch wohlgemerkt und nicht in der Originalsprache Englisch. Breitschaft betont in der Probe, dass der Chor schließlich kein Konzert singe, sondern den Gottesdienst begleite. Und da soll der Zuhörer so viel wie möglich vom Text mitbekommen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Für die Zuhörer der Probe hat es sich gelohnt ins Chorhaus zu kommen. Karin Achenbach etwa fand es besonders interessant, derart junge Menschen beim Proben zu beobachten. „Spannend auch, wie es dem Leiter gelingt, sie zu manövrieren“, sagt sie. Birgit Nagel findet besonders die Leichtigkeit der jungen Stimmen faszinierend. „Das fehlt bei Erwachsenen-Chören manchmal“, meint sie. Ebenso wie Karin Achenbach verfügt sie über eigene Erfahrungen als Chorsängerin. Voll des Lobes ist sie auch für Breitschafts Art und Weise, die Probe zu leiten. „Er macht das sehr locker und humorvoll und dennoch herrscht eine große Disziplin“, sagt sie beeindruckt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Domkapellmeister hat die gesamt Probe lang beide Augen und Ohren gleichzeitig bei seinem Chor, dem Orchester und den vier Solisten. Nur selten muss er eingreifen, wenn es in einer Ecke allzu unruhig wird. Die Strenge in der Sache hat auch etwas mit dem Respekt vor der Musik zu tun, den er ebenfalls vermittelt. „Tut mir leid – was ihr da singt, ist nicht von Haydn. Da steht piano“, bricht er etwa mitten im Takt ab, um die Stelle noch einmal und nun deutlich leiser zu wiederholen. Ein andermal möchte er die Musik „mit mehr Schmackes“ hören. Beides liefern ihm seine Sänger prompt und gestalten damit einen Klang, der dem Anlass mehr als entspricht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Veröffentlicht in der Mainzer Allgemeinen Zeitung&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/19105699-5757868521034179434?l=wiesbaden-kultur.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='related' href='http://www.mainzer-domchor.de/cms2/mainzer_domchor.html' title='Der Mainzer Dom-Chor probt - ein Blick hinter die Kulissen'/><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/feeds/5757868521034179434/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=19105699&amp;postID=5757868521034179434&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/5757868521034179434'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/5757868521034179434'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/2009/04/der-mainzer-dom-chor-probt-ein-blick.html' title='Der Mainzer Dom-Chor probt - ein Blick hinter die Kulissen'/><author><name>Daniel Honsack</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15248419407914423138</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_brq7NEMwNF8/Skd3DSAj4yI/AAAAAAAAAHs/XyynhTWB0m4/S220/Daniel_Kopf+090624.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-19105699.post-6481939503677173987</id><published>2009-04-09T15:16:00.003+02:00</published><updated>2009-04-24T12:25:04.714+02:00</updated><title type='text'>Mainzer Dom-Chor nimmt 22 Volkslieder auf</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://www.mainzer-domchor.de/cms2/images/p023_1_00.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer; width: 166px; height: 169px;" src="http://www.mainzer-domchor.de/cms2/images/p023_1_00.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Was hat der Mainzer Domchor denn mit Volksliedern zu tun? Eigentlich nichts, möchte man meinen. Mit der CD „...die Lieder klingen“ hat der traditionsreiche Knabenchor nun bewiesen, dass ihm auch das weltliche Repertoire gelingt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Volkslieder zu singen weckt den Sinn für Vergangenes“, schreibt Domkapellmeister Mathias Breitschaft in seinem Vorwort zu der Scheibe. Er weist auf zahlreiche Naturschilderungen ebenso hin wie auf die emotionale Bandbreite von Schmerz, Freude oder Wehmut. „Das Singen der alten Weisen weckt aber auch die Freude an Melodie, an Harmonie, am Nachsingen, am Leben“, stellt Breitschaft fest.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Sammlung von 22 alten Weisen gehört nicht zum Alltag eines kirchlich geprägten Chores. Hauptaufgabe ist die Mitgestaltung der Domliturgie an Sonn- und Feiertagen, die Aufführung geistlicher Werke im Dom und darüber hinaus. Große Oratorien wie Bachs Weihnachtsoratorium und seine Passionen, Haydns „Schöpfun“, Mozarts Messen und Vespern und Mendelssohns „Elias“ nennt Breitschaft beispielhaft für die großen Meisterwerke, die in der Vergangenheit auf den Programmen des Mainzer Domchores standen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Mainzer Domchor hat sich unter Breitschafts Leitung an die Klassiker der Gesangvereins-Literatur heran gewagt. Das hat einiges mit Mut zu tun. Denn das „Ännchen von Tharau und die „Loreley“ werden nahezu täglich und in sehr unterschiedlicher Qualität landauf, landab von Chören aller Art skandiert, was nicht immer mit den angenehmsten Erfahrungen verbunden ist. Mit diesen Liedern verbindet man mitunter eine gewisse Altbackenheit, die sie im übrigen nicht verdient haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was den Knaben und jungen Männern des Chores nun gelingt, ist deshalb nicht hoch genug einzuschätzen. Mit kultivierten, gut ausgebildeten Stimmen interpretieren sie etwa „Kein schöner Land in dieser Zeit“ zwar nicht neu, aber in einer ansprechenden klanglichen Reinheit, die dem Lied einen geradezu unbekümmerten Charakter verliehen. Auch Männerhor-Klassiker wie „Aus der Traube in die Tonne“ kann man hier transparent und gleichzeitig überaus lebendig vorgetragen hören. Sehr ausdrucksstark gelingt das „Heidenröslein“, ohne falsche Süßlichkeit der „Lindenbaum“.  Hinzu kommen Ersteinspielungen von Männerchor-Liedern von Michael Haydn. Die Auswahl vereint die bekanntesten Volkslieder und führt den Zuhörer durch alle Jahreszeiten, so dass die CD unabhängig von Frühling, Sommer, Herbst und Winter eingelegt werden kann.&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;Die CD kostet 15 Euro und ist erhältlich bei der Dominformation (Markt 10), im Infoladen des Bistums (Heiliggrabgasse 8), bei der Kunsthandlung Jaeger (Schöfferstraße 6) und bei der Dombuchhandlung (Markt 24). &lt;/li&gt;&lt;li&gt;Weitere Informationen: www.mainzer-domchor.de&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Veröffentlicht in der Allgemeinen Zeitung Mainz&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/19105699-6481939503677173987?l=wiesbaden-kultur.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='related' href='http://www.mainzer-domchor.de/cms2/cds.html' title='Mainzer Dom-Chor nimmt 22 Volkslieder auf'/><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/feeds/6481939503677173987/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=19105699&amp;postID=6481939503677173987&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/6481939503677173987'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/6481939503677173987'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/2009/04/mainzer-domchor-nimmt-22-volkslieder.html' title='Mainzer Dom-Chor nimmt 22 Volkslieder auf'/><author><name>Daniel Honsack</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15248419407914423138</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_brq7NEMwNF8/Skd3DSAj4yI/AAAAAAAAAHs/XyynhTWB0m4/S220/Daniel_Kopf+090624.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-19105699.post-4866729254187149743</id><published>2009-04-06T14:25:00.004+02:00</published><updated>2009-04-09T15:19:31.147+02:00</updated><title type='text'>Matthias Fontheim bringt Alban Bergs Oper „Wozzeck“ in einer bewegenden Interpretation auf die Bühne des Mainzer Staatstheaters</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://www.staatstheater-mainz.com/sz0809/stuecke/img-mitte/wozzeck/wozzeck4.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer; width: 400px; height: 221px;" src="http://www.staatstheater-mainz.com/sz0809/stuecke/img-mitte/wozzeck/wozzeck4.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Dieses seltsame Dramenfragment von Georg Büchner war mal Oberstufen-Pflichtlektüre. Woyzeck, ein heruntergekommener Soldat mit unehelichem Sohn versucht verzweifelt, seine Ehre und seine Männlichkeit zu beweisen, oder wieder herzustellen. Um sein Leben kämpft er ebenso verzweifelt wie aussichtslos.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Mainzer Staatstheater gelang nun eine sehr bewegende Interpretation der fast gleichnamigen Oper von Alban Berg in der Regie von Intendant Matthias Fontheim und unter der musikalischen Leitung von Generalmusikdirektorin Catherine Rückwardt. Zuvor hatte Fontheim Wozzecks Scheitern als das „sehr heutige Schicksal eines normalen Menschen, der stark unter Druck gerät“, bezeichnet. Er sieht in ihm den „Normalo“, der in der Welt nicht zuletzt aufgrund seiner „sozial prekären Situation“ nicht mehr zurecht kommt und immer weiter in den Strudel gerät, der ihn am Ende vernichtet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Er hat die Handlung in ein Schlachthaus verlegt, in dem sich die bizarren Gestalten ihrer unsinnigen Dialoge und Taten hingeben. Keiner der Figuren gelingt es dabei, in eine wirklichen Interaktion mit einer anderen einzutreten. Trotz ihrer Vereinzelung müssen sie doch in einer Gesellschaft existieren. Wer oben ist, kann dort durch Feigheit oder Hochmut bleiben, was man am Doktor oder dem Hauptmann erkennt, die Wozzeck für ihre absurden Wortschwälle oder Experimente missbrauchen dürfen. Marie hingegen, die hier mit groben Strichen als vollkommen überforderte Unterschicht-Mutti dargestellt wird, kann nur unrealistischen Sehnsüchten nachhängen und in ihrer Liaison mit dem Tambourmajor von einem Glück hoffen, dass in der Konstellation von vorne herein nicht angelegt ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Fontheim gelingen eindrucksvolle Bilder menschlichen Scheiterns. Seine Hinführung zu Wozzecks Mord an Marie ist ebenso schlüssig wie dessen Freitod im Wasser. Dazu kommen einige pointiert eingesetzte Ideen, die sich zu einem nachvollziehbaren Werk zusammen fügen. Bis hin zu der bitteren Erkenntnis, dass auch der Sohn der Beiden keinen anderen Weg vor sich hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit Dietrich Greve steht ein enorm glaubwürdiger Wozzeck zur Verfügung, der auch der stimmlichen Herausforderung gewachsen ist. Abbie Furmansky überzeugt in der Rolle der Marie ebenfalls, stellt sie doch zwischen der halb erkannten Hoffnungslosigkeit und dem Restfunken an Illusion an ein besseres Dasein auf authentische Weise den früh gebrochenen Menschen dar. Aus dem Orchestergraben tönen indes gewollte Missstimmungen zu fast jeder Zeit. Zupackend und ohne Kompromisse beteiligt sich der schlagfertige Klangkörper an dem Dilemma.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Veröffentlicht in der Frankfurter Neuen Presse&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;Foto: Staatstheater Mainz&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/19105699-4866729254187149743?l=wiesbaden-kultur.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='related' href='http://www.staatstheater-mainz.com/typo3/index.php?id=57' title='Matthias Fontheim bringt Alban Bergs Oper „Wozzeck“ in einer bewegenden Interpretation auf die Bühne des Mainzer Staatstheaters'/><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/feeds/4866729254187149743/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=19105699&amp;postID=4866729254187149743&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/4866729254187149743'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/4866729254187149743'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/2009/04/matthias-fontheim-bringt-alban-bergs.html' title='Matthias Fontheim bringt Alban Bergs Oper „Wozzeck“ in einer bewegenden Interpretation auf die Bühne des Mainzer Staatstheaters'/><author><name>Daniel Honsack</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15248419407914423138</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_brq7NEMwNF8/Skd3DSAj4yI/AAAAAAAAAHs/XyynhTWB0m4/S220/Daniel_Kopf+090624.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-19105699.post-7245370826789798289</id><published>2009-04-04T12:23:00.001+02:00</published><updated>2009-04-24T12:24:45.794+02:00</updated><title type='text'>Ingo Appelt im Mainzer unterhaus</title><content type='html'>Die Zeiten sind vorbei, in denen Ingo Appelt große Hallen gefüllt hat. Bei der Vorstellung seines aktuellen Programms „Männer muss man schlagen!“ blieb im Unterhaus so mancher Platz leer.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Man muss sich ein wenig dran gewöhnen, das Gesicht, das einem aus dem Fernsehen doch mit dieser markanten Dreiecks-Frisur so bekannt scheint, unter der nur leicht geänderten Haartracht zu erkennen. Und obwohl er einen ordentlichen Wirbel um seinen Auftritt macht, das Publikum zum Jubeln und Kreischen auffordert, oft genug sein Lieblingswort, das mit F beginnt, benutzt und nach wie vor deutsche Altrocker imitiert, scheint der Mann ruhiger geworden zu sein. Er rumpelt zwar immer noch mächtig durch jede Zote und jeden politisch korrekten Fettnapf, den er finden kann, doch er hat einen Sprach- und Auftrittswitz gefunden, der aufhorchen lässt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Worum es in seinem Programm geht, ist klar. Darum, dass Männer bloß ein Auslaufmodell der Evolution sind, denen man das nur oft genug klar machen muss. Appelt spult genüsslich sein Repertoire an Stereotypen ab, um sie mit gleicher Gewalt auch wieder anzugreifen oder sich über sie lustig zu machen. Dabei biedert er sich niemandem an, sondern fordert die Frauen lieber direkt auf, zu kreischen und die Männer, zu brüllen. Männer tituliert er als „testosterongesteuertes Sicherheitsrisiko“ und verhält sich haargenau wie ein Musterexemplar dieser Gattung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Die Finanzkrise ist auch von Männern gemacht und nun muss Bundes-Mutti Merkel wieder alles gut machen“, versucht er manchmal einen Ausflug ins politische Geschehen. Dann aber bloß, um seine schlüpfrigen Späße unterzubringen. Doch immer wieder bekommen die Männer ihr Fett weg. „Männer sollen Macho und Weichei gleichzeitig sein und was kommt heraus? Ein Matsch-Ei“, konstatiert er verzweifelt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und die Frauen? Na, die bekommen alles bloß durch ihre Anwesenheit kaputt. Dabei sind sie nie Schuld, sondern haben gute Gründe. Außerdem zerstören sie Männerdomänen wie den Fußball. Früher habe niemand Fußballer, echte Kerle also, mit Namen wie Jogi, Schweini oder Poldi verunstaltet. Auch im Motorsport sei es längst nicht mehr so spannend wie früher. „Formel eins war mal wie die Papstwahl – alle warteten darauf, dass Rauch aufsteigt“, sinniert Appelt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie kaum in anderer seiner Zunft, das muss man ihm lassen, traut er sich an Tabu-Themen in gnadenloser Brachialität heran. Kostprobe? „Xavier Naidoo könnte man mit zwei Balken und drei Nägeln als Jesus-Bausatz nach Rom schicken – dann hätte Benedikt auch mal was zu nageln.“ So was kommt auch in Mainz an. Im zweiten Teil beweist er sein Talent zur Improvisation, als er tatsächlich so lange wartet, bis ein Besucher wieder von der Toilette zurück kommt und ihn dann genüsslich ins Rampenlicht zerrt. Entsetzlich pragmatisch sind seine „Liebeslieder von Männern, aber ernst gemeint“. Doch eigentlich will Ingo Appelt nur geliebt werden und ein Held sein. Sagt er.&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;Ingo Appelt wurde am 20. April 1967 in Essen geboren und ist gelernter Maschinenschlosser.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Seinen ersten Auftritt hatte er 1989 auf einer Jugendkonferenz der IG Metall.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Männer muss man schlagen!“ ist sein viertes Bühnenprogramm.&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Veröffentlicht in der Allgemeinen Zeitung Mainz&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/19105699-7245370826789798289?l=wiesbaden-kultur.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='related' href='http://www.unterhaus-mainz.de/' title='Ingo Appelt im Mainzer unterhaus'/><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/feeds/7245370826789798289/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=19105699&amp;postID=7245370826789798289&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/7245370826789798289'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/7245370826789798289'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/2009/04/ingo-appelt-im-mainzer-unterhaus.html' title='Ingo Appelt im Mainzer unterhaus'/><author><name>Daniel Honsack</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15248419407914423138</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_brq7NEMwNF8/Skd3DSAj4yI/AAAAAAAAAHs/XyynhTWB0m4/S220/Daniel_Kopf+090624.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-19105699.post-7170278522163933438</id><published>2009-04-02T14:22:00.000+02:00</published><updated>2009-04-06T14:25:06.536+02:00</updated><title type='text'>Alban Bergs Oper "Wozzeck" in Mainz zu sehen (Vorschau)</title><content type='html'>Es war Liebe auf den ersten Blick, die den Komponisten Alban Berg am 5. Mai 1914 erfasst hatte. Nach der Wiener Erstaufführung von Georg Büchners Drama „Woyzeck“ in einer Fassung von Karl Emil Franzos, entschloss er sich spontan zur Komposition einer Oper.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sein besonderes Augenmerk galt der ungewöhnlichen Struktur der Vorlage. Er fühlte sich inspiriert „durch die vielen Szenen und Zwischenspiele gegebenen Möglichkeit, viel und vielerlei Musik zu machen.“ Doch zunächst musste er – wie passend – in den Militärdienst eintreten, um dort aufgrund seiner eher miserablen körperlichen Verfassung eine leidvolle Zeit hinter sich zu bringen. 1921 vollendete er das Werk.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Für die Mainzer Produktion der Oper haben sich Intendant Matthias Fontheim und Generalmusikdirektorin Catherine Rückwardt zusammen getan und zeigen große Begeisterung für das Werk. Auch das eigene Haus kommt gut weg. „Wir machen 'Wozzek', weil wir eine tolle Besetzung dafür haben“, sagt Fontheim selbstbewusst und meint damit sicherlich nicht nur Dietrich Greve (Wozzek) und Abbie Furmansky (Marie). Bisher hat er weder die Oper noch das Stück von Büchner inszeniert, sich aber nach eigenem Bekunden schon länger mit dem Stoff befasst.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Intendant sieht in Wozzecks Scheitern das „sehr heutige Schicksal eines normalen Menschen, der stark unter Druck gerät“. Er beschreibt ihn als einen Mann, der in der normalen Welt nicht mehr zurecht kommt – nicht zuletzt aufgrund seiner „sozial prekären Situation“. „Ein absolut modernes Thema, das immer wieder auf der Straße liegt“, unterstreicht Fontheim.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Für Sänger und Orchester ist die Oper die in eineinhalb Stunden abgründig Menschliches skizziert, eine hohe Herausforderung. Sowohl sangliche als auch expressive Momente sind darin enthalten. „Man wird als Darsteller selbst ein wenig verrückt“, ahnt Catherine Rückwardt. Die Darsteller müssten kämpfen, stellten sich aber gerne, ergänzt der Intendant. Für das Publikum bezeichnet Rückwardt die Oper allerdings als „perfektes Einsteigerstück“, da es auf die Menschen zugehe. Sie nennt das Geschehen einen „frei zugänglichen Trip in den Alptraum“, der vor allem für Teenager besonders interessant sein könnte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Dirigentin schwärmt von der Musik und spricht von „unglaublich vielen Farben“, die darin vorkommen. Vom vollen Satz bis zu kammermusikalischen Momenten sei alles enthalten. Zudem ergreift das Orchester Partei für die Akteure. Und sie stimmt mit Fontheim in ihrer Einschätzung über die Aktualität des Themas überein: „Es berührt uns so wie Büchner, als er den Krankenbericht las und wie Berg, als er das Drama auf der Bühne sah.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;Restkarten zur Premiere am 3. April um 19.30 Uhr im Großen Haus sind noch erhältlich.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Weitere Aufführungen u.a. am 6., 13., 24. und 26. April sowie am 17., 22. und 27. Mai. &lt;/li&gt;&lt;li&gt;Beginn jeweils 19.30, mit Ausnahme der Vorstellung am 26. April, die um 14 Uhr stattfindet.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Weitere Informationen: www.staatstheater-mainz.de, Karten unter 06131/2851-222 &lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;a href="http://www.allgemeine-zeitung.de/region/mainz/meldungen/6634791.htm"&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Veröffentlicht in der Mainzer Allgemeinen Zeitung&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/19105699-7170278522163933438?l=wiesbaden-kultur.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='related' href='http://www.staatstheater-mainz.com/typo3/index.php?id=57' title='Alban Bergs Oper &quot;Wozzeck&quot; in Mainz zu sehen (Vorschau)'/><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/feeds/7170278522163933438/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=19105699&amp;postID=7170278522163933438&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/7170278522163933438'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/7170278522163933438'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/2009/04/alban-bergs-oper-wozzeck-in-mainz-zu.html' title='Alban Bergs Oper &quot;Wozzeck&quot; in Mainz zu sehen (Vorschau)'/><author><name>Daniel Honsack</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15248419407914423138</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_brq7NEMwNF8/Skd3DSAj4yI/AAAAAAAAAHs/XyynhTWB0m4/S220/Daniel_Kopf+090624.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-19105699.post-6162601344090105252</id><published>2009-03-29T14:01:00.002+02:00</published><updated>2009-03-29T14:03:20.225+02:00</updated><title type='text'>Kim Wilde auf Europa-Tournee</title><content type='html'>MAINZ. So richtig erfolgreich war Kim Wilde eigentlich nur ein paar Jahre in den 1980er Jahren. Doch die möglichst hohe Platzierung in den internationalen Hitparaden ist für eine echte Musikerin auch im Pop- und Rockgeschäft eben nicht alles. Als sie 1981 mit ihrem Hit „Kids in Amerika“ einschlug, hoffte sie sicherlich auch auf zahlreiche Nachfolger, doch es wurde zunehmend stiller um die 1960 geborene Britin, die als Tochter des Rock'n'Roll-Sängers Marty Wilde wohl genau wusste, wie das Geschäft läuft und mit welchen Höhen und Tiefen zu rechnen ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und tatsächlich legte sie noch drei Mal nach. Ohrwürmer wie „Cambodia“, „You keep me hangin' on“ oder „You came“ haben ihr den Platz in der Ruhmeshalle der Rockmusik gesichert. Im Duo mit Nena gelang ihr vor sechs Jahren zumindest im deutschsprachigen Raum ein Comeback mit „Anyplace, Anywhere, Anytime“, dem sie noch einige respektable Verkaufszahlen folgen ließ.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In Mainz jedenfalls hat Kim Wilde eine ganze Menge treuer Fans, die offensichtlich aus allen Altersgruppen kommen. Mittelaltrocker um die 50 sowie die Generation 20 plus mischten sich im Frankfurter Hof munter durcheinander und feierten die quirlige blonde Frau, die zunächst in stilechter Lederjacke mit glitzernden Pailetten auf die Bühne gestiegen war. Die Rocker-Uniform musste sie aber schon nach wenigen Titeln der Scheinwerferhitze opfern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Hintergrund wurde immer mal wieder Unterhaltsames an die Wand projiziert, darunter eine Auswahl Bademoden aus den 1950ern und eine Foto-Love-Story, den Frisuren nach zu urteilen vermutlich aus den 1970er Jahren. Außerdem schielte regelmäßig ein grimmig dreinblickendes Federvieh hinter der Bühne hervor, das mitsamt einer Rosenblüte als standesgemäßes Familienwappen herhält. Immerhin war Frau Wilde in Begleitung ihres Bruder Ricky (Gitarre) und Scarlett (Hintergrundgesang) gekommen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ihre Europa-Tournee hat einiges mit dem Erfolg zu tun, den ihr die Zusammenarbeit mit Nena auch nach dem Überraschungs-Hit wieder eingebracht hat. Ihren Fans in Deutschland hat sie den großen Zuspruch nicht vergessen. Und sie bedankte sich mit einer Kim-Wilde-Show, wie sie wohl alle erwartet hatten. Jaulende Gitarren, wummernde Bässe und stürmische Trommel-Kaskaden verwoben sich mit lange vermissten Synthesizer-Klängen. Klar, dass sie mit ihren Klassikern die Fans so richtig zum hüpfen brachte, doch auch das restliche Repertoire sorgte für exzessiv unkontrolliertes Zappeln in der heimeligen Klangwelt der Guten-Laune-Rock-Musik.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Veröffentlicht u.a. in der Allgemeinen Zeitung Mainz&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/19105699-6162601344090105252?l=wiesbaden-kultur.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='related' href='http://www.kimwilde.com' title='Kim Wilde auf Europa-Tournee'/><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/feeds/6162601344090105252/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=19105699&amp;postID=6162601344090105252&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/6162601344090105252'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/6162601344090105252'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/2009/03/kim-wilde-auf-europa-tournee.html' title='Kim Wilde auf Europa-Tournee'/><author><name>Daniel Honsack</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15248419407914423138</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_brq7NEMwNF8/Skd3DSAj4yI/AAAAAAAAAHs/XyynhTWB0m4/S220/Daniel_Kopf+090624.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-19105699.post-1550651667089310616</id><published>2009-03-26T09:41:00.002+01:00</published><updated>2009-03-29T14:04:01.486+02:00</updated><title type='text'>Die Harfe im Mittelpunkt - Meisterkonzert in Mainz mit Xavier de Maistre</title><content type='html'>Für ausgefallene Programme sind die Meisterkonzerte in der Rheingoldhalle bekannt und geschätzt. An diesem Sonntag präsentiert sich die Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz mit einem originellen Programm und internationalen Gästen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;An der Spitze des Orchesters steht der erste Gastdirigent George Pehlivanian, der bereits im Alter von 27 Jahren den Großen Preis des Dirigierwettbewerbs von Besancon gewann. Schon bald folgten Gastdirigate bei Orchester von Weltruf, er dirigierte die drei großen Londoner Sinfonieorchester, in der Mailänder Skala und bei den Moskauer Philharmonikern. Einige Jahre stand er der Slowenischen Philharmonie vor, ist aber nach wie vor als freier Künstler derart gefragt, dass er sich neben dieser kurzen Periode keinem Orchester mehr auf Dauer verpflichtete. Die Liste namhafter Ensembles und Solisten, mit denen er arbeitet, ist schier endlos. Der in Beirut geborenee und in Los Angeles aufgewachsene Dirigent zählt so berühmte Größen wie Pierre Boulez, Lorin Maazel und Ferdinand Leitner zu seinen Lehrern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch der Harfenist Xavier de Maistre gehört zu den gefragten Vertretern seines Fachs. Der Franzose wurde am Konservatorium in Toulon ausgebildet und gewann die „USA International Harp Competition“. Am Alter von 24 Jahren wurde der Musiker, der auch Politische Wissenschaften in London und Paris studiert hat, Mitglied der Wiener Philharmoniker. Ähnlich wie sein Kollege Pehlivanian kann er auf eine beeindruckende Liste künstlerischer Partner verweisen. Seit 2001 unterrichtet er als Professor an der Musikhochschule Hamburg&lt;br /&gt;und gibt regelmäßig Meisterkurse an der Julliard School New York, der Toho University Tokyo und dem Trinity College London. Kürzlich hat er seine Debüt-CD „Nuit d'Etoiles“ vorgelegt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In Mainz Xavier de Maister gleich mit zwei Werken zu erleben. Zum einen hat er das berühmte Klavierkonzert D-Dur (Hob. XVIII:11) von Joseph Haydn, dessen 200. Todesjahr derzeit begangen wird, für Harfe und Orchester bearbeitet. Außerdem kommt das Konzert für Harfe und Orchester von Sir André Previn, der insbesondere als Orchesterleiter hohes Ansehen genießt, zur Aufführung. Damit unternimmt er einen Zeitsprung über mehr als 200 Jahre und stellt die musikalischen Gepflogenheiten des 19. Jahrhunderts der Gegenwart gegenüber. Previns Konzert kam erst im März vergangenen Jahres zur Uraufführung, während Haydns Klavierkonzert im Jahr 1784 veröffentlicht wurde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Den zweiten Teil des Abends füllt Peter Tschaikowskis fünfte Sinfonie e-Moll op. 64 aus dem Jahr 1888 aus. Welchen emotionalen Turbulenzen der Zuhörer ausgeliefert sein soll, formuliert der Komponist selbst. In seinem Tagebuch schreibt er zum ersten Satz: „Völlige Ergebung in&lt;br /&gt;das Schicksal, oder, was dasselbe ist, in den unergründlichen Ratschlag der Vorsehung“. Doch so einfach ist es wohl doch nicht, es geht nämlich mit „Murren, Zweifel, Klagen, Vorwürfe“ weiter, zum zweiten Satz heißt es dann: „Soll ich mich dem Glauben in die Arme werfen???“.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Veröffentlicht in der Allgemeinen Zeitung Mainz&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;Das Konzert am 29.3. beginnt um 19.30 Uhr in der Rheingoldhalle.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Um 18.45 Uhr findet die szenische Einführung „Komponisten erzählen“ mit Peter Tschaikowski statt.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Karten zwischen 18 und 38 Euro gibt es unter 06133-5799991 oder&lt;/li&gt;&lt;li&gt;www.mainz-klassik.de&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/19105699-1550651667089310616?l=wiesbaden-kultur.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='related' href='http://www.mainz-klassik.de' title='Die Harfe im Mittelpunkt - Meisterkonzert in Mainz mit Xavier de Maistre'/><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/feeds/1550651667089310616/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=19105699&amp;postID=1550651667089310616&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/1550651667089310616'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/1550651667089310616'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/2009/03/die-harfe-im-mittelpunkt-meisterkonzert.html' title='Die Harfe im Mittelpunkt - Meisterkonzert in Mainz mit Xavier de Maistre'/><author><name>Daniel Honsack</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15248419407914423138</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_brq7NEMwNF8/Skd3DSAj4yI/AAAAAAAAAHs/XyynhTWB0m4/S220/Daniel_Kopf+090624.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-19105699.post-6413332323603582395</id><published>2009-03-24T14:41:00.001+01:00</published><updated>2009-03-29T14:43:04.040+02:00</updated><title type='text'>Bescheidene Inszenierung von Wagners "Tristan und Isolde" in Wiesbaden</title><content type='html'>WIESBADEN. „Tristan und Isolde“, so müssen auch eingefleischte Wagnerianer mitunter eingestehen, gehört zu den Opern, in denen die Musik zwar überzeugt, die Handlung jedoch arg spannungsarm bleibt.  Es ist die alte Geschichte um die kräuterkundige Isolde, die auf dem Weg zum verhassten Bräutigam versehentlich den Brautwerber verhext und nach einer Phase des unerkannten Turtelns kurz nach seinem Selbstmord den „Liebestod“ wählt. Und diese übersichtliche Handlung will erzählt werden, soll die zahllosen bedeutungsschwangeren, autodidaktisch zusammen getrommelten dichterischen Phrasen Wagners, der wie immer das Libretto selbst geschrieben hat, überleben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Tatsächlich wäre das, was Richard Wagner für seine Oper zusammen gedichtet hat, Stoff für bestenfalls zwei Stunden – nicht jedoch für mehr als die doppelte Zeit. Das stellt Regisseure in der Regel vor schier unlösbare Aufgaben. Denn was tun, wenn die Protagonisten einen kompletten Akt lang ihre ohnehin bloß durch Zaubertrank entstandene, dafür ewige und untrennbare Liebe ausbreiten und gemeinsame Todesfantasie herauf beschwören?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch Dietrich Hilsdorf hat am Wiesbadener Staatstheater keine schlüssigen Lösungen parat. Wie man es hier von ihm gewohnt ist, lässt er das Personal in düsteren Uniformen des 20. Jahrhunderts aufmarschieren und in entsprechenden Kellergewölben agieren. Auch der vermeintliche Salon der bürgerlichen Gesellschaft wirkt recht schäbig und lässt von königlichem Umfeld nichts erahnen. Wie auch, wenn König Marke als invalider Weltkriegs-General im Rollstuhl herein gefahren wird. Hilsdorf lässt seine Sänger in den von Dieter Richter eher luftleer eingerichteten Räumen weitest gehend allein. Außer mehr oder minder wohlgefälligen Theaterposen bleiben den überbeschäftigten Darstellern nichts übrig.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wer jedoch für Spannung sorgt ist Generalmusikdirektor Marc Piollet mit dem Staatsorchester. Da werden gewaltige Klangmassen mit einer erstaunlichen Souveränität bewegt. Ohne auch nur eine Herausforderung zu scheuen, gestaltet Piollet über die weite Strecke hinweg Musiktheater in Bestform, sorgt dafür, dass die von Hilsdorf bloß gelegten Räume und Wagners teils arg banal hülsenartigen Textblasen nicht der Lächerlichkeit anheim fallen. Doch auch ihm gelingt es nicht immer, die leeren Längen seines Kollegen von Regie und Librettist zu überbrücken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Mammutaufgabe musst auch von den Sängern bewältigt werden. Alfons Eberz, eigentlich die Wiesbadener Allzweckwaffe in Sachen Wagner, kann nicht durchgehend überzeugen, muss sich immer mehr und zu deutlich anstrengen, um den Anforderungen gerecht zu werden. Turid Karlsen ist als Isolde in gleichem Maße gefordert und reagiert nach und nach mit sängerischer Gewalt, die dem Klang nicht gut tun kann. Dennoch stellen sie ein durchaus schlüssig aufeinander abgestimmtes, im Rahmen der Inszenierung überzeugendes Liebespaar dar. Als sehr aussagekräftig und das auch ständig, kann sich Silvia Hablowetz als Brangäne beweisen. König Marke wird von Bernd Hofmann ähnlich solide dargestellt, wie der Kurwenal von Thomas de Vries und Angus Woods Melot.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Veröffentlicht in der Frankfurter Neuen Presse&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/19105699-6413332323603582395?l=wiesbaden-kultur.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='related' href='http://www.staatstheater-wiesbaden.de/?page=programm_detail&amp;submenu=w1&amp;eventClusterId=426756' title='Bescheidene Inszenierung von Wagners &quot;Tristan und Isolde&quot; in Wiesbaden'/><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/feeds/6413332323603582395/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=19105699&amp;postID=6413332323603582395&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/6413332323603582395'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/6413332323603582395'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/2009/03/bescheidene-inszenierung-von-wagners.html' title='Bescheidene Inszenierung von Wagners &quot;Tristan und Isolde&quot; in Wiesbaden'/><author><name>Daniel Honsack</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15248419407914423138</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_brq7NEMwNF8/Skd3DSAj4yI/AAAAAAAAAHs/XyynhTWB0m4/S220/Daniel_Kopf+090624.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-19105699.post-3626650628395058809</id><published>2009-03-20T14:36:00.000+01:00</published><updated>2009-03-29T14:37:27.292+02:00</updated><title type='text'>Zwei Orchester, ein Klangkörper...</title><content type='html'>Das Konzert wirkt ein wenig wie die lange erwartete öffentlich wirksame künstlerische Legitimation einer politischen Entscheidung. In der Phönix-Halle waren so viele Stühle aufgestellt worden, die allein vom Philharmonischen Staatsorchester Mainz nicht hätten besetzt werden können. Doch Dank der Orchesterreform, die seinerzeit nicht nur Befürworter gefunden hatte, brauchte man nicht auf Heere von Aushilfen zurück zu greifen, um auf die 120 Musiker zu kommen, die notwendig sind, um Dmitrij Schostakowitschs Sinfonie Nr. 4 c-Moll op. 43 aufführen zu können. Denn seit der Reform ist das Orchester eng mit dem Staatsorchester Rheinische Philharmonie Koblenz verbunden. „Zwei Orchester, ein Klangkörper“, lautete dann auch euphorisch der Titel des Konzertes, das musikalisch ganz weit in den Osten deutete.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch zunächst nahmen vor allem die Gäste aus Koblenz Platz, um unter der Leitung ihres Chefs Daniel Raiskin das Konzert für Violine und Orchester d-Moll von Aram Chatschaturjan zu spielen. Das Werk hat dem berühmten Geiger David Oistrach einige Bekanntheit zu verdanken, steht ansonsten aber, wie eigentlich alle Werke Chatschaturjans, im Schatten seines „Säbeltanzes“. Als „volksfremd und formalistisch“ wurde er übrigens ähnlich wie Schostakowitsch Ende der 1940er Jahre in der Sowjetunion von politischer Seite hart bedrängt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Orchester beeindruckte hier mit bissigen Einsätzen, der Solist Vadim Gluzman mit überlegenen virtuosen Passagen. Scheinbar mühelos schien ihm das Stück von der Hand zu gehen, gleichzeitig legte er ein hohes Maß an Empathie an den Tag. Das hellwache Orchester beteiligte sich an gewitzten Dialogen mit seinem Solisten, gemeinsam wurden krasse rhythmische Veränderungen präzise und mit großer Begeisterung umgesetzt. Furiose Solopassagen im Schluss-Satz mit rasanten, nicht enden wollenden Akkordbrechungen sorgten für stürmischen Applaus, der aber sicherlich auch dem Orchester galt, das dem Werk einen pulsierenden Charakter verlieh.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schostakowitsch war schon 1936 mit den Stalinisten in Konflikt geraten. Er wählte den Weg der „inneren Emigration“, die in Lippenbekenntnissen zum System, aber auch in mehr oder weniger offen in seinen Kompositionen versteckter Kritik Ausdruck fand. Gerade in diese Zeit fiel die Komposition seiner vierte Symphonie, die mit ihrer fast einstündigen Spieldauer allein von der Dimension her einen Höhepunkt seines Schaffens darstellte. Die beiden vereinigten rheinland-pfälzischen Orchester konnten die mitunter surreal anmutende Klangsprache Schostakowitschs ungemein auftrumpfen lassen. Die kontrastreichen und oft scharf gegen einander konkurrierenden Motive wurden dabei nie der Beliebigkeit preisgegeben. Im Gegenteil: schlüssig und konsequent führte Daniel Raiskin das üppig besetzte Orchester zum Ziel Der Komponist hatte sein Werk seinerzeit übrigens selbst zurück gezogen und erst 1961 uraufführen lassen. Die Klangsprache schien Ende der 1930er Jahre noch keine Chance auf Akzeptanz gehabt zu haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Veröffentlicht u.a. in der Mainzer Allgemeinen Zeitung&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/19105699-3626650628395058809?l=wiesbaden-kultur.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/feeds/3626650628395058809/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=19105699&amp;postID=3626650628395058809&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/3626650628395058809'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/3626650628395058809'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/2009/03/zwei-orchester-ein-klangkorper.html' title='Zwei Orchester, ein Klangkörper...'/><author><name>Daniel Honsack</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15248419407914423138</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_brq7NEMwNF8/Skd3DSAj4yI/AAAAAAAAAHs/XyynhTWB0m4/S220/Daniel_Kopf+090624.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-19105699.post-1974223970602669120</id><published>2009-03-15T14:43:00.004+01:00</published><updated>2009-03-29T14:48:03.927+02:00</updated><title type='text'>Zum siebten Mal kommt Alfred Kirchners Inszenierung von Puccinis „La Bohème“ auf die Frankfurter Opernbühne</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://www.oper-frankfurt.de/fileupload/bilder/Premieren-Wiederaufnahmen/bohme.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer; width: 334px; height: 91px;" src="http://www.oper-frankfurt.de/fileupload/bilder/Premieren-Wiederaufnahmen/bohme.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;FRANKFURT. Kaum ein Herz bleibt wohl unberührt, wenn es Mimi in ihren letzten Zügen auf der ärmlichen Matratze in der Künstler-Wohngemeinschaft sieht und den verzweifelten Rodolfo die bitteren Aufschreie angesichts der sterbenden Geliebten ausstoßen hört. Giacomo Puccinis „La Bohème“ gehört zu den meist gespielten Opern in Deutschland und sorgt auch an der Frankfurter Oper nach wie vor für ein volles Haus. Am 17. Januar 1998 feierte die Inszenierung von Alfred Kirchner Premiere, die Produktion hat sich bis heute zum Dauerbrenner entwickelt und wurde nun zum siebten Mal wieder aufgenommen. Neben der rührenden Geschichte und der entsprechend emotionalen Musik liegt das sicherlich auch an dem zurückhaltenden Regie-Konzept, das vor allem auf die Erzählung und die Darstellung durch die Sänger setzt. Diesmal präsentiert sich Younghoon Lee als ein starker, aber auch hin- und hergerissener Rodolfo. Die Rolle der Mimi übernimmt Maria Fontosh. Mitunter wirkt ihr Sopran etwas scharf, doch sie weiß mit ihrer Stimme geschickt umzugehen und sie vor allem dann, wenn es in der Höhe notwendig wird, dezent zu dämpfen. Christiane Karg ist eine Musetta, die zwischen Femme Fatal und besorgter Freundin gelungen wechseln kann und dabei stimmlich wie darstellerisch immer überzeugt. Unter der Leitung von Henrik Nánási ist das Museumsorchester stets bereit, die großen Gefühle und auch das scheinbar gedankenlos übermütige Leben der Bohèmians zu unterstreichen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Veröffentlicht in der Frankfurter Neuen Presse&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;Foto: Oper Frankfurt&lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/19105699-1974223970602669120?l=wiesbaden-kultur.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='related' href='http://www.oper-frankfurt.de/index.cfm?siteid=265&amp;stueck=143' title='Zum siebten Mal kommt Alfred Kirchners Inszenierung von Puccinis „La Bohème“ auf die Frankfurter Opernbühne'/><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/feeds/1974223970602669120/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=19105699&amp;postID=1974223970602669120&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/1974223970602669120'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/1974223970602669120'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/2009/03/zum-siebten-mal-kommt-alfred-kirchners.html' title='Zum siebten Mal kommt Alfred Kirchners Inszenierung von Puccinis „La Bohème“ auf die Frankfurter Opernbühne'/><author><name>Daniel Honsack</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15248419407914423138</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_brq7NEMwNF8/Skd3DSAj4yI/AAAAAAAAAHs/XyynhTWB0m4/S220/Daniel_Kopf+090624.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-19105699.post-4721463003616340260</id><published>2009-03-10T14:43:00.000+01:00</published><updated>2009-03-29T14:43:42.677+02:00</updated><title type='text'>Wise Guys in neuer Besetzung</title><content type='html'>FRANKFURT. Die „Wise Guys“ sind zum ersten Mal in Frankfurt. Zumindest in dieser Formation. Nachdem Clemens im vergangenen Jahr ausgestiegen ist, um einem bürgerlichen Beruf nachzugehen, wurde die vakante Stelle regelrecht ausgeschrieben. 350 wackere Sänger hatten sich beworben und Nils aus Kiel hatte den Zuschlag bekommen. Seit Jahresbeginn tourt er mit den vier Verbliebenen durch die Lande und tritt nahezu Abend für Abend in einer anderen Stadt auf. Von den Fans in Frankfurt wird er begeistert gefeiert, auch, weil er nicht versucht, den Vorgänger zu imitieren. Er hat gute Chancen, die Rolle des „Sonnyboys“ einzunehmen, was die bisherige Besetzung aus Dän, dem Frontmann, Ferenc, dem stillen Bass, Sari, dem Spaßmacher und Eddie, dem verhuschten Intellektuellen mit dem Zivi-Charme gut ergänzt. Neu ist auch, dass sich die „Wise Guys“ nicht mehr als A-Capelle-Gruppe begreifen, sondern „Vokal Pop“ machen. Der Begriff Oralmusik stand auch zur Debatte. Bei so viel Neuem ist die Programm-Mischung angenehm ausgewogen. Ohrwürmer wie „Es ist nicht immer leicht, ich zu sein“ oder „Sonnenschein“ werden von tausend Kehlen mitgesungen. Das übervolle Raumschiff „Alte Oper“ bereist den Kosmos der Köln-Kieler Jungs im Schnelldurchgang. Originelle Premieren wie Ferenc' Lobgesang auf das Handy im Country-Stil oder die Posse vom „Mann, der alles zwei mal machte“, bereichern das Programm des Quintetts, das in mäßig modischer Aufmachung immer noch so wirkt, als kämen die Herren gerade aus dem Lehrerzimmer oder dem Jugendamt. Das macht sie trotz voller Hallen und mittlerweile auch eingetretener Chart-Erfolge so authentisch und damit sehens- wie hörenswert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Veröffentlicht in der Frankfurter Neuen Presse&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/19105699-4721463003616340260?l=wiesbaden-kultur.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/feeds/4721463003616340260/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=19105699&amp;postID=4721463003616340260&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/4721463003616340260'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/4721463003616340260'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/2009/03/wise-guys-in-neuer-besetzung.html' title='Wise Guys in neuer Besetzung'/><author><name>Daniel Honsack</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15248419407914423138</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_brq7NEMwNF8/Skd3DSAj4yI/AAAAAAAAAHs/XyynhTWB0m4/S220/Daniel_Kopf+090624.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-19105699.post-3227998307450142205</id><published>2009-03-08T14:45:00.001+01:00</published><updated>2009-03-29T14:49:41.070+02:00</updated><title type='text'>Don Giovanni verabschiedet sich in einer gelungenen Wiederaufnahem von der Frankfurter Opernbühne</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://www.oper-frankfurt.de/fileupload/bilder/Premieren-Wiederaufnahmen/Foto_Giovanni1.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer; width: 374px; height: 98px;" src="http://www.oper-frankfurt.de/fileupload/bilder/Premieren-Wiederaufnahmen/Foto_Giovanni1.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;FRANKFURT. Mozarts „Don Giovanni“ in der Inszenierung von Peter Mussbach ist ein wahrer Kassenknüller an der Oper Frankfurt. Wobei dieser Zustand bald der Vergangenheit angehören wird, da die Produktion im März noch vier Mal gespielt werden wird, um dann endgültig abgesetzt zu werden. Nun wurde die Inszenierung aus dem Jahr 1994 zum neunten Mal, nun unter der musikalischen Leitung von Hartmut Keil wieder aufgenommen. Der mitunter etwas bizarre Charme dieser Einrichtung hat immer noch nichts von ihrem Reiz verloren. Die fast natürliche Personenführung, die einen scharfen Kontrast zu der Bühnengestaltung mit ihren breiten Lichtflächen oder den wandelnden Häuser-Entwürfen, belebt das Stück ungemein. Mit Aris Argiris, dem neu gewonnenen Bariton, der sich für das Haus schon mehrfach als Glücksgriff erwiesen hat, steht ein Don Giovanni auf der Bühne, wie man ihn sich authentischer nicht vorstellen mag. Mit blitzenden Augen und kraftvoller, gleichermaßen kultiviert geführter Stimme, überzeugt er durchgehend. Ihm zur Seite, kaum weniger ideal besetzt, gibt Florian Plock sein gelungenes Rollendebüt als Leporello. Donna Elvira wird von Maria Bengtsson empathisch mit großem Schmerz ausgestattet, viel Applaus erhält Jussi Myllys als Don Ottavio. Hartmut Keil bringt das Museumsorchester mit Präzision und enormem Einsatz ins Ziel, bewältigt auch die schwierige Koordination von wandernden Bühnenmusikern und Sängern mit großer Übersicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Veröffentlicht in der Frankfurter Neuen Presse&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;Foto: Oper Frankfurt&lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/19105699-3227998307450142205?l=wiesbaden-kultur.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='related' href='http://www.oper-frankfurt.de/index.cfm?siteid=265&amp;stueck=144' title='Don Giovanni verabschiedet sich in einer gelungenen Wiederaufnahem von der Frankfurter Opernbühne'/><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/feeds/3227998307450142205/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=19105699&amp;postID=3227998307450142205&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/3227998307450142205'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/3227998307450142205'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/2009/03/don-giovanni-verabschiedet-sich-in.html' title='Don Giovanni verabschiedet sich in einer gelungenen Wiederaufnahem von der Frankfurter Opernbühne'/><author><name>Daniel Honsack</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15248419407914423138</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_brq7NEMwNF8/Skd3DSAj4yI/AAAAAAAAAHs/XyynhTWB0m4/S220/Daniel_Kopf+090624.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-19105699.post-5328724574707301627</id><published>2009-03-03T14:37:00.001+01:00</published><updated>2009-03-30T16:27:38.107+02:00</updated><title type='text'>Simone Kermes singt Händel-Arien (CD-Vorstellung)</title><content type='html'>Der Anlass ist klar, Georg Friedrich Händel ist vor 250 Jahren gestorben. Es ist nicht so, wie im „Mozart-Jahr“, dass man das an allen Ecken und Enden bemerken würde. Aber es gibt Veröffentlichungen, die buchstäblich aufhorchen lassen. So auch die Einspielung der Leipziger Sopranistin Simone Kermes und der Lautten Compagney Berlin unter der Leitung von Wolfgang Katschner. Sie habe nach „besonders schönen Arien“ gesucht, gibt sie zu Protokoll. Solchen, die einen möglichst vielfältigen Eindruck von Händels Opernschaffen wiedergeben sollten. Und tatsächlich entsteht ein Kaleidoskop an Emotionen: Liebe und Hass, Verführung und Rache, Todesahnung und Glückseligkeit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„La Diva“ heißt das Album und nimmt damit nicht Bezug auf die Interpretin, sondern auf die italienische Sopranistin Francesca Cuzzoni, für die Händel die Arien geschrieben hat, die auf die CD gekommen sind. Sie wurde 1696 in Parma geboren und stand als 18-Jährige zum ersten Mal auf der Bühne. Sie bereiste ganz Italien, Komponisten wie Francesco Gsparini und Antonio Vivaldi schrieben da schon für sie. Nachdem sie sich an Venedigs renommiertem Teatro San Giovanni Gristostomo einen internationalen Ruf ersang, wurde sie ans King's Theater nach London geholt und gab ihr Debüt mit Händels Oper „Ottone“. 13 Jahre war sie dort ein gefeierter Star, dann kehrte sie 1736 nach Italien zurück. Doch das Glück hatte sie verlassen. Nachdem die Ersparnisse aufgebraucht waren, führte sie ein zurückgezogenes Leben und starb 1778 völlig verarmt in Bologna.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Simone Kermes brilliert auf der CD in jeder einzelnen Arie. Das „Se pietà di me non senti“, singt Cleopatra in „Giulio Cesare“ in dem Moment, in dem sie ihren Geliebten seinen Feinden überlassen muss. Fast zehn Minuten lang trägt ihre kultivierte, stets auf eine präzise klangliche Entwicklung ausgerichtete Stimme diesen Klagegesang, ohne an Intensität zu verlieren. Ganz anders wiederum die Eifersuchtsarie „No, più soffrir non voglio“ aus „Alessandro“. Hier prasseln rhythmisch pointierte Koloraturen auf den Hörer ein, Simone Kermes legt all ihre Energie in ein temperamentvolles Feuerwerk aus unzähligen Tönen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unterschiedliche Elemente finden sich in „Torrente cresciuto“ wieder, in der die intrigante Laodice aus „Siroe, Re di Persia“ zu der Erkenntnis kommt, dass nur der „Pfad der Tugend“ der einzig richtige Weg sein kann. Jubelnde Koloraturmomente stehen da neben den eher introvertierten, nachdenklich fragenden Passagen. Beide Aspekte vermittelt Simone Kermes in einer ungewöhnlichen Kombination aus Authentizität und Eleganz. Ohnehin ist ihr mit Unterstützung der stilsicher und höchst lebendig musizierenden Lautten Compagney ein absolut ansprechendes Album gelungen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Veröffentlicht im Wiesbadener Kurier&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/19105699-5328724574707301627?l=wiesbaden-kultur.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/feeds/5328724574707301627/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=19105699&amp;postID=5328724574707301627&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/5328724574707301627'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/5328724574707301627'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/2009/03/simone-kermes-singt-handel-arien-cd.html' title='Simone Kermes singt Händel-Arien (CD-Vorstellung)'/><author><name>Daniel Honsack</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15248419407914423138</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_brq7NEMwNF8/Skd3DSAj4yI/AAAAAAAAAHs/XyynhTWB0m4/S220/Daniel_Kopf+090624.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-19105699.post-4089464119573179009</id><published>2009-02-26T14:40:00.002+01:00</published><updated>2009-02-26T14:45:27.679+01:00</updated><title type='text'>Schülerdrama "Aussetzer" von Lutz Hübner in den Mainzer Kammerspielen zu sehen</title><content type='html'>Zwei Menschen prallen aufeinander, ihre Interessen könnten auf den ersten Blick nicht gegensätzlicher sein. Sie versuchen, sich  anzunähern, auch wenn das mit zahlreichen Hürden verbunden ist. Das Stück „Aussetzer“ von Lutz Hübner wird nun in den Kammerspielen gezeigt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist die fünfte Produktion, die das freie Theater „Teatro Libre“ um Regisseur Gerrit Meier in den Mainzer Kammerspielen aufführt. Das Zwei-Personen-Stück stammt von einem Autoren, der nach den Statistiken des Deutschen Bühnenvereins einer der meistgespielten Autoren auf deutschen Bühnen ist und damit zumindest quantitativ in die Nähe von Goethe und Shakespeare rückt. In „Aussetzer“ stehen sich ein 16-jähriger Hauptschüler und dessen Lehrerin, eine 30-jährige Berufsanfängerin gegenüber. „Der Selbstbehauptungskampf von Schüler und Lehrerin ist der Rahmen“, macht Gerrit Meier deutlich. Doch was sich darin abspielt, hat auch weit darüber hinaus Gehalt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Konflikt gestaltet sich folgendermaßen: Der 16-jährige Chris (Pierre Humphrey) hat sich bislang nie sonderlich für das Lernen interessiert und nun ist die Versetzung gefährdet. Er bietet Lehrerin Julika (Saskia Huppert) einen aus seiner Sicht fairen Handel an: Wenn sie ihn durchkommen lässt, sorgt er für Ruhe im Klassenzimmer. Vollkommen überzeugt von der Legitimität seines Tuns ist er umso heftiger vor den Kopf gestoßen, als Julika das Ansinnen ablehnt. In der Auseinandersetzung platzt ihm der Kragen und plötzlich liegt sie mit blutender Lippe auf dem Boden. Julika nimmt das Heft wieder in die Hand, indem sie ihm ein Abkommen anbietet: Absolutes Schweigen über den Vorfall. Allerdings nur unter der Bedingung, dass er versäumten Lehrstoff nachholt, wobei sie ihm helfen wird. Ob das gut geht, wird sich im weiteren Verlauf erweisen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Das Stück maßt sich nicht an, gesellschaftliche Fragen in diesem Zusammenhang zu beantworten“, betont Meier. Doch mit Mitteln des Theaters würden auf diese Weise theoretische Debatten greifbar gemacht. Es gehe auch weniger darum, das Bild einer realistische Situation nachzuzeichnen, sondern zwei Figuren zu schaffen, die in ihrem Handeln glaubhaft sind. Im Zentrum steht die Frage, wie ein Mensch authentisch bleiben kann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gerrit Meier ist zu der Ansicht gelangt, dass dieses Stück insbesondere für Schulen gut geeignet ist und hat sich mit Verena Gerlach eine Theaterpädagogin an die Seite geholt, die ein Konzept zur Vor- und Nachbereitung im Unterricht ausgearbeitet hat. Dieses kann zusätzlich zu den eigens angesetzten Vormittags-Terminen gebucht werden. Bei Redebedarf stehen Regisseur und Schauspieler zudem nach den Aufführungen zur Verfügung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;Die Musik zu dem Stück hat übrigens einmal mehr &lt;a href="http://www.myspace.com/torstenknoll"&gt;Torsten Knoll&lt;/a&gt; komponiert. Mit Gerrit Meier verbindet ihn mittlerweile eine lange Zusammenarbeit. Gerade erst war er mit seiner Arbeit bei der Berlinale zu Gast.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;a href="http://www.myspace.com/pierrehumphrey"&gt;Pierre Humphrey&lt;/a&gt; hat 2002 die Castingshow „TeenStar“ gewonnen und im Anschluss an der Stage &amp;amp; Musical School Frankfurt studiert. Seitdem arbeitet er im Bereich Theater, TV und Musik.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;a href="http://www.xing.com/profile/Saskia_Huppert"&gt;Saskia Huppert&lt;/a&gt; ist Absolventin der renommierten Universität der Künste Berlin und gastiert bei wichtigen Festivals und stand mehrfach vor der Kamera. Im vergangenen Jahr war sie im Weihnachtsmärchen der Kammerspiele zu sehen.&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;Premiere: 5. März. Weitere Termine: 7.3., 3., 4., 24. und 25. April, jeweils 20 Uhr&lt;br /&gt;Schulaufführungen am 24., 25., 26. März, 12., 13., und 14. Mai, jeweils 11 Uhr&lt;/blockquote&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/19105699-4089464119573179009?l=wiesbaden-kultur.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='related' href='http://www.mainzer-kammerspiele.de/' title='Schülerdrama &quot;Aussetzer&quot; von Lutz Hübner in den Mainzer Kammerspielen zu sehen'/><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/feeds/4089464119573179009/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=19105699&amp;postID=4089464119573179009&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/4089464119573179009'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/4089464119573179009'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/2009/02/schulerdrama-aussetzer-von-lutz-hubner.html' title='Schülerdrama &quot;Aussetzer&quot; von Lutz Hübner in den Mainzer Kammerspielen zu sehen'/><author><name>Daniel Honsack</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15248419407914423138</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_brq7NEMwNF8/Skd3DSAj4yI/AAAAAAAAAHs/XyynhTWB0m4/S220/Daniel_Kopf+090624.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-19105699.post-6577848181280044738</id><published>2009-01-04T15:00:00.001+01:00</published><updated>2009-01-04T15:03:20.820+01:00</updated><title type='text'>Interview mit Heinrich Breloer</title><content type='html'>&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Mit den „Buddenbrooks“ von Thomas Mann hat Heinrich Breloer einen Klassiker der Weltliteratur in die Kinos gebracht. Vor dem Start im Residenz sprachen wir mit dem Regisseur, dessen Schwiegermutter übrigens seit drei Jahrzehnten in Mainz lebt.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: right;"&gt;Sie sind nicht der erste, der die „Buddenbrooks“ verfilmt...&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Richtig. Es gibt einen Stummfilm von 1923, den Thomas Mann scheußlich fand und der sich nur auf eine Episode kapriziert. Dann gibt es den 1959-er Kinofilm, der aber heute nicht mehr im Wettbewerb vorführbar ist und einen Fernsehfilm von 12 Stunden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: right;"&gt;Wann haben Sie die Buddenbrooks zum ersten Mal wahrngenommen?&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Im katholischen Internat hieß es: „So etwas lesen wir nicht“ - und dann sah ich ihn im Kino. Ich fand es spannend, weil vieles davon in meinem Leben vorkam. Ich sollte auch der Nachfolger meines Vaters, eines Getreidehändlers, werden. Doch ich wurde der „Bruder Liederlich“ und ging ins Studententheater. Mein Bruder war der Kaufmann. So kam ich zum Buch und habe es später im Studium wieder gelesen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: right;"&gt;Woher rührt ihr reges Interesse an der Familie Mann und ihren Werken?&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Früher war Klaus unser Held. Er, der das gefährliche Leben lebte und den Antifaschismus voran getrieben hat, während der Vater zögerte. Wir haben in der Uni Hamburg den „Mephisto“ als Raubdruck heraus gebracht und wussten damals nicht, dass wir für den späteren Verlag die Trüffelschweine waren. Ich habe Klaus Mann mit der Kamera gesucht und in den Manns die interessanteste deutsche Familie kennen gelernt. Als ich den Film über Thomas Mann machte, kam auch er mir näher.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: right;"&gt;Wie kam es, dass Sie nun die „Buddenbrooks“ verfilmt haben?&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Nach „Speer und Er“ hat die Bavaria die Filmrechte an den Buddenbrooks gekauft und ich wurde hinterhältigerweise gefragt. Hätte ich gezögert, hätte es jemand anders gemacht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: right;"&gt;Sie reisen seit zwei Wochen durch die deutschen Kinosäle. Was sind Ihre Eindrücke?&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Wir hatten alles andere als einen verhaltenen Start. Das Publikum ist dankbar, dass wir diesen Film gemacht haben. Wir schlagen in jedem Kino alles, was darum herum liegt. Weil wir aber nur mit 240, statt mit 600 Kopien starten, liegen wir nur an Nummer vier. Jeder Kinobesitzer erzählt mir aber, dass jetzt wieder Leute ins Kino gehen, die schon lange für verloren geglaubt wurden. Die über 60-Jährigen kommen mit ihren Kindern und Enkeln. Neulich bin ich eine 14-köpfigen Familie im Kino begegnet. Sie alle sind dankbar, dass endlich wieder ein Film für sie gemacht wurde, bei dem nicht bloß Menschen und Autos explodieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Veröffentlicht in der Mainzer Allgemeinen Zeitung&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/19105699-6577848181280044738?l=wiesbaden-kultur.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='related' href='http://www.wdr.de/tv/speer_und_er/03FilmemacherPortraetBreloer02.phtml' title='Interview mit Heinrich Breloer'/><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/feeds/6577848181280044738/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=19105699&amp;postID=6577848181280044738&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/6577848181280044738'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/6577848181280044738'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/2009/01/interview-mit-heinrich-breloer_04.html' title='Interview mit Heinrich Breloer'/><author><name>Daniel Honsack</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15248419407914423138</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_brq7NEMwNF8/Skd3DSAj4yI/AAAAAAAAAHs/XyynhTWB0m4/S220/Daniel_Kopf+090624.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-19105699.post-3119211334177229820</id><published>2009-01-04T14:49:00.002+01:00</published><updated>2009-01-04T14:52:33.462+01:00</updated><title type='text'>Heinrich Breloer reist mit seinem Film "Buddenbrooks" auch nach Mainz</title><content type='html'>Wer 750 Seiten auf 150 Minuten detailgetreu unterbringen will, ist zum Scheitern verurteilt. Heinrich Breloer weiß das. Der mehrfache Grimme-Preisträger hat sich deshalb gar nicht erst darauf eingelassen. Er erzählt die Geschichte einer Bürgersfamilie, wie sie so vielleicht überall hätte geschehen, aber niemals so pointiert wiedergegeben werden können, wie von Thomas Mann. Es ist kein Geheimnis, dass die Buddenbrooks auch die Manns sind. Parallelen finden sich im Patriarchen, in den widerstreitenden Geistern der Brüder oder in der Verbissenheit, Haltung und Ehre zu wahren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn Heinrich Breloer nun diesen Roman-Erstling des späteren Nobelpreisträgers auf die Leinwand bringt, ist das eine große Verantwortung und, so scheint es, für den Regisseur auch eine Verpflichtung. Er zeichnet seine Figuren mitunter holzschnittartig radikal. Was soll er auch sonst tun, wenn er in kurzer Zeit all die Eigentümlichkeiten der Protagonisten aufzeigen will. Es ist schlichtweg beklemmend, zu beobachten, wie der Konflikt zwischen den Brüdern Thomas (Mark Waschke) und Christian (August Diehl) erst subtil, dann immer offener, zäher und unlöslicher ausgetragen wird, bis er schließlich am Totenbett der Mutter (Iris Berben) endgültig eskaliert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Alles, was geschieht, scheint einem unaufhaltsamen Lauf zu gehorchen. Während der alte Konsul in Gestalt eines robusten Armin Mueller-Stahl noch die alte Ordnung repräsentiert, machen sich seine Kinder bereits darüber lustig. Breloer zeigt das an Kleinigkeiten auf, die mehr sagen als ausschweifende Debatten. Tochter Tony, die von Jessica Schwarz mit einer gehörigen Portion melancholischer Schwere ausgestattet wird, gelingt der Ausbruch nicht. Zwei Ehen scheitern, die erste war dem Ansehen der Familie geschuldet. Sie bleibt als Letzte im Elternhaus, auch als das zum Verkauf angeboten wird. Die Liebe ihrer Jugend bleibt ihr versagt. Christian verkommt zusehends, verliert sich in seinen „nervösen Krankheiten“, steigt gänzlich aus und zerbricht am Dünkel seiner Familie, die seine Verbindung mit einer Sängerin niemals dulden wird. Thomas hingegen bringt all seine Energie auf, um den Namen Buddenbrook weiter strahlen zu lassen, gelangt gar zu Senatorenwürden. Doch Sohn Hanno (Raban Bieling) macht die Hoffnung auf einen Bewahrer des Erbes zunichte. Ganz Abbild seiner Mutter, zieht es ihn zur Musik und nicht zum Geld. Vater und Sohn sterben kurz hinter einander, so dass die Dynastie schließlich endet. Die konkurrierende Familie Hagenström bestimmt nun das gesellschaftliche Leben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Sie alle haben das Wunder ermöglicht, dass dieser Film der Renner der Saison geworden ist“, freut sich Breloer. Und das Publikum freut sich über die Gelegenheit, den berühmten Filmemacher aus direkter Nähe zu erleben. Der erzählt Anekdoten aus der Produktionszeit. Etwa, als er 50 Fliegen-Eier bestellt hatte, die aber nicht rechtzeitig geschlüpft sind und alle los mussten, um Fliegen zu fangen. Wenn er wirtschaftliche Parallelen zwischen damals und heute zieht, erntet er Zustimmung. „Den Satz des alten Konsuls Buddenbrook 'Sei mit Lust bei den Geschäften am Tage, aber mache nur solche, bei denen Du nachts gut schlafen kannst', würde Angela Merkel wohl heute gerne in jeder Bank hängen“, ist er überzeugt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Das war wie ein Blick hinter die Kulissen“, freut sich Armin Sänger, der zum gleichen Jahrgang wie der Regisseur gehört. Er ist lange nicht mehr im Kino gewesen, an seinen letzten Film kann er sich nicht mehr erinnern. „Wir gehen lieber ins Theater, Filme schauen wir uns  zu Hause an“, sagt er. Das sei bequemer und er könne den Apparat ausschalte, wenn ihm der Film nicht zusagt. Diesmal musste er nicht früher abbrechen und zeigt sich begeistert von den „gelungenen Bildern“ und der „spannend erzählten Geschichte“.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch Maria Wagner kann dem Werk nur gute Seiten abgewinnen. „Ist doch klar, dass er bei einem so dicken Buch einige Seiten weglassen musste“, verteidigt sie Breloer gegen die Kritik ihrer Freundin, die ein wenig enttäuscht zu sein scheint. Beide sind sich aber einig, dass sie in Zukunft wieder öfter ins Kino gehen wollen. „Das ist schon was anderes, als der kleine Fernseher zuhause“, strahlt die Großmutter von zwei jugendlichen Enkeln, die sie nun auch noch für den Film begeistern will.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Tatsächlich haben die Filmemacher ihre Zuschauer tief in ein Lebensgefühl hineingesogen. Dafür sorgen opulente Bilder, die Gernot Roll mit seiner Kamera sinnlich eingefangen hat, die mitunter vielleicht etwas zu glatt ausfallen. Doch insgesamt entwickelt sich eine faszinierende Atmosphäre, der man sich nicht leicht entziehen kann. Gerade dafür ist Kino schließlich gedacht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;Thomas Mann stellte seinen ersten Roman „Buddenbrooks. Verfall einer Familie“ im Sommer 1900 fertig.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bereits 1923 brachte Gerhard Lamprecht einen Stummfilm mit dem gleichen Titel heraus, 1959 folgte eine Fassung mit Liselotte Pulver und Hansjörg Felmy&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Film von Heinrich Breloer ist seit dem Ersten Weihnachtsfeiertag in den deutschen Kinos und wurde mittlerweile von 500.000 Menschen besucht.&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Originalmanuskript für die Mainzer Allgemeine Zeitung&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/19105699-3119211334177229820?l=wiesbaden-kultur.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='related' href='http://www.buddenbrooks-derfilm.de' title='Heinrich Breloer reist mit seinem Film &quot;Buddenbrooks&quot; auch nach Mainz'/><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/feeds/3119211334177229820/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=19105699&amp;postID=3119211334177229820&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/3119211334177229820'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/3119211334177229820'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/2009/01/heinrich-breloer-reist-mit-seinem-film.html' title='Heinrich Breloer reist mit seinem Film &quot;Buddenbrooks&quot; auch nach Mainz'/><author><name>Daniel Honsack</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15248419407914423138</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_brq7NEMwNF8/Skd3DSAj4yI/AAAAAAAAAHs/XyynhTWB0m4/S220/Daniel_Kopf+090624.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-19105699.post-2550390637847326246</id><published>2009-01-02T11:51:00.001+01:00</published><updated>2009-01-02T11:53:24.681+01:00</updated><title type='text'>Am Darmstädter Staatstheater kann Renate Ackermann mit ihrer Inszenierung der Operette „Wiener Blut“ von Johann Strauß nur mäßig überzeugen.</title><content type='html'>Man könnte meinen, die Inszenierung sei eine hastig zusammengeschusterte Alternative, die durch einen Orchesterstreik notwendig geworden wäre. Auf der Bühne stehen sechs Flügel, der Orchestergraben ist von der Regie okkupiert und mit einer breiten Auf- und Abtrittstreppe zugestellt worden. Neben Studienleiter Joachim Enders, der die Inszenierung musikalisch leiten wird, nehmen die Darmstädter Solorepetitoren Alexander Stessin, Thomas Peuschel und Bernhard Kießing am Großen Schwarzen Platz. Außerdem wurden Hie Jeong Byun, die dem Haus an ganz anderer Stelle verpflichtet ist, und die Reimann-Schülerin Wiltrud Steinhausen verpflichtet. Die Fassung, die aus der turbulenten Operette eine intime Kammeroper machen kann, haben Curt Gold und Herbert Wernicke einst für das Theater Basel eingerichtet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In Darmstadt jedoch waren weder Nähe noch Ausgelassenheit zu spüren. Die Bühne von Heinz Balthes hatte einen herab gestürzter Kronleuchter zu bieten, der sich im letzten Akt in ein Karussell verwandelte, auf dem das Ensemble seinen walzerdurchdrungenen Wiener Lebenssaft unter Beweis stellen konnte. Für knapp zwei Stunden etwas wenig an Ideen, wie man auch Regisseurin Renate Ackermann zuschreiben muss. Ansonsten ist die Vorlage von Johann Strauß in ihrer amüsanten Verwirrtheit ja ein Selbstläufer. Die absurden Situationen, in die sich das egomanische Personal verstrickt, bietet Stoff zum vergnüglichen Abtauchen und Schmunzeln.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die eigentlichen Hauptdarsteller sind diesmal die Damen und Herren an den Tasten. Enders gelingt es, seinen Mitspielern den richtigen Dreh zu vermitteln, um die Handlung musikalisch aufzuwerten. Jeder einzelne Pianist leistet einen enormen Beitrag zu munteren Klangwelten, die auch ohne Streicherseligkeit auskommen. Vollgriffe Akkord-Kaskaden und wunderbar sanft interpretiertes Hintergründiges vermischen sich unter den zwölf Händen zu einem überaus gelungenen Arrangement.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Um sie herum tänzelt ein Ensemble, das recht engagiert auftritt, aber etwas an Leidenschaft vermissen lässt. Mitunter bekommt man gar den Eindruck, sie nutzten die komfortable Situation, sich einmal nicht gegen ein Orchester behaupten zu müssen, für einen merklich reduzierten Einsatz. Mark Adler gibt den Lebemann und Gesandten von Reuß-Schleiz-Greiz einigermaßen spitzbübisch, kann aber den Kampf gegen die hohen Töne einmal mehr und auch in der entspannteren Situation nicht für sich entscheiden. Als Premierminister versucht sich Andreas Daum mehr oder minder vergeblich an etwas, das er wohl für Sächsisch hält. Er hätte das nicht nötig, denn stimmlich liefert er eine souveräne Leistung ab. Als doppelt betrogene Ehefrau gefällt Allison Oakes mit brillantem Sopran, ihre Konkurrentin, die Tänzerin Cagliari stellt Susanne Serfling schalkhaft und musikalisch zupackend dar. Die dritte im Bunde, Pepi, die Probiermamsell, gibt Margaret Rose Koenn als ausgelassenes Temperamentbündel. Schließlich gefallen Jeffrey Treganza als listiger Kammerdiener und Heinz Kloss in der Rolle des alten Karussellbesitzers Kagler mit beständigem Witz.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Veröffentlicht in der Frankfurter Neuen Presse&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/19105699-2550390637847326246?l=wiesbaden-kultur.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='related' href='http://www.staatstheater-darmstadt.de/spielzeit/wiener%20blut' title='Am Darmstädter Staatstheater kann Renate Ackermann mit ihrer Inszenierung der Operette „Wiener Blut“ von Johann Strauß nur mäßig überzeugen.'/><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/feeds/2550390637847326246/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=19105699&amp;postID=2550390637847326246&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/2550390637847326246'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/2550390637847326246'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/2009/01/am-darmstdter-staatstheater-kann-renate.html' title='Am Darmstädter Staatstheater kann Renate Ackermann mit ihrer Inszenierung der Operette „Wiener Blut“ von Johann Strauß nur mäßig überzeugen.'/><author><name>Daniel Honsack</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15248419407914423138</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_brq7NEMwNF8/Skd3DSAj4yI/AAAAAAAAAHs/XyynhTWB0m4/S220/Daniel_Kopf+090624.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-19105699.post-16160198850977457</id><published>2008-12-24T16:54:00.001+01:00</published><updated>2008-12-24T16:54:58.138+01:00</updated><title type='text'>*** Frohe Weihnachten ***</title><content type='html'>&lt;span style="font-style: italic; color: rgb(255, 0, 0); font-weight: bold; font-family: trebuchet ms; font-size: 130%;"&gt;Allen Leserinnen und Lesern wünsche ich ein frohes Fest, einige ruhige und erfüllte Stunden sowie Zufriedenheit, Gesundheit und viele schöne Momente im kommenden Jahr!&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/19105699-16160198850977457?l=wiesbaden-kultur.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/feeds/16160198850977457/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=19105699&amp;postID=16160198850977457&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/16160198850977457'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/16160198850977457'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/2008/12/frohe-weihnachten.html' title='*** Frohe Weihnachten ***'/><author><name>Daniel Honsack</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15248419407914423138</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_brq7NEMwNF8/Skd3DSAj4yI/AAAAAAAAAHs/XyynhTWB0m4/S220/Daniel_Kopf+090624.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-19105699.post-2064492836177439596</id><published>2008-12-22T17:07:00.002+01:00</published><updated>2008-12-22T17:09:16.419+01:00</updated><title type='text'>Wiesbadener Knabenchor mit Bach und Jazz</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://www.wiesbadener-knabenchor.de/images/Wiesbadener-Knabenchor_2007_klein.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer; width: 400px; height: 250px;" src="http://www.wiesbadener-knabenchor.de/images/Wiesbadener-Knabenchor_2007_klein.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Was Roman Twardy in den vergangenen sieben Jahren geleistet hat, ist schon enorm. Als der den Wiesbadener Knabenchor nach einer Phase mehrerer Chorleiterwechsel und unsicherer Finanzierungslage übernommen hatte, wagten wohl nur die Optimisten eine Prognose, die dem heutigen Ist-Zustand nahe kommt. Nach und nach ist es dem Musiker und Pädagogen gelungen, durch intensive Nachwuchsarbeit und einer Mischung aus künstlerischer Förderung und Forderung den Chor zu immer größeren Aufgaben zu führen. Dazu gehört auch ein hohes Maß an Eigenverantwortung, das den Sängern abverlangt wird. Zum Ende dieses Jahres konnte der Wiesbadener Knabenchor nun ein beachtliches Vorweihnachts-Konzert in der evangelischen Kirche Schlangenbad und der Wiesbadener Ringkirche absolvieren, in dem Tradition und Aufbruch geradezu symbolisch auf dem Programm standen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit „Jesu, meine Freude“, der bekannten fünfstimmigen Motette von Johann Sebastian Bach wurde das Feld der seit Jahrhunderten überlieferten Tradition bestellt. Schon hier zeichnete sich der Chor durch sehr klaren und sauberen Klang aus. Aufmerksam reagierten die Sänger auf Twardys mitunter sehr detaillierten Angaben. Sicher in den Harmonien konnte der Chor insbesondere die Struktur der Choräle akkurat durchleuchten und transparent vermitteln. Etwas wackelige Stellen, die es auch zu umschiffen galt, konnten das Gesamtbild nicht wesentlich trüben. Zeigte die erfolgreiche Bewältigung solcher Hürden doch auch, mit welcher Konsequenz und welchem musikalischem Spürsinn die jungen Sänger hier ans Werk gehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Neue Wege ging der Wiesbadener Knabenchor mit Christoph Schönherrs „Magnificat – The groovy version of OX“. Der Untertitel spielt auf den Entstehungsort, die Landesakademie Ochsenhausen an, die für zahlreiche Chöre eine Heimstätte für die intensive Auseinandersetzung mit der Musik darstellt. Twardy hat damit ein Werk ins Programm aufgenommen, das zwar im Gestus populär und unterhaltsam daher kommt, im Detail die Sänger aber durchaus fordert. Auf das Ergebnis können die Akteure stolz sein. Effektvolle Unisono-Passagen wurden von vollen Harmonien abgelöst, dazu fügten sich die Soli der Jazz-Sängerin Nanny Byl, die ihre warme und gehaltvolle Stimme bestens zur Geltung brachte, ideal ein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Werk ist mit Blick auf die Befreiungstheologie in Lateinamerika geschrieben worden und weist dementsprechend mitreißende Rhythmen auf. Gekonnt sang sich der Wiesbadener Knabenchor  von der Samba über abgehangenen Swing bis hin zum Gospel durch die Stile. Durch die Reihen hinweg war ansteckende Gestaltungsfreude erkennbar. Das „Glob'Arte-Ensemble sorgte für den notwendigen Schwung und bot sich als feinfühliger wie treibender Begleiter der Sänger an. Somit zeigte sich der Wiesbadener Knabenchor gut gerüstet für die vielen Veranstaltungen, die vor allem im übernächsten Jahr auf ihn zukommen. Dann wird der Chor 50.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Veröffentlicht im Wiesbadener Tagblatt&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Foto: http://www.wiesbadener-knabenchor.de/images/Wiesbadener-Knabenchor_2007_klein.jpg&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/19105699-2064492836177439596?l=wiesbaden-kultur.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='related' href='http://www.wiesbadener-knabenchor.de' title='Wiesbadener Knabenchor mit Bach und Jazz'/><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/feeds/2064492836177439596/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=19105699&amp;postID=2064492836177439596&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/2064492836177439596'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/2064492836177439596'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/2008/12/wiesbadener-knabenchor-mit-bach-und.html' title='Wiesbadener Knabenchor mit Bach und Jazz'/><author><name>Daniel Honsack</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15248419407914423138</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_brq7NEMwNF8/Skd3DSAj4yI/AAAAAAAAAHs/XyynhTWB0m4/S220/Daniel_Kopf+090624.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-19105699.post-218584130417329359</id><published>2008-12-12T17:05:00.000+01:00</published><updated>2008-12-22T17:07:18.894+01:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://www.tandunonline.com/files/press_drainwater_s.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer; width: 160px; height: 162px;" src="http://www.tandunonline.com/files/press_drainwater_s.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Tan Dun ist ein Komponist, dessen Musik mehr Menschen kennen, als es ahnen. Der gebürtige Chinese, der seit 1986 in den USA lebt, hat viele erfolgreiche Filme mit Musik versehen. Darunter „Tiger &amp;amp; Dragon“, wofür er auch einen Oscar erhalten hat. In seiner Musik spiegeln sich Traditionen wider, die sich respektvoll vor einander verbeugen, aber keine bis zur Selbstaufgabe getriebene Symbiose eingehen. Im Gegenteil: Die Kontraste zwischen Alt und Neu, Ost und West und sicherlich noch vielem mehr, das der Hörer nur ahnen kann, sind Teil der raffinierten Inszenierung dieses außergewöhnlichen Klangschöpfers.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dass er gerne hinter die Horizonte blickt, bewies er unter anderem, als er im Oktober vergangenen Jahres mit dem London Symphony Orchestra eine eigens für die Internet-Plattform YouTube komponiert Symphonie uraufführte. Das HR-Sinfonieorchester konnte nun in der Alten Oper den hohen Ansprüchen des enorm intensiv arbeitenden Komponisten, der seine Werke selbst dirigierte, mehr als bloß genügen. Im „Water Concerto“, das er in Erinnerung an den von ihm verehrten Künstler Toru Takemitsu geschrieben hat, entführte David Cossin die Zuhörer in die Klangwelt des Wassers, die entsteht, wenn es in halbkugeligen Becken bewegt wird. Wenn klares Wasser auf komplexe Klangstrukturen trifft, kommt zumindest in diesem Fall ein spannender Dialog heraus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In „The Map“ begegneten sich die Traditionen allein schon optisch durch die Einspielung von Videos mit traditioneller Musik und den Einsatz des Solo-Cellisten Anssi Karttunen. Was chinesisch und was westlichen Ursprungs ist, ließ sich hier klar heraus filtern. Durch dieses Nebeneinander, das nie kontrovers eingesetzt wurde, entstanden ungeahnte musikalische Zusammenhänge, die dem Hörer unmittelbar zugänglich wurden und sich nicht hinter analytischem Überbau verbargen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Veröffentlicht in der Frankfurter Neuen Presse und im Wiesbadener Kurier&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: arial;font-size:78%;" &gt;Foto: http://www.tandunonline.com/files/press_drainwater_s.jpg&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/19105699-218584130417329359?l=wiesbaden-kultur.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='related' href='http://www.tandunonline.com/' title=''/><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/feeds/218584130417329359/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=19105699&amp;postID=218584130417329359&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/218584130417329359'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/218584130417329359'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/2008/12/tan-dun-ist-ein-komponist-dessen-musik.html' title=''/><author><name>Daniel Honsack</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15248419407914423138</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_brq7NEMwNF8/Skd3DSAj4yI/AAAAAAAAAHs/XyynhTWB0m4/S220/Daniel_Kopf+090624.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-19105699.post-183545450275641981</id><published>2008-12-03T17:09:00.000+01:00</published><updated>2008-12-22T17:10:05.711+01:00</updated><title type='text'>Der Bariton Simon Keenlyside und der Pianist Malcolm Martineau gestalten in der Oper Frankfurt einen dicht vermittelten Liederabend.</title><content type='html'>Simon Keenlyside lässt sich Zeit. So heißt es, dass er stets mindestens eine Woche Zeit verstreichen lässt, um sich vom Liederabend auf eine Opernrolle (und umgekehrt) einzustellen. Die Verantwortung gegenüber der eigenen Stimme macht sich sicherlich bezahlt und auch das Publikum will den innerlich verarbeiteten Unterschied zwischen Oper und Lied deutlich gemacht bekommen. Gerade von einem Künstler, der mit beiden Genres einen hohen Bekanntheitsgrad erreicht hat. Der britische Bariton durchlief die Chorschule des St. John's College Cambridge, ein Internat mit strengen Regeln. Die in diesen Jahren vielleicht einverleibte Ernsthaftigkeit glaubt man, in seiner Liedinterpretation heraus zu hören. Er zerlegt die Mörike-Lieder von Hugo Wolf ähnlich genau wie die Auswahl an Schubert-Liedern, dennoch alle irgendwie anders und individuell. Die „Dichterliebe“ von Robert Schumann nach Heinrich Heines Text aber hinterlässt als geschlossener Zyklus besonderen Eindruck, wird von ihm als lebendige Einheit vermittelt. Der Sänger findet den besonders intimen Ton ebenso die tapfer verborgene Verzweiflung, die sich immer wieder Bahn brechen will. Oft auf wenige Zeilen reduziert schlägt er gemeinsam mit dem renommierten Liedbegleiter Malcolm Martineau vollendete Bögen. Zwischenzeitig lässt das Duo die Stimmung für einen kurzen Moment aufklaren, ein andermal blitzt ein sarkastischer Frohsinn durch. Beide Musiker sind wie geschaffen für die größtmögliche Verdichtung überbordender Emotionen, ohne jemals zu übertreiben und unglaubhaft zu wirken Martineau tritt zudem ungemein fein und weich in den Dialog ein und ordnet sich trotz manch verhalten wirkender Klänge niemals unter.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Veröffentlicht in der Frankfurter Neuen Presse&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/19105699-183545450275641981?l=wiesbaden-kultur.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/feeds/183545450275641981/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=19105699&amp;postID=183545450275641981&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/183545450275641981'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/183545450275641981'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/2008/12/der-bariton-simon-keenlyside-und-der.html' title='Der Bariton Simon Keenlyside und der Pianist Malcolm Martineau gestalten in der Oper Frankfurt einen dicht vermittelten Liederabend.'/><author><name>Daniel Honsack</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15248419407914423138</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_brq7NEMwNF8/Skd3DSAj4yI/AAAAAAAAAHs/XyynhTWB0m4/S220/Daniel_Kopf+090624.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-19105699.post-5197746078350999241</id><published>2008-11-27T17:04:00.000+01:00</published><updated>2008-12-22T17:05:08.998+01:00</updated><title type='text'>Antisemitismus-Ausstellung in Mainz eröffnet</title><content type='html'>Aktuelle Formen des Antisemitismus werden nicht nur durch pöbelnde Skinhead-Banden repräsentiert. 70 Jahre nach der Reichspogromnacht haben Anhänger judenfeindlicher Theorien unterschiedlicher Spielarten weltweit ihre Anhänger. Im Mainzer Rathaus wurde nun die Ausstellung „Antisemitismus? Antizionismus? Israelkritik?“ eröffnet. Die Tafeln wurden bereits unter anderem in Berlin, Hamburg und Dresden gezeigt und sind für eine europaweite Präsentation hergerichtet worden. Das Konzept stammt von der Holocaust-Gedenkstätte „Yad Vashem“ in Jerusalem und dem Zentrum für Antisemitismusforschung an der Technischen Universität Berlin.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dass die Ausstellung in Mainz zu sehen ist, geht auf eine Einladung der Landeszentrale für politische Bildung zurück. Wenige Tage nach der Grundsteinlegung für eine neue Synagoge macht sie deutlich, dass das Thema in Mainz nach wie vor von Bedeutung ist. Der frühere Mainzer Sozialdezernent Michael Ebeling, heute Staatssekretär im Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur begrüßte die Gäste zu Beginn mit eindringlichen Worten. „Wir müssen auch den gegenwärtigen Antisemitismus ernst nehmen“, unterstrich er. Dabei müsse auch hinterfragt werden, warum er heute zunehmend wieder gesellschaftsfähig werden kann. „Der Blick nach vorne kann niemals ohne den Blick in die Vergangenheit gelingen“, ist er überzeugt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Wir brauchen eine aktive Erinnerungsarbeit“, sagte er und hob die Aktivitäten der Landeszentrale hervor. Die Ausstellung gebe den Bürgern „die Möglichkeit, sich an solchen Themen zu reiben“. Dr. Dieter Schiffmann von der Landeszentrale ist überzeugt, dass der Antisemitismus noch „subkurtan virulent“ sei. Gleichzeitig, so machte er deutlich, müsse es legitime Formen der kritischen Auseinandersetzung mit Aspekten der israelischen Politik geben dürfen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Prof. Wolfgang Benz , Leiter des Zentrums für Antisemitismusforschung, bezeichnete den Antisemitismus als das „älteste kulturelle, politische, soziale und religiöse Vorurteil der Welt“ und skizzierte in seiner Einführung vier Grundphänomene. Der christliche Anti-Judaismus habe vom Mittelalter bis in die Neuzeit existiert, spiele aber heute in Deutschland nur noch eine untergeordnete Rolle. Hinzu kommen ein antropologisch, sozial-darwinistisch hergeleiteter Rassenhass sowie eine Judenfeindschaft nach dem Holocaust, der aus Scham und Schuldabwehr resultiere. Dieser „sekundäre Antisemitismus“ sei unter anderem für die Schluss-Strich-Rufe verantwortlich. Als viertes Phänomen nannte er den Antizionismus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;Die Ausstellung wird bis zum 20. Dezember im Foyer des Rathauses gezeigt.&lt;br /&gt;Öffnungszeiten: Montag bis Freitag, 8 bis 18 Uhr, Samstag 9 bis 14 Uhr.&lt;br /&gt;Der Eintritt ist frei. &lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Veröffentlicht in der Mainzer Allgemeinen Zeitung&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/19105699-5197746078350999241?l=wiesbaden-kultur.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='related' href='http://www.politische-bildung-rlp.de' title='Antisemitismus-Ausstellung in Mainz eröffnet'/><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/feeds/5197746078350999241/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=19105699&amp;postID=5197746078350999241&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/5197746078350999241'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/5197746078350999241'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/2008/11/antisemitismus-ausstellung-in-mainz.html' title='Antisemitismus-Ausstellung in Mainz eröffnet'/><author><name>Daniel Honsack</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15248419407914423138</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_brq7NEMwNF8/Skd3DSAj4yI/AAAAAAAAAHs/XyynhTWB0m4/S220/Daniel_Kopf+090624.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-19105699.post-8868307014994167821</id><published>2008-11-26T16:58:00.000+01:00</published><updated>2008-12-22T17:00:47.371+01:00</updated><title type='text'>Wenn Kunst auf Reisen geht</title><content type='html'>Manchmal können Ines Unger und Sarah Bernhardt im Bekanntenkreis erzählen, dass sie bald wieder nach New York, Los Angeles, Paris oder Rom fliegen. Für einen Moment ist ihnen der Neid der Gesprächsteilnehmer sicher, doch bald stellt sich heraus, dass der vermeintliche Luxus-Trip harte, ermüdende Arbeit bedeutet. Wenn Kunst auf Reisen geht und entsprechend wertvoll ist, muss eine der beiden Restauratorinnen mitkommen. Doch besonders angenehme Reisepartner sind die Gemälde und Skulpturen des Wiesbadener Landesmuseums nicht. Im Gegenteil, sie sind ausgesprochen launisch, fordern Aufmerksamkeit und sind enorm sensibel.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die „Terrasse am Walchensee“ von Lovis Corinth ist so ein Kandidat. Das Gemälde ist heiß begehrt und wird dementsprechend oft zur Ausleihe angefragt. Ein Dilemma für die Restauratorinnen, denn: „Wenn etwas viel reist, wird es auch viel angefragt“, so Ines Unger. Denn wenn es einmal woanders hängt, erweckt es Begehrlichkeiten bei anderen Ausstellern. „Für den Wert des Bildes und das Haus ist das gut“, weiß sie. Für die Materie des Bildes sei so ein Leben auf Reisen jedoch nicht optimal. „Auch wenn man sich noch so viel Mühe gibt, stellt Reisen für ein Kunstwerk immer ein Problem dar“, sagt sie.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Wir versuchen, es von vorne herein so gut wie möglich zu schützen“, betont ihre Kollegin. „Doch alles kann passieren“, kann sie aus langjähriger Erfahrung bestätigen. „Am liebsten würden wir gar nicht ausleihen“, lacht Sarah Bernhardt, doch das wäre wohl auch nicht im Sinne der Kunst. Und so wird alles Menschenmögliche unternommen, um dem Werk die Reise so angenehm, wie möglich zu gestalten. Zunächst werden Verträge „Nagel zu Nagel“ aufgesetzt, die auch die Versicherungsfrage im Detail klären. Dann erhalten spezielle Kunsttranportfirmen den Auftrag zum Umzug. Die verfügen über entsprechendes Material, wie etwa die besonders klimatisierten und sanft gefederten Fahrzeuge. Bewegung und Klimaveränderungen sind eine Gefahr für sensible Bilder. Durch Rütteln können Risse entstehen. Die sind zwar mikroskopisch klein und mit dem bloßen Auge nicht zu erkennen, doch sie stellen den Anfang eines schleichenden Prozesses dar. Kleine Sprünge können sich vertiefen, Malschollen lösen sich ab. „Auch wenn man es nicht sofort sehen kann, gibt es immer Veränderungen“, bestätigt Sarah Bernhardt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Besonders wertvolle Gemälde werden von einer der Restauratorinnen begleitet. „Sollte ein Unfall geschehen, sind wir gleich vor Ort“, begründet Ines Unger den Aufwand. Und so entstehen auch für die sie Reise-Anlässe. Doch mit Urlaub hat das nichts zu tun. Oft müssen sie stundenlang in den Cargo-Hallen auf Flughäfen darauf warten, dass es weiter geht, dürfen dabei ihren Schützling aber nie aus den Augen verlieren. Denn in der Regel geht das Flughafenpersonal nicht allzu liebevoll mit dem sperrigen Gut um. Nicht aus Ignoranz, sondern weil oft nicht bekannt ist, was sich in den seltsamen Kisten verbirgt. Einmal, so wissen die Restauratorinnen zu berichten, ist auch Wasser in einen Container eingedrungen, in dem eine ihrer Klimakisten stand. Ein andermal haben sich die Mitarbeiter geweigert, das Objekt festzugurten. Wären sie nicht dabei gewesen, hätte diese Vorfälle großen Schaden nach sich gezogen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit den Klimakisten hat es eine besondere Bewandtnis. Sie sind durch mehrere Schichten dermaßen gut isoliert, dass sich das Klima in ihnen nur sehr langsam verändert. Die Gemälde erleben also keinen Schock, wenn sie aus ihrem warmen Zuhause etwa im Winter auf die Straße, in eine kalte Flughafenhalle und später in ein klimatisiertes Flugzeug transportiert werden. „Ohne die Kisten könnte man richtig spüren, wie sich das Material zusammen zieht“, weiß Ines Unger. Nach der Ankunft am Bestimmungsort müssen die Kisten zunächst 24 Stunden ungeöffnet stehen bleiben, damit sich der Inhalt langsam an das neue Außenklima gewöhnen kann. In dieser Zeit hat nun auch die Begleiterin endlich ein wenig Zeit, die sie für sich selbst nutzen kann. Doch Sehenswürdigkeiten stehen dabei selten auf dem Programm. Gerade nach Interkontinentalflügen ist Sarah Bernhardt froh, endlich ins Hotel zu kommen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es gibt auch Bilder, die grundsätzlich nicht ausgeliehen werden. Für die wurde eine „Rote Liste“ angefertigt. Das „Liebespaar“ von Otto Müller etwa, wird wohl nie wieder etwas anderes sehen, als sein Gegenüber im Landesmuseum. Der Grund: Der Transport wäre wegen der porösen Leinwand zu gefährlich. Immerhin ist die freizügig bekleidete Dame samt ihrem Liebsten, der sein Gesicht in ihren Haaren vergräbt, bald 80 Jahre alt. Da reist man nicht mehr so ohne Weiteres unbeschadet in der Welt herum. „Der Materialschaden wäre da größer als der vermeintliche Nutzen“, so Ines Unger. Auch wenn es oft schwer fällt, dem Drängen nachzugeben, wenn es aus diplomatischen Gründen opportun wäre oder das Paar einem wichtigen Anlass beiwohnen könnte. Dann müssen die Fachfrauen Überzeugungsarbeit leisten und sich durchsetzen. Im Wiesbadener Landesmuseum ist ihnen das aber bisher immer geglückt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Veröffentlicht in EXTRA - Monatsbeilage der Verlagsgruppe Rhein-Mainz&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/19105699-8868307014994167821?l=wiesbaden-kultur.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/feeds/8868307014994167821/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=19105699&amp;postID=8868307014994167821&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/8868307014994167821'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/8868307014994167821'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/2008/11/wenn-kunst-auf-reisen-geht.html' title='Wenn Kunst auf Reisen geht'/><author><name>Daniel Honsack</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15248419407914423138</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_brq7NEMwNF8/Skd3DSAj4yI/AAAAAAAAAHs/XyynhTWB0m4/S220/Daniel_Kopf+090624.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-19105699.post-1444589474334131804</id><published>2008-11-17T17:10:00.000+01:00</published><updated>2008-12-22T17:11:28.113+01:00</updated><title type='text'>Bettina Geyer inszeniert Engelbert Humperdincks Oper „Hänsel und Gretel“ als knallbuntes Märchen</title><content type='html'>Engelbert Humperdinck könnte heute als treffsicherer Hitproduzent mit einem gesunden Sinn fürs Geschäft gelten. Doch auch schon zu seiner Zeit gelang ihm mit der Oper „Hänsel und Gretel“ der ganz große Wurf. Niemand Geringes als Richard Strauss leitete am 23. Dezember 1893 die Uraufführung in Weimar. Danach waren dem Komponisten Weltruhm und finanzielle Unabhängigkeit sicher. Wer kennt heute nicht den Text von „Brüderchen, komm tanz mit mir“, „Suse, liebe Suse, was raschelt im Stroh“ oder „Ein Männlein steht im Walde“. Die kleinen Stücke sind nachhaltig in das Kinderlieder-Repertoire eingegangen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das von Humperdinck vertonte populäre Märchen eignet sich wie kaum ein anderer Klassiker zur vorweihnachtlichen Umsetzung, das wissen wohl alle Theater dieser Republik. Das Staatstheater Darmstadt hat die Inszenierung in die Hände der jungen Regisseurin Bettina Geyer gelegt, die unter anderem im vergangenen Jahr mit Grigori Frids Mono-Oper „Anne Frank“ Fingerspitzengefühl und Talent für Zwischentöne bewiesen hatte. Hier aber konnte sie ihrer offensichtlich geradezu zügellosen Fantasie freie Bahn gewähren. Die Produktion ist ihr überaus spannend und farbenfroh gelungen. Großen Anteil daran hat auch Puppenspieler Lorenz Seib, der in der Waldszene märchenhafte Figuren im Schwarzlicht-Theater auffährt. Faszinierend sind seine Tiere und Gestalten, die sich immer wieder neu sortieren und zusammen setzen und damit eine beständige Faszination ausstrahlen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch die Ausstattung von Fabian Lüdicke ist außergewöhnlich plastisch. Die Besenbinder-Familie lebt in einem Keller, das fehlende Mobiliar wird durch Kisten ersetzt, das Schlaflager befindet sich unter der Treppe. Nach dem Abendsegen bringen überdimensionale weiße Federn die Engelschaar, die aus sieben Teddys und sieben Puppen bestehen, den Beschützkuscheltieren der kindlichen Protagonisten. Später weckt ein knallbuntes Tipi die Neugier der Geschwister, die sie erst einmal in die Arme einer knallbonbonfarbenen Hexe treibt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch musikalisch kann man höchst zufrieden aus dieser Produktion gehen. Lukas Beikirchner hat ein spielfreudiges und klanglich bestens eingestelltes Staatsorchester optimal im Griff. Als Gretel ist Aki Hashimoto nicht nur niedlich zurecht gemacht, sondern gefällt auch mit feiner gesanglicher Ausprägung. Niina Keitel ist als Hänsel eine Spur kantiger und kommt auch spielerisch mit der Rolle gut zurecht. Während Elisabeth Hornung als Mutter Gertrud sehr scharf intoniert, ist Oleksandr Prytolyuk ein beweglicher Besenbinder, hinzu kommt Katrin Gerstenberger als aufgedrehte Hexe mit vokal angenehmer Ausstattung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Veröffentlicht in der Frankfurter Neuen Presse&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/19105699-1444589474334131804?l=wiesbaden-kultur.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='related' href='http://www.staatstheater-darmstadt.de/spielzeit/H%E4nsel%20und%20Gretel' title='Bettina Geyer inszeniert Engelbert Humperdincks Oper „Hänsel und Gretel“ als knallbuntes Märchen'/><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/feeds/1444589474334131804/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=19105699&amp;postID=1444589474334131804&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/1444589474334131804'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/1444589474334131804'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/2008/11/bettina-geyer-inszeniert-engelbert.html' title='Bettina Geyer inszeniert Engelbert Humperdincks Oper „Hänsel und Gretel“ als knallbuntes Märchen'/><author><name>Daniel Honsack</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15248419407914423138</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_brq7NEMwNF8/Skd3DSAj4yI/AAAAAAAAAHs/XyynhTWB0m4/S220/Daniel_Kopf+090624.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-19105699.post-3279734494862487913</id><published>2008-11-16T16:56:00.001+01:00</published><updated>2008-12-22T16:58:55.841+01:00</updated><title type='text'>Historische Ausstellung über "Entartete Musik" in Mainz eröffnet</title><content type='html'>Als „entartete Musik“ bezeichneten die Nationalsozialisten einst all die Klänge, die nicht in ihre von Rassenwahn bestimmten Vorstellungen passten. Werke jüdischer Komponisten wurden verboten, Musik von Schwarzen galt als verpönt. Eine Ausstellung zu den „Reichsmusiktagen“ 1938 sollte dokumentieren, was sich die braunen Machthaber unter „entartet“ vorstellten. Seit dem 17. Oktober zeigt die Stadt Mainz die von Albrecht Dümling und Peter Girth rekonstruierte und neu bearbeitete Ausstellung im Rathausfoyer. Das Musikwissenschaftliche Institut der Johannes Gutenberg-Universität veranstaltete nun zu diesem Thema eine öffentliche Fachtagung im Rathaus . Kooperationspartner war der Verein für Sozialgeschichte, unterstützt wurde das Unternehmen von den Freunden der Universität Mainz und der ProMusicaViva – Maria Strecker-Daelen Stiftung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Gerade angesichts des Umstands, dass die Ausstellung in wesentlichen Teilen von Musikwissenschaftlern konzipiert und durchgeführt wurde, sieht sich das akademische Fach Musikwissenschaft in der Verantwortung, deutlich Position zu beziehen“, hatten die Veranstalter ihr Engagement begründet. Schott-Geschäftsführer Peter Hanser-Strecker bekannte eine „persönliche Betroffenheit“ angesichts dieses Themas. Vor 10 Jahren war er im Lager Theresienstadt, wo seinerzeit viele unliebsame Komponisten eingesperrt waren und unter widrigsten Umständen kreativ waren. Seitdem habe er sich mit besondere Intensität um die Wiederherausgabe der Werke von Viktor Ullmann bemüht. Organisator Prof. Dr. Axel Beer nannete die nationalsozialiste Herrschaft die „mit Abstand übelste Zeit der jüngeren deutschen Geschichte“ und den „Wunsch nach Erkennen, Verstehen und Nachvollziehen können“ als Triebfeder für die kleine Tagung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zu den Referenten zählten Musikwissenschaftler und Historiker, darunter der stellvertretende Leiter des Stadtarchivs Mainz, Dr. Frank Teske, Prof. Dr. Anno Mungen von der Universität Bayreuth oder Dr. Sophie Fettauer von der Universität Hamburg, die am „Lexikon verfolgter Musiker und Musikerinnen der NS-Zeit“ mitarbeitet. Das Themenspektrum spannte sich von der nationalsozialistischen Gleichschaltung, unter anderem am Beispiel der Mainzer Liedertafel bis hin zu den Strukturen der Musikpolitik im NS-Staat. Die Sozialarbeiterin Astrid Konter ging in ihrem Beitrag näher auf die Rolle von Hans Gál ein, der 1929 Direktor des Mainzer Konservatoriums wurde und das Land 1933 wegen seiner ungarisch-jüdischen Herkunft verlassen musste.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Veröffentlicht in der Allgemeinen Zeitung Mainz&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/19105699-3279734494862487913?l=wiesbaden-kultur.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='related' href='http://www.musica-reanimata.de/EM-Info.htm' title='Historische Ausstellung über &quot;Entartete Musik&quot; in Mainz eröffnet'/><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/feeds/3279734494862487913/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=19105699&amp;postID=3279734494862487913&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/3279734494862487913'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/3279734494862487913'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/2008/11/historische-ausstellung-ber-entartete.html' title='Historische Ausstellung über &quot;Entartete Musik&quot; in Mainz eröffnet'/><author><name>Daniel Honsack</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15248419407914423138</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_brq7NEMwNF8/Skd3DSAj4yI/AAAAAAAAAHs/XyynhTWB0m4/S220/Daniel_Kopf+090624.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-19105699.post-5671758304855604843</id><published>2008-11-14T16:53:00.003+01:00</published><updated>2008-12-22T16:55:58.757+01:00</updated><title type='text'>HR-Sinfonieorchester mit russischem Programm in der Alten Oper</title><content type='html'>Ein mehr oder minder russisches Programm muss nicht einseitig sein. Den Beweis dafür trat nun das hr-Sinfonieorchester unter der Leitung von Yakov Kreizberg in der Alten Oper Frankfurt an. Die Annahme, dass der in St. Petersburg geborene Dirigent qua Herkunft ein besonderes Händchen für diese Musik haben sollte, wäre arg kurz gegriffen und kann getrost bezweifelt werden. Seine Fähigkeit, ein großes Orchester für die ihm angetragene Musik derart zu begeistern, dass es mit einem ungeheuren Schwung und nahezu bahnbrechendem Enthusiasmus ans Werk geht, hat er in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Als Intendant der Komischen Oper Berlin hat er bis heute nachklingende Akzente gesetzt und sich seitdem als international gefragter Orchesterleiter etabliert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Frankfurter Konzert begann er mit Peteris Vasks' „Cantabile archi“, das 1979 entstanden ist. Der lettische Komponist hat hier viel Energie und Emotionalität notiert, die ausschließlich mit Tönen der C-Dur-Tonleiter auskommen, ohne sich in das konventionelle Dur-Moll-Schema zu pressen. Das hr-Sinfonieorchester stellte luftig-immaterielle Momente und leichthin erblühende Passagen gegen eine blockartige Massivität, ohne dabei die Gegensätze bloß um ihrer selbst willen aufzufahren. Im Gegenteil – hier wurden sie konsequent und offensichtlich zwingend konsequent zueinander gestellt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch in Peter Tschaikowskys Violinkonzert bewies das Orchester eine enorme atmosphärische Bandbreite. Arabella Steinbacher nahm sich eines der populärsten Konzerte ihres Fachs mit klinisch reiner Intonation, rasanten Läufen und blitzsauberen Trillern an, die eine wie mit Zirkel und Lineal gezogene Präzision aufwiesen. Gerade im ersten Satz sorgte vor allem das Orchester für die emotionalen Aspekte des Werks. Die Solistin zeigte sich einmal mehr als bestechend souveräne Musikerin, bei der klangliche Vollkommenheit und geschmeidiger Spielfluss oberste Priorität genießen. Raum für musikalische Reibungen blieb da wenig, nur manchmal brach ein radikalerer Strich wie ein Peitschenhieb aus diesem Konzept aus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die mitunter bizarr anmutende klangliche Vielschichtigkeit von Dimitri Schostakowitschs fünfter Sinfonie d-Moll op. 47 kam abschließend besonders klar zur Geltung. Kreitzberg und die hr-Musiker hatten sich dabei genau in die spätromantischen Anlehnungen des 1937 vollendeten Werks, hinein gearbeitet, aus denen heraus eine schier berstende Kraft entstand, neben der aber auch die verzweifelten Klänge ihren Platz fanden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Veröffentlicht im Wiesbadener Kurier&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/19105699-5671758304855604843?l=wiesbaden-kultur.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='related' href='http://www.hr-online.de/website/rubriken/kultur/index.jsp?rubrik=2021' title='HR-Sinfonieorchester mit russischem Programm in der Alten Oper'/><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/feeds/5671758304855604843/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=19105699&amp;postID=5671758304855604843&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/5671758304855604843'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/5671758304855604843'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/2008/11/hr-sinfonieorchester-mit-russischem.html' title='HR-Sinfonieorchester mit russischem Programm in der Alten Oper'/><author><name>Daniel Honsack</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15248419407914423138</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_brq7NEMwNF8/Skd3DSAj4yI/AAAAAAAAAHs/XyynhTWB0m4/S220/Daniel_Kopf+090624.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-19105699.post-5285137501828430291</id><published>2008-11-12T17:01:00.001+01:00</published><updated>2008-12-22T17:03:26.503+01:00</updated><title type='text'>Ehrgeiziges Projekt in der Künstlerkolonie Walkmühle</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://www.walkmuehle.net/Pictures/WalkmuehleInfo/Historie2.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer; width: 250px; height: 224px;" src="http://www.walkmuehle.net/Pictures/WalkmuehleInfo/Historie2.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Provisorien nehmen mit der Zeit gerne die Eigenschaft an, besonders langlebig zu sein. Darum, dass der Walkmühle das Schicksal etwa der ewig vorüber gehenden Bundeshauptstadt Bonn erspart bleibt, kümmern sich Wulf Winkelmann, Christiane Erdmann und die fünf weiteren Mitglieder des Künstlervereins Walkmühle. Richtig gelesen, in diesem Verein gibt es bloß sieben Mitglieder. Sie schultern gemeinsam und verbindlich die Verantwortung für die Entwicklung und den Ausbau des Gebäude-Ensembles, in dem derzeit vier Künstler Platz zum Arbeiten gefunden haben. Ein Förderverein um diesen Mini-Verein herum sorgt für weitere Unterstützung. Dort sammelt sich auch Fachwissen, auf das die Macher gerne zurück greifen. Architekten, Juristen oder Steuerfachleute wurden bislang schon mehr als ein mal gebraucht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der heutige Verein ist das Ergebnis einer Fusion zweier Einrichtungen, die im April 2005 beschlossen, zusammen arbeiten zu wollen. Damals hatte es bereits seit vielen Jahren den Verein „Walkmühle e.V“. gegeben, dem es gelungen war, die Gebäude unter Denkmalschutz zu stellen und damit den Abriss der städtischen Immobilie zu verhindern. Den zweiten Herkunfsstrang bildet der Verein „Kunst und Raum Wiesbaden e.V.“, in dem sich Wiesbadener Künstler zusammen geschlossen hatten, um geeignete Räumlichkeiten für die Arbeit aber auch für die Präsentation zu finden. Heute werden diese Interessen mit der Konzentration auf die Walkmühle gemeinsam vertreten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wer in die Ateliers oder den riesigen Veranstaltungsraum kommt, wird von einem Charme umgeben, der schwer zu beschreiben ist. Man sieht dem Gebäude von innen wie von außen an, dass seine Bedürfnisse über viele Jahre hinweg ignoriert wurden, eine Sanierung ist augenfällig. Auf der anderen Seite aber ist es den Künstlern gelungen, mit einem hohen Maß an Eigeninitiative, Leistungsbereitschaft und Kreativität hier einen Ort zu schaffen, an dem man sich gerne aufhält. Aus allen Ecken strahlt der Wille zum Gestalten. Die Arbeitsbedingungen sind indes nicht optimal. Allein die sanitären Anlagen, berichtet Winckelmann, sind ein einziges Provisorium. Die Infrastruktur für Strom und Wasser, ergänzt Christiane Erdmann, musste in der Anfangsphase eigens neu installiert werden. Für die Zukunft hat sich der Verein ein funktionierendes Arbeits-, Wohn- und Veranstaltungszentrum mit etwa 50 Einheiten vorgenommen. Dafür stehen 5.000 überdachte Quadratmeter zur Verfügung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch schon im Provisorium ist der Verein alles andere als untätig. 60 Veranstaltungen haben hier innerhalb der vergangenen fünf Jahre stattgefunden. Eine stolze Bilanz, wenn man bedenkt, dass alle Arbeit ehrenamtlich geleistet wird, die Hauptakteure als Künstler zudem gut im Geschäft sind. Sie stecken eine Menge Energie in die Rahmenbedingung für ihre Arbeit, die, so könnte man glauben, darunter leiden könnte. Doch weit gefehlt. „Da kommt auch viel zurück“, hat Winckelmann festgestellt. Durch die Beschäftigung mit dem Raum und den Ideen, die ihn füllen, entstehen neue kreative Impulse. Vielleicht nicht gerade dann, wenn Ausgabenbelege geprüft und Anträge gestellt werden. Aber im Miteinander der Akteure, die alle auf ein Ziel hin arbeiten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unterstützung seitens der Stadt hatten sie schon immer. Die damalige Stadtverordnete und heutige Schuldezernentin Roselore Scholz hatte den Verein „Kunst und Raum“ auf die Fährte Richtung Walkmühle gebracht, der damalige Kämmerer und heutige Oberbürgermeister Helmut Müller die ersten Verhandlungen mit dem möglichen Betreiber geführt. Gerne würde der Verein heute ein Erbpacht-Verhältnis mit dem Eigentümer eingehen, doch bis dahin müssen noch einige grundlegende Voraussetzungen geschaffen werden. Die Walkmüller sind der Überzeugung, dass ihre Arbeit auch der Stadt und ihrer Wirkung nach außen zugute kommt. Schon jetzt strömen angesehene Künstler aus der gesamten Republik herbei, wenn die Walkmühle zur Schwerpunkt-Ausstellung einlädt. Vernissagen mit 300 Besuchern sucht man außerhalb der Mauern des Ausnahme-Vereins wohl auch selten. Darüber hinaus verstehen sich Winckelmann, Erdmann und Kollegen als Ansprechparter auch für Projekte, die über die Disziplin der Bildenden Kunst hinaus gehen. Ausrichter von Konzerten, Lesungen und anderen Veranstaltungen haben hier bereits eine Bühne gefunden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die daraus resultierende Funktion einer Heimstadt, in diesem Fall für die Kultur, hat übrigens Tradition an diesem Ort. 1737 war die Walkmühle am Bornhofenweg von Pfarrer Egidius Günther Hellmund als Waisenhaus mit Werkstätten gebaut worden. Die Mietzahlungen der Seiler, Schlosser und Schmiede, die das Hauptgebäude nutzten, wurden für die Waisen verwendet. Und auch diese Mischkalkulation ist Bestandteil des aktuellen Konzepts. Denn darin ist nicht nur die Einbindung von Künstlern vorgesehen, auch Gewerbetreibende sollen zukünftig die Walkmühle beleben. Dann wäre das Nebeneinander von Kunst und Gewerbe, bezahlbarem Wohn- und Arbeitsraum möglich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Veröffentlicht im Wiesbadener Tagblatt&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style=";font-family:arial;font-size:78%;"  &gt;Foto: http://www.walkmuehle.net/Pictures/WalkmuehleInfo/Historie2.jpg&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/19105699-5285137501828430291?l=wiesbaden-kultur.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='related' href='http://www.walkmuehle.net' title='Ehrgeiziges Projekt in der Künstlerkolonie Walkmühle'/><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/feeds/5285137501828430291/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=19105699&amp;postID=5285137501828430291&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/5285137501828430291'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/5285137501828430291'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/2008/11/ehrgeiziges-projekt-in-der.html' title='Ehrgeiziges Projekt in der Künstlerkolonie Walkmühle'/><author><name>Daniel Honsack</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15248419407914423138</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_brq7NEMwNF8/Skd3DSAj4yI/AAAAAAAAAHs/XyynhTWB0m4/S220/Daniel_Kopf+090624.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-19105699.post-1821284950591516294</id><published>2008-11-09T17:11:00.000+01:00</published><updated>2008-12-22T17:12:48.838+01:00</updated><title type='text'>Am Wiesbadener Staatstheater inszeniert Iris Gerath-Prein das Musical „My fair Lady“ von Frederick Loewe</title><content type='html'>Vielleicht ist das ja eine männliche Urfantasie. Eine Frau nach den eigenen Vorstellungen zu formen, zu unterwerfen und ihr in allen Lebenslagen überlegen zu sein. Für Professor Higgins in „My Fair Lady“, dem Musical von Frederick Loewe, könnte diese Vorstellung jedenfalls Realität werden, er ist zumindest auf bestem Wege dorthin. Aus dem Blumenmädchen Eliza will er eine Herzogin machen. Ein Unterfangen, das angesichts der rüden Manieren und der bestenfalls rudimentären Kenntnisse der Hochsprache recht gewagt scheinen. Eine Wette mit Oberst Pickering weckt den Jagdinstinkt in dem eingefleischten Junggesellen mit deutlichen Chauvi-Allüren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Wiesbadener Staatstheater hat nun Iris Gerath-Prein versucht, der leicht angestaubten, aber doch immer wieder amüsanten Geschichte neues Leben einzuhauchen. Ihr Blumenmädchen ist eine Gassengöre in Ledermontur und mit etwas verratztem Umfeld, das dermaßen gezwungen auf jugendlich getrimmt ist, dass es jedem Beobachter unter 30 die Schamesröte ins Gesicht treibt. Aufgedreht, doch wenig originell springt das vermeintlich coole Jungvolk über die leere Bühne und ätzt bemüht gegen das Establishment in Gestalt von Oberst und Professor. Das nun wieder findet zumindest Higgins „entzückend ordinär und schauerlich schmutzig“ und packt das Blumenlädchen auch weiterhin nicht mit Glacéhandschuhen an.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Später wird es etwas glaubhafter, wenn sich in der schicken Loftbehausung des Phonetik-Professors Erziehungsmethoden aus der Steinzeit der Pädagogik abspielen. Ein hübsch affektierter Ascot-Chor bekommt im akkurat getrimmten Gestrüpp die ersten Gehversuche des mutierenden Fräulleinwunders mit und Mutter Higgins, die mit dem staubtrockenen Humor, findet Gefallen an dem Forschungsobjekt ihres Sohnes. Schon bald lässt die Regisseurin durchblicken, wie sehr sich der Professor nicht nur an das Gesicht des Ex-Punks gewöhnt hat. In einer bizarren Vampir-Mischpoke besteht Eliza schließlich die Abschlussprüfung und entdeckt dabei auch ihr Selbstbewusstsein und die Kraft, ihren Doktor Frankenstein zu verlassen, dem dann erst bewusst wird, dass er sich verliebt hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Stück lebt in Wiesbaden vor allem durch die Spielfreude seiner Darsteller. Dirk Schäfer gibt den Higgins als eklig arroganten Kerl, dessen Umgangsformen immer mehr zu wünschen übrig lassen. Erst in den letzten Minuten wird ihm sein Dilemma klar, wofür er dann auch mit dem Happy End belohnt wird. Annette Luig verzaubert das berlinernde Blumenmädchen perfekt in eine Dame von Welt, die aber immer wieder ihre Wurzeln erkennen lässt. Die Wandlungsfähigkeit dieser Künstlerin ist jedenfalls enorm. Oberst Pickering wird von Wolfgang Vater souverän und bestechend korrekt verkörpert. Zu all dem steuert das Staatsorchester unter Leitung von Uwe Sochaczewsky eine fröhliche Kirmesmusik bei und treibt das Geschehen fröhlich vor sich her.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Veröffentlicht in der Frankfuter Neuen Presse&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/19105699-1821284950591516294?l=wiesbaden-kultur.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='related' href='http://www.staatstheater-wiesbaden.de/?page=spielplan_detail&amp;eventDateId=3982910' title='Am Wiesbadener Staatstheater inszeniert Iris Gerath-Prein das Musical „My fair Lady“ von Frederick Loewe'/><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/feeds/1821284950591516294/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=19105699&amp;postID=1821284950591516294&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/1821284950591516294'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/1821284950591516294'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/2008/11/am-wiesbadener-staatstheater-inszeniert.html' title='Am Wiesbadener Staatstheater inszeniert Iris Gerath-Prein das Musical „My fair Lady“ von Frederick Loewe'/><author><name>Daniel Honsack</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15248419407914423138</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_brq7NEMwNF8/Skd3DSAj4yI/AAAAAAAAAHs/XyynhTWB0m4/S220/Daniel_Kopf+090624.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-19105699.post-7517583295485033690</id><published>2008-11-06T16:51:00.001+01:00</published><updated>2008-12-22T16:52:44.290+01:00</updated><title type='text'>Danny Bober singt die Geschichte des jüdischen Volkes</title><content type='html'>Als Dany Bober zu singen anfängt, wird es in dem großen Raum, der in der Carl-von-Ossietzky-Schule „Info“ genannt wird, ganz ruhig. Vorher haben die Schülerinnen und Schüler noch herum gealbert, wie man das eben so zu Beginn einer Schulstunde macht. Auch die Worte des Schulleiters Helmut Nehrbaß waren noch von ein wenig Unruhe begleitet. Er fasst sich kurz und spricht darüber, dass im Frühling ein Schüler-Austausch mit Israel stattfinden wird und betont die „freundschaftlichen, normalen Kontakte zwischen den Jugendlichen“.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch dann fordert der kleine Mann mit schwarzer Kappe und Gitarre Aufmerksamkeit, ohne dafür etwas anderes tun zu müssen, als zu singen und zu spielen. Dabei ist sein Auftritt alles andere als das, was man in den letzten Jahren vor dem Abitur als Popkultur bezeichnen würde. Dany Bober führt eher unspektakulär in alter Liedermacher-Manier durch die Geschichte des jüdischen Volkes, die seine eigene ist. Er wurde wurde als sechstes Kind einer deutsch-jüdischen Familie geboren, die rechtzeitig vor der Reichspogromnacht aus Deutschland nach Palästina ausgereist war. Er erlebte die ersten Jahre des Staates Israel, ging dort zwei Jahre in die Volksschule und kann deshalb noch ganz gut Hebräisch. „Wenn ich eine Woche in Israel bin, kann ich auch wieder die Nachrichten im Radio verstehen“, sagt er. Doch seit seiner Kindheit hat sich eine Menge verändert, so auch die Sprache.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Lied, mit dem er die Jugendlichen zum Schweigen gebracht hat, handelt vom „goldenen Jerusalem“, dessen Name dem Sänger auf den Lippen „brennt“. Ein Lied voller Sehnsucht in Text und Melodie, dazu die dezente, doch charakteristische Gittarenbegleitung. Dann beginnt Dany Bober zu erzählen. Was folgt, ist keine langweilige Geschichts-Stunde von jemandem, der sich etwas angelesen hat. Für Bober ist das, was er zu berichten hat, lebendige Vergangenheit. Er spricht vom König David, der tausend Jahre vor unserer Zeitrechnung die Bundeslade nach Jerusalem gebracht hat und damit das Zentralheiligtum für die 12 Stämme Israels begründete, genau so spannend wie von seinem 55. Geburtstag, als ihm seine Mutter die Witze-Sammlung seines in den 1950er Jahren gestorbenen Vaters überreichte. Die gingen mitunter ordentlich unter die Gürtellinie. „Damals fand meine Mutter wohl, ich sei nun alt genug dafür“, grinst er.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Geschichte der Juden ist lang und voller Leid, das im Nationalsozialismus nicht erfunden wurde, wohl aber seinen katastrophalen Höhepunkt erreichte. Doch dieses Leid steht gar nicht so sehr im Zentrum dessen, was Danny Bober vermittelt. Witz und Humor, Schalk und Ironie blitzen in den melancholischen und auch in den heiteren Liedern auf. Aus seinen Worten kann man ganz banale Dinge lernen, nämlich dass manche unserer Alltagsbegriffe aus dem Jiddischen, jener Gemengelage aus Hebräisch, Mittelhochdeutsch und Slavisch stammt. Und dass wir diese Wörter heute noch kennen, weil die europäischen Juden vor den Kreuzrittern Schutz bei Räubern und Raubrittern fanden, die ihre Sprache für geheime Codes benutzen lernten. Doch Danny Bober spricht auch vom 4. Lateran-Konzil, in dessen Folge die jüdischen Ghettos schon im 13. Jahrhundert entstanden. Juden hatten sich damals zu kennzeichnen. Etwa mit einem gelben Stoff-Fetzen, der 800 Jahre später wieder kehren sollte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bober gehört zu der Generation deutscher Juden, die den Nationalsozialismus und seine Folgen noch unmittelbar oder mittelbar am eigenen Leid erlebt haben. Er hatte Glück, ebenso wie seine Eltern. Doch auch in seiner Umgebung klafften und klaffen Lücken, die nie mehr geschlossen werden können. Er hat einen Weg gefunden, auf eindringliche Weise vor Intoleranz und Diskriminierung zu warnen, indem er den Reichtum einer Kultur vermittelt, die so oft dem Untergang geweiht war und doch überlebt hat. Den erhobenen Zeigefinger bekommt an diesem Vormittag niemand  zu sehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Veröffentlicht im Wiesbadener Tagblatt&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/19105699-7517583295485033690?l=wiesbaden-kultur.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/feeds/7517583295485033690/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=19105699&amp;postID=7517583295485033690&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/7517583295485033690'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/7517583295485033690'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/2008/11/danny-bober-singt-die-geschichte-des.html' title='Danny Bober singt die Geschichte des jüdischen Volkes'/><author><name>Daniel Honsack</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15248419407914423138</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_brq7NEMwNF8/Skd3DSAj4yI/AAAAAAAAAHs/XyynhTWB0m4/S220/Daniel_Kopf+090624.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-19105699.post-7019217539115469631</id><published>2008-11-01T14:28:00.002+01:00</published><updated>2008-11-01T14:33:53.900+01:00</updated><title type='text'>Mit Jules Massenets Oper „Manon“ liefert Tatjana Gürbaca ihre dritte erfolgreiche Produktion am Staatstheater Mainz ab.</title><content type='html'>Sie gehört zu den meist gespielten französischen Opern weltweit, auf deutschen Bühnen ist sie dennoch nicht allzu oft zu erleben. Jules Massenet stolperte über den Stoff zu seiner Oper „Manon“  zufällig in der Bibliothek seines Librettisten Henri Meilhac. Als der das Interesse des Komponisten bemerkte, überreichte er ihm nur zwei Tage später die ersten zwei Akte der künftigen Oper. Die Uraufführung am 19. Januar 1884 in der Pariser Opéra-Comique wurde ein voller Erfolg. Auch die Mainzer Inszenierung von Tatjana Gürbaca kann als rundum gelungen betrachtet werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ihr gelingt es, die in der Musik Massenets immer wieder skizzierte zerrüttete Gesellschaft, die sich so gern als elegant und charmant präsentiert, bloß zu stellen. Ihren Höhepunkt erreicht deren morbide Dekadenz, als die Regisseurin die Glücksspiel-Szene im vierten Akt als Russisches Roulette inszeniert. Mit der Leiche eines Verlierers wird dann ausgelassen getanzt. Irgendwie wirkt eine solche Szene nicht einmal besonders verstörend, sie reiht sich als Konsequenz recht unauffällig in die Geschichte ein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch der permanente Sinneswandel der Titelfigur kommt kontrastreich zum Ausdruck. Aus dem Mauerblümchen wird eine gefeierte Kurtisane, die sich mit vorgeschobener Langeweile und aufgesetztem Luxusbedürfnis bestens in die Party-Gesellschaft eingefunden hat. Dennoch geht ihr der Verrat an ihrem nach wie vor geliebten Des Grieux nahe und sie gewinnt den Verlassenen, der kurz davor steht, die Priesterweihe zu empfangen zurück – nur, um wieder mit ihm zu spielen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das emotionale Auf und Ab wird von Ana Durlovski lebensnah verkörpert. Stimmlich kann sie bewährtermaßen mit brillanten Höhen überzeugen. Ihr zur Seite steht Sergio Blasquez in der Rolle des Chevalier Des Grieux. Der intensive und strahlende Tenor hat mittlerweile ein hohes Maß an spielerischer Beweglichkeit erlangt, so dass er den hin- und hergerissenen Liebhaber mühelos darstellt. Als Manons Cousin Lescaut ist der souveräne Patrick Pobeschin besetzt worden, dessen herausragenden musikalischen und überaus gewandten spielerischen Leistungen im Ensemble noch deutlich umfangreicher abgefragt werden sollten. Am Pult des Philharmonischen Staatsorchesters steht Kapellmeister Thomas Dorsch, der den Klangkörper die Stimmungs-Umschwünge auf der Bühne bestechend präzise und atmosphärisch ausmalen lässt. Zudem mischt sich der von Sebastian Hernandez-Laverny einstudierte Chor engagiert in das Geschehen ein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;Weitere Aufführungen am 3. und 21. November, 5. Dezember und in 2009&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vorverkauf: 06131/2851-222 oder www.staatstheater-mainz.de&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Veröffentlicht in der Frankfurter Neuen Presse&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/19105699-7019217539115469631?l=wiesbaden-kultur.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='related' href='http://typo3.staatstheater-mainz.com/index.php?id=59' title='Mit Jules Massenets Oper „Manon“ liefert Tatjana Gürbaca ihre dritte erfolgreiche Produktion am Staatstheater Mainz ab.'/><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/feeds/7019217539115469631/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=19105699&amp;postID=7019217539115469631&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/7019217539115469631'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/7019217539115469631'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/2008/11/mit-jules-massenets-oper-manon-liefert.html' title='Mit Jules Massenets Oper „Manon“ liefert Tatjana Gürbaca ihre dritte erfolgreiche Produktion am Staatstheater Mainz ab.'/><author><name>Daniel Honsack</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15248419407914423138</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_brq7NEMwNF8/Skd3DSAj4yI/AAAAAAAAAHs/XyynhTWB0m4/S220/Daniel_Kopf+090624.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-19105699.post-656263836492874389</id><published>2008-10-28T14:31:00.001+01:00</published><updated>2008-11-01T14:32:54.889+01:00</updated><title type='text'>Tatjana Gürbaca kommt zum dritten Mal nach Mainz - diesmal mit der Massenet-Oper "Manon"</title><content type='html'>Zum dritten mal hintereinander kommt Regisseurin Tatjana Gürbaca mit einer Opernproduktion an das Mainzer Staatstheater. Nach Gaetano Donizettis „Lucia di Lammermoor“ und dem „Werther“ von Jules Massenet, steht nun „Manon“ auf dem Spielplan.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dass es wieder Massenet geworden ist, freut die Regisseurin besonders. Sie findet, dass die französischen Opern ganz anders funktionieren als die italienischen, Massenet-Werke hätten darüber hinaus viel mit dem Schauspiel zu tun. Das reizt sie. Auch der zeitliche Abstand zwischen dem Erscheinen des Romans von Abbé de Prévost d'Exiles im Jahr 1731 und der Vollendung der Oper 1884 birgt interessante Aspekte. Nun liegen wieder über 120 Jahre zwischen Entstehung und Aufführung in Mainz. Die barocken Anklänge der Musik interessieren Tatjana Gürbaca, auch dass das Werk nicht allzu oft aufgeführt wird und mitunter als etwas süßlich verpönt wird, kann ihr Interesse nicht verringern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Die Handlung ist eigentlich sehr bitter“, überlegt die Theaterfrau. Denn Manon, die recht leichtlebig wirkt, ist hin- und hergerissen zwischen einem materiell abgesicherten Leben oder der Liebe. „Es geht hier auch darum, wie man seine Haut zu Markte tragen muss“, sagt Tatjana Gürbaca. „Liebe ist ein Luxus, den man sich nicht leisten kann“, analysiert sie die Situation der Protagonistin und sieht an Manon den Aufstieg und Fall eines jungen Mädchens, das an seinen Gefühlen scheitert, exerziert. Dieses Problem sieht Gürbaca als absolut zeitlos ans. Hinzu kommen die klaren Hierarchien in der von de Prévost gezeichneten Gesellschaft. Die Frauen sind in diesem System klar ganz unten angesiedelt. Sie haben nach Ansicht der Regisseurin zwei Möglichkeiten: Als Nonne ins Kloster gehen oder sich auf die eine oder andere Weise zu prostituieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;All das geschieht vor der Kulisse von Paris als einem „Sehnsuchtsort, an dem alles möglich ist und wo auch das Böse seinen Platz hat“. In sechs kontrastreichen Bildern wird die Mainzer Inszenierung relativ zeitfrei ausfallen, „eher heutig“, wie es Gürbaca bezeichnet. Und die Polarisierung zwischen der Geldwelt und der Suche nach der letztlich unerfüllten Liebe wird klar erkennbar sein. „So lange wir jung sind, sollen wir unsere Gaben für die Karriere nutzen“, so lautet eine der Erkenntnisse in dem Stück. Ein Eindruck, den die Regisseurin auch aus der Gegenwart kennt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Über die Besetzung hat sie sich sehr gefreut. Die Manon wird von Ana Durlovski gespielt, die bereits in ihrer „Lucia“ die Hauptrolle übernommen hatte. Sergio Blazquez, der den Chevalier Des Grieux übernimmt, war in allen bisherigen Gürbaca-Produktionen in Mainz dabei. Nun haben sie die Möglichkeit, auf bisherigen Vereinbarungen aufzubauen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;Karten für die Premiere am 31. Oktober sind noch erhältlich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Weitere Aufführungen am 3. und 21. November, 5. Dezember und in 2009&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vorverkauf: 06131/2851-222 oder www.staatstheater-mainz.de&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;&lt;br /&gt;Veröffentlicht in der Mainzer Allgemeinen Zeitung&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/19105699-656263836492874389?l=wiesbaden-kultur.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/feeds/656263836492874389/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=19105699&amp;postID=656263836492874389&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/656263836492874389'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/656263836492874389'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/2008/10/zum-dritten-mal-hintereinander-kommt.html' title='Tatjana Gürbaca kommt zum dritten Mal nach Mainz - diesmal mit der Massenet-Oper &quot;Manon&quot;'/><author><name>Daniel Honsack</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15248419407914423138</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_brq7NEMwNF8/Skd3DSAj4yI/AAAAAAAAAHs/XyynhTWB0m4/S220/Daniel_Kopf+090624.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-19105699.post-5575207150840356985</id><published>2008-10-26T17:01:00.001+01:00</published><updated>2008-10-26T17:03:31.165+01:00</updated><title type='text'>Karin Neuhäuser entdeckt die „Fledermaus“ von Johann Strauß im Schauspiel Frankfurt neu</title><content type='html'>Ein beschaulicher Operetten-Abend war das ganz und gar nicht. Doch als einen Kulturschock hat es wohl wohl kaum jemand aufgefasst, wie Karin Neuhäuser am Schauspiel Frankfurt mit der guten alten „Fledermaus“ von Johann Strauß umgegangen ist. Der experimentierfreudigen Regisseurin und ihrem überaus engagierten und lustvoll aufspielenden Ensemble ist es gelungen, mit einer Mischung aus Trash-Musical, Revue und Operetten-Persiflage sowie einer gehörigen Portion Nonsens zu begeistern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Filmsequenz zu Beginn macht deutlich, welche Schmach Dr. Falke (Matthias Redlhammer) erlitten hat. Sein Freund Gabriel von Eisenstein (Martin Butzke) hat ihn nach einer durchzechten Nacht nicht nur volltrunken, sondern auch im Batman-Kostüm auf einer Parkbank zurück gelassen, wo er am nächsten Morgen zum Gespött von Touristen und Geschäftsleuten wurde. Nun ist sein Moment der Rache, die „Rache der Fledermaus“ gekommen. Eisenstein muss für acht Tage ins Gefängnis und Falke inszeniert ihm eine rauschende Ballnacht mit anschließendem Kater samt Ehedrama und Identitätskrise. Doch die Geschichte ist ja bekannt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Für Karin Neuhäuser ist die Vorlage ein Skelett, das sie genüsslich mit Fleisch füllt. Dafür dreht sie an allen Hebeln des Klamauks und der bitterbös beißenden Groteske. Susanne Buchenberger mimt eine aufgesetzt gelangweilte Rosalinde, die ihren Gatte später unerkannt als amerikanisches Sanges-Starlett umgarnt. Sandra Bayrhamme ist eine erstaunliche Verwandlungskünstlerin und gibt sowohl das devot-weinerliche Kammermädchen Adele sowie deren Wiedergängerin Olga, die sich mit frech-frivoler Kleinmädchen-Masche den Aufstieg sichert. Martin Butzke verliert sich als Eisenstein immer mehr im Rausch seiner Gier. Unvergleichlich sein französisches Rededuell mit seinem späteren Gefängnisdirektor Frank (Victor Calero), der eine im Asterix-, der andere im Obelix-Kostüm, beide bar jeder Sprachkenntnis. Stefko Hanushevsky ist ein überzogen-dekadenter Prinz Orlovsky im schwarzen Ballett-Röckchen und mit tapferem Falsett.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es gehört zu den Verdiensten dieser einfach nur glänzend unterhaltsamen Inszenierung, das Original in Teilen durchaus ernst zu nehmen. So manche Melodie wird gerettet, mitunter sogar nahe an der Vorlage. Doch gleich danach rockt das Haus zuverlässig in bester Rocky-Horror-Manie. Running Gags wie ein ab und an durch die Szene platschender Frosch mit Luftballons oder die alten Muppet-Männer, die aus luftiger Höhe Robert Gernhardt zitieren und sich darüber kaputt lachen, halten das Tempo an keiner Stelle auf. Musikalisch wird das Stück von einem Salon-Sextett unter der Leitung von Matthias Flake, das sowohl den Wiener Schmäh als auch rotzigen Hardrock kann, voran getrieben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Veröffentlicht in der Frankfurter Neuen Presse&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/19105699-5575207150840356985?l=wiesbaden-kultur.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='related' href='http://www.schauspielfrankfurt.de/spielplan/stueckinhalt.asp?InhaltID=7430' title='Karin Neuhäuser entdeckt die „Fledermaus“ von Johann Strauß im Schauspiel Frankfurt neu'/><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/feeds/5575207150840356985/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=19105699&amp;postID=5575207150840356985&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/5575207150840356985'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/5575207150840356985'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/2008/10/karin-neuhuser-entdeckt-die-fledermaus.html' title='Karin Neuhäuser entdeckt die „Fledermaus“ von Johann Strauß im Schauspiel Frankfurt neu'/><author><name>Daniel Honsack</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15248419407914423138</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_brq7NEMwNF8/Skd3DSAj4yI/AAAAAAAAAHs/XyynhTWB0m4/S220/Daniel_Kopf+090624.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-19105699.post-7468769194954441953</id><published>2008-10-20T17:58:00.001+02:00</published><updated>2008-10-20T18:08:05.618+02:00</updated><title type='text'>Weltmusik-Wettbewerb in Wiesbaden</title><content type='html'>Für Rita Thies ist Wiesbaden die geeignete Stadt und der Schlachthof der richtige Ort für einen Weltmusikwettbewerb. Dem konnte sich nun auch der Trägerkreis des Wettbewerbs „Creole“ anschließen, für dessen hessische Ausgabe die „Landesarbeitsgemeinschaft der Kulturinitiativen und soziokulturellen Zentren“ (LAKS) zuständig ist. Die Veranstaltung, zu der in Wiesbaden neun Bands erwartet werden, findet bereits zum zweiten Mal statt, allerdings erstmals in der Landeshauptstadt. Die Kulturdezernentin könnte sich gut vorstellen, das hessische Finale hier regelmäßig auszurichten. „Kultur setzt auf die Stärken von Verschiedenheit“, findet sie, gerade Vorbilder könnten Integration voran bringen helfen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ähnlicher Ansicht ist Bernd Hesse vom Trägerkreis. Sie seien der Frage nachgegangen, welche Kultur in einem Einwanderungsland entstehen könne, wenn sich die mitgebrachten Bestandteile begegnen. Er betont, die LAKS arbeite im „kulturpolitischen Raum“ und sei daher nicht einfach nur ein Veranstalter. „Wer Weltmusik definieren will, ist zum Scheitern verurteilt, sagt er aber auch. Den Beweis tritt das Final-Programm an, das Bands aus ganz unterschiedlichen Traditionen und Stilen hinter einander auf die Schlachthof-Bühne bringt. Ohne Partner aber, so Hesse, sei die Veranstaltung nicht möglich. Zu ihnen zählt auch der Schlachthof, der von den Lesern des Musikmagazins „Intro“ immerhin einmal zum „Live-Club des Jahres“ gewählt wurden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Carsten Schack (KuK Schlachthof) sieht das hessische Weltmusiker-Finale als zusätzliches Angebot und Bereicherung für das eigene Programm. „Wir wollen unserem Publikum bewusst auch Konzerte anbieten, bei denen es darum geht, Horizonte zu öffnen und eine gewisse Reichhaltigkeit zu erleben“, betont er. Er hofft auf Publikumszuspruch auch aus dem erweiterten Einzugsgebiet. Das Budget besteht aus schmalen 30.000 Euro, davon hat das Kulturamt 9.000 übernommen. Der Rest kommt unter anderem von der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen, dem Ministerium für Wissenschaft und Kunst sowie der evangelischen Kirche Kurhessen-Waldeck. Die Schirmherrschaft hat auch in diesem Jahr wieder die deutsche Unesco-Kommission übernommen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;Am Donnerstag, 23. Oktober treten die Kollaboration „Gochan Projekt &amp;amp; Diego Jascalevich“ mit Anden-Jazz, die Perkussion-Voice-Formation mit Wiesbadener Beteiligung „La Ritma“, das Edgar Knecht &amp;amp; Valsanova Projekt“ unter dem Titel „Volkslied goes World“, die Ethno-Jazzer von „stimmig“ mit dem Wiesbadener Kontrabassisten Jörg Mühlhaus und der Mainzer Vokalistin Silvia Sauer, die Balkan-Folk-Band „Sunce Jarko“ und „Katjas kleiner Bazar“ an. Letztere ist das aktuelle Projekt der früheren „200-Sachen“-Sängerin Katja Aujesky, die ebenfalls aus Wiesbaden stammt.  &lt;/li&gt;&lt;li&gt;Den Folgetag bestreiten „sYn.de“ mit italienisch-orientalischem Trecento, „flavor of the week“ mit kreolischem Walzer, kubanischem Bolero und armenisch klingenden Eigenkompositionen so wie die HipHop-Oriental-Latin-Formation „el caes“. Die Gruppe „Tibet Blues“ musste kurzfristig absagen. Der Hessen-Sieger nimmt im September 2009 am Bundeswettbewerb in Berlin mit Aussicht auf ein Preisgeld von 2.000 Euro teil.&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;Die Konzerte beginnen jeweils um 20 Uhr, ein Tagesticket kostet im Vorverkauf 11 Euro, ein Kombitickent 20 Euro, jeweils plus Gebühren. Weiter Informationen: www.creole-weltmusik.de&lt;/blockquote&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/19105699-7468769194954441953?l=wiesbaden-kultur.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='related' href='http://www.creole-weltmusik.de' title='Weltmusik-Wettbewerb in Wiesbaden'/><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/feeds/7468769194954441953/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=19105699&amp;postID=7468769194954441953&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/7468769194954441953'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/7468769194954441953'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/2008/10/weltmusik-wettbewerb-in-wiesbaden.html' title='Weltmusik-Wettbewerb in Wiesbaden'/><author><name>Daniel Honsack</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15248419407914423138</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_brq7NEMwNF8/Skd3DSAj4yI/AAAAAAAAAHs/XyynhTWB0m4/S220/Daniel_Kopf+090624.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-19105699.post-4462508420764466522</id><published>2008-10-17T18:03:00.001+02:00</published><updated>2008-10-20T18:05:23.750+02:00</updated><title type='text'>Glucks Oper "La Semiramide" wird in Mainz als Zirkusnummer aufgeführt</title><content type='html'>Mainz kümmert sich um „Gottes starke Töchter“. Die Operntrilogie hat im vergangenen Jahr begonnen und wird in dieser Spielzeit mit einer echten Wiederentdeckung fortgeführt. Die Arbeitsstelle „Gluck-Gesamtausgabe“ der Mainzer Akademie der Wissenschaften hat in der Wiener Nationalbibliothek Abschriften einer bislang nicht bekannten Oper von Christoph Willibald Gluck entdeckt. Das Werk war zum Geburtstag von Kaiserin Maria Theresia von Österreich im Jahr 1748 entstanden und damals 27 Mal hintereinander aufgeführt – anschließend verschwand sie ohne Wiederaufführung. Am Mainzer Staatstheater wurde „La Semiramide riconosciuta“  in Zusammenarbeit mit der Mainzer Musikhochschule und der internationalen Sommerschule „Singing Summer“ auf die Bühne des Kleinen Hauses gebracht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Oper erzählt die Geschichte der babylonischen Königin Semiramis, die ihren Gatten ermordet hat und in Männerkleidern regiert. Um die Hand ihrer Tochter Tamiri bewerben sich die Prinzen Mirteo, Ircano und Scitale. Fast jede der handelnden Figuren ist durch ihre Vorgeschichte mit einer anderen mehr oder minder unheilvoll verknüpft. Mirteo ist Semiramides unerkannter Bruder. Scitale war einst unter anderem Namen ihr Geliebter, der sie in Folge einer Intrige ihres Vertrauten Sibari, der sie ebenfalls liebt, glaubt, sie ermordet zu haben. Lediglich Ircano hat mit all dem wenig zu tun – zum Ziel kommt er dennoch nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Regisseur Peer Boysen, der auch für Bühne und Kostüme verantwortlich ist, hat einen bunten  Zirkus gezaubert, in dem die Protagonisten in orientalisch anmutender Bekleidung muntere Vorstellungen geben oder proben. Mal bizarr überzogen, mal verblüffend filmrealistisch findet eine permanente Interaktion statt, die immer neu fesselt. Besonders spannend ist das ständige Auflösen tradierter Geschlechter-Rollen, die sich in dem Barock-Zirkus geradezu aufdrängen. Nicht nur Semiramide hat in dieser Betrachtung Einiges in Bezug auf ihr Innerstes aufzuklären.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Musikalisch ist die Oper optimal umgesetzt worden. Anne Catherine Wagner changiert in der Rolle der Semiramide geschickt zwischen mitfühlender, oft leidenschaftlicher Wärme und beherrschender Stärke. Prinzessin Tamiri kann Alexandra Samouilidou mit einer ansprechenden Mischung aus koketter Niedlichkeit und intensiv einprägsamer Stimmgebung überzeugen. Mirteo wird von Daniel Jenz sängerisch geradezu aristokratisch feingliedrig modelliert, Jasmin Etezadzadeh ist als hunnenartiger Skythen-Prinz Ircano kernig und souverän. Dmitry Egorov besticht in der Altus-Partie des Scitalce überaus wendig und enorm koloraturensicher. Almererija Delic übernimmt die Rolle des raubtierhaft wendigen Sibari mit großer spielerischer und klanglicher Plastizität. Unter Leitung von Michael Millar überzeugt das Orchester mit silbrig-fahlem Barock-Klang und einer behutsamen Rezitativ-Begleitung.&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;br /&gt;Weitere Aufführungen finden am 26. Oktober, 2. und 12 November sowie 10., 16., 23. und 30. Dezember statt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Weitere Informationen: www.staatstheater-mainz.de, Karten unter 2851-222 &lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Veröffentlicht u.a. in der Frankfurter Neuen Presse und im Main-Echo (Aschaffenburg)&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/19105699-4462508420764466522?l=wiesbaden-kultur.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='related' href='http://typo3.staatstheater-mainz.com/index.php?id=60' title='Glucks Oper &quot;La Semiramide&quot; wird in Mainz als Zirkusnummer aufgeführt'/><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/feeds/4462508420764466522/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=19105699&amp;postID=4462508420764466522&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/4462508420764466522'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/4462508420764466522'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/2008/10/glucks-oper-la-semiramide-wird-in-mainz.html' title='Glucks Oper &quot;La Semiramide&quot; wird in Mainz als Zirkusnummer aufgeführt'/><author><name>Daniel Honsack</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15248419407914423138</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_brq7NEMwNF8/Skd3DSAj4yI/AAAAAAAAAHs/XyynhTWB0m4/S220/Daniel_Kopf+090624.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-19105699.post-6493316228679966315</id><published>2008-10-14T17:59:00.000+02:00</published><updated>2008-10-20T18:02:42.632+02:00</updated><title type='text'>Gluck-Oper "La Semiramide" von Christoph Willibald Gluck wird nach 250 Jahren in Mainz wieder aufgeführt</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://www.hberlioz.com/Photos/Gluck1.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer; width: 200px;" src="http://www.hberlioz.com/Photos/Gluck1.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Die Geschichte hat den Hintergrund einer „Tatort“-Folge. Semiramis hat ihren Mann Nino, König von Babylon ermordet und hat seine Stelle eingenommen. Sie hat sich so gut getarnt, dass alle Welt denkt, sie sei er. Unerkannt leitet sie die Brautwerbung um ihre Tochter, Prinzessin Tamiri ein und begutachtet drei Erfolg versprechende Bewerber. Mireto ist Semiramis' Bruder, Scitalce einer ihrer ehemaligen Geliebten, der sie im Gegensatz zum Bruder erkennt. Dritter im Bunde ist Ircano. Intrigenwirtschaft politischer wie höchst privater Natur ist vorprogrammiert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Oper „La Semiramide“ von Christoph Willibald Gluck nach einem Libretto von Pietro Metastasio wurde vor 250 Jahren zur Eröffnung des Wiener Burgtheaters uraufgeführt und verschwand danach in der Versenkung. Vor einigen Jahren entdeckten Gluck-Forscher die Oper wieder und forcierten den Druck der Partitur. Nun stehen auch die Einzelstimmen zur Verfügung, so dass wieder an eine Aufführung gedacht werden kann. Am Mainzer Staatstheater kann dieses Ereignis dank einer Kooperation zwischen Bühne, Forschung und Lehre gefeiert werden. Die Arbeitsstelle „Gluck Gesamtausgabe“ an der Mainzer Akademie für Wissenschaft und Literatur, die für die Neuedition der Werke Glucks verantwortlich ist, lieferte das Fundament, die Mainzer Musikhochschule die Akteure, das Staatstheater Raum, Knowhow und professionelle Arbeitsbedingungen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Außerdem hat mit Kapellmeister Michael Millard ein versierter Kenner der Epoche die musikalische Leitung übernommen. Als Regisseur wurde Peer Boysen gewonnen, der an renommierten Häusern, wie der Dresdner Semperoper, dem Gärtnerplatztheater in München oder dem Theater an der Wien tätig war. Außerdem inszenierte er für die Händel-Festspiele in Karlsruhe und die Ludwigsburger Schlossfestspiele. In Mainz waren zuletzt seine Inszenierungen von Verdis „Don Carlos“ und Webers „Freischütz“ zu sehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Regisseur kann sich geradezu verliebt über die musikalische Struktur und deren Untiefen äußern, mit denen er es bei Glucks Oper zu tun hat. Und er lobt die „Vitalität und das Direkte“ seiner Sänger. „Hier ist alles über Phantasie und Autosuggestion gegangen“, schwärmt er. Mit routinierten Bühnenprofis hätte das so nicht funktioniert, ist er überzeugt. Die Studierenden seien „offen, ernsthaft und vom Theater noch nicht korrumpiert“, findet er und Millard ergänzt aus musikalischer Sicht, dass die jungen Sänger „sehr formbar und voller Energie“ sind. So kann Boysen die verschiedenen Charaktere „aberwitzig aufeinanderprallen“ lassen. Auch von der Kooperation kann er nur Gutes berichten. „Ich finde, das müsste sich jedes Theater leisten können“, betont er.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;Für die Premiere am 16. Oktober um 19.30 Uhr im Kleinen Haus sind noch Restkarten erhältlich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Weitere Aufführungen finden am 26. Oktober, 2. und 12 November sowie 10., 16., 23. und 30. Dezember statt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Weitere Informationen: www.staatstheater-mainz.de, Karten unter 2851-222 &lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Veröffentlicht in der Mainzer Allgemeinen Zeitung&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: arial;font-size:78%;" &gt;Foto: http://www.hberlioz.com/Photos/Gluck1.jpg&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/19105699-6493316228679966315?l=wiesbaden-kultur.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='related' href='http://typo3.staatstheater-mainz.com/index.php?id=60' title='Gluck-Oper &quot;La Semiramide&quot; von Christoph Willibald Gluck wird nach 250 Jahren in Mainz wieder aufgeführt'/><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/feeds/6493316228679966315/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=19105699&amp;postID=6493316228679966315&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/6493316228679966315'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/6493316228679966315'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/2008/10/gluck-oper-la-semiramide-von-christoph.html' title='Gluck-Oper &quot;La Semiramide&quot; von Christoph Willibald Gluck wird nach 250 Jahren in Mainz wieder aufgeführt'/><author><name>Daniel Honsack</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15248419407914423138</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_brq7NEMwNF8/Skd3DSAj4yI/AAAAAAAAAHs/XyynhTWB0m4/S220/Daniel_Kopf+090624.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-19105699.post-7526930656915846269</id><published>2008-10-13T18:06:00.001+02:00</published><updated>2008-10-20T18:07:33.721+02:00</updated><title type='text'>John Dew geht in seiner „Meistersinger“-Inszenierung am Staatstheater Darmstadt keine Risiken ein</title><content type='html'>Als der 22-jährige Richard Wagner im Sommer 1835 bei einem Verwandtenbesuch in Nürnberg eine nächtliche Straßenprügelei beobachtete, war das für ihn wie Musik. Zumindest so ähnlich. Immerhin nahm er die Begebenheit als Anregung für die Prügelszene im zweiten Akt seiner „Meistersinger von Nürnberg“ mit. Nach dem düsteren „Tannhäuser“ steht dieses Werk, das natürlich nur in epischer Breite verhandelt werden konnte, in krassem Gegensatz zu seinem Vorgänger. Wer in der bunten Geschichte nach den ansonsten bei Wagner um jede Ecke lugenden symbolträchtigen Monumente sucht, wird in der Regel enttäuscht. Auch John Dew verschwendete in seiner Inszenierung am Darmstädter Staatstheater keine Kraft an etwaige Deutungsversuche. Es läge natürlich Nahe, den unverstandenen Reformer Walther von Stolzing, der mit recht extravaganten Methoden versucht, bei den Meistern Eindruck zu schinden, als ein Alter ego des „Genius Wagner“ zu betrachten, doch das wäre müßige Spekulation.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Also findet in Darmstadt eine muntere Posse statt, in der einzelne Figuren als sanfte Karikaturen bürgerlicher Typen behandelt werden und selbst auch so agieren. Da ist Veit Pogner, der seine Tochter dem Sieger des Sängerwettstreits versprechen will, aber irgendwie schon reale Zweifel hegt, ob die junge Dame das überhaupt mitmachen möchte. Hans Sachs ist zunächst der besonnene Mahner, der auch ein Ohr für Neutönerisches hat, später aber wie alle noch seine eigenen Triebe bezwingen muss. Und Beckmesser gibt den Archetyp des Mittelmaßes, das sich in der Regel durchsetzt, weil es meist zur rechten Zeit am rechten Ort auftaucht. Der risikofreien Regie stellt Heinz Balthes ein ebenso problemloses Bühnenbild zur Seite. Zwischen autographen Partiturzeilen findet das Schauspiel inmitten gefälliger Dekoration seinen Gang, zum Schluss bekommt man noch die deutschen „Klassiker“ Goethe, Schiller und Beethoven plakativ unter die Nase gerieben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Musikalisch aber findet hier ein kleiner Exzellenz-Marathon statt. Da ist zunächst das Orchester unter der Leitung von Constantin Trinks, das erst tapfer und später immer vitaler das dichte Wagner'sche Dickicht durchkämmt. Mit großem Vergnügen loten die Musiker heiteren Witz und beißenden Spott aus. Auch der Chor, einstudiert von André Weiss, wirkt gleichermaßen satt und agil, insbesondere das Dutzend Lehrbuben besticht durch seine flinken Einsätze. Den Veit Pogner gibt Andreas Daum mit kernig, edlem Grundton, Ralf Lukas (Hans Sachs) strahlt beständig überlegene Ruhe aus und überzeugt auch in nachdenklichen Momenten. Herbert Lippert gestaltet Walther von Stolzing jugendlich-hell und strahlend, Sixtus Beckmesser erhält von Gerd Vogel scharf gezeichnete Konturen verliehen. Anja Vincken kann sich in der Männeroper als Eva, um die sich eigentlich alles dreht, mühelos behaupten. Vor allem als anregende Erzählerin bleibt sie bestens in Erinnerung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Veröffentlicht u.a. in der Frankfurter Neuen Presse&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/19105699-7526930656915846269?l=wiesbaden-kultur.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='related' href='http://www.staatstheater-darmstadt.de/spielzeit/Die%20Meistersinger%20von%20N%FCrnberg' title='John Dew geht in seiner „Meistersinger“-Inszenierung am Staatstheater Darmstadt keine Risiken ein'/><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/feeds/7526930656915846269/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=19105699&amp;postID=7526930656915846269&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/7526930656915846269'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/7526930656915846269'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/2008/10/john-dew-geht-in-seiner-meistersinger.html' title='John Dew geht in seiner „Meistersinger“-Inszenierung am Staatstheater Darmstadt keine Risiken ein'/><author><name>Daniel Honsack</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15248419407914423138</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_brq7NEMwNF8/Skd3DSAj4yI/AAAAAAAAAHs/XyynhTWB0m4/S220/Daniel_Kopf+090624.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-19105699.post-1652647234079131090</id><published>2008-10-07T20:01:00.003+02:00</published><updated>2008-10-07T20:05:32.142+02:00</updated><title type='text'>Kein Bett im Kornfeld für Werther in Konstanze Lauterbachs Wiesbadener Deutung der gleichnamigen Oper von Jules Massenet</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://www.kerber-net.de/literatur/deutsch/drama/goethe/personen/kaulbach_werther.jpe"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px;" src="http://www.kerber-net.de/literatur/deutsch/drama/goethe/personen/kaulbach_werther.jpe" border="0" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;div&gt;Auch das größte Leid hat irgendwann einmal ein Ende – und sei es, dass die Selbsttötung diesen Zustand verkürzt. Das Leiden des jungen Werther hat Generationen über Jahrhunderte hinweg beeindruckt, Goethes Briefroman hat nach Veröffentlichung sogar eine kleine Suizid-Welle provoziert. Jules Massenets Werther in der gleichnamigen Oper quält sich und seine angebetete Charlotte über bald drei Stunden hindurch mit seiner Obsession, bis er schließlich die Pistolen des Rivalen Albert in die Finger bekommt und sich erschießt. Zu spät – oder vielleicht auch unter dem Druck der Ereignisse – erkennt die Begehrte, dass sie mehr als nur Zuneigung für den Schwärmer empfindet.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Weil all das heute ein wenig überzeichnet wirkt, braucht es vielleicht umso buntere Bilder, um das Thema auf der Bühne zu transportieren. Diese hat Konstanze Lauterbach nun in Wiesbaden gefunden. Werther fällt in eine Familie ein, die trotz des frühen Todes der Mutter höchst intakt scheint und dem Träumer als vollkommenes Idyll erscheinen mag. Weltfern und entzückt bestaunt er das Treiben im Kornfeld (Bühne: Andreas Jander), in dem aber nie ein Bett für ihn stehen wird. Das ist schon nach wenigen Momenten klar, dennoch braucht es die Verbannung, zahlreiche schmachtende Briefe und eine Wiederkehr mit endgültigem emotionalem Absturz, um Werther die Situation begreiflich zu machen.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;In Wiesbaden ist diese Entwicklung, die nie wirklich eine ist, mit viel Aufwand und großem persönlichen Einsatz der Sängerinnen und Sänger transportiert. Doch allein Ute Döring vermag als Charlotte in Gänze zu überzeugen. Empfindsam und warm zeichnet sie die Figur nach, die mal will und mal nicht kann. Die Künstlerin tritt weit hinter den Charakter und gibt sich ihrem Schmerz in einem enormen Ausmaß derart körperlich spürbar hin, dass man unwillkürlichen Zorn auf den Egomanen Werther verspürt. Der wird von Martin Homrich sehr intensiv gesungen, mitunter etwas hölzern dargestellt. Thomas de Vries ist sicher und geradlinig als Albert zu erleben, Axel Wagner gibt den bodenständigen Familienvater Le Bailli. &lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Ein bereichernder Kunstgriff ist die Einführung der Natur in Gestalt der Tänzerin Nadja Kalenderyan, die zu einer Art Projektionsfläche für Werthers Träumereien dient und nach der letzten Trennung vor dem Tod auch tatsächlich Trauer trägt. Wolgang Ott leitet das Staatsorchester wendig und mit teilweise üppigem Überschwang, der bestens ins Konzept passt.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-style: italic;"&gt;Veröffentlicht in der Frankfurter Neuen Presse&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: x-small;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: arial;"&gt;Foto: http://www.kerber-net.de/literatur/deutsch/drama/goethe/personen/kaulbach_werther.jpe&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/19105699-1652647234079131090?l=wiesbaden-kultur.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='related' href='http://www.staatstheater-wiesbaden.de/?page=programm_detail&amp;eventClusterId=360514' title='Kein Bett im Kornfeld für Werther in Konstanze Lauterbachs Wiesbadener Deutung der gleichnamigen Oper von Jules Massenet'/><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/feeds/1652647234079131090/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=19105699&amp;postID=1652647234079131090&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/1652647234079131090'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/1652647234079131090'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/2008/10/kein-bett-im-kornfeld-fr-werther-in.html' title='Kein Bett im Kornfeld für Werther in Konstanze Lauterbachs Wiesbadener Deutung der gleichnamigen Oper von Jules Massenet'/><author><name>Daniel Honsack</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15248419407914423138</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_brq7NEMwNF8/Skd3DSAj4yI/AAAAAAAAAHs/XyynhTWB0m4/S220/Daniel_Kopf+090624.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-19105699.post-6693377933887770089</id><published>2008-10-06T16:29:00.001+02:00</published><updated>2008-10-06T16:31:20.691+02:00</updated><title type='text'>Alex Harbs' „Fidelio“-Inszenierung an der Frankfurter Oper ist immer noch gelb und endet im trauten Familienglück</title><content type='html'>&lt;div&gt;Am Ende ist alles gut und schön. Florestan und Leonore haben sich wieder, es lockt das traute Eigenheim, das sie wohl samt geliehenen Kindern und Eltern beziehen wollen. Das zumindest legen die Schlussminuten in Alex Harbs Inszenierung von Ludwig van Beethovens Oper „Fidelio“ nahe. Nur vier Monate nach der Premiere in der vergangenen Spielzeit wurde das Stück nun wieder aufgenommen. Beethovens einzige Oper lässt das heftige Bedauern aufflammen, dass er nur sie hinterlassen hat. Wie selten erlebt man hier das gelungene Zusammenspiel von Solisten, Ensemble, Chor und Orchester - die Skizzierung der Protagonisten und deren Zugehörigkeiten könnte kaum treffender vorgenommen werden. In der quietschgelben Kulisse des Regisseurs, der seinerzeit für die erkrankte Christine Paulhofer übernommen hatte, lässt sich der Kampf Leonores um ihren eingekerkerten Florestan unverbaut nachvollziehen. Gabriela Fontana legt die Rolle der Gattin im Kleid eines Mannes zunächst etwas herb an, um immer mehr auch im Anzug weichere Züge preis zu geben. Beeindruckend kraftvoll und kernig kommt Terje Stensvold als Bösewicht Don Pizarro daher, der gutmütige Kerkermeister Rocco wird von Gregory Frank robust und rustikal vermittelt. Richard Cox ist selbst offensichtlich mit seiner Leistung in der Rolle des Florestan unzufrieden, allzu oft entwischt er der Leitung des ansonsten stets souverän waltenden Generalmusikdirektors Sebastian Weigle. Besonders vielseitig präsentierte sich auch der Chor, der in diesem Stück einmal zeigen kann, was in ihm steckt. Atmosphärisch voran gebracht wird die Oper ganz wesentlich aus dem Orchestergraben heraus.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-style: italic;"&gt;Veröffentlicht in der Frankfurter Neuen Presse&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/19105699-6693377933887770089?l=wiesbaden-kultur.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='related' href='http://www.oper-frankfurt.de/index.cfm?siteid=265&amp;stueck=147' title='Alex Harbs&apos; „Fidelio“-Inszenierung an der Frankfurter Oper ist immer noch gelb und endet im trauten Familienglück'/><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/feeds/6693377933887770089/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=19105699&amp;postID=6693377933887770089&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/6693377933887770089'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/6693377933887770089'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/2008/10/alex-harbs-fidelio-inszenierung-der.html' title='Alex Harbs&apos; „Fidelio“-Inszenierung an der Frankfurter Oper ist immer noch gelb und endet im trauten Familienglück'/><author><name>Daniel Honsack</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15248419407914423138</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_brq7NEMwNF8/Skd3DSAj4yI/AAAAAAAAAHs/XyynhTWB0m4/S220/Daniel_Kopf+090624.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-19105699.post-7913197841045799369</id><published>2008-10-05T12:51:00.002+02:00</published><updated>2008-10-05T12:53:00.907+02:00</updated><title type='text'>Die „Wise Guy“ sind die Jungs von nebenan und begeistern wieder mal in der Frankfurter Alten Oper.</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://www.wiseguys.de/images/galerie_images/2006-05-27-Tanzbrunnen/037.jpg"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px;" src="http://www.wiseguys.de/images/galerie_images/2006-05-27-Tanzbrunnen/037.jpg" border="0" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;div&gt;Eines unterscheidet die „Wise Guys“ deutlich von anderen Boybands. Es ist nicht nur so, dass sie mehrstimmig singen können, sie brauchen dazu nicht einmal Instrumente von anonymen Studiomusikern. Während man bei Casting-Shows der falsche Eindruck vermittelt bekommt, eine Band bestünde nur aus singenden Köpfen, zeigt das Kölner Quintett, dass das wirklich gehen kann. Es war der letzte Frankfurt-Besuch der Herrenrunde in dieser Besetzung, denn der Physiker Clemens Tewinkel will es nun mit seinem bürgerlichen Beruf versuchen. Auf der Bühne wird ihm daher entsprechend mehr Raum gewährt, die Fans feiern ihn mit ohrenbetäubender Begeisterung. Es ist die bewährte Mischung aus harmonischen Arrangements, durchsetzt von manch origineller Wendung und freundlichen Balladen. Die Texte sind innerhalb der vergangenen 13 Jahre zahmer geworden, die bissige Ironie der Anfangsjahre sind der Familienfreundlichkeit à la „Sonnenschein“ gewichen. Musikalisch genügen aber auch die Titel auf der aktuellen CD „Frei“ höchsten Ansprüchen. Mit dem „Seemann“ gibt’s „Walzerbeat“ auf die Ohren, bei „Alles in die Luft“ fetzen unbarmerzige Disko-Rhythmen durch die Halle, mit der „Deutschlehrerin“ knüpfen die „Wise Gusy“ dann doch ein wenig an frühere Bissigkeiten an. Ein klangliches und szenisches Meisterwerk ist ihnen mit der „Thriller“-Adaption von Michael Jackson gelungen. Hier schlagen die fünf Herren mit kaltschnäutziger Selbstverständlichkeit die Brücke von der „Bürgschaft“ zum „Moon Walk“. &lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-style: italic;"&gt;Veröffentlicht in der Frankfurter Neuen Presse&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: x-small;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: arial;"&gt;Foto: http://www.wiseguys.de/images/galerie_images/2006-05-27-Tanzbrunnen/037.jpg&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/19105699-7913197841045799369?l=wiesbaden-kultur.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='related' href='http://www.wiseguys.de' title='Die „Wise Guy“ sind die Jungs von nebenan und begeistern wieder mal in der Frankfurter Alten Oper.'/><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/feeds/7913197841045799369/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=19105699&amp;postID=7913197841045799369&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/7913197841045799369'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/7913197841045799369'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/2008/10/die-wise-guy-sind-die-jungs-von-nebenan.html' title='Die „Wise Guy“ sind die Jungs von nebenan und begeistern wieder mal in der Frankfurter Alten Oper.'/><author><name>Daniel Honsack</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15248419407914423138</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_brq7NEMwNF8/Skd3DSAj4yI/AAAAAAAAAHs/XyynhTWB0m4/S220/Daniel_Kopf+090624.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-19105699.post-4228134550121387088</id><published>2008-09-26T14:41:00.003+02:00</published><updated>2008-09-26T14:42:48.645+02:00</updated><title type='text'>Das hr-Sinfonieorchester beim „Jungen Konzert“ in der Alten Oper unter Leitung von Paavo Järvi mit Werken von Haydn, Brahms und Eduard Tubin</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://www.tubinsociety.com/files/pictures/gallery/tubinkomponeerib.jpg"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px;" src="http://www.tubinsociety.com/files/pictures/gallery/tubinkomponeerib.jpg" border="0" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;div&gt;Das Programm ist lang und fordert von seinen Zuhörern unbedingte Aufmerksamkeit. Vom nicht zu unterbindenden Applaus zwischen den Sätzen abgesehen, zeigte sich Frankfurts Jugend an diesem Abend fast vorbildlich. Und das, obwohl die reine Spielzeit fast zwei Stunden betrug. In Joseph Haydns Sinfonie Nr. 82 „Der Bär“ gefiel das Orchester mit einem luftig, angenehm federleichten Kopfsatz, dem es zudem nie an Bodenhaftung fehlte. Im finalen Vivace standen aufschreiende hohe Streicher neben aufgeregt plapperndem Holz und den bordun-gemütlichen Celli und Kontrabässen in farbig markiertem Kontrast. Nicholas Angelich bewies im zweiten Klavierkonzert von Johannes Brahms seine Formulierungskünste, ließ aus scheinbar gefälligem Parlando im zweiten Satz eine unerwartete Tiefe erwachsen. Souverän durchpflügte er das dichte Material und nutzte seine technische Überlegenheit um die Vielfalt des Stückes großzügig heraus zu arbeiten. Schließlich überraschte die 1946 entstandene fünfte Sinfonie des hier gänzlich unbekannten estnischen Komponisten Eduard Tubin durch seine rauschhafte Klangsprache. Mit seiner undiplomatischen Opulenz und einer pulsierenden Rastlosigkeit ist es eine bislang noch unentdeckte Bereicherung des Repertoires.  &lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-style: italic;"&gt;Veröffentlicht in der Frankfurter Neuen Presse&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/19105699-4228134550121387088?l=wiesbaden-kultur.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/feeds/4228134550121387088/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=19105699&amp;postID=4228134550121387088&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/4228134550121387088'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/4228134550121387088'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/2008/09/das-hr-sinfonieorchester-beim-jungen.html' title='Das hr-Sinfonieorchester beim „Jungen Konzert“ in der Alten Oper unter Leitung von Paavo Järvi mit Werken von Haydn, Brahms und Eduard Tubin'/><author><name>Daniel Honsack</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15248419407914423138</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_brq7NEMwNF8/Skd3DSAj4yI/AAAAAAAAAHs/XyynhTWB0m4/S220/Daniel_Kopf+090624.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-19105699.post-7813087190830519166</id><published>2008-09-23T16:40:00.001+02:00</published><updated>2008-09-23T16:42:20.434+02:00</updated><title type='text'>Heinz Rudolf Kunze und Purple Schulz machen "gemeinsame Sache"</title><content type='html'>&lt;div&gt;Ob da zusammen gewachsen ist, was zusammen gehört, bleibt sicherlich Geschmacksache. Auf jeden Fall boten die vier Jungs auf der Bühne des Rüsselsheimer Stadttheaters gute Unterhaltung. „Gemeinsame Sache“ heißt das Projekt, mit dem Heinz Rudolf Kunze und Purple Schulz durch die Lande reisen. Und weil's im Duo auf Dauer zu einsam wäre, kommen mit Wolfgang Stute und Josef Piek zwei mindestens genauso profilierte, wenn auch weitaus weniger bekannte Musiker dazu. Vielleicht dienen sie auch ein wenig als Pufferzone für die beiden Primadonnen, die sich auf der Bühne gerne einmal den einen oder anderen verbalen Knuff verabreichen.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Der geradlinige Deutschrocker Kunze und der eher im Schlagergrenzbereich fischende Popmusiker Purple Schulz scheinen auf den ersten Blick nur wenige Schnittmengen zu besitzen. Doch so brav nebeneinander aufgereiht wie auf der Rüsselsheimer Bühne machen sie gute Miene zum offensichtlich dann doch gemeinsam gewollten Spiel. Dass der eine des anderen Statisten sein muss, damit kommt Heinz Rudolf Kunze deutlich besser zurecht. Während dem Kollegen die Aufmerksamkeit gebührt, hält er sich zuverlässig klampfend zurück. Purple Schulz hingegen versucht, ähnlich wie ein vernachlässigter Schuljunge, die Blicke der Zuschauer mit allerlei Mätzchen hinter seinem Keyboard auf sich zu ziehen.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Musikalisch nimmt sich das Ganze wie ein bunter Strauß aus dem Kräutergarten der beiden altgedienten Deutschmusiker aus. Mit dem Titel „Über 30“, den Schulz 1997 auf Platte gepresst hat, blickt der bald 52-Jährige kokett auf die Zeit zurück, in der er „die Welt verändern“ wollte. Kerzengeradeaus rockig gibt das Quartett den 1990er-Hit „Du hast mir gerade noch gefehlt“ zum Besten, aus seiner Anfangszeit gibt’s „Kleine Seen“ im Duett mit Heinz Rudolf Kunze zu hören. Die tatsächlich sich einstellende verträumte Atmosphäre zerstören sich die beiden allerdings selbst durch ein paar ungeschickt platzierte Albernheiten.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Die raue Lässigkeit von Heinz Rudolf Kunze wirkt komplett unverfälscht. Sowohl sein kernig-lässiges Kinks-Cover „Lola“ aus dem Jahr 1984 als auch der zwei Jahre später veröffentlichte Kult-Hit „Finden Sie Mabel“ funktionieren einwandfrei. Auch bei etwas unbekannteren Titeln, in denen er von „eigenen Wegen“ singt oder sich bundesweit „steckbrieflich gesucht“ fühlt – ein ganz normaler Verfolgungswahn, wenn man 200 Tage im Jahr auf Tour ist –, trifft er mit seiner rauen Geradlinigkeit genau den Nerv seiner Fans. Selbst dann, wenn er in einer Referenz an Johnny Cash glaubt, es ginge zu Ende mit ihm. Was natürlich nicht stimmt, dazu hat er noch viel zu viel Energie und musikalische wie textliche Einfälle en masse sowieso.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Der „gemütliche Herrenabend“, wie ihn Kunze nennt, ist zu einem lockeren Familientreffen geworden, zu dem sich vier durchaus unterschiedliche, aber zeitweise durchaus kompatible Musiker zusammen gefunden haben, um eine Weile, jeder auf seine Art, Spaß miteinander zu haben und daran das Publikum teilhaben zu lassen. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;a href="http://www.heinzrudolfkunze.de/"&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;div&gt;&lt;a href="http://www.heinzrudolfkunze.de/"&gt;Heinz-Rudolf Kunze im Internet&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;a href="http://www.purpleschulz.de/"&gt;Die Seite von Purple Schulz&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div&gt;&lt;a href="http://www.purpleschulz.de/"&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-style: italic;"&gt;Veröffentlicht in der Main-Spitze&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/19105699-7813087190830519166?l=wiesbaden-kultur.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/feeds/7813087190830519166/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=19105699&amp;postID=7813087190830519166&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/7813087190830519166'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/7813087190830519166'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/2008/09/heinz-rudolf-kunze-und-purple-schulz.html' title='Heinz Rudolf Kunze und Purple Schulz machen &quot;gemeinsame Sache&quot;'/><author><name>Daniel Honsack</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15248419407914423138</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_brq7NEMwNF8/Skd3DSAj4yI/AAAAAAAAAHs/XyynhTWB0m4/S220/Daniel_Kopf+090624.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-19105699.post-3585656290161896112</id><published>2008-09-21T17:30:00.003+02:00</published><updated>2008-09-21T17:32:40.399+02:00</updated><title type='text'>Patricia Kopatchinskaja setzt mit Bartoks Violinkonzert Nr. 2 in Mainz Maßstäbe</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://www.patkop.ch/images/borggreve/patriciakopatchinskaja064.jpg"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px;" src="http://www.patkop.ch/images/borggreve/patriciakopatchinskaja064.jpg" border="0" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;div&gt;Wer die Interpretationen von Patricia Kopatchinskaja kennt, dem wird es zukünftig schwer, sich mit anderen Annäherungen zufrieden zu geben. Im vergangenen Jahr war es Schumanns Violinkonzert, mit dem sie im Mainzer Staatstheater Maßstäbe gesetzt hat, ihre Beethoven-Interpretation vor zwei Jahren in Frankfurt ist jedem unvergessen, der sie gehört hat. Nun eröffnete sie gemeinsam mit der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz die Saison der Meisterkonzerte in der Rheingoldhalle. Dafür hatte sie sich das Violinkonzert Nr. 2 Sz 112 von Béla Bartók ausgesucht, wahrlich kein Werk, das den Ohren schmeichelt.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Gerade hier aber gelingt es der Fachfrau für Gegenwarts-Musik, die Spannungen eines Werkes zu erspüren, das vor 70 Jahren an der Grenze zwischen den Stilen einen ganz eigenen Weg einschlug. Den Kopfsatz nimmt sie mit rasendem Eifer, das man Angst bekommt, sie könne die Bremse nicht rechtzeitig finden. Doch bei allem Enthusiasmus und aller Leidenschaft weiß sie ganz genau, was sie sich und dem Stück zutrauen kann. Mit einer geradezu urwüchsigen Musikalität, die durch eine ungeheure Disziplin veredelt wird, widmet sie sich einer Interpretation, der ein Höchstmaß an Impulsivität inne wohnt. Die wenige Gelegenheiten, die sich zum sinnlichen Schwelgen anbieten, nutzt sie weidlich aus, daneben stehen im Blindflug durchfegte Doppelgriff-Passagen.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Fahl und unwirklich steigt sie in den langsamen Satz ein, gibt ihm zunehmend Substanz. Klanglich scheint sie keinerlei Grenzen zu kennen. Im finalen Allegro molto macht sie sich die Sprache Bartóks endgültig zu eigen und demonstriert, wie sehr sie sie bis ins Detail beherrscht. Dieses Selbstbewusstsein am rechten Platz wirkt in keiner Sekunden aufgesetzt, denn vor allem steht Patricia Kopatchinskajas Natürlichkeit, mit der sie keinen Zweifel an der Aufrichtigkeit ihres musikalischen Anliegens lässt. &lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Die Staatsphilharmonie unter der Leitung von Ari Rasilainen ließ sich dabei nie in den undankbaren Part eines Stichwortgebers zurück drängen, in der folgenden dritten Sinfonie von Anton Bruckner in der zweiten Fassung von 1876/77 war der Klangkörper in seinem ganzen Format wahrnehmbar. Sehr differenziert und wohlproportioniert hat Rasilainen ein sehr tief gehendes Verständnis für das Werk vermittelt. Klare Strukturen und pointiert ausformulierte Themensetzung ließen die Sinfonie transparent und dennoch dramatisch wirken. &lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: x-small;"&gt;Foto: &lt;/span&gt;&lt;a href="http://www.patkop.ch/images/borggreve/patriciakopatchinskaja064.jpg"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: x-small;"&gt;http://www.patkop.ch/images/borggreve/patriciakopatchinskaja064.jpg&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/19105699-3585656290161896112?l=wiesbaden-kultur.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='related' href='http://www.patkop.ch/' title='Patricia Kopatchinskaja setzt mit Bartoks Violinkonzert Nr. 2 in Mainz Maßstäbe'/><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/feeds/3585656290161896112/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=19105699&amp;postID=3585656290161896112&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/3585656290161896112'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/3585656290161896112'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/2008/09/patricia-kopatchinskaja-setzt-mit.html' title='Patricia Kopatchinskaja setzt mit Bartoks Violinkonzert Nr. 2 in Mainz Maßstäbe'/><author><name>Daniel Honsack</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15248419407914423138</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_brq7NEMwNF8/Skd3DSAj4yI/AAAAAAAAAHs/XyynhTWB0m4/S220/Daniel_Kopf+090624.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-19105699.post-8927637815718366698</id><published>2008-09-21T17:29:00.001+02:00</published><updated>2008-09-21T17:29:45.864+02:00</updated><title type='text'>Zum Interpretenporträt von Yakov Kreizberg kamen nun die Geigerin Julia Fischer und der Cellist Daniel Müller-Schott hinzu.</title><content type='html'>&lt;div&gt;Man merkt es den drei Künstlern an, dass ihre Kooperation mehr als eine Zweckgemeinschaft darstellt. Julia Fischer, Daniel Müller-Schott und Yakov Kreizberg sprechen eine gemeinsame Sprache und tauschen sich darin mit großer Begeisterung aus. Der erfahrene Pianist und Dirigent Kreizberg nimmt seine jungen Partner in jedem Moment nicht nur ernst, sondern scheint auch von der gemeinsamen Arbeit zu profitieren. Im Mozartsaal der Alten Oper steigen sie überaus entspannt mit Joseph Haydns „Zigeunertrio“ ein. Dafür hat das Trio ein vornehmes Understatement vereinbart, gerade der Kopfsatz erklingt angenehm unaufdringlich und ohne interpretatorische Überladung. Im langsamen Satz wachsen die drei Musiker organisch zu einer Einheit ohne Bruchstellen zusammen, im rustikalen Finale stellen sie die verspielt-verschmitzte Kleinteiligkeit originell in den Mittelpunkt. Bei Ludwig van Beethovens „Geistertrio“ geht es zunächst vergleichsweise ruppig zu, bevor das Largo eine unwirkliche und schemenhafte Atmosphäre annimmt. Ein erleichtertes Aufatmen begleitet das musikalische Gliederstrecken im abschließenden Presto. Dmitri Schostakowitschs Klaviertrio Nr. 2 e-Moll, das der Komponist dem Andenken seines Freundes Iwan Iwanowitsch Sollertinskij gewidmet hatte, nimmt das Trio zum Anlass, besonders empfindsam durch die emotionsgeladenen Untiefen bis hin zum schmerzerfüllten Trauermarsch vorzudringen.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-style: italic;"&gt;Veröffentlicht in der Frankfurter Neuen Presse&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/19105699-8927637815718366698?l=wiesbaden-kultur.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/feeds/8927637815718366698/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=19105699&amp;postID=8927637815718366698&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/8927637815718366698'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/8927637815718366698'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/2008/09/zum-interpretenportrt-von-yakov.html' title='Zum Interpretenporträt von Yakov Kreizberg kamen nun die Geigerin Julia Fischer und der Cellist Daniel Müller-Schott hinzu.'/><author><name>Daniel Honsack</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15248419407914423138</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_brq7NEMwNF8/Skd3DSAj4yI/AAAAAAAAAHs/XyynhTWB0m4/S220/Daniel_Kopf+090624.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-19105699.post-5328660825820499008</id><published>2008-09-15T17:25:00.002+02:00</published><updated>2008-09-21T17:28:47.166+02:00</updated><title type='text'>Sandra Leupold inszeniert Richard Wagners Oper „Parsifal“ als Bühnenprobe im Mainzer Staatstheater</title><content type='html'>&lt;div&gt;Wer wagt, gewinnt. Das abgegriffene Sprichwort hat sich Sandra Leupold zu Herzen genommen und gewinnt durch das Wagnis zunehmend die Anerkennung und Begeisterung von Publikum, Künstlern und Kritik. Was die Regisseurin in die Hand nimmt, wird auf sein Sekelett hin reduziert und all seiner Überladenheit entrissen. So ist ihr nun am Staatstheater Mainz ein „Parsifal“ gelungen, wie ihn sich Richard Wagner, dem vor allem „Kostüm- und Schminke-Wesen" graute, nicht reiner hätte vorstellen können. Für ihre Deutung braucht Sandra Leupold weder eine zugestellte Bühne (Tom Musch) noch üppige Kostüme (Marie-Luise Strand). Sie holt das Bühnenweihfestspiel schlichtweg in die kargen Realitäten einer Bühnenprobe. &lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Dort lässt sie die Darsteller kurz vor ihrem Auftritt die zweite Haut überstreifen, ansonsten aber mal gebannt auf das Geschehen starrend, mal unbeteiligt im Hintergrund umherstreichen. Zu Beginn sind alle auf der Bühne, die jemals hier etwas zu suchen haben, erst allmählich lichtet sich das Feld. Das, was da geprobt wird, scheint dafür umso plakativer inszeniert zu werden, als das, was sich Leupold vorgenommen hat. Da modert der alte Titurel schon im Leichensack vor sich hin, der Gral ist ganz gegenständlich ein mickriges rotes Deko-Gefäß und Parsifal wirft seinen Schwan samt Pfeil vor sich her, bevor er ihm an der Liane hinterher springt.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Die Darsteller dürfen hier zeigen, wie fertig sie sind, welchen Aufwand sie betreiben müssen, um durchzuhalten. Am Ende schlurft Gurnemanz ohne Kutte umher, Kundry zieht sich immer öfter von der Szene zurück, um sich am Bühnenrand zu erholen. Sandra Leupold bricht die bedeutungsaufgeladen Stimmungen und Symbole gnadenlos herunter und dennoch entsteht eine unglaublich flimmernde Spannung. Das Spiel im Spiel wirkt umso konzentrierter, der Zuschauer will unbedingt wissen, wie es weiter geht. &lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Das Ensemble ist darstellerisch wie musikalisch bestens auf seine großen Aufgaben vorbereitet. Hans-Otto Weiß leistet schier Unmenschliches in der Dauerbelastung des Gurnemanz, Ruth Maria Nicolay verleiht der Kundry eine beeindruckend vielschichtige Persönlichkeit zwischen heiliger Hure und knorrigem Waldmensch, kann stimmlich glaubhaft zwischen schnarrig und empfindsam umschalten. Alexander Speemann gibt den Parsifal mit größtmöglicher Ambivalenz zwischen mitleidigem Toren und strahlendem Helden, auch Dietrich Greve (Amfortas) und Peter Felix Bauer (Klingsor) stehen ihren Bühnenpartnern in nichts nach. Generalmusikdirektorin Catherine Rückwardt sortiert Wagners Musik unbeirrbar präzise und ohne der Verlockung zu verfallen, in pathetische Extreme zu verfallen.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;div&gt;Weitere Aufführungen am 28.9., 3. und 12.10.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Karten unter 06131/2851-222 oder &lt;a href="http://www.staatstheater-mainz.de"&gt;www.staatstheater-mainz.de&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div&gt;&lt;a href="http://www.staatstheater-mainz.de"&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-style: italic; "&gt;Veröffentlicht in der Frankfurter Neuen Presse&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/19105699-5328660825820499008?l=wiesbaden-kultur.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='related' href='http://typo3.staatstheater-mainz.com/index.php?id=61' title='Sandra Leupold inszeniert Richard Wagners Oper „Parsifal“ als Bühnenprobe im Mainzer Staatstheater'/><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/feeds/5328660825820499008/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=19105699&amp;postID=5328660825820499008&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/5328660825820499008'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/5328660825820499008'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/2008/09/sandra-leupold-inszeniert-richard.html' title='Sandra Leupold inszeniert Richard Wagners Oper „Parsifal“ als Bühnenprobe im Mainzer Staatstheater'/><author><name>Daniel Honsack</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15248419407914423138</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_brq7NEMwNF8/Skd3DSAj4yI/AAAAAAAAAHs/XyynhTWB0m4/S220/Daniel_Kopf+090624.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-19105699.post-1195340179196052612</id><published>2008-09-14T13:00:00.003+02:00</published><updated>2008-09-14T13:15:26.588+02:00</updated><title type='text'>Gespräche mit dem Tod</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_brq7NEMwNF8/SMzyN193U3I/AAAAAAAAADc/59CwHSs59vU/s1600-h/Inge.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer;" src="http://1.bp.blogspot.com/_brq7NEMwNF8/SMzyN193U3I/AAAAAAAAADc/59CwHSs59vU/s200/Inge.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5245833985618563954" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Früher wurde hier schmutzige Wäsche gewaschen, heute wird der frühere Waschsalon vom Quartierskuratorium Inneres Westend für Kunstprojekte genutzt. Eine echte Lebenskünstlerin war nun per Filmbotschaft zu Gast in dem breiten Korridor, an dem noch in die Jahre gekommene Trockenmaschinen an seine frühere Nutzung erinnern. Das Thema hieß „Mit dem Tod im Gespräch“ und versprach alles andere als erquicklichen Kunstgenuss. Und so war es auch nicht gedacht. Sonja Töpfer hat sich einen Tabubruch zugetraut. Einen der letzten, die es noch gibt, und hat ihre Gespräche mit Inge T. zu einer Videocollage zusammen geschnitten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Über den Tod spricht man heute kaum, schon gar nicht über den nahen oder gar eigenen. Inge T. ist eine noch lebende Ausnahme. Sie liegt am Abschluss eines langen Krebsleidens im Hospiz Advena und hat sich noch lange nicht aufgegeben. Dass sie in Kürze sterben wird, das weiß sie genau. Die über 70-jährige Dame liegt mit wachen Augen in ihrem Bett und beginnt zu strahlen, als ein großer schwarzer Hund an ihr Bett kommt. Sie hat Appetit auf Bratwurst und Lust auf das Leben, das ihr noch zur Verfügung steht. Durch die Schmerzmittel geht es ihr relativ gut, aber aufstehen kann sie nicht mehr, weil der Krebs ihre Wirbelsäule zerfressen hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Ich war halt krank und musste damit fertig werden“, sagt sie druckreif und doch natürlich in die Kamera. Sie erzählt, dass sie voller Zorn gewesen sei. „Du kriegst mich nicht“, hat sie ihrer Krankheit eingebläut. Doch während der Chemotherapie hätte sie sich umbringen können. Sie erlebte das „volle Programm“ mit Trombose und Lungen-Embolie, erlitt furchtbare Schmerzen, als ihre Schleimhäute angegriffen wurden, ihre Zunge plötzlich ein richtiges Loch bekam. Sie ist „voller Verständnis“ für Menschen, die in solch einer Situation nicht mehr weiter wissen und sich das Leben nehmen. „Aber ich hatte keine Möglichkeit“, sagt sie ernst. Das Zimmer lag nicht hoch genug und die Messer waren zu stumpf.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als sie im Koma lag, hat sie sich in einem schmalen Gang gewähnt, war froh, dass vieles, was sie im Leben belastet hat, nun vorbei war. „Ich war erleichtert und dann so furchtbar enttäuscht, als ich wieder aufgewacht bin“, erinnert sie sich. „Irgendetwas hatte ich noch zu tun“, dachte sie damals und war gespannt, was das wohl sein würde. Sie geht ihren Tod sehr offensiv an, möchte anderen Menschen Mut machen, sich damit freier auseinander zu setzen. Sie mag keine Menschen mehr sehen, die sie bemitleiden. Aber das echte Verständnis im Hospitz tut ihr gut.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sonja Töpfer war es ein Anliegen, „Sterben in die Öffentlichkeit zu tragen“. Bei der Auseinandersetzung ist ihr bewusst geworden, wie oft Menschen versäumen, Dinge zu tun, die sie eigentlich tun wollen. Oder sie verschieben. Beim Besuch sterbender Schwestern der Ordensgemeinschaft „Zum guten Hirten“ erlebte sie auch eine andere Seite von Tod. Hier lagen Frauen, die kaum mehr ihre Sinne beherrschen konnten. „Da habe ich gemerkt, wie wichtig es ist, in den richtigen Händen zu liegen“, sagt sie. „Da habe ich zum ersten Mal Tod gefühlt“, setzt sie nachdenklich hinzu.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;Der Film von Sonja Töpfer auf &lt;a href="http://www.kinostrasse.de/index.php5?&amp;amp;na=19,0,0,0,d,310"&gt;www.kinostrasse.de&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Die Kuratorin des Quartiers Inneres Westend &lt;a href="http://www.ritamarsmann.de/"&gt;Rita Marsmann&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;a href="http://www.wiesbadener-hospizgesellschaft.de/"&gt;Hospiz Advena&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;a href="http://www.guterhirte.de/"&gt;Ordensgemeinschaft zum Guten Hirten&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Veröffentlicht im Wiesbadener Kurier und Wiesbadener Tagblatt&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: arial;font-size:78%;" &gt;Foto: Ausschnitt aus dem Video von Sonja Töpfer&lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/19105699-1195340179196052612?l=wiesbaden-kultur.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/feeds/1195340179196052612/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=19105699&amp;postID=1195340179196052612&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/1195340179196052612'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/1195340179196052612'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/2008/09/gesprche-mit-dem-tod.html' title='Gespräche mit dem Tod'/><author><name>Daniel Honsack</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15248419407914423138</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_brq7NEMwNF8/Skd3DSAj4yI/AAAAAAAAAHs/XyynhTWB0m4/S220/Daniel_Kopf+090624.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_brq7NEMwNF8/SMzyN193U3I/AAAAAAAAADc/59CwHSs59vU/s72-c/Inge.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-19105699.post-149393460459129532</id><published>2008-09-11T15:48:00.005+02:00</published><updated>2008-09-12T11:48:01.483+02:00</updated><title type='text'>Möbel und Interviews erzählen Geschichten von einst</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://www.pro-ton.net/begegnungen/bilder/gschrey01.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer; width: 200px;" src="http://www.pro-ton.net/begegnungen/bilder/gschrey01.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Wenn man sich mit Raul Gschrey trifft, kann es schon mal vorkommen, dass er sein Wohnzimmer mitbringt. Das hängt damit zusammen, dass er sich aktuell mit den Möbeln fremder Leute beschäftigt, die damit nichts mehr anfangen können, weil sie tot sind. Der Künstler, der zudem Anglistik und Kunstpädagogik an der Frankfurter Goethe-Universität studiert, wurde nun eingeladen, zusammen mit von ihm ausgewählten Kolleginnen und Kollegen eine Ausstellung während des Palliativ-Kongresses vom 25. bis 27. September in den Rhein-Main-Hallen zu organisieren. Das Thema: „Begegnungen und Abschiede“. Der auf Entwicklung gemünzte Titel passt zum Motto des Kongresses „Identitäten im Wandel“.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Was bleibt übrig, wenn alte Menschen sterben?“, hat sich der 27-jährige Künstler überlegt. Mit Hilfe einer Frankfurter Spedition, die sich auf Haushaltsauflösungen spezialisiert hat, ging er seiner Frage auf den Grund. Von dem Unternehmen bekommt er nun immer wieder Möbel ins Haus geliefert, aus denen er sich dann geeignete Objekte für seine Arbeit aussucht. Darunter auch ganz persönliche Dinge wie Fotoalben oder Filme. Aber eben auch Stühle, Tische und Schränke, die auf den ersten Blick wenig über die früheren Besitzer aussagen. Doch wenn man sich damit näher auseinander setzt, fallen doch Bezüge auf.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Wir werden kleine Inseln im Konferenz-Alltag installieren“, sagt Raul Gschrey. Seine Installationen etwa werden sich vielleicht nicht jedem als Kunst erschließen, sondern zunächst einmal zum Ausruhen einladen. Wer aber dann die Mappen vom Tisch nimmt und sich plötzlich mit den schwarz-weißen Urlaubsaufnahmen wildfremder Menschen konfrontiert sieht, wird ins Grübeln kommen. Auf die Idee, sich mit Tod und Vergänglichkeit intensiver zu befassen, kam er durch ein Negativ-Erlebnis. Auf einer Ausstellung mit dem Titel „Tod ohne Ende“ wurde er mit plakativen Stücken, wie etwa konserviertem Wasser aus einer Leichenwäsche konfrontiert. „Das hat mich geärgert und zunächst war da auch nur Ekel“, erinnert er sich. Damals hat er sich vorgenommen, sich selbst mit dem Thema auseinander zu setzen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Neben den Möbel-Ensembles zeigt Raul Gschrey auch eine Dreikanal-Videoinstallation unter dem Titel „Augenblicke“. Dafür hat er sowohl seinen Großvater, seinen Vater als auch sich selbst nach ihren prägendsten Erfahrungen gefragt. Die Antworten waren erwartungsgemäß unterschiedlich. Während der Großvater von seiner Todesangst in Kriegsgefangenenschaft sprach, berichtete sein Vater über die Kindheit in einer konservativ-dörflichen Umgebung. Der Künstler selbst erinnert sich an die Zeit, in der er bei seinen Großeltern aufgewachsen ist, weil die Eltern gerade mit ihrer Arztpraxis so viel zu tun hatten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Insgesamt werden bei dem Kongress zwölf Arbeiten von acht Jungen Künstlern aus der Region gezeigt, die sich auf ganz unterschiedliche Weise den „Begegnungen und Abschieden“ genähert haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;Die Arbeiten sind vom 25. bis 27. September in den Wiesbadener &lt;a href="http://maps.google.de/maps?ie=UTF-8&amp;amp;oe=utf-8&amp;amp;client=firefox-a&amp;amp;dq=Rhein-Main-Hallen+Wiesbaden&amp;amp;daddr=Rheinstra%C3%9Fe+20,+65185+Wiesbaden&amp;amp;geocode=11811895243005001594,50.077837,8.244201&amp;amp;ll=50.077837,8.244201&amp;amp;iwstate1=dir:to&amp;amp;iwloc=A&amp;amp;f=d"&gt;Rhein-Main-Hallen&lt;/a&gt; zu sehen&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Informationen über Raul Gschrey unter &lt;a href="http://www.gschrey.org/"&gt;www.gschrey.org&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Informationen über den Kongress unter &lt;a href="http://www.dgpkongress2008.de/"&gt;www.dgpkongress2008.de&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Veröffentlicht im Wiesbadener Kurier&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style=";font-family:arial;font-size:78%;"  &gt;Foto: http://www.pro-ton.net/begegnungen/bilder/gschrey01.jpg&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/19105699-149393460459129532?l=wiesbaden-kultur.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='related' href='http://www.gschrey.org' title='Möbel und Interviews erzählen Geschichten von einst'/><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/feeds/149393460459129532/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=19105699&amp;postID=149393460459129532&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/149393460459129532'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/149393460459129532'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/2008/09/mbel-und-interviews-erzhlen-geschichten.html' title='Möbel und Interviews erzählen Geschichten von einst'/><author><name>Daniel Honsack</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15248419407914423138</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_brq7NEMwNF8/Skd3DSAj4yI/AAAAAAAAAHs/XyynhTWB0m4/S220/Daniel_Kopf+090624.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-19105699.post-1438145240151937716</id><published>2008-09-11T15:45:00.002+02:00</published><updated>2008-09-11T15:48:28.056+02:00</updated><title type='text'>Unterwelten-Ausstellung wird im Mainzer Ex-Knast eröffnet</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://www.main-rheiner.de/bilder/196170017.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer; width: 200px;" src="http://www.main-rheiner.de/bilder/196170017.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;„Betreten der Anlage auf eigene Gefahr“, steht vorsorglich am Übergang vom Landgericht zur ehemaligen Justizvollzugsanstalt. Hier fand die Eröffnung der Ausstellung „Mainzer Unterwelten“ statt, die nun bereits zum zweiten Mal in Mainz gezeigt wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Verunsicherung steht in manchen Gesichtern der Eröffnungsgäste geschrieben. Einige werden ganz still, als sie die schmalen Metalltreppen hinunter steigen. Andere machen schlechte Witze, lachen ein wenig künstlich über die ungewohnte Situation, durch die Gänge eines Gefängnisses zu laufen. Wer einen Blick in die Zellen riskiert, wird mit Knastprosa von der ganz direkten Sorte belohnt. Viele Sätze eigenen sich nicht zum Abdruck in einer Zeitung, sie sprechen von Hass, Gewalt und Demütigung. Ganz oft aber haben die früheren Insassen bloß ihren Namen verewigt. „Verräter“, prangt an anderer Stelle, daneben ein kompletter Name. „Gott schütze uns vor unseren Freunden“, schickt einer ein Stoßgebet heraus, ein anderer konstatiert: „Und wieder ein Tag verschenkt“.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Willkommen im Knast“, ruft Willi Kestel den zahlreich gekommenen Gästen gut gelaunt zu. „Die Justiz hat zwangsläufig zur Unterwelt, zur ganz und gar von Menschen gemachten Unterwelt, ein besonderes Verhältnis“, sagt der Präsident des Landgerichts Mainz. Diesen Satz hat er auch in das Buch „Mainzer Unterwelten“ geschrieben, für das Bauingenieur Wolfgang Balzer und Fotograf Klaus Benz abgetaucht sind. „Der Menschen Unterwelt ist Teil der realen Welt, bisweilen ihr Spiegelbild“. Solcher Gedanke hat Mitherausgeber Rupert Krömer auf die Idee gebracht, eine Ausstellung der Bilder im direkten Zusammenhang mit der Justiz anzustrengen. Nun sind sie in den Fluren des Landgerichts zu sehen und stehen allen Besuchern zur freien Betrachtung zur Verfügung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Justizminister Heinz Georg Bamberger macht sich auf die Suche nach dem Begriff „Unterwelt“ in Mythen und Sagen. Dort findet er eine „räumliche Vorstellung eines Ortes, der unter der normal zugänglichen Welt liegt“. Sie ist „dem Sonnenlicht entzogen“ und dort hört die „rational verlässliche Wahrnehmung“ meist auf. Auf jeden Fall findet Bamberger die ehemalige Justizvollzugsanstalt einen „wunderbaren Ort für die Eröffnung einer Ausstellung von Bildern, die sich mit den Mainzer Unterwelten befasst“. In Buch und Ausstellung werden zahlreiche Gewölbe unter der Stadt buchstäblich ans Tageslicht geholt. Vom Geldkeller der Bundesbank über diverse Wein-, Sekt- und Privatkeller bis hin zu Kirchenkellern von Altmünster oder dem Dom gewähren die Arbeiten einen Blick in die Untiefen von Mainz, wie sie nur selten zu sehen sind.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Krömer spricht dabei von „Achsen, die uns am Leben halten“, verortet im Erdreich Wurzelwerk, „das nach oben Früchte trägt“ und will „Brücken zwischen Schichtungen und Geschichte“ schlagen. Die werden zwischen Architektur, Wirtschaft, Kultur, Geschichte und Justiz gebaut und verbinden neben den verschiedenen Ansichten auch ganz unterschiedliche, mitunter gar gegensätzliche Welten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;Die Ausstellung im Landgericht (Eingang Diether-von-Isenburg-Straße“ ist bis zum 19. Dezember zu sehen.&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Veröffentlicht in der Allgemeinen Zeitung Mainz&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: arial;font-size:78%;" &gt;Foto: hbz / Jörg Henkel&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/19105699-1438145240151937716?l=wiesbaden-kultur.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/feeds/1438145240151937716/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=19105699&amp;postID=1438145240151937716&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/1438145240151937716'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/1438145240151937716'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/2008/09/unterwelten-ausstellung-wird-im-mainzer.html' title='Unterwelten-Ausstellung wird im Mainzer Ex-Knast eröffnet'/><author><name>Daniel Honsack</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15248419407914423138</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_brq7NEMwNF8/Skd3DSAj4yI/AAAAAAAAAHs/XyynhTWB0m4/S220/Daniel_Kopf+090624.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-19105699.post-7283369476888487592</id><published>2008-09-09T16:28:00.004+02:00</published><updated>2008-09-09T16:34:04.746+02:00</updated><title type='text'>Premierenvorgespräch zu Sandra Leupolds "Parsifal"-Inszenierung in Mainz</title><content type='html'>Angst vor Wagner hat Sandra Leupold nicht. Auch nicht vor dessen Bühnenweihfestspiel „Parsifal“, der letzten Oper, die der Bayreuther Meister vollendet hat. Angst hat sie aber vor Kompromissen, die unmöglich machen könnten, was sie sich vorgenommen hat. „Ich möchte Oper glaubhaft machen“, sagt sie. Und das meint sie angesichts der Dauer des massiven Werks auch ganz ernst. „Ich möchte nicht, dass diese fünfeinhalb Stunden zu einer Zumutung werden“, betont sie. Es gibt, das hat sie von Anfang an erkannt, „große Sachverhalte zu verhandeln“. Parsifal ist die Gestalt, auf die Gralskönig Amfortas und die Gralsgemeinschaft alles setzen müssen. Der verstoßene Ritter Klingsor hat den heiligen Speer geraubt und den König verletzt, der nun an einer unerträglich schmerzhaften Wunde leidet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch nicht nur dieser physische Schmerz ist es, der hier behandelt wird. „Es ist das Elend des Menschseins und die Utopie von einer entsündigten Welt“, interpretiert die Regisseurin das Werk. Auch Generalmusikdirektorin Catherine Rückwardt formuliert ihren Respekt vor dem Werk und bezeichnet es als „szenische Messe“. Sandra Leupold geht „ran an die Figuren“, wie sie betont. Dafür benötigt sie Platz für Mensch und Musik. Den schafft sie sich, indem sie die Bühne minimal möbliert und maximal nutzt. Den leeren Raum füllt sie dann nicht nur mit Geschichte und Mythos, sondern auch mit dem ganz pragmatischen Herangehen der Sänger an ihre Aufgabe. Denn in ihrem Parsifal wird der Zuschauer gleichzeitig auch Teilhaber an einem künstlerischen Prozess. Leupold zeigt sich fasziniert von den emotionalen Gegensätzen die aufeinander prallen und die will sie zeigen. „Nach dem wirklich großen Moment des Karfreitagszaubers wird die Tür zum Paradies sofort wieder zugemacht“, resümiert sie.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sandra Leupold ist aber auch von einer „ultimativen schmerzlichen Musik“ begeistert. „Wie kann man all das vermitteln?“, dieser Frage hat sich Wagner nach Ansicht von Catherine Rückwardt erfolgreich gewidmet. Die wichtigen Themen seien ständig präsent. „Nur durch das Mitleid haben wir eine Chance“, empfindet sie der Musik nach. Für die Sängerinnen und Sänger war die Einstudierung vor allem in den Hauptpartien eine große Herausforderung. Die Generalmusikdirektorin vergleicht diese Arbeit ohne zu Zögern mit Leistungssport. Angesichts einer Dauer von fünfeinhalb Stunden liegt der Vergleich jedenfalls nahe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Regisseurin Sandra Leupold hat 2007 bereits in ihrer Inszenierung von Claude Debussys „Pelléas et Mélisande“ mit spartanischer Ausstattung eine dichte Erzählsprache gefunden. Deutschlandweites Aufsehen erlangte sie, als sie vor vielen Jahren in der Berliner Kulturbrauerei Mozarts „Don Giovanni“ mit lediglich sieben Stühlen inszenierte. Die Schülerin von Ruth Berghaus und Peter Konwitschny war unter anderem persönliche Mitarbeiterin von Hans Neuenfels und vereint damit die ganz großen Namen der Theater-Regie in ihrer Biografie. Die Bühne wird von Tom Misch eingerichtet, für die Kostüme zeichnet Marie-Luise Strandt verantwortlich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;Für die Premiere am 12. September um 17 Uhr sind noch Restkarten an der Abendkasse erhältlich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Weitere Aufführungen finden unter anderem am 28. September, 3. und 12. Oktober, 23. November, 7. und 14. Dezember statt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Karten unter 06131/2851-222 oder im Internet: www.staatstheater-mainz.de&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Veröffentlicht u.a. in der Mainzer Allgemeinen Zeitung&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/19105699-7283369476888487592?l=wiesbaden-kultur.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='related' href='http://typo3.staatstheater-mainz.com/index.php?id=61' title='Premierenvorgespräch zu Sandra Leupolds &quot;Parsifal&quot;-Inszenierung in Mainz'/><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/feeds/7283369476888487592/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=19105699&amp;postID=7283369476888487592&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/7283369476888487592'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/7283369476888487592'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/2008/09/premierenvorgesprch-zu-sandra-leupolds.html' title='Premierenvorgespräch zu Sandra Leupolds &quot;Parsifal&quot;-Inszenierung in Mainz'/><author><name>Daniel Honsack</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15248419407914423138</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_brq7NEMwNF8/Skd3DSAj4yI/AAAAAAAAAHs/XyynhTWB0m4/S220/Daniel_Kopf+090624.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-19105699.post-413686424224860090</id><published>2008-09-09T15:33:00.004+02:00</published><updated>2008-09-09T15:37:50.304+02:00</updated><title type='text'>John Dew inszeniert Fromental Halévys Oper "La Juive" in Darmstadt wenig motiviert</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/0/0b/HalevyCartedeVisite.jpg/200px-HalevyCartedeVisite.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer; width: 200px;" src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/0/0b/HalevyCartedeVisite.jpg/200px-HalevyCartedeVisite.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Jacques Fromental Elie Halévy ist heute kaum mehr bekannt, im Frankreich des 19. Jahrhunderts sah das schon anders aus. Da war der Cherubini-Schützling einer der Großen und Dauerkonkurrent von Giacomo Meyerbeer. Zu seinen Schülern zählten George Bizet, Camille Saint-Saens und Charles Gounod. Die Oper „La Juive“ (Die Jüdin) schrieb der Sohn eines hebräischen Dichters im Jahr 1835. Sein Erstling wurde bis 1893 550 mal an der Opéra Paris gespielt. Nachdem John Dew die Oper 1989 in Bielefeld, fünf Jahre später in Nürnberg und 1995 in Dortmund auf die Bühne gebracht hat, war nun Darmstadt an der Reihe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Stück spielt ursprünglich in Konstanz des Jahres 1414, wo der Sieg von Reichsfürst Léopold über die Hussiten gefeiert wird. Der jüdische Goldschmied Eléazar, und seine Tochter Rachel ziehen den Volkszorn auf sich und werden von einem Mann, der sich als Samuel ausgibt und eine Liaison mit Rachel eingegangen ist, gerettet. In Wirklichkeit ist er jener Reichsfürst Leopold, für den die Feier ausgerichtet wird. Als er sich seiner Geliebten zu erkennen gibt, zeigt die sich entsetzt, will ihn dennoch halten, selbst Eléazar lässt sich erweichen, dem Paar seinen Segen zu geben. Doch Leopold ist an Eudoxie, die Nichte des Kaisers gebunden. Während der öffentlichen Hochzeits-Zeremonie klagt Rachel ihn an, mit einer Jüdin verkehrt zu haben, worauf die Todesstrafe steht. Später widerruft sie auf Drängen Eudoxies und rettet ihm damit den Kopf. Sie und ihr Vater aber werden zum Tode verurteilt. Für Eléazar bildet dieser Tod seine verquere Rache an Kardinal Brogny, dessen Tochter er einst aus einem brennenden Haus gerettet und als seine Eigene aufgezogen hat. Als Rachel hingerichtet wird, eröffnet er dem Geistlichen das bittere Geheimnis.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die klanglich ansprechend umspielte Geschichte lässt es an einigen Stellen an erzählerischer Konsequenz fehlen. Nicht immer werden die Handlungen klar verständlich vermittelt. Auch Dews zurückhaltende Inszenierung, die wenig Personenführung erkennen lässt, trägt nicht zur Aufklärung bei. Das Bühnenbild von Heinz Balthes wirkt zudem mit seiner Reduzierung auf zwei von der Decke herab hängende Dreiecke, die im ersten Akt einen Davidstern bilden, wenig motiviert. Musikalisch wird eine meist solide Aufführung abgeliefert. Zurab Zurabishvilli als Eléazar und Susanne Serfling als Rachel sind der Herausforderung stimmlich gewachsen, Thomas Mehnert gibt dem Kardinal mit knarrig-erdigem Bass eine würdige Statur. Mark Adler hat mit der Partie des Leopold mehrfach zu kämpfen, insbesondere die Höhen machen ihm zu schaffen. Martin Lukas Meister hat das präzise aufspielende Orchester und den flexibel agierenden Chor gut im Griff.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;Weitere Aufführungen u.a. am 13. September&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-size:85%;" &gt;Veröffentlicht in der Frankfurter Neuen Presse&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/19105699-413686424224860090?l=wiesbaden-kultur.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='related' href='http://www.staatstheater-darmstadt.de/spielzeit/la%20juive' title='John Dew inszeniert Fromental Halévys Oper &quot;La Juive&quot; in Darmstadt wenig motiviert'/><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/feeds/413686424224860090/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=19105699&amp;postID=413686424224860090&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/413686424224860090'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/413686424224860090'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/2008/09/john-dew-inszeniert-fromental-halvys.html' title='John Dew inszeniert Fromental Halévys Oper &quot;La Juive&quot; in Darmstadt wenig motiviert'/><author><name>Daniel Honsack</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15248419407914423138</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_brq7NEMwNF8/Skd3DSAj4yI/AAAAAAAAAHs/XyynhTWB0m4/S220/Daniel_Kopf+090624.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-19105699.post-842403834442870787</id><published>2008-09-08T16:02:00.000+02:00</published><updated>2008-09-09T12:06:51.929+02:00</updated><title type='text'>Edith Peinemann und Makiko Takeda-Herms mit Brahms, Debussy und Beethoven in Wiesbaden</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://menuhincompetition.org/media/images/Edith_Peinemann_web.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer; width: 200px;" src="http://menuhincompetition.org/media/images/Edith_Peinemann_web.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Dem rührigen Künstlerverbund „amici dell'arte“ gelingt es immer wieder aufs Neue, ganz besonders herausragende Künstlerinnen und Künstler für ihre Sonntags-Matineen im Hessischen Justizministerium zu gewinnen. Ihre Einladungsliste liest sich schon nach fünfzehn Jahren wie ein „Wer ist wer“ der deutschen Musiker- und Schauspieler-Elite.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch dieses Mal kam mit Edith Peinemann eine der profiliertesten Geigerinnen des 20. Jahrhunderts. Die aus Mainz stammende Künstlerin hatte bereits im Alter von 19 Jahren den ARD-Wettbewerb gewonnen und mit Dirigenten-Legenden wie Joseph Keilberth, Max Rudolf und George Szell zusammen gearbeitet, lernte als 18-Jährige den Komponisten Paul Hindemith kennen. Heute gehört sie selbst zu den Persönlichkeiten, die für Generationen ein Vorbild ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gemeinsam mit der Wiesbadener Pianistin Makiko Takeda-Herms, Professorin an der Mainzer Musikhochschule und Mitbegründerin der „amici dell'arte“, gestaltete sie nun einen außergewöhnlichen Vormittag mit Werken von Brahms, Debussy und Beethoven. Ihrer Guarneri del Gesù-Violine aus dem Jahre 1732, baugleich mit Paganinis „Kanone“, entlockte sie dabei einen zumeist vollen, üppigen Ton, der zugleich einen ganz eigentümlich rauen Charme versprühte. Warm und herb sind bei ihr keine unvereinbaren Antipoden. Mit natürlicher Kraft und klar formulierender Interpretation nahm sie sich der Brahms-Sonate A-Dur op. 100 an, beeindruckte mit ihrer Virtuosität in Debussys Sonate pour violon et piano und begeisterte mit klanglicher Vielseitigkeit im Variationensatz von Beethovens Sonate A-Dur op. 47.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zupackend hielt Makiko Takeda-Herms am Flügel die Musik stets im Fluss, lotete die die musikalischen Tiefen empfindsam aus und erspürte Motive und Zusammenhänge unbeirrt und mit großer Anteilnahme. In gemeinsam geführten Dialogen gestalteten die beiden Musikerinnen die oft gegensätzlich wirkenden Dichtegrade, bewiesen beide einen untrüglichen Sinn für gezielt eingesetzte und authentisch wirksame Effekte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;Das nächste Konzert findet am 19. Oktober um 11 Uhr statt. Der Pianist Pascal Devoyon spielt dann Mozarts Sonate B-Dur, Balladen von Fréderic Chopin und die „Kreisleriana“ von Robert Schumann. Karten unter www.amicidellarte.de&lt;/blockquote&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/19105699-842403834442870787?l=wiesbaden-kultur.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='related' href='http://www.amicidellarte.de' title='Edith Peinemann und Makiko Takeda-Herms mit Brahms, Debussy und Beethoven in Wiesbaden'/><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/feeds/842403834442870787/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=19105699&amp;postID=842403834442870787&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/842403834442870787'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/842403834442870787'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/2008/09/edith-peinemann-und-makiko-takeda-herms.html' title='Edith Peinemann und Makiko Takeda-Herms mit Brahms, Debussy und Beethoven in Wiesbaden'/><author><name>Daniel Honsack</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15248419407914423138</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_brq7NEMwNF8/Skd3DSAj4yI/AAAAAAAAAHs/XyynhTWB0m4/S220/Daniel_Kopf+090624.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-19105699.post-6749247555593953474</id><published>2008-09-08T14:46:00.002+02:00</published><updated>2008-09-08T14:49:07.800+02:00</updated><title type='text'>Mozarts "Don Giovanni" zur Spielzeit-Eröffnung am Staatstheater Wiesbaden</title><content type='html'>Carlos Wagner beginnt die Spielzeit am Wiesbadener Staatstheater mit einem klug inszenierten „Don Giovanni“.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Engel der Rache ist allgegenwärtig. Nur sehen kann ihn keiner. Dennoch steht Don Giovannis frevlerische Tat, die er zu Beginn von Wolfgang Amadeus Mozarts gleichnamiger Oper begeht, Unheil verkündend über allem, was später geschieht. Im Wiesbadener Staatstheater wurde die erste Premiere der Spielzeit von Regisseur Carlos Wagner klug und einfühlsam, verführerisch und unmittelbar über die Bühne gebracht. Von Anfang an wird klar, dass er mit der Geschichte und den Personen etwas anzufangen weiß. Es gibt keine müden Momente, keine ungewollten Brüche und vor allem keinen szenischen Leerlauf. Die Übergänge sind fließend und es funktioniert einwandfrei, wenn er Akteure noch eine Weile auf der Bühne belässt, auch wenn ihr Auftritt schon vorüber ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Regisseur lässt den reichen Schnösel auf eine Clique halbstarker Halbweltler treffen, aus denen er sich die scheinbar willige Zerlina heraus fischt und in Masetto einen prolligen, daher unwürdigen Gegner findet. Das rauschende Fest im ersten Akt wird zum schemenhaften Disco-Vergnügen, in das die gehobene Gesellschaft bewusst recht deplaziert arrangiert wird. Für die gesamte Oper haben Riafil Ajdarpasic und Ariane Isabell Unfried eine gefällige steinerne Einheitskulisse geschaffen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Thomas J. Mayer strotzt in Don Giovannis Haut nur so vor Selbstbewusstsein und Egomanie. Für ihn ist alles ein großer Spaß, sein zur Schau getragener Verschleiß an Frauen gar eine Wohltat am weiblichen Geschlecht. Auf wessen Kosten seine Umtriebe gehen, schert ihn kaum, auch seinen Diener Leporello kann er schließlich, wenn es etwas schwieriger wird, mit Geld wieder für sich gewinnen. Mayer gelingt es während der kompletten Spieldauer auf gleichbleibend hohem Präsenz-Niveau zu agieren. Stimmlich kann er mühelos den hohen Anforderungen gerecht werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Tatiana Plotnikova wirkt als Donna Anna neben ihm eher sanft und legt auch in ihre Stimme viel Wärme, die mit zunehmender Verzweiflung aber auch scharfe Töne annehmen kann. Donna Elvira ist mit Aga Mikolaj sehr stark und hell timbriert besetzt. Dem ausgesprochen verschmitzt gezeichneten Leporello, der die eroberten Frauen seines Herrn auf dem Leib tätowiert spazieren führt, leiht Hye-Soo Sonn neben seinem Spielwitz auch eine angenehm offene Stimme. Jud Perry übernimmt Don Ottavio kultiviert, Brett Carter ist das zupackende Gegenstück Masetto, Emma Pearson überzeugt restlos als patente Zerlina.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unter der Leitung von Generalmusikdirektor Marc Piollet ist das Orchester einmal mehr nicht nur verlässlicher Partner des Ensembles sondern gewichtiger Akteur, ebenso eigenständig setzt der Chor gestalterische Akzente.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;Aufführungen unter anderem am 10., 14., 18., 21. und 27. September.&lt;br /&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Veröffentlicht u.a. in der Frankfurter Neuen Presse&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/19105699-6749247555593953474?l=wiesbaden-kultur.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='related' href='http://www.staatstheater-wiesbaden.de/html/stueckframe.asp?werkid=1700' title='Mozarts &quot;Don Giovanni&quot; zur Spielzeit-Eröffnung am Staatstheater Wiesbaden'/><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/feeds/6749247555593953474/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=19105699&amp;postID=6749247555593953474&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/6749247555593953474'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/6749247555593953474'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/2008/09/mozarts-don-giovanni-zur-spielzeit.html' title='Mozarts &quot;Don Giovanni&quot; zur Spielzeit-Eröffnung am Staatstheater Wiesbaden'/><author><name>Daniel Honsack</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15248419407914423138</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_brq7NEMwNF8/Skd3DSAj4yI/AAAAAAAAAHs/XyynhTWB0m4/S220/Daniel_Kopf+090624.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-19105699.post-6577331171631598445</id><published>2008-09-06T11:01:00.002+02:00</published><updated>2008-09-06T11:05:09.029+02:00</updated><title type='text'>Faltsch Wagoni feiern Silberhochzeit</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://www.faltsch-wagoni.de/Neue_Dateien/Downloadfotos/Foto_mit_Rahmen.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer; width: 200px;" src="http://www.faltsch-wagoni.de/Neue_Dateien/Downloadfotos/Foto_mit_Rahmen.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Das Plakat zur Show sieht nach Klamauk aus. Eine Frau mit Wischmop auf dem Kopf und ein Mann mit albern verzerrter Fratze laden zum „Best-of-Programm“. Wer nicht weiß, was auf ihn zukommt, denkt bei sich: Das kann ja heiter werden. Und das wird es in der Tat. Nur selten kommt man heute noch aus dem Kabarett und fühlt sich aufs Allerbeste unterhalten. Genau das gelingt „Faltsch Wagoni“, dem Münchner Duo aus Silvana Prosperi und Thomas Busse. Witz und Geist, Blödelei und Tiefsinn gehören also doch zusammen, atmet man nach dem Abend im Unterhaus erleichtert auf. Denn die klugen, spritzigen und in irrem Tempo vorgetragenen Dialoge sind gleichermaßen kunstvoll wie verblüffend banal. Doch Vorsicht: Der Witz liegt im Detail und das will herausgehört werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die beiden Routiniers plaudern ohne Ermüdungserscheinungen aus ihrem Silberhochzeitsdasein. „Dein Schweigen auf meine stumme Frage - als du nichts sagtes, als ich dir meine Liebe verschwieg“. Wer zu lange braucht, um die mehrfache Verneinung zu entschlüsseln, hat Pech gehabt, es geht gleich weiter. Doch gerade solche zunächst nur auf die Pointe schielenden verdrehten Sätze entfalten eine ganz eigene Poesie. Anfangs gibt es Szenen, Bedürfnisse und Wünsche einer aufgebrauchten Ehe, ohne feurige Briefe, Brust-Toupets oder gemeinsames Zyankali-Schluken im Ernstfall. Doch sie sind bloß verhindert. Sie fiele ja eigentlich aus heiterem Himmel für ihn und er nähme 70 Pfund ab für sie, dann wäre sie nur halb so schwer. Das alles nimmt jedenfalls die Liebe in Kauf, gerade dann, wenn sie in einer derart gelungenen Mischung aus cooler Gelassenheit und gespielt übertriebener Empörung zelebriert wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der unaufdringliche und herzliche Sarkasmus zweier Menschen, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten (Frau und Mann eben), bricht sich pausenlos Bahn. Das alles wird in lebendige Musik gepackt. Sie mit rauem Chansonetten-Timbre, er mit der ganz selbstverständlich von Reinhard Mey ausgeliehenen Stimme. Gespielt wird mit allem, was Keller und Küche zu bieten haben: Kiesbett, Topf und Deckel, Gymnastikball oder Steppschuh. Die musikalischen Multitalente versuchen sich mit beachtlichem Erfolg an Gitarren, Mini-Akkordeon, singender Säge und Mundharmonika. Dazwischen ist Platz für leise Momente wie: „Auf Dauer ist mir meine Gesellschaft zu wenig“. Doch die heilenden Kräfte des Jammerns siegen. Urkomisch der Gangsta-Rap, bei dem ein Lederrock die Base-Drum gibt. Als Zugabe müssen zwei alte Tanten nicht etwa Tango, sondern gleich Pogo tanzen, und das ist auch des Müllers Pflicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Veröffentlicht in der Mainzer Allgemeinen Zeitung&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;&lt;span style="font-family: arial;"&gt;Foto: Jan Roeder&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/19105699-6577331171631598445?l=wiesbaden-kultur.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='related' href='http://www.faltsch-wagoni.de' title='Faltsch Wagoni feiern Silberhochzeit'/><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/feeds/6577331171631598445/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=19105699&amp;postID=6577331171631598445&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/6577331171631598445'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/6577331171631598445'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/2008/09/faltsch-wagoni-feiern-silberhochzeit.html' title='Faltsch Wagoni feiern Silberhochzeit'/><author><name>Daniel Honsack</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15248419407914423138</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_brq7NEMwNF8/Skd3DSAj4yI/AAAAAAAAAHs/XyynhTWB0m4/S220/Daniel_Kopf+090624.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-19105699.post-2142298742235363150</id><published>2008-09-05T14:49:00.003+02:00</published><updated>2008-09-08T14:52:51.277+02:00</updated><title type='text'>Neunte Wiederaufnahme der "Zauberflöte" an der Oper Frankfurt</title><content type='html'>Mozarts „Zauberflöte“ führt nach wie vor die Rangliste der beliebtesten Opern in Deutschland an. Auch in Frankfurt ist das Interesse ungebrochen, zum neunten Mal wird die Inszenierung von Alfred Kirchner in dieser Spielzeit wieder aufgenommen. Damit steht in wenigen Tagen, am 10. September, die 100. Vorstellung dieser Erfolgsproduktion an. Für den frisch ernannten Kapellmeister Erik Nielsen war die Leitung der Wiederaufnahme sicherlich keine Feuertaufe, kennt er die Musiker doch seit Jahren. Dennoch übertrug sich sein Ehrgeiz hörbar auf das Orchester, dem einmal mehr ein ausgesprochen dichter und vitaler Klang gelungen ist. Die vielen stimmungsvollen Kontraste und farbenfrohen Motive der „Zauberflöte“ sind in Nielsens Händen jedenfalls bestens aufgehoben. Neuerungen gibt es auch im Ensemble. Alfred Reiter zählt den Sarastro zu seinen Paraderollen und debütierte in Frankfurt mit beeindruckend erdiger Stimme und kantigem Spiel. Brenda Rae war erstmals als angenehm warm timbrierte und spannungsreich agierende Pamina zu erleben, während Victoria Joyce als Gast ausgerechnet die Spitzentöne der „Königin der Nacht“ nur sehr stumpf und angestrengt wider zu geben vermochte. Dem Tamino verlieh der finnische Tenor Jussi Myllys eine sehr agile Direktheit, stimmlich blieb er jedoch hinter seinen Möglichkeiten – er kann deutlich freier aussingen. Zu einem Dauer-Bonus tragen auch über die Jahre Bühnenbild und Kostüme von Michael Sowa und Vincent Callara bei. Allein an dem Wissenstempel aus gigantischen Bücherwänden kann man sich schwerlich satt sehen, die bizarren Sklaven und Riesen-Insekten haben längst Kultstatus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;Aufführungen unter anderem am 10., 12., 14. und 20. September&lt;/blockquote&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;&lt;br /&gt;Veröffentlicht in der Frankfurter Neuen Presse&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/19105699-2142298742235363150?l=wiesbaden-kultur.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='related' href='http://www.oper-frankfurt.de/index.cfm?siteid=265&amp;stueck=137' title='Neunte Wiederaufnahme der &quot;Zauberflöte&quot; an der Oper Frankfurt'/><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/feeds/2142298742235363150/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=19105699&amp;postID=2142298742235363150&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/2142298742235363150'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/2142298742235363150'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/2008/09/neunte-wiederaufnahme-der-zauberflte.html' title='Neunte Wiederaufnahme der &quot;Zauberflöte&quot; an der Oper Frankfurt'/><author><name>Daniel Honsack</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15248419407914423138</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_brq7NEMwNF8/Skd3DSAj4yI/AAAAAAAAAHs/XyynhTWB0m4/S220/Daniel_Kopf+090624.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-19105699.post-3784646328771240403</id><published>2008-09-05T10:20:00.004+02:00</published><updated>2008-09-15T16:37:07.639+02:00</updated><title type='text'>Jochen Busse über sein neues Programm</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://www.kabarett.com/VenskeBusse_2.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer; width: 200px;" src="http://www.kabarett.com/VenskeBusse_2.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Jochen Busse und Henning Venske haben sechs Programme lang an der Seite von Dieter Hildebrand bei der Münchner „Lach- und Schießgesellschaft“ gespielt. Nun treten sie wieder gemeinsam auf und sind zusammen mit dem Akkordeonisten Frank I. Grischek in der Brentanoscheune Oestrich-Winkel zu sehen. Wir sprachen mit Jochen Busse über sein Verhältnis zur Bühne und das aktuelle Programm „Legende trifft Urgestein“.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Was reizt Sie daran, wieder mehr direkt vor Menschen zu treten?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das ist ja meine Kernkompetenz, außerdem habe ich schon vor und während meiner Fernsehtätigkeit Theater gespielt. Es gibt ja schon viele Mittel, jemanden durch ein Fernsehspiel oder eine Comedy zu bekommen. Ich sehe mich daher manchmal genötigt, meinem Publikum zu zeigen, dass auch darstellerische Qualitäten in mir stecken. Zum anderen mag ich die Unmittelbarkeit, die Herausforderung, so einen Abend zu stemmen. Das ist eines der besten Anti-Aging-Mittel.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Sind die Menschen, die Sie aus dem Fernsehen kennen, erstaunt, wenn Sie sie auf der Bühne erleben? Bedienen Sie die Erwartungen?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Einige sagen: „Endlich sind Sie wieder zurück.“ Was ich merkwürdig finde, weil ich all die Jahre doch auch Theater gespielt habe. Manche sagen: „Im Fernsehen sind sie ganz anders.“ Das ist  ganz klar. Ich habe nach „Scheibenwischer“ und den Livesendungen der „Lach- und Schießgesellschaft“ in meiner ganzen Fernsehlaufbahn nichts anderes getan, als den etwas cholerischen, pingeligen Spießer zu spielen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Hat Sie die Medienpräsenz verändert?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eher privat. Man weiß genau, dass man eine Person öffentlichen Interesses ist. Da benimmt man sich entsprechend, eckt nicht an, schreit nicht über die Straße. Aber in meinem Spiel hat sich außer einer sehr starken Disziplin oder einer gewissen Arbeitsweise, Rollen zu verinnerlichen, nicht viel verändert. Im Fernsehen muss man aufpassen, dass man sich bei emotionalen Darstellungen mimisch nicht verliert. Das ist eine besondere Gesetzgebung. Die, die gar nichts machen, sind am Besten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Was erwartet die Besucher im Rheingau?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie sehen zwei Herren, die schon einiges erlebt haben, eine gewisse politische Haltung haben und immer wieder davon abrücken. Kein Einzelleistungsmarathon, sondern ein ineinander greifender, dialoglastiger Abend, der zudem noch durch einen fantastischen Akkordeonspieler ergänzt wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Worum geht es?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir kümmern uns nicht so sehr um die Gegenwart, sondern bringen eine kurze Abrechnung darüber, was wir in unserem Leben bisher geleistet haben und dann sprechen wir über die Zukunft. Wir spekulieren.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Lernen wir die Akteure auf diese Weise auch persönlich kennen?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diesmal nicht so sehr. Dazu waren wir zu lange auseinander. Dass ich bei RTL und Henning Gründungsmitglied der Grünen war, schwingt schon auch mit, doch das gegenseitige Aufziehen ist leider noch nicht dabei. Aber das haben wir auch noch vor, da steckt einiges an Potential drin.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;Termine: 6.September, 20 Uhr und 7. September, 19 Uhr. Karten und Informationen: www.brentanoscheune.de oder 01805-743464 &lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Veröffentlicht im Wiesbadener Tagblatt&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/19105699-3784646328771240403?l=wiesbaden-kultur.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/feeds/3784646328771240403/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=19105699&amp;postID=3784646328771240403&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/3784646328771240403'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/3784646328771240403'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/2008/09/jochen-busse-ber-sein-neues-programm.html' title='Jochen Busse über sein neues Programm'/><author><name>Daniel Honsack</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15248419407914423138</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_brq7NEMwNF8/Skd3DSAj4yI/AAAAAAAAAHs/XyynhTWB0m4/S220/Daniel_Kopf+090624.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-19105699.post-706033152001269852</id><published>2008-09-01T10:18:00.002+02:00</published><updated>2008-09-05T10:24:16.691+02:00</updated><title type='text'>Detlev Schönauer zu Gast in Massenheim</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://www.schoenauer.de/fotos/JB-3.gif"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer; width: 200px;" src="http://www.schoenauer.de/fotos/JB-3.gif" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Der Mann, der da so zielstrebig den Altar-Raum betritt, hat keine Predigt vorbereitet. Und er trägt kein historisches Instrument bei sich, um gleich den Raum mit barocken Klängen zu füllen. Detlev Schönauer ist zwar ursprünglich in der Tat Kirchenmusiker, doch die „Massenheimer Kultur-Szene“ (MAKS) hat ihn für ein „musikalisch-satirisches Kirchenkabarett“ eingeladen. Die meisten Besucher in der bestens besuchten evangelischen Kirche kennen ihn offensichtlich, denn seine zahlreichen Anspielungen und Zwischenbemerkungen zünden treffsicher. Schönauer tritt regelmäßig als Bistro-Betreiber Jaques in der SWR-Sendung „Spaß aus Mainz“ auf und hat sich einen gewissen Kultstatus erworben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jaques ist vor vielen Jahren nach Deutschland, allerdings nicht besonders weit, sondern gerade einmal ins Saarland gekommen. Dort hat er sich niedergelassen, gleich neben einer Kirche ein Bistro eröffnet und seinen Gästen so manche Schrulle abgeschaut. Schönauer bleibt zwar nicht konsequent in seiner Rolle, doch seine Ausflüge vom radebrechenden Franzosen zum nicht gerade sprachbewanderteren Saarländer nimmt ihm keiner krumm. Auch dass er sich nicht streng an die Vorgabe eines „Kirchenkabaretts“ hält, spielt keine Rolle.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Seine Späße haben Stammtisch-Niveau, allerdings in durchaus wohlmeinendem Sinne. Er greift Themen auf, die überall verhandelt werden könnten. Warum also nicht auch in der Kirche. Mit dem Glauben an sich ist er auch ganz einverstanden. „Es ist praktisch, wenn man gläubig ist, dann hat man immer einen , der dran schuld ist“, freit er sich mit dem Publikum. Und er überrascht die Kirchgänger mit einem ganz eigenen Blick in die Bibel. „Weil Moses ein Mann war, haben die Israeliten 40 Jahre gebraucht“, ist er überzeugt. „Eine Frau hätte nach dem Weg gefragt und wäre in zwei Jahren angekommen“, grinst er bübisch. Die lästige Warterei auf Moses und die zehn Gebote vor dem Berg Sinai wäre in Zeiten von E-Mail-Kommunikation wohl auch entfallen, glaubt er.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Besonders die katholischen Bräuche haben es ihm angetan. „Der Beichtstuhl ist wie eine Dusche“, meint er. „Das ist richtig toll, danach kann ich wieder von vorne anfangen“, missversteht er das Ritual mit geradezu diebischer Freude. Seine Vision in Sachen Buße: Eine Art „Drive-in“ mit Sonderangeboten. Zwischendrin setzt er sich ans E-Piano oder mimt den Vorsitzenden eines Kirchenchores und beweist zweifellos Milieukenntnis. Seine Querschläge zu gefälligen Klischees von Politiker-Schelte bis zu den vermeintlichen Höhepunkten des alltäglichen Geschlechterkampfs machen rechtzeitig vor der Grenze zur Geschmacklosigkeit halt. Auf diese Weise bescheren Jaques und Detlev Schönauer den Massenheimern einen rundum vergnüglichen Abend.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Veröffentlicht im Main-Taunus-Kurier&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/19105699-706033152001269852?l=wiesbaden-kultur.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/feeds/706033152001269852/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=19105699&amp;postID=706033152001269852&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/706033152001269852'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/706033152001269852'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/2008/09/detlev-schnauer-zu-gast-in-massenheim.html' title='Detlev Schönauer zu Gast in Massenheim'/><author><name>Daniel Honsack</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15248419407914423138</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_brq7NEMwNF8/Skd3DSAj4yI/AAAAAAAAAHs/XyynhTWB0m4/S220/Daniel_Kopf+090624.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-19105699.post-5747865171070224059</id><published>2008-08-30T10:14:00.000+02:00</published><updated>2008-09-05T10:18:56.464+02:00</updated><title type='text'>Opera Classica aus Rhein-Main kommt zur Uraufführung nach Dubrovnik</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_brq7NEMwNF8/SMDrXiVHt5I/AAAAAAAAADU/FVhm-yT5Xzw/s1600-h/100_0836.JPG"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer;" src="http://4.bp.blogspot.com/_brq7NEMwNF8/SMDrXiVHt5I/AAAAAAAAADU/FVhm-yT5Xzw/s320/100_0836.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5242448755844167570" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Für Michael Vaccaro ist diese Produktion ein weiterer Höhepunkt auf der Reise, die er mit seiner „Opera Classica“ vor fünf Jahren angetreten ist. Der Tenor ist mit der Zeit auch Regisseur, Organisator, Intendant und Bühnenbauer geworden und hat gemeinsam mit seiner Frau, der Sopranistin Romana Vaccaro seinerzeit begonnen, internationale Künstlerfreunde für die Idee einer freien Operntruppe zu begeistern. Seitdem hat es das Ensemble oft an malerische Orte gezogen. Allein in diesem Jahr standen neben den heimischen Burgen und Schlössern wie Hohenstein und Eppstein auch das Schloss Buc in Versailles und das Chateau de veves in Belgien auf dem Spielplan. Den Abschluss dieser Saison feierte „Opera Classica“ nun mit einer Uraufführung des kroatischen Komponisten Pero Šiša im Festungsturm Revelin der Stadtmauer von Dubrovnik.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als Direktor des Sinfonie-Orchesters von Dubrovnik kam Šiša vor einigen Jahren mit der „Opera Classica“ in Kontakt, die seitdem oft mit dem Orchester zusammen gearbeitet hat. Dennoch war es für alle Beteiligten eine besondere Herausforderung, gemeinsam diese Uraufführung aus der Taufe zu heben. Ganze zehn Tage hatten die Musiker Zeit, sich das Stück in intensiver Probenarbeit zu erarbeiten. Der Umstand, dass nun zunächst eine halb-szenische Werkschau stattfand, ist unter anderem diesem Zeitdruck geschuldet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nichtsdestotrotz konnten die Premierenbesucher eine eindrucksvolle Musik erleben. Die Klangsprache von Pero Šiša ist eher dem Verismo als der Moderne verpflichtet, wobei er mit seinen Ideen mitunter sehr zeitgenössisch umgeht. Die Kombination aus einprägsamen Melodien, üppiger Orchestrierung und so mancher Dissonanz, die zur Unterstreichung der Atmospähre dient, führt zu einer ausgesprochen spannungsreichen und packenden Oper. „Sirena“ hat die Geschichte der „Kleinen Meerjungfrau“ von Hans Christian Andersen sowie den Undine-Mythos zum Vorbild. Die Hauptrollen sind klassisch mit Tenor und Sopran besetzt, dadurch sind starke musikalische Momente möglich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Premierenbesetzung ließ in dieser Hinsicht dann auch keine Wünsche offen. Der bulgarische Tenor Boiko Zvetanov, derzeit am Opernhaus Zürich engagiert, versah die Partie mit einer ordentlichen Portion Pathos und konnte zudem mit einem sehr durchsetzungsfähigen Klang beeindrucken. In der Rolle der Sirene war Zvetelina Simeonova zu erleben, deren strahlende Stimme einen interessanten, leicht metallischen Einschlag besitzt, der ihr bei aller Jugendlichkeit eine gewisse Ernsthaftigkeit verleiht. Zudem trat Berislav Puškarić mit kraftvollem und angenehm kernigem Bass in der Rolle von Sirenes Vater auf.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit dem Ergebnis können Musiker und Veranstalter vollauf zufrieden sein. Im kommenden Jahr wollen sie wieder zusammen arbeiten. Dann vielleicht auf dem Dach des Turmes mit seinem stimmungsvollen Ausblick auf den Hafen und das Mittelmeer. Außerdem ist eine Produktion in Zypern geplant, verrät Michael Vaccaro schon jetzt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Veröffentlicht im Wiesbadener Tagblatt&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/19105699-5747865171070224059?l=wiesbaden-kultur.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='related' href='http://www.operaclassica.de' title='Opera Classica aus Rhein-Main kommt zur Uraufführung nach Dubrovnik'/><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/feeds/5747865171070224059/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=19105699&amp;postID=5747865171070224059&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/5747865171070224059'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/5747865171070224059'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/2008/09/opera-classica-aus-rhein-main-kommt-zur.html' title='Opera Classica aus Rhein-Main kommt zur Uraufführung nach Dubrovnik'/><author><name>Daniel Honsack</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15248419407914423138</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_brq7NEMwNF8/Skd3DSAj4yI/AAAAAAAAAHs/XyynhTWB0m4/S220/Daniel_Kopf+090624.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_brq7NEMwNF8/SMDrXiVHt5I/AAAAAAAAADU/FVhm-yT5Xzw/s72-c/100_0836.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-19105699.post-7109897582135293398</id><published>2008-08-25T13:41:00.003+02:00</published><updated>2008-08-25T13:43:11.321+02:00</updated><title type='text'>Kunstfest Weimar eröffnet mit Gedenken an KZ Buchenwald</title><content type='html'>&lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Es gehört mittlerweile zur Tradition des Weimarer Kunstfests und mit ihm auch der Staatskapelle Weimar, vor Beginn der vielen Veranstaltungen mit Musik, Tanz, Theater und Ausstellung die Erinnerung an die Greueltaten zu stellen, die wenige Kilometer und nur ein paar Jahrzehnte entfernt stattgefunden haben. „Gedächtnis Buchenwald“ heißt dieser Vor-Auftakt in der Weimarhalle, der in diesem Jahr besonders denk- und erinnerungswürdig ausgefallen ist. Da war zunächst der unsagbar eindrucksvolle und empfindsame, gleichermaßen kluge und durchdringende Vortrag von Hortensia Völckers, Vorstand und Künstlerische Direktorin der Kulturstiftung des Bundes. Nach den Pflichtbeiträgen von Festival-Chefin Nike Wagner und dem Beauftragten für Kultur und Medien, Bernd Neumman, wagte sie ureigene Gedanken und Gefühle wie einen scharfen analytischen Gegenwartsblick.&lt;/p&gt;&lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;„Es bleibt eine Kluft“, so sagt sie, wenn sie an Buchenwald denkt. „Auf der steinigen Lichtung des Appelplatzes von Buchenwald dehnen sich die großen Worte Humanität und Barbarei, Terror und Würde zu einem Raum, in dem die furchtbaren Bilder aus den Erzählungen drängen“, formulierte sie eingangs. Doch auch die Ohnmacht dieser Wahrnehmung ist ihr bewusst. „Die Wirkung von Wissen ist begrenzt“, formuliert sie schlicht wie treffend. Und weiter: „Auch den schrecklichsten Bildern fehlt der Ton, der Geruch, die Angst auf dem Appelplatz stößt mein Vorstellungvermögen an Grenzen.“ Ganz persönlich wird sie, wenn sie bekennt: „Etwas in mir kann sich damit nicht abfinden“.&lt;/p&gt;&lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Ähnlich verhält es sich mit der Kunst, die das Unsagbare versucht, zu formulieren. „Kunstwerke können mit Opfern schreien und mit Lebenden trauern“, weiß sie. Aber: „Sie können Gegenwelten entwerfen, die den Skandal der Wirklichkeit demonstrieren.“ Damit wird ihnen ein wenig Macht zuteil. Hanns Eislers „Deutsche Sinfonie“, die später gespielt wird, charakterisiert sie treffend als „ausgespannt zwischen Zorn und Trauer, Erkenntnis, Klassenkampf und dem Erbarmen. Sie endet mit einem Imperativ: seht, unsere Sohne – taub und blutbefleckt. Wärmt sie, es ist ihnen kalt.“&lt;/p&gt;&lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Eisslers Hauptwerk, die „Deutsche Symphonie“, spielt die Staatskapelle und singen der Gewandhaus-Chor Leipzig sowie der Ernst Senff Chor Berlin unter der Leitung von Lothar Zagrosek mit einem hohen Maß an Ausdrucksvermögen und ohne falsches Pathos. Acht Vokalsätze und drei instrumentale Sätze fügen sich zu einem monumentalen und doch oft intim vereinnahmenden Werk zusammen. Zumeist sind es Texte von Berthold Brecht, die Eissler verwendet hat. „O Deutschland, bleiche Mutter“, etwa. Margarete Joswig (Alt) besingt mit Brecht eindringlich Deutschlands „wahre Führer“, die in den Konzentrationslagern eingepfercht sind und ermordet werden. Der knappe fünfte Satz „In Sonnenburg“ erinnert an das Konzentrationslager, in dem 1933 Erich Mühsam, Carl von Ossietzky und der KPD-Reichstagsabgeordnete Erich Schnelle litten.&lt;/p&gt;&lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Das Kunstfest wagt sich mit dieser Aufführung an ein Stück Musikgeschichte heran, das gleichzeitig enorm politisch ist. Das Stück wird heute kaum mehr aufgeführt und dass es in Weimar nun wieder Beachtung findet, gehört zu den mutigen Leistungen des diesjährigen Kunstfests.&lt;/p&gt;&lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Veröffentlicht im Neuen Deutschland&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/19105699-7109897582135293398?l=wiesbaden-kultur.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='related' href='http://www.neues-deutschland.de/artikel/134337.buchenwald-zum-gedenken.html' title='Kunstfest Weimar eröffnet mit Gedenken an KZ Buchenwald'/><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/feeds/7109897582135293398/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=19105699&amp;postID=7109897582135293398&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/7109897582135293398'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/7109897582135293398'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/2008/08/kunstfest-weimar-erffnet-mit-gedenken.html' title='Kunstfest Weimar eröffnet mit Gedenken an KZ Buchenwald'/><author><name>Daniel Honsack</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15248419407914423138</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_brq7NEMwNF8/Skd3DSAj4yI/AAAAAAAAAHs/XyynhTWB0m4/S220/Daniel_Kopf+090624.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-19105699.post-4922425320350458178</id><published>2008-08-19T13:00:00.004+02:00</published><updated>2008-08-19T13:02:13.657+02:00</updated><title type='text'>C.Beao liest aus ihrem ersten Buch "Stolper Schritte"</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_brq7NEMwNF8/SKqoFQT7JDI/AAAAAAAAADE/-1P34nua_CA/s1600-h/c.beao.JPG"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer;" src="http://1.bp.blogspot.com/_brq7NEMwNF8/SKqoFQT7JDI/AAAAAAAAADE/-1P34nua_CA/s200/c.beao.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5236182325002970162" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Die Autorin C. Beao stellt am &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Samstag, 23 August um 16 Uhr&lt;/span&gt; ihr Buch „Stolper Schritte" in der Eppsteiner Talkirche vor. Der autobiografische Text ist in Gedichtform gehalten und erzählt von einem Weg, der viele Stolperfallen aufweist und davon, wie die Erzählerin diesen begegnet. Die Lesung wird von Daniel Honsack mit Orgelimprovisationen begleitet. Eintritt frei, Spenden für die Kirchengemeinde sind willkommen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;C.Beao ist in Eppstein aufgewachsen und wurde in der Talkirche getauft und konfirmiert. Mit ihrem Werk hat sie schon vor vielen Jahren begonnen. Es hat sie bei ihrer Entwicklung, bei einigen Höhen und zahlreichen Tiefen begleitet. Auf eindrucksvolle, mitunter ergreifende Art lässt sie ihren Gedanken freien Lauf, lässt den Leser an ihren Konflikten teilhaben, die sie immer wieder im Dialog mit fiktiven, für sie aber sehr realen und zum teil existenziell notwendigen Figuren zu bewältigen sucht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im vergangenen Jahr hat sie epische Gedicht abgeschlossen und einen Verlag gefunden. Seitdem sucht sie auch die Öffentlichkeit. Gerade wurde eines ihrer Gedichte auch in die Anthologie der Bibliothek Deutschsprachiger Gedichte aufgenommen. &lt;a href="http://www.stolperschritte.de/" target="_blank"&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/19105699-4922425320350458178?l=wiesbaden-kultur.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='related' href='http://www.stolperschritte.de' title='C.Beao liest aus ihrem ersten Buch &quot;Stolper Schritte&quot;'/><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/feeds/4922425320350458178/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=19105699&amp;postID=4922425320350458178&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/4922425320350458178'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/4922425320350458178'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/2008/08/cbeao-liest-aus-ihrem-ersten-buch.html' title='C.Beao liest aus ihrem ersten Buch &quot;Stolper Schritte&quot;'/><author><name>Daniel Honsack</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15248419407914423138</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_brq7NEMwNF8/Skd3DSAj4yI/AAAAAAAAAHs/XyynhTWB0m4/S220/Daniel_Kopf+090624.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_brq7NEMwNF8/SKqoFQT7JDI/AAAAAAAAADE/-1P34nua_CA/s72-c/c.beao.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-19105699.post-878461491151357465</id><published>2008-08-17T13:37:00.003+02:00</published><updated>2008-08-17T13:42:11.173+02:00</updated><title type='text'>Tecchler-Trio mit Haydn, Schostakowitsch und Rachmaninow</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://www.tecchlertrio.com/download/p897324470.php"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer; width: 200px;" src="http://www.tecchlertrio.com/download/p897324470.php" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Nur zwei Tage nachdem der junge Pianist Joseph Moog in Schloss Waldthausen restlos überzeugt hat, holte der Mainzer Musiksommer drei weitere Jungstars an diesen Ort. Das „Tecchler Trio“ gehört spätestens seit dem ersten Preis beim ARD-Wettbewerb im vergangenen Jahr zu den hoffnungsvollsten Nachwuchs-Ensembles der Republik.  &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Joseph Haydn ist einer der Komponisten, dessen Werke in der Ausführung immer wieder gerne unterschätzt werden. Ähnlich wie die Musik Mozarts klingen seine Stücke oft leichtgängig und unbeschwert. Doch blickt man etwas tiefer in die Partituren, merkt man rasch, dass sich hinter dieser scheinbaren Schwerelosigkeit oft vertrackte musikalische Konstrukte verbergen. Diese gilt es mit großer Sorgfalt und nicht zuletzt einem gehörigen Schuss künstlerischer Eingebung und Neugier zu erkunden und in eine sorgfältig ausgedachte Interpretation zu gießen. Im Klaviertrio Es-Dur Hob. XV:28 ist dem „Tecchler Trio“ dieses Kunststück außerordentlich gut gelungen. Gerade das Finale geriet den drei Musikern im besten Sinne gefällig, glatt und geschmeidig. Hier war kein Widerstand zu spüren, keine Reibung, sondern einzig und allein munteres Musizieren.&lt;/p&gt;  &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Dass es das Klaviertrio Nr. 1 in c-Moll op. 8 von Dmitri Schostakowitsch in sich hat, lässt sich dann schon leichter erahnen. Doch auch hier machte sich das junge Ensemble mit viel Beherztheit und Elan an die Aufgabe heran. Intensive, lang gezogene Striche nutzten Esther Hoppe (Violine) und Maximilian Hornung (Violoncello) weidlich aus. Auch wenn der Ton fordernder und das Tempo rascher wurde, geriet nichts an Direktheit und Tiefe verloren. Während die beiden Streicher mit vollem Klang auffielen, punktete Benjamin Engeli am Klavier mit treffsicheren Läufen und einem außergewöhnlich durchdachtem Anschlag. Die Korrespondenz untereinander riss dabei nie ab.&lt;/p&gt;    &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Schließlich warf das „Tecchler Trio“ seine ganze Vielseitigkeit im „Trio élégiaque“ Nr. 2 d-Moll op.9 von Sergej Rachmaninov in die Waagschale. Der Klang hielt sich satt und wohl differenziert. Die zahlreichen emotionalen Wechselbäder gerieten authentisch und voller ehrlicher Unmittelbarkeit. Das alles auf höchstem technischem Niveau, das so gut wie keine Patzer zuließ. Auf diesem sicherem Fundament nutzten die drei jungen Musiker alle ihre daraus resultierenden Freiheiten aus, um sich voll und ganz einer schlüssigen und spannungsreichen Interpretation zu widmen.&lt;/p&gt;&lt;p  style="margin-bottom: 0cm;font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Die Aufzeichnung des Konzertes ist am 24. November um 20.03 Uhr in SWR2 zu hören.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p  style="margin-bottom: 0cm;font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Das nächste Konzert des Mainzer Musiksommers findet am 19. August um 20 Uhr im Kreuzgang von St. Stephan statt. Das „Stuttgart Radio Brass“ spielt Werke von Bach, Händel, Gabrieli und anderen alten Meistern.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p  style="margin-bottom: 0cm;font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Karten und Informationen: &lt;a href="http://www.mainzer-musiksommer.de/"&gt;www.mainzer-musiksommer.de&lt;/a&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="text-decoration: underline;font-family:arial;" &gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-size:100%;" &gt;Veröffentlicht in der Mainzer Allgemeinen Zeitung&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: arial;"&gt;Foto: www.tecchlertrio.com&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/19105699-878461491151357465?l=wiesbaden-kultur.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='related' href='http://www.tecchlertrio.com/' title='Tecchler-Trio mit Haydn, Schostakowitsch und Rachmaninow'/><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/feeds/878461491151357465/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=19105699&amp;postID=878461491151357465&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/878461491151357465'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/878461491151357465'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/2008/08/nur-zwei-tage-nachdem-der-junge-pianist.html' title='Tecchler-Trio mit Haydn, Schostakowitsch und Rachmaninow'/><author><name>Daniel Honsack</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15248419407914423138</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_brq7NEMwNF8/Skd3DSAj4yI/AAAAAAAAAHs/XyynhTWB0m4/S220/Daniel_Kopf+090624.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-19105699.post-9205220710140633674</id><published>2008-08-17T13:36:00.001+02:00</published><updated>2008-08-17T13:37:56.335+02:00</updated><title type='text'>Jochen Kowalski und der Swing</title><content type='html'>&lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;„Der Saal ist so schön, da kann man nur Musik machen!“. Eigentlich hat es David Canisius nicht nötig, sich auf diese Weise bei seinem Publikum im Wiesbadener Kurhaus einzuschmeicheln. Was er mit seinem „Capital Dance Orchestra“ auf die Beine stellt, macht schon Laune genug. Die heute ungewohnte Besetzung aus zwei Trompeten, einer Posaune, drei Saxophonen, drei Geigen und der Rhythmusgruppe wirkt vom ersten Augenblick an. Die Instrumental-Titel kommen gut gelaunt und knackig daher, swingende Titel aus den 20er und 30er Jahren des 20. Jahrhunderts wirbeln befreit durch die Gegend.&lt;/p&gt;  &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Dann tritt ein Mann auf die Bühne und setzt in höchsten Töne an. „Wir machen Musik, da geht euch der Bart ab“ trällert er im Falsett und keiner wundert sich. Jochen Kowalski ist seit den 80er Jahren einer der renommiertesten und vor allem beständigsten Countertenöre der Republik und trotz aller Umwerbungen seit 1983 der Komischen Oper Berlin treu geblieben. So viel Heimatbewusstsein belohnte der Berliner Senat denn auch mit dem Titel eines Kammersängers. Kowalski wirkt auf der Bühne vor allem bei den Moderationen so bodenständig, dass man es kaum glauben mag. Mit seinen etwas überformten Theatergesten trifft er genau den Nerv der Schlager, die er zum Besten gibt.&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Sein Publikum hat Jochen Kowalski sofort im Griff. Nachdem er es an die ungewöhnliche Kombination von Altus und Swing gewöhnt hat, schaltet er noch einen Gang weiter und singt in russischer Sprache. Der frühere DDR-Bürger schlägt aus seiner Herkunft sympathisch Kapital und gräbt die Unterhaltungsmusik unter den Trümmern der untergegangenen Sowjetunion hervor. „Darum sind wir Piloten“, schmettert er den Propagandajazz von 1945 aus dem Film „Die Himmelskutsche“. Darin behauten die männlichen Vertreter einer Fliegerstaffel, ihre Maschinen mehr zu lieben als die Frauen. „Beim nächsten Mal singe ich das Frauenlied“, kichert Kowalski und säuselt ein „Spakoinoij Notschij“ (Gute Nacht) aus der Feder des „Katjuscha“-Komponisten Matwej Blanter hinterher. Garniert wird das ganze später noch mit einem kleinen Brecht-Weill-Sahnehäubchen.&lt;/p&gt;&lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Veröffentlicht u.a. in der Frankfurter Neuen Presse&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/19105699-9205220710140633674?l=wiesbaden-kultur.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='related' href='http://www.jochen-kowalski.de/' title='Jochen Kowalski und der Swing'/><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/feeds/9205220710140633674/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=19105699&amp;postID=9205220710140633674&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/9205220710140633674'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/9205220710140633674'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/2008/08/jochen-kowalski-und-der-swing.html' title='Jochen Kowalski und der Swing'/><author><name>Daniel Honsack</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15248419407914423138</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_brq7NEMwNF8/Skd3DSAj4yI/AAAAAAAAAHs/XyynhTWB0m4/S220/Daniel_Kopf+090624.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-19105699.post-3373555051324187862</id><published>2008-08-15T13:37:00.003+02:00</published><updated>2008-08-15T13:40:16.618+02:00</updated><title type='text'>Beeindruckender Klavierabend mit Joseph Moog</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://www.josephmoog.de/img/JMoogRA5J6192g.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer; width: 200px;" src="http://www.josephmoog.de/img/JMoogRA5J6192g.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Erst 20 Jahre alt, zeigt Joseph Moog doch, was er an musikalischer Reife zu bieten hat. Mit seinem Klavierabend in Schloss Waldthausen hat er beim Mainzer Musiksommer bewiesen, dass durchdachte Interpretationen nicht nur die Sache alter Hasen sein müssen.&lt;br /&gt;&lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Joseph Moog gehört bereits jetzt zu den spannendsten Talenten auf dem Klaviersektor. Neben allen Komponenten und Ausbildungsstationen eines ordentlichen Wunderkindes bringt er vor allem eine außergewöhnliche Portion an musikalischer Gelassenheit mit. Wenn man ihn hört, spürt man Spannung, aber keine Verkrampfung. Man erlebt Ehrgeiz aber keine Verbissenheit. Damit hebt sich der junge Pianist aus Neustadt an der Weinstraße angenehm aus dem Überangebot höchst talentierter, aber oft überzüchteter Jung-Stars heraus.&lt;/p&gt;  &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Dem Mainzer Musiksommer ist es zu verdanken, dass er diese Entdeckung in sein Programm aufgenommen hat. Moog ist indes gerade hierzulande kein unbeschriebenes Blatt. Er trat bereits mit den wichtigen rheinland-pfälzischen Klangkörpern auf und war bei den renommierten Festivals im Rheingau, in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern zu Gast. In den vergangenen Jahren kamen zusätzliche Erfolge in Form von Preisen und Auszeichnungen dazu.&lt;/p&gt;  &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;In Mainz entzog er sich dem Festival-Schwerpunkt konsequent ohne jeglichen Versuch der Anbiederung. Alte Musik gab es einfach nicht zu hören. Er spannte den Bogen lieber von Beethoven über Chopin, Brahms und Skrjabin bis Liszt und bezeugte damit sein Interesse für das 18. und 19. Jahrhundert. Dabei war sein Programm vollgestopft mit pianistischen Höhepunkten. Darunter Franz Liszts „Ungarische Rhapsodie“ in cis-Moll und die „Grande Polonaise brillate“ in Es-Dur op. 22 von Frédéric Chopin.&lt;/p&gt;    &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Ähnlich wie in Ludwig van Beethovens „Waldsteinsonate“ überzeugte Moog dort überall vor allem mit seiner unbändigen Lust an authentisch vermittelten Klangfarben. Note für Note schöpft er aus einem schier endlos scheinenden poetischen Kraftpotential, mit dem er große Linien und plastische Formen modelliert. Die Sicherheit, mit der er sogar dichteste Harmoniestrukturen durchkämmt ist enorm. In den schnellen Sätzen flitzt er unbeirrt durch die Passagen, ohne dabei aber oberflächlich zu erscheinen. Es gelingt ihm immer, die notwendige Tiefe auszuloten und wenn nötig Kontraste herzustellen. In Anlehnung an Waldsteins Ahnung, als Beethoven nach Wien ging, ließe sich zu Moog vielleicht formulieren: er erhielt Margulis' Geist aus Glemsers Händen. Die Geschichte hat gezeigt, dass der Graf mit seinem Haydn- und Mozart-Bezug nicht übertrieben hat.&lt;/p&gt;&lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-family: arial;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Weitere Konzerte beim Mainzer Musiksommer&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;16.8.: Tecchler Trio in Schloss Waldthausen&lt;br /&gt;19.8.: Stuttgart Radio Brass in St. Stephan&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-family: arial;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Der Klavierabend wird am 27.9. um 20.03 Uhr in SWR2 gesendet&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Veröffentlicht in der Mainzer Allgemeinen Zeitung&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;span style=";font-family:arial;font-size:78%;"  &gt;Foto: www.josephmoog.de&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/19105699-3373555051324187862?l=wiesbaden-kultur.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='related' href='http://www.josephmoog.de/' title='Beeindruckender Klavierabend mit Joseph Moog'/><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/feeds/3373555051324187862/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=19105699&amp;postID=3373555051324187862&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/3373555051324187862'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/3373555051324187862'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/2008/08/beeindruckender-klavierabend-mit-joseph.html' title='Beeindruckender Klavierabend mit Joseph Moog'/><author><name>Daniel Honsack</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15248419407914423138</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_brq7NEMwNF8/Skd3DSAj4yI/AAAAAAAAAHs/XyynhTWB0m4/S220/Daniel_Kopf+090624.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-19105699.post-1779923899325770239</id><published>2008-08-14T17:12:00.002+02:00</published><updated>2008-08-14T17:15:11.677+02:00</updated><title type='text'>Schüler erobern bei Move@School die Theaterbühne in Wiesbaden</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://www.main-rheiner.de/bilder/125858456.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer; width: 200px;" src="http://www.main-rheiner.de/bilder/125858456.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Laut ist es auf der Bühne und wuselig auch. Doch als die Musik beginnt, stehen sie ganz still da und warten auf ihre Zeichen. Erst laufen sie energisch von verschiedenen Seiten der Bühne her in die Mitte, bleiben dann stehen, strecken die Arme über ihre Köpfe und drehen sich ganz schnell um ihre eigene Achse. Dann wieder Ruhe. Vor allem die Jüngsten sind mit großem Eifer und erstaunlicher Disziplin mit von der Partie. Bei den Größeren wird es immer  wieder unruhig. Mal schubsen sich zwei gegenseitig an, mal ist das Mitteilungsbedürfnis allzu groß, um bis nach der Probe warten zu können.  &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Gabriel Sala muss manchmal energisch eingreifen. Gemeinsam mit Veronika Villar studiert er mit 112 Schülerinnen und Schülern von zwei Grundschulen, zwei Lernhilfe-Schulen und einer Haupt- und Realschule mit Förderstufe eine Choreografie ein. Die beiden Tänzer und Choreographen gehören zu dem riesigen Künstler-Team des Wiesbadener Staatstheaters, das sich für das Projekt „&lt;a href="mailto:Move@School"&gt;Move@School&lt;/a&gt;“ engagiert. Komponisten, Musiker und Tänzer erarbeiten ihre Teilprojekte mit den Schülern neben ihren normalen Diensten für das Theater in ihrer Freizeit.&lt;/p&gt;  &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Jede Woche kommen sie zu den Kindern und Jugendlichen zwischen zweiter und neunter Klasse in die Schulen, um in den Teilbereichen Komposition, musikalische Improvisation und Tanz zu arbeiten. Damit werden insgesamt 350 Schüler angesprochen, noch mehr als beim ersten Projekt im Jahr 2006. Am 1. November findet eine Gala im großen Haus statt, bei der die Ergebnisse präsentiert werden. Schirmherr ist Wiesbadens Oberbürgermeister Helmut Müller.&lt;/p&gt;  &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;„Wir sprechen viele Kinder an, die ansonsten keinerlei Erfahrung mit bürgerlicher Hochkultur machen“, berichtet Theaterpädagogin Priska Jansens während der Probe. Hier werden ihnen klassische Musik und spannende Geschichten ohne erhobenen Zeigefinger näher gebracht. „Mir kommt es darauf an, dass etwas konkret passiert“, betont die Jugendreferentin den praktischen Bezug. Die ehemalige Grundschul-Lehrerin und Theaterpädagogin Christine Rupp-Kuhl steht ihr organisatorisch zur Seite und berichtet von einem Mädchen, das nach dem vergangenen Projekt ein Praktikum am Theater absolviert hat. „Die Erfahrungen hier bringen die Kinder unheimlich weiter“, weiß sie aus Gesprächen mit „Ehemaligen“. „Es geht um Selbstbewusstsein und gerade beim Tanzen um ein spielerisches Ausprobieren des eigenen Körpers“, sagt sie.&lt;/p&gt;&lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;„Spannen, spannen!“, ruft Gabriel Sala in diesem Moment seinen jungen Tänzern zu. Unermüdlich fordert er die Kinder zu neuer Konzentration auf. Veronika Villar greift auch während der Einstudierung immer wieder ein, schiebt Ausreißer auf ihre Position oder verstärkt die Zeichen des Choreographen. Die Ideen zu den Figuren stammen übrigens größtenteils von den Kindern. Die Profis haben sie schließlich zu einer tanzbaren Fassung zusammengefügt. Sie erzählen die Geschichte vom Zauberlehrling nach der Musik von Paul Dukas nach dessen eigener Musik sowie Eric Saties „La belle excentrique“. Pate für „&lt;a href="mailto:move@school"&gt;move@school&lt;/a&gt;“ stand übrigens das legendäre „Rhythm is it“-Projekt von Simon Rattle.&lt;/p&gt;&lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;span style="font-family: arial;font-size:78%;" &gt;Foto: RMB/Heiko Kubenka&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/19105699-1779923899325770239?l=wiesbaden-kultur.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='related' href='http://www.staatstheater-wiesbaden.de' title='Schüler erobern bei Move@School die Theaterbühne in Wiesbaden'/><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/feeds/1779923899325770239/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=19105699&amp;postID=1779923899325770239&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/1779923899325770239'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/1779923899325770239'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/2008/08/schler-erobern-bei-moveschool-die.html' title='Schüler erobern bei Move@School die Theaterbühne in Wiesbaden'/><author><name>Daniel Honsack</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15248419407914423138</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_brq7NEMwNF8/Skd3DSAj4yI/AAAAAAAAAHs/XyynhTWB0m4/S220/Daniel_Kopf+090624.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-19105699.post-3801365687844567792</id><published>2008-08-11T12:33:00.002+02:00</published><updated>2008-08-12T08:38:28.495+02:00</updated><title type='text'>Beim Rheingau Musik Festival gastierte der Klarinettist Martin Fröst nicht nur als Musiker</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://www.martinfrost.se/images/mf_MB9036.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer; width: 200px;" src="http://www.martinfrost.se/images/mf_MB9036.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Die Frage, warum die ersten Geigen nun so zusammengequetscht am linken Rand der Bühne spielen müssen, wird rasch beantwortet. Wenn Anders Hillborg ein Solokonzert schreibt, dann hat er nicht nur Töne im Sinn. Schon gar nicht, wenn er genau weiß, für wen er komponiert. Vor genau zehn Jahren hat der schwedische Komponist sein Konzert für Klarinette und Orchester „Peacock Tales“ seinem Landsmann Martin Fröst gewidmet. Grund genug wohl, um nun beim Jubiläumskonzert im Wiesbadener Kurhaus selbst mit auf die Bühne zu kommen und sich den Applaus dafür abzuholen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zuvor hatte Fröst eine ungewöhnliche Vorstellung gegeben, die mal vorsichtig spähenden, mal vor Erzählungsfreude übersprudelnden Klänge mit Pantomime und Tanz verbunden. Dafür also der Platz, auf den die Geigen nun verzichten mussten. Das Stück ist streckenweise höchst virtuos und fordert vom Interpreten ein besonderes Maß an technischer Überlegenheit, zumal auch die darstellerischen Momenten viel Kraft binden. Unterhaltsam ist das Ergebnis allemal.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Göteborger Symphoniker hatten hier vor allem illustrierende Funktion, dafür konnten sie zuvor in „La Valse“ von Maurice Ravel und in der anschließenden „Symphonie fantastique“ op. 14a von Hector Berlioz ihre Qualitäten unter Beweis stellen. Ihr junger Chefdirigent Gustavo Dudamel steigerte sich dabei rückhaltlos in die Musik hinein und übertrug seine Energie unmittelbar auf die Orchestermitglieder, die ihm voller Begeisterung folgten. Bei aller Euphorie konnte Dudamel doch immer auch durch enorme Konzentration und die Fähigkeit, jederzeit klangliche Differenzierungen heraus zu arbeiten, überzeugen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Veröffentlicht in der Frankfurter Neuen Presse&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;&lt;span style="font-family: arial;"&gt;Foto: www.martinfrost.se&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/19105699-3801365687844567792?l=wiesbaden-kultur.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/feeds/3801365687844567792/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=19105699&amp;postID=3801365687844567792&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/3801365687844567792'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/3801365687844567792'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/2008/08/beim-rheingau-musik-festival-gastierte.html' title='Beim Rheingau Musik Festival gastierte der Klarinettist Martin Fröst nicht nur als Musiker'/><author><name>Daniel Honsack</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15248419407914423138</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_brq7NEMwNF8/Skd3DSAj4yI/AAAAAAAAAHs/XyynhTWB0m4/S220/Daniel_Kopf+090624.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-19105699.post-1854728885562008575</id><published>2008-08-10T08:36:00.002+02:00</published><updated>2008-08-12T08:38:10.450+02:00</updated><title type='text'>Hille Perl am Hof des Sonnenkönigs</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://www.hillenet.net/presservice/_resources/media/images/losotrosblacknwhite.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer; width: 200px;" src="http://www.hillenet.net/presservice/_resources/media/images/losotrosblacknwhite.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Es gibt Namen, die erwecken allein durch ihre Nennung bereits große Erwartungen. Zu diesem Personenkreis gehört ganz unzweifelhaft auch Hille Perl. Der aus Bremen stammende Musikerin ist es gelungen, sich eine Position zu erarbeiten, um die sie so mancher ihrer Kollegen sicherlich beneidet. Hille Perl gilt als Inbegriff für die gleichermaßen authentische wie zeitgemäße Vermittlung Alter Musik auf historischen Instrumenten. Seit Jahrzehnten bereits ist sie eine der prägenden Protagonisten der Szene. Zudem ist es ihr zu einem großen Teil zu verdanken, dass dieses Genre heute eine große Popularität weit über die eng gezogenen Expertenkreise hinaus genießt. &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Gemeinsam mit dem Saitenspezialisten Lee Santana hat die Gambistin bereits seit Beginn der 1980er Jahre zahlreiche außergewöhnliche Programme zusammengestellt und so manches Werk aus der jahrhundertelangen Vergessenheit heraus gerissen. Nun waren die beiden gemeinsam mit dem Gitarristen Steve Player beim Mainzer Musiksommer eingeladen. Für die drei Musiker eher ungewöhnlich war wohl der Rahmen. In der Villa Musica entsteht schnell eine intime Atmosphäre, die wenigen Plätze waren auch schon lange vor Beginn des Festivals ausverkauft.&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Neben dem großen Vorteil, ganz besonders nahe an den Künstlern zu sein, hat dieser Umstand allerdings auch so seine negativen Aspekte – auch wenn sie eher profaner Natur sind. So konnte, aus Furcht vor Störgeräuschen bei der Aufzeichnung durch den SWR, trotz der rasch eintretenden stickigen Hitze kein Fenster geöffnet werden. Ein Zugeständnis, das die hier so geforderte Konzentration des Zuhörers manchmal merklich in Mitleidenschaft zog.&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Nichtsdestotrotz konnten Hille Perl und „los Otros“, was soviel wie „die Anderen“ bedeutet, ihren Ruf einmal mehr untermauern. Diesmal erklang Musik aus den Gemächern von Louis XIV, jenem Sonnenkönig Frankreichs, der zwischen 1643 und 1715 in einer Weise regierte, die als Höhepunkt des Absolutismus gilt. Mit der Losung „Der Staat bin ich“ legte er seinen unteilbaren Herrschaftsanspruch fest. Zugleich aber regte seine luxuriöse Lebensweise ein reiches kulturelles Leben an. Viele Komponisten, die heute nicht mehr bekannt sind, wurden durch seine Gunst reich und berühmt.  &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Aus diesem Fundus hat das Trio eine ausgesprochen vielfarbige und darüber hinaus spannende Mischung zusammen gestellt. Allein in der „Suite du troisème livre de pièces de viole“ von Marin Marais kommt die musikalische Bandbreite einer ganzen Epoche zum Tragen. Den mitunter leidenschaftlichen, dann wieder sorgsam analytischen Interpretationen des Trios verdankten die Zuschauer schließlich einen aufschlussreichen Konzertabend.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Veröffentlicht in der Mainzer Allgemeinen Zeitung&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;&lt;span style="font-family: arial;"&gt;Foto: www.hillenet.net&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/19105699-1854728885562008575?l=wiesbaden-kultur.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='related' href='http://www.hillenet.net' title='Hille Perl am Hof des Sonnenkönigs'/><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/feeds/1854728885562008575/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=19105699&amp;postID=1854728885562008575&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/1854728885562008575'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/1854728885562008575'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/2008/08/hille-perl-am-hof-des-sonnenknigs.html' title='Hille Perl am Hof des Sonnenkönigs'/><author><name>Daniel Honsack</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15248419407914423138</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_brq7NEMwNF8/Skd3DSAj4yI/AAAAAAAAAHs/XyynhTWB0m4/S220/Daniel_Kopf+090624.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-19105699.post-2586212462752783266</id><published>2008-08-08T12:34:00.001+02:00</published><updated>2008-08-11T12:36:01.145+02:00</updated><title type='text'>Bad Hersfeld zeigt in dieser Spielzeit "La Traviata" und "Hänsel und Gretel"</title><content type='html'>&lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Auch wer die Oper nicht gerade zu seinen bevorzugten Hobbys zählt, gibt es doch das eine oder andere Exemplar, das ihm zumindest dem Namen nach bekannt ist. Bei Giuseppe Verdis „La Traviata“ hat sich zudem die Fernsehwerbung derart freizügig bedient, dass auch der Erstbesucher so manchen Takt munter mitsummen kann. In Bad Hersfeld hat Oper Tradition und erneut haben sich die Festspiel-Ausrichter zwei Publikumslieblinge vorgenommen.  &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Am ersten Abend also große italienische Oper. Wie enttäuschend ist es dann aber, zu erleben, wie die Protagonisten versuchen, große Gefühle in holprigem, prosaisch anmutendem Deutsch zu transportieren. Opernübersetzungen, die Erkenntnis hat sich eigentlich seit geraumer Zeit durchgesetzt, schaden dem Stück mehr als sie dem Verständnis dienen. Zumal in einem Betrieb, der ohnehin international ausgerichtet ist. Und wenn man die drei Hauptpartien mit koreanischen Künstlern besetzt, kann man ohnehin nicht mit Textverständlichkeit argumentieren. Vielleicht lohnt sich zukünftig die Investition in eine Übertitelungs-Anlage.&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Die Bühne teilen sich ausschließlich junge Sängerinnen und Sänger am Anfang ihrer Karriere und mit schmaler Repertoire-Erfahrung. Erfrischend wirkt das bei Su-Youn Kang, der Violetta des Abends. Für sie ist es die erste große Rolle außerhalb des Hochschulbetriebs und sie nimmt sich ihrer Partie mit einem erstaunlich hohem Maß an Überlegtheit und Reife an. Sie verfügt über eine angenehm leichte Stimme, die sicherlich noch wachsen kann. Schon jetzt aber hat die junge Sängerin sowohl die musikalische Tiefe als auch die klangliche Vielseitigkeit zu bieten, die hier notwendig ist. Sehr lebendig gestaltet sie ihr Duett mit Giorgio (solide: Young-Wook Kim), der sie bedrängt, von seinem Sohn Alfredo abzulassen. Authentisch vermittelt sie da den Schmerz um den drohenden Verlust. Im letzten Akt entfaltet sie ihre darstellerischen Qualitäten vollständig, wenn sie Leid und Zerbrechlichkeit ohne falsches Pathos vermittelt.&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Byoung-Nam Hwang gelingt es hingegen noch nicht ganz so überzeugend, sich die Partie des Alfredo anzueignen. Zu sehr ist er noch damit beschäftigt, alle ganze Kraft in seine Stimme zu stecken. Das wirkt mitunter angestrengt, wenngleich er immer wieder klangliche Glanzmomente liefern kann. Das Dvorak-Sinfonieorchester Prag vermittelt in der Stiftsruine unter Leitung von Siegfried Heinrich souverän die sich entwickelnde Atmosphäre, der Chor trägt wesentlich zum gelungen Gesamtbild bei. Dieter Reuscher hat eine recht farblose Inszenierung hingelegt. Für eine konsequent spartanische Einrichtung, die hier sicherlich angemessen ist, wirkt das Bühnenbild mit ein paar Korbmöbeln und zwei wackeligen Spiegel-Stelen einfach zu beliebig.   &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Mit Engelbert Humperdincks „Hänsel und Gretel“ kommt ein weiteres populäres Stück auf die Bühne. Hugo Wieg ist es deutlich besser geglückt, mit wenigen Mitteln eine ansprechende Produktion zu gestalten. Das musikalische Märchen wird zwischen beweglichen Wald-Elementen, Knusperhäuschen und der ärmlichen Behausung der Besenbinderfamilie erzählt. Die Geschwister Hänsel (Merit Ostermann) und Gretel (Julia Caroline Küsswetter) sind muntere Kinder mit einer Menge Flausen im Kopf. Beide gestalten ihre Rolle unprätentiös und verspielt. Kernig und voll engagiertem Spielwitz ist Johannes Wollrab als Vater, etwas verhaltener Claudia Götting als Mutter zu erleben. Die Knusperhexe wird von Brigitte Schweizer verwegen dargestellt. Höhepunkte sind sicherlich der Auftritt der 14 Engel der Ballettschule Karin Harth sowie der abschließende Kinderchor des Bach-Hauses Bad Hersfeld. Dazu motiviert Ekkehard Klemm das Dvorak-Sinfonieorchester Prag auf beständigem Niveau zu einer farbenfrohen Begleitmusik.&lt;/p&gt;&lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Veröffentlicht in der Frankfurter Neuen Presse&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/19105699-2586212462752783266?l=wiesbaden-kultur.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='related' href='http://www.oper-hersfeld.de' title='Bad Hersfeld zeigt in dieser Spielzeit &quot;La Traviata&quot; und &quot;Hänsel und Gretel&quot;'/><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/feeds/2586212462752783266/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=19105699&amp;postID=2586212462752783266&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/2586212462752783266'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/2586212462752783266'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/2008/08/bad-hersfeld-zeigt-in-dieser-spielzeit.html' title='Bad Hersfeld zeigt in dieser Spielzeit &quot;La Traviata&quot; und &quot;Hänsel und Gretel&quot;'/><author><name>Daniel Honsack</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15248419407914423138</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_brq7NEMwNF8/Skd3DSAj4yI/AAAAAAAAAHs/XyynhTWB0m4/S220/Daniel_Kopf+090624.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-19105699.post-7119837833325188228</id><published>2008-08-04T16:22:00.002+02:00</published><updated>2008-08-04T16:25:52.328+02:00</updated><title type='text'>Dieter Wedel erzält die Geschichte der "neuen" Nibelungen in Worms</title><content type='html'>&lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Das Nibelungenlied ist das zentrale Heldenepos, auf das sich die wüstesten Fantasien projiziert haben, bis hin zur wirren Vereinnahmung durch die Nationalsozialisten. In Worms wird die Geschichte um den blauäugigen Superhelden Siegfried und den Untergang der burgundischen Linie in der brennenden Halle des Hunnenkönigs Etzel seit nunmehr sieben Jahren pompös vor dem Nordportal des Doms zelebriert. Regisseur Dieter Wedel hat dafür zwei Vorlagen („Siegfrieds Frauen“ und „Die letzten Tage von Burgund“) von Moritz Rinke zur Verfügung, die er in diesem Jahr erstmals innerhalb einer Spielzeit aufführen lässt und gleichzeitig unter anderem durch die Verwendung von einschlägigen Texten Friedrich Hebbels neu auflegt.&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Heraus kommt ein bildermächtig und mit viel Pathos erzähltes Sagenwerk. Zentrale Motive sind Macht und Sex. So knapp lässt sich das problemlos zusammenfassen. Der schwache König Gunter (Roland Renner) hat die Staatsführung weitestgehend an Hagen (Uwe Bohm) abgegeben und sinnt in seiner dekadenten Langeweile vor allem darauf, seine Schwester unter die Haube zu bekommen und für sich eine adäquate Bettgefährtin aufzutreiben. Da kommt Siegfried (Robert Dölle) wie gerufen, denn der siegreiche Held heiratet nicht nur Kriemhild (Annett Renneberg) sondern besorgt, beschläft und domestiziert seinem König gleich noch die isländische Powerfrau Brünhild (Meret Becker).  &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Nach Hagens Meuchelmord bleiben zwei trauernde Witwen zurück. Kriemhild heiratet  Hunnenkönig Etzel, verliebt sich bald in ihn und scheint ihre alte Welt langsam verdrängt zu haben, bis die, erneut geleitet von Gunthers Libido, brachial in ihre Idylle reinplatzt. Die alten Wunden brechen wieder auf, jetzt hilft auch Hagens verleumderische Diplomatie nichts mehr. Das Kartenhaus aus Lüge, Verrat und Intrige, das  vorgeblich zu Gunsten des Burgunder-Staates aufgebaut wurde, fackelt buchstäblich ab.  &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Am ersten Abend sorgt vor allem Meret Becker für bewegende Augenblicke. Sie gibt die Brünhild nicht als männermordende Kampfmatrone, sondern wirkt seltsam zart und zerbrechlich. Dadurch wird unmittelbar deutlich, wie sehr sie betrogen wurde, sowohl um ihre Heimat als auch um ihre Liebe. Sie wird durch den Beischlaf mit Siegfried ihrer Kraft und Selbständigkeit beraubt und lebt fortan nur noch das Leben eines königlichen Anhängsels. Mit aller Macht prallen die beiden betrogenen Frauen später aufeinander. Die zeitweise versuchte Annäherung, die kurz auch homoerotische Züge anzunehmen schien, ist aufgerieben worden im Streit um den Besitzanspruch am toten Helden.  &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Die Rolle des Hagen macht Uwe Bohm indes zur zentralen Figur der Inszenierungen. An ihm ist es, die tölpelahfte Machtgier seines Regenten in zielführende Bahnen zu lenken. Dabei bricht er nach Belieben Moral und Recht im Sinne der Krone. Mit dem Sänger Volker von Alzey (Walter Plathe) führt Wedel zusätzlich eine Figur ein, die der Struktur erzählerischen Halt gibt.&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;In „Siegfrieds Frauen“ halten sich Licht und Dunkel noch die Waage. Der marode gesellschaftliche und private Kern kann oft noch hinter einer prachtvollen Fassade und einer vorgeblich heilen Welt verborgen werden.  Die „Letzten Tage von Burgund“ aber liegen von Beginn an unter einem Grauschleier, Wedel macht sehr deutlich, dass die allumfassende Katastrophe nicht mehr verhindert werden kann. Hier gibt es nur für einige kurze Momente wieder helles Licht, in dem Kriemhild im Hunnenland ihr neues Glück feiern darf, ohne die nahende Bedrohung ahnen zu müssen.&lt;/p&gt;&lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/19105699-7119837833325188228?l=wiesbaden-kultur.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='related' href='http://www.nibelungenfestspiele.de/' title='Dieter Wedel erzält die Geschichte der &quot;neuen&quot; Nibelungen in Worms'/><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/feeds/7119837833325188228/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=19105699&amp;postID=7119837833325188228&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/7119837833325188228'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/7119837833325188228'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/2008/08/dieter-wedel-erzlt-die-geschichte-der.html' title='Dieter Wedel erzält die Geschichte der &quot;neuen&quot; Nibelungen in Worms'/><author><name>Daniel Honsack</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15248419407914423138</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_brq7NEMwNF8/Skd3DSAj4yI/AAAAAAAAAHs/XyynhTWB0m4/S220/Daniel_Kopf+090624.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-19105699.post-472432426286827687</id><published>2008-08-01T13:41:00.002+02:00</published><updated>2008-08-04T13:43:13.261+02:00</updated><title type='text'>José Feliciano beim einzigen Deutschland-Auftritt auf der Festung Ehrenbreitstein</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_brq7NEMwNF8/SJbrRCjcYMI/AAAAAAAAACI/lI2LItA2ZqI/s1600-h/100_0655.JPG"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer;" src="http://1.bp.blogspot.com/_brq7NEMwNF8/SJbrRCjcYMI/AAAAAAAAACI/lI2LItA2ZqI/s200/100_0655.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5230626695213244610" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Das Weltkulturfestival „Horizonte“ findet in diesem Jahr zum sechsten Mal auf der Festung Ehrenbreitstein statt  und das in einer kompakten Form. Beide Bühnen stehen auf dem gleichen Gelände, nichts desto trotz ist der musikalische Andrang wie der des Publikums groß. Zum Auftakt boten die Organisatoren vom Koblenzer Café Hahn sogar eine kleine Sensation. José Feliciano kam gemeinsam mit seiner Band zum einzigen Deutschland-Konzert dieser Saison. Ohnehin macht sich der aus Puerto Rico stammende amerikanische Musiker in letzter Zeit ganz schön rar. Das Koblenzer Gastspiel ist im Juli der einzige öffentliche Auftritt überhaupt gewesen, auch ansonsten sucht der blinde Sänger und Gitarrist sich seine Konzerttermine sehr sorgsam aus. &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Umso größer natürlich die Erwartungen auf der Festung. Die Atmosphäre hier hat echten Festival-Charakter, hinter dem eingegrenzten bestuhlten und von aufmerksamem Sicherheitspersonal behüteten Bereich findet die Stehparty mit Tanzeinlagen statt. Auch im Bereich der Versorgungsstände lässt sich der Abend wunderbar genießen. Feliciano heizte die Stimmung von der Bühne aus nach Kräften an, erfreute die Fans mit einer Mischung aus lateinamerikanischen Rhythmen und erdig-markanten Rockfetzen. „In Koblenz leben viele Latinos“, schmeichelte er seinem Publikum, das ihm den Irrtum natürlich aus vollem Herzen bestätigen mochte.&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Als Fünfjähriger kam er mit seiner Familie in den New Yorker Stadtteil Harlem, wo er aufwuchs und schon mit neun Jahren im „Teatro Puerto Rico“ mitspielte. Mit 17 verließ er die Schule, spielte in Clubs und ernährte damit seine Familie, seinen ersten Festival-Auftritt hatte er 1966 in Argentinien. Schnell wurde er zum Star in Lateinamerika, mit „Feliz Navidad“ gelang ihm auch darüber hinaus der Durchbruch. Während des Vietnamkriegs machte er mit seiner eigenwilligen Version der amerikanischen Nationalhymne bei den „World Series“ auf sich aufmerksam und wurde zum Idol der Antikriegsbewegung. Noch heute ist ihm das Engagement für Frieden in der Welt ein besonderes Anliegen. Mittlerweile wurde eine öffentliche Schule nach ihm benannt und seinen Stern auf dem „Hollywood Walk of Fame“ hat er auch bereits bekommen.&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;In Koblenz war jedoch von Altersruhe nichts zu spüren. Seine unglaublich lässige Version von Michael Jacksons Hit „Billie Jean“ wirkt wie eine Einstiegsdroge, Jason Donovans „Listen to the rhythm of the falling rain“ bekommt einen großen Schluck Melancholie verabreicht. Funkiger Latin-Sound würzt den Sommerhit „Bamboleo“ von den Gipsy Kings, wobei der Meister im Solo dabei ordentlich übers Griffbrett hinaus fingert und die höchsten Klimpertöne ertastet. Dick und voller Kraft der Sound bei „If you don't know me by now“ und mit noch viel mehr Seele als bei Simply Red ohnehin eingesetzt wurde. Der Doors-Klassiker „Light my fire“ ist natürlich ein absoluter Höhepunkt, den sich der Musiker auch bis zum Schluss aufhebt. Ganz am Ende aber entlässt er sein Publikum mit John Lennons „Imagine“, wie gehabt einer Friedenshymne.  &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt; Veröffentlicht in der Allgemeinen Zeitung Mainz&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/19105699-472432426286827687?l=wiesbaden-kultur.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/feeds/472432426286827687/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=19105699&amp;postID=472432426286827687&amp;isPopup=true' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/472432426286827687'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/472432426286827687'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/2008/08/jos-feliciano-beim-einzigen-deutschland.html' title='José Feliciano beim einzigen Deutschland-Auftritt auf der Festung Ehrenbreitstein'/><author><name>Daniel Honsack</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15248419407914423138</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_brq7NEMwNF8/Skd3DSAj4yI/AAAAAAAAAHs/XyynhTWB0m4/S220/Daniel_Kopf+090624.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_brq7NEMwNF8/SJbrRCjcYMI/AAAAAAAAACI/lI2LItA2ZqI/s72-c/100_0655.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-19105699.post-4918571445281192027</id><published>2008-07-31T13:44:00.000+02:00</published><updated>2008-08-04T13:45:09.900+02:00</updated><title type='text'>Accentus Austria mit spanischer Hofmusik beim Mainzer Musiksommer</title><content type='html'>&lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Am Hofe Philipps III. ging's musikalisch zu. Der spanische Regent, der zwischen 1598 und 1621 die Epoche, die unter dem Namen „Pax Hispanica“ in die Geschichte einging, prägte, war mehr ein Mann der Feste und Zeremonien als ein großer Kriegsherr. An seinem Hof tummelten sich daher allerlei Musiker und Komponisten, deren Werke heute jedoch nicht mehr allzu bekannt sind. Das Ensemble „Accentus Austria“ hat sich ganz besonders auf diesen Bereich spezialisiert und bot nun beim Mainzer Musiksommer in St. Johannis einen interessanten Einblick.&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Das zehnköpfige Ensemble, dessen Stammbesetzung aus Österreich kommt, hat sich die authentische Vermittlung der Musik auf die Fahnen geschrieben. Deshalb spielen die Musiker nicht nur auf historischen Instrumenten, sondern haben zudem die Gesangspartien mit Muttersprachlern besetzt. Der Lebendigkeit des Vortrags ist dieses Vorgehen auf jeden Fall sehr zuträglich. Denn die kleinen Stücke, meist Zwischenaktmusiken zu Theaterstücken des frühen 17. Jahrhunderts, erzählen in der Regel fantasievolle Geschichten.&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Thematisch kannten die Musiker seinerzeit keine Grenzen. Meist ging es auch hier um Liebe und auch die Prostitution wurde offen thematisiert. Dem Ensemble gelang es immer wieder, gerade auch durch die Auswahl rhythmisch sehr akzentuierter Stücke, einen Teil der Atmosphäre einer vergangenen Zeit herbei zu spielen. Poetisch ging es in Capitán Mateo Romeros Stück „A la dulca rusa del alva“ zu, enorm zupackend geriet das „Entre dos álamos verdes“ von Juan Blas de Castro. Mit maurischen Einflüssen versetzt ist die Ballade „En los canos de Carmon“ eines anonymen Komponisten, in der sich herausstellt, dass der edle Reiter, der gerade ein junges Mädchen umwirbt, dessen Bruder ist.  &lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/19105699-4918571445281192027?l=wiesbaden-kultur.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/feeds/4918571445281192027/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=19105699&amp;postID=4918571445281192027&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/4918571445281192027'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/4918571445281192027'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/2008/08/accentus-austria-mit-spanischer.html' title='Accentus Austria mit spanischer Hofmusik beim Mainzer Musiksommer'/><author><name>Daniel Honsack</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15248419407914423138</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_brq7NEMwNF8/Skd3DSAj4yI/AAAAAAAAAHs/XyynhTWB0m4/S220/Daniel_Kopf+090624.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-19105699.post-7072052409134148271</id><published>2008-07-28T14:56:00.004+02:00</published><updated>2008-07-28T15:12:50.642+02:00</updated><title type='text'>Aziza Mustafa Zadeh mit "Opera Jazz"</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://www.azizamustafazadeh.de/presse/azizamustafazadeh_3.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer; width: 200px;" src="http://www.azizamustafazadeh.de/presse/azizamustafazadeh_3.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Wem es gelungen ist, den langen Weg zur Wagenausbesserungshalle auf dem Gelände der Landesgartenschau in Bingen hinter sich zu bringen und wer trotz magerer Beschilderung die Hoffnung nicht aufgegeben hat, sein Ziel noch zu erreichen, wurde ausreichend belohnt. Zum Abschluss des Festivals „Rheinvokal“ lud Aziza Mustafa Zadeh zum Konzert unter dem Titel „Opera Jazz“. Wer, wenn nicht sie, kann glaubwürdig das Versprechen ablegen, diese beiden Musikrichtungen schlüssig unter einem Dach zu vereinen. &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Die Tochter eines aserbaidschanischen Pianisten und Komponisten sowie einer georgischen Mutter, die klassisch ausgebildete Sängerin ist, zählt zu den Ausnahmetalenten des Jazz. Ihr weltmusikalischer Ansatz kennt keine Grenzen und scheut auch vor der Überwindung traditioneller Schranken nicht zurück. Mit Jazz, Scat-Gesang und des „Mugam“, einer aserbaidschanischen Improvisationskunst, hat sie sich international durchgesetzt. Dass sie auch in klassischen Gefilden beheimatet ist, stellte sie nun einmal mehr unter Beweis.&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Auf ihrem aktuellen Album wendet sie einen Kunstgriff an, der in der klassischen Musik zahlreiche große Vorbilder hat. Wolfgang Amadeus Mozart, Franz Liszt und viele andere Komponisten haben eigene oder fremde Opernwerke gerne für kleinere Besetzung umgeschrieben. Entweder als „Harmoniemusik“ für Bläserensemble oder eben als „Paraphrasen“ für Klavier. Damit konnten populäre Arien auch in kleinerem Rahmen aufgeführt werden, manchmal wurde dafür sogar ganz auf die Singstimme verzichtet. Der Wunsch des Menschen, sich seine Musik überall hin mitnehmen zu können, ist also nicht erst mit der Erfindung tragbarer Abspielgeräte in Erfüllung gegangen.&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Mit großer Sensibilität und zupackendem Selbstbewusstsein nimmt sich Aziza Mustafa Zadeh die großen Melodien vor. Als „Queen of the Night“ wirbelt sie durch die schwindeligen Höhen der Rachearie aus Mozarts „Zauberflöte“. Mit ihrem herben Timbre und verträumten Umspielungen verleiht sie dem „Ombra mai fu“ aus der Händel-Oper „Xerxes“ einen ganz besonders sinnlichen Charakter.  &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Ohnehin gelingt ihr immer wieder diese einzigartige Übereinkunft aus virtuoser Fingerfertigkeit und hohem emotionalen Anteil in der Stimme. Mit diesem Anspruch kann sie auch Prinzessin Sheherazade von Bach träumen lassen, so wie sie sich ohnehin gern von den Altmeistern Bach oder Händel inspirieren. Lässt. Dazu kommt ein sanft säuselndes „Summertime“ als Reminiszenz an den vor fast 30 Jahren verstorbenen Vater, der Gershwin sehr verehrte.  &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Einziger Wermutstropfen an diesem Abend ist die völlig unzureichende Akustik. Es braucht daher immer wieder viel Wohlwollen und Phantasie, um hinter das Geheimnis der Musik zu kommen. Denn oft wirkt sie hier durch die vorherrschenden Bedingungen kalt oder gar schrill. Da der Direktheit des Raumes mit elektronischen Mitteln nicht ausreichend entgegen gekommen wurde, musste der Zuhörer das entsprechende Manko individuell ausblenden.  &lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Veröffentlicht u.a. in der Mainzer Allgemeinen Zeitung&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/19105699-7072052409134148271?l=wiesbaden-kultur.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/feeds/7072052409134148271/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=19105699&amp;postID=7072052409134148271&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/7072052409134148271'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/7072052409134148271'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/2008/07/aziza-mustafa-zadeh-mit-opera-jazz.html' title='Aziza Mustafa Zadeh mit &quot;Opera Jazz&quot;'/><author><name>Daniel Honsack</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15248419407914423138</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_brq7NEMwNF8/Skd3DSAj4yI/AAAAAAAAAHs/XyynhTWB0m4/S220/Daniel_Kopf+090624.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-19105699.post-641658457557015162</id><published>2008-07-28T14:50:00.001+02:00</published><updated>2008-07-28T14:59:37.932+02:00</updated><title type='text'>Regensburger Domspatzen in Eltville</title><content type='html'>&lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Die Knabenchor-Tradition hat in Deutschland einige hochkarätige Vertreter, die das Feld unter einander aufgeteilt haben. Wer sich einmal von dem besonderen Klang dieser speziellen Chorformation hat fesseln lassen, wird die Begeisterung dafür so schnell sicherlich nicht los. Zu den vier der ganz großen Vertreter dieser Art gehören unzweifelhaft die Regensburger Domspatzen – und das seit mehr als 1.000 Jahren. Denn ihre Tradition geht bis auf die Gründung der Regensburger Domschule im Jahr 975 zurück. Zu den herausragenden Leitern gehörte im übrigen auch Georg Ratzinger, der Bruder des heutigen Papstes Benedikt XVI. Über dreißig Jahre lang prägte er den Chorklang und verhalf den Domspatzen zu ihrem internationalen Ruf.&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;1994 kam dann Roland Büchner als Domkapellmeister nach Regensburg, ein Amt, das mit der Leitung des renommierten Chores verbunden ist. Nun reisten sie bereits zum dritten Mal auf Einladung der Eltviller Burghofspiele in den Rheingau und präsentierte nden Zuhörern in der Pfarrkirche St. Peter und Paul in Eltville einen mit Bedacht ausgesuchten Querschnitt durch die geistliche Chorliteratur von über vier Jahrhunderten. Angefangen bei Orlando di Lasso, dem Altmeister des 16. Jahrhunderts bis hin zu Enjott Schneider, dem bekannten Münchner Komponisten, der spätestens seit der Filmmusik zu „Schlafes Bruder“ eine hohe Popularität genießt.&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Von ihm gab es an diesem Abend gleich auch eine deutsche Zweitaufführung zu hören. Am Tag zuvor hatten die Regensburger den „Sonnengesang des Franz von Assisi“ in Regensburg erstmals in Deutschland gesungen. Im März hatte die Uraufführung bei einer Konzertreise in Südafrika stattgefunden. Das achtstimmige Chorwerk erweist sich als eine ansprechende Vertonung des alten Textes mit deutlich zeitgenössischen Einfärbungen, ohne jedoch in avantgardistischer Phrasendreschrei zu veröden. Im Gegenteil: Durch die Kombination aus altitalienischen Gesängen, Flüsterpassagen und behutsam eingefügten Clustern ist ein äußerst zuhörerfreundliches und dennoch herausforderndes Stück entstanden. Die Regensburger Domspatzen interpretierten ihr Werk mit großem Engagement und klanglicher Strahlkraft.&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Auch in den zuvor gehörten Werken, etwa den „Drei Cantica“ von Johann Eccard (1553-1611) erwiesen sich die jungen Sänger als sehr aufmerksam und leistungsfähig. Vital nahmen sie die rhythmischen Herausforderungen an, leuchtend heller Chorsopran stand in erstaunlichem Kontrast zu den profunden Bässen des Chores. Auch für Felix Mendelssohn-Bartholdy fanden sie die angemessene Klangfarbe, ebenso wie für eine Reihe von Werken, die um das zweite Vatikanische Konzil entstanden waren, als es um eine Erneuerung der katholischen Kirchenmusik ging.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Veröffentlicht im Wiesbadener Kurier / Wiesbadener Tagblatt&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/19105699-641658457557015162?l=wiesbaden-kultur.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/feeds/641658457557015162/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=19105699&amp;postID=641658457557015162&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/641658457557015162'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/641658457557015162'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/2008/07/regensburger-domspatzen-in-eltville.html' title='Regensburger Domspatzen in Eltville'/><author><name>Daniel Honsack</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15248419407914423138</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_brq7NEMwNF8/Skd3DSAj4yI/AAAAAAAAAHs/XyynhTWB0m4/S220/Daniel_Kopf+090624.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-19105699.post-7633600523505391914</id><published>2008-07-24T15:50:00.001+02:00</published><updated>2008-07-26T16:01:37.074+02:00</updated><title type='text'>Mainzer Musiksommer beginnt</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://www.mainz-klassik.de/images/stories/muso07/61b.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer; width: 200px;" src="http://www.mainz-klassik.de/images/stories/muso07/61b.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Musikalische Sommerlöcher gibt es schon lange nicht mehr. Zwischen den Spielzeiten von Sinfonieorchestern und Theatern findet eine heiße Phase statt, die das Publikum ins Freie oder zwischen dicke, kühle Mauern lockt. Seit neun Jahren gehört der Mainzer Musiksommer zu den festen Größen. Das Konzept, an historischen Orten mit zumeist jungen Künstlern ein Programm mit dem Schwerpunkt auf Alter Musik anzubieten, hat sich in Mainz bewährt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch in diesem Jahr stehen zahlreiche musikalische Höhepunkte. Bereits am kommenden Dienstag, 29. Juli wird das Eröffnungskonzert eine „Spiritualität auf höchster Ebene“ bieten. So zumindest nennt es Peter Stieber, der als Landesmusikredakteur Rheinland-Pfalz bei SWR2 mit für die Programmgestaltung zuständig ist. Bewährtermaßen findet das Festival in Kooperation mit der Stadt Mainz statt. Den Auftakt gestaltet der Mainzer Figuralchor unter der Leitung von Stefan Weiler gemeinsam mit dem renommierten sächsischen Organisten Hansjörg Albrecht. Hier werden alte und neue Werke neben einander aufgeführt, die Reihe der Komponisten beginnt bei Heinrich Schütz, geht über Brahms, Mendelssohn und Olivier Messiaen und endet bei dem griechischen Komponisten Theodore Antoniou.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;10 Musiker haben 20 Stücke mitgebracht, die sie am 30. Juli in der Johanniskirche vorstellen werden. Das Ensemble „Accentus Austria“ spielt Theatermusik, die im 16. Jahrhundert in Spanien angesagt war. Im familiären Rahmen der Villa Musica kommt mit Hille Perl am 8. August eine der ausdrucksstärksten Musikerinnen unserer Zeit nach Mainz. Sie hat sich der „Musik aus den Gemächern von Ludwig XIV“ gewidmet. Begleitet wird die Gambistin von Lee Santana (Laute) und Steve Player (Gitarre). Ebenfalls um geschlagene Saiten geht es am 12. August in der Antoniuskapelle, diesmal mit dem „Barrios Guitar Quartet“, zusammengesetzt aus Musikern der Rhein-Main-Region. Erneut treffen Vergangenheit und Gegenwart aufeinander. Der 20-jährige Pianist Joseph Moog tritt am 14. August in Schloss Waldthausen den Beweis an, dass auch ehemalige Wunderkinder eine Zukunft haben können. Das Programm mit Beethovens Waldsteinsonate und Liszts 12. Ungarischer Rhapsodie benötigt mehr als antrainierte artistische Fingerfertigkeit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nur wenige Jahre älter sind die drei Mitglieder des Tecchler Trios, das 2007 den ARD-Musikwettbewerb für sich entschied. Am 17. August sind sie in Schloss Waldthausen zu hören und spielen Werke von Haydn, Schostakowitsch und Rachmaninow. Bulgarische Volksmusik bildet einen weiteren Farbtupfer im ohnehin schon bunten Musiksommer. Am 23. August kommt die „Via Nova Percussion Group“ in den Weihergarten, um Volkstänze, Lieder und Improvisationen für Percussion-Ensemble zu präsentieren.   &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;Weitere Konzerte: Stuttgart Radio Brass am 19.8 in St. Stephan, Ensemble L'Ornamento am 21.8. in der Antoniuskapelle, Calmus Ensemble Leipzig in der Johanniskirche.  &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Alle Konzerte beginnen um 20 Uhr&lt;/p&gt;  &lt;p style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Weitere Informationen und Karten: &lt;a href="http://www.mainzer-musiksommer.de/"&gt;www.mainzer-musiksommer.de&lt;/a&gt; oder Telefon 06133-5799991&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Veröffentlicht in der Mainzer Allgemeinen Zeitung&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/19105699-7633600523505391914?l=wiesbaden-kultur.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='related' href='http://www.mainzer-musiksommer.de' title='Mainzer Musiksommer beginnt'/><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/feeds/7633600523505391914/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=19105699&amp;postID=7633600523505391914&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/7633600523505391914'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/19105699/posts/default/7633600523505391914'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wiesbaden-kultur.blogspot.com/2008/07/mainzer-musiksommer-beginnt.html' title='Mainzer Musiksommer beginnt'/><author><name>Daniel Honsack</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15248419407914423138</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_brq7NEMwNF8/Skd3DSAj4yI/AAAAAAAAAHs/XyynhTWB0m4/S220/Daniel_Kopf+090624.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry></feed>
